Freitag, 9. November 2007

Alzheimer, Ölfeld, Gehirn, Schulaberglauben

Klare Klima-Erwärmung: mi 2° Hagelschauer 1,4680

- Brasilien hat ein sehr großes Ölfeld entdeckt.

- Kupferleitungsbesitzer aufgepaßt: "Alzheimer durch Kupfer begünstigt?
Kupfer kann im Gehirn ein Protein beeinträchtigen, das möglicherweise einen gewissen Schutz vor der Alzheimer-Krankheit bietet. Zu diesem Ergebnis ..." FAZ 7.11.07

- "Protein sorgt für gute Kontakte im Gehirn
Kein Computer kann es mit der Lernfähigkeit und dem Erinnerungsvermögen des menschlichen Gehirns aufnehmen. Das liegt daran, dass beim Denken ... das Septin 7 " 7.11.

- "Fragen zum Gehirn
Ein Quiz und die Auflösungen
Das Gehirn, so ist oft zu hören, sei eine Art Computer. Stimmt dieser Vergleich? Und stimmt es, dass Frauen anders denken als Männer? Und dass sich die Gehirne von Menschen und Menschenaffen kaum voneinander unterscheiden? Diese und zahlreiche weitere Fragen rund um unser Denkorgan stellt der Kinderarzt und Neurowissenschaftler Norbert Herschkowitz in einem unlängst erschienenen Buch der Reihe "Was stimmt?". Zum Glück lässt der Autor die Leser nicht im Ungewissen, sondern liefert, gestützt auf neue Forschungsergebnisse, auch die entsprechenden Antworten. So gewinnt man Einblicke in die verschiedensten Funktionen des Gehirns, die bis an die Grenzen neurowissenschaftlicher Forschung führen. Was den Vergleich zwischen Gehirn und Computer betrifft, wird schnell klar, dass die Unterschiede gewaltig sind. Das Gehirn verleiht dem Menschen zum Beispiel Kreativität - und die Fähigkeit, einen Computer zu bauen."
F.A.Z. 7. November 2007/ Norbert Herschkowitz: "Was stimmt? Das Gehirn. Die wichtigsten Antworten." Verlag Herder, Freiburg 2007. 128 S., br., 7,90 Euro

- "Schulpflicht bis 18 Jahre
Elisabeth II. verkündet Gesetzesvorhaben im Parlament
Lt. LONDON, 6. November. Die Schulpflicht soll in Großbritannien künftig bis zum 18. Lebensjahr gelten; Schüler, die vorher allgemeinbildende ..." // Das heißt, den Schulaberglauben auf die Spitze zu treiben und praktisch veranlagte Jugendliche zu vergewaltigen; den anderen wird Lebenszeit gestohlen.

Donnerstag, 8. November 2007

Kindern immer mehr die Mutter entzogen, SUN, Christentum

mi 9° b
Der Wald wird immer lichter, der Tag immer dunkler. Die Farben überspielen noch das Grau.

- SUN macht weiter Gewinn.

- Was aus den Steuergeldern wird: "Kurzinfos für Umweltfreunde:
1. Marktanreizprogramm: Förderung für Solaranlagen mit Heizungsunterstützung und Brennwertkessel.
Zusätzlich zur Förderung der Solaranlage mit 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche gibt es einen Bonus von 750 Euro, wenn der alte Kessel durch einen Brennwertkessel (Öl oder Gas) ersetzt wird."

- 397 Martinus tot. Das Teilen eignet dem Menschen stammesgeschichtlich, er braucht dazu keine Martins. Das Gebot in den verschiedenen Religionen zur Armenhilfe ist nicht ganz verkehrt, es benachteiligt aber die emfindsamen Naturen, die Geboten gegenüber sensibler sind, während sie bei robusten Menschen gar nicht ankommen. Das gilt im übrigen für alle moralischen Gebote: sie benachteiligen die Sensiblen. Die Teilungsideologie ist seit Martin in die Breite gegangen, obwohl sie im Sozialstaat keine sinnvolle Grundlage mehr besitzt, der Bettler an der Ecke ist regelmäßig ein Betrüger, der seine Sozialhife aufstockt bzw. sogar manchmal ein steuerfreier Gutverdiener, wie sich gelegentlich nach dem Ableben zeigt. Große Verschwendung und kontraproduktiv wird die christliche Teilungsideologie in der Entwicklungshilfe, wo sie die Eliten bereichert und insgesamt Untätigkeit und Abhängigkeit fördert.

- "Von Kindern ist nicht die Rede. Der Kindertherapeut Wolfgang Bergmann kann nicht verstehen, warum in unserer Gesellschaft den Kindern immer mehr die Mutter entzogen wird." Interview Focus 44/2007

Mittwoch, 7. November 2007

Rotwein, Augstein, Haas/Heine

mi 7° Sch 1,4677

- Sachverständigenrat erwartet für 2008 Wachstum von 1,9 %.

- Epicatechin (Rotwein, Kakao, Grüner Tee) macht die Gefäße flexibel.

- Augstein fünf Jahre tot. Der 'Spiegel' war mit etwa 15 Jahren, noch vor der ZEIT, meine politische Initiationslektüre. Jubelte den SDS hoch, ich trat ihm als Lehrling bei. Da war was los. Las im SPIEGEL vorabgedruckt Kogons "SS-Staat" und "Wohin treibt die Bundesrepublik?" von Jaspers.- Im Rückblick erscheint mit der SPIEGEL als gehobenes Revolverblatt, A. als intelligenter Blattmacher, der nie zu politischer Klugheit reifte.

- Heine, Nachtgedanken:
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.

Die Jahre kommen und vergehn!
Seit ich die Mutter nicht gesehn,
Zwölf Jahre sind schon hingegangen;
Es wächst mein Sehnen und Verlangen.

Mein Sehnen und Verlangen wächst.
Die alte Frau hat mich behext,
Ich denke immer an die alte,
Die alte Frau, die Gott erhalte!

Die alte Frau hat mich so lieb,
Und in den Briefen, die sie schrieb,
Seh ich, wie ihre Hand gezittert,
Wie tief das Mutterherz erschüttert.

Die Mutter liegt mir stets im Sinn.
Zwölf lange Jahre flossen hin,
Zwölf lange Jahre sind verflossen,
Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.

Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd' ich es immer wiederfinden.

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr,
Wenn nicht die Mutter dorten wär;
Das Vaterland wird nie verderben,
Jedoch die alte Frau kann sterben.
...
Der deutschen Mode, nur die ersten beiden Zeilen zu zitieren, folgte leider auch der Neurophysiologe Helmut Haas eingangs seines schönen Vortrags "Neues vom Wachen und Schlafen".

Dienstag, 6. November 2007

Christentum

mi 7° Sch 1,4545

- Sankt Dennis Meadows: "Es geht doch nicht um Jobs. Die Menschen wollen eine ordentliche Behausung haben, Nahrung, Wärme, Respekt, Unterhaltung und so weiter. Unglücklicherweise sind moderne Gesellschaften so organisiert, dass all das nur bekommt, wer einen hochbezahlten Job hat. Das muss aber nicht so sein."
DIE ZEIT 31.12.2003 Nr.2

- Wie weiter mit dem Christentum? Die alten Griechen, die mit den heutigen wenig zu tun haben (500 Jahre türkische Besetzung), nahmen orientalische Impulse auf und machten daraus etwas völlig Unorientalisches: die Moderne, oder doch die Proto-Moderne; die Römer, von Natur aus kriegerische Barbaren, gingen nach der Eroberung in die Schule Athens und waren insgesamt begabte Erben; Hellenismus und Jesuskult begegneten sich (Sokrates, Kohelet, Stoa) und fanden zu einem passablen Verhältnis, das auch nach durch Klimawandel ausgelösten Völkerwanderungswirren mit Untergang des antiken Roms andauerte, weil der Bischofssitz Rom das antike Erbe stets vor Augen hatte und der irrationale Urgrund der christlichen Religion dadurch strategische Richtungsimpulse bekam. Die rationalisierende Scholastik als großer Meilenstein (nach dem Römer Augustinus) erging sich in Platon- und Aristoteles-Rezeption (während Ibn Ruschd von der islamischen Orthodoxie verjagt wurde). Die Bettlerorden bekannten sich zur Arbeit (und zum städtischen Kommerz), die Warmzeit des Mittelalter-Optimums ließ in Nord-Europa (incl. Grün-grön-land) tausend Städte erblühen und brachte mit dem Handwerkerstand, der jetzt ernährt werden konnte, die europäische Technik auf den Weg, mit dem Wettbewerb zwischen den tausend Städten, und schon sind wir bei der Reformation im Zeichen der Stoa, innerlich war angesagt, kein orientalischer Basar-Schacher, und die protestantischen Neo-Briten überholten in 200 Jahren den reichen katholischen Kontinent im Süden mehrere millionenmal. Jetzt stellt sich das geschichtlich ernstzunehmende vielfältige amerikanische Protestantentum dar wie die japanische und chinesische Szene: spirituelle Tingelei für das Herz des großen Haufens, sagen wir: der Interessierten, und parallell dazu wissenschaftliche und technische Offenheit, verbunden mit den Klugheitslehren der Antike, des Jesuskults, des Buddha, des Laotse und Konfuzius.
Der Katholizismus steht unproduktiv da, hat aber große Ritual- und Promikraft; mit seinem tiefsinnigen Ratzinger dürfte er sich auf den hinteren Plätzen behaupten. Die EKD dürfte weiter an Rom verlieren wegen sozialarbeiterischer Ambitionen.

Montag, 5. November 2007

Strompreis, Gotteswahn, Vervetterung, Pakistan

mi 9° b
Das Zwergahornrot. Das zierkirschenrot. Das Berberitzenrot.

- Strompreis: "Der Staat könnte Entlastung schaffen.
Vierzig Prozent des Preises beruhen auf staatlichen Vorgaben" / Von Werner Sturbeck FAZ

-"Dawkins hatte in seinem Buch „Der Gotteswahn“ ein Weltbild restauriert, wonach Religion einem vorwissenschaftlichen Zeitalter angehört und mit dem Siegeszug des wissenschaftlichen Zeitalters verschwindet." // Die Religion wird nie verschwinden, da der Mensch zu Mythen neigt; je einfacher sein Begriffsvermögen ausfällt, desto stärker das Bedürfnis nach Mythos und Religion. Auch die Wissenschaft wird von uralten, memenhaften mythischen Denkfiguren berührt. Bei den missionarischen Klimatologen findet die Denkfigur der Apokalypse (s. z. B. die Offenbarung des Johannes) in computergenerierter Form Anwendung.

- Die beiden verfeindeten sozialistischen Brüder KPD und NS-ArbeiterPartei fanden immer einmal zusammen: "Bei diesem Streik geht es ums Ganze . Im November 1932 legten in Berlin die BVG-Beschäftigten den Nahverkehr lahm. / / Von Klaus Rainer Röhl / / Sie stehen mitten auf dem blanken Asphalt, ..." 02.11.07

- Familienkultur und Vervetterung: Im WDR werden die Stellen erblich, ja, noch vor dem Ableben rücken die Junioren Erdenberger und Vormweg ein, bei den Freundinnen kann man es von außen nicht erkennen - der WDR vervettert immer mehr, eine hermetische Clique war er schon lange. Und mit der Vervetterung beschäftigt sich das Programm auch immer wieder: bei den Managern. Das wurde bei 'Gutenberg' erneut aufgekocht. Allerdings auf bekanntem Niveau - auf den Spitzenplätzen säßen die Kinder von Spitzenkräften.- Natürlich spielen Beziehungen beim Vetter Mensch immer eine Rolle - siehe Vater und Sohn beim WDR - aber die viel Bedeutendere Veranschlagung der Familienkultur unterblieb. Die Mommsens, die Curies, die Wagners, die Rothschilds, die Weizsäckers u.v.a.m. : da läßt sich die Bedeutung der Familie auf die Bildung der Kinder ganz einfach fassen: das Vorbild im Alltag. Aber natürlich bildet die Genetik das Fundament: was bei den Oetkers ging, ging bei Gerling und Reemtsma nicht.

- Unruhiges Pakistan: Indien hat es besser, der Islam fehlt weitgehend

- Die Probleme Afrikas: "Die Seelenfresserinnen.
In Burkina Faso regiert der Aberglaube: Frauen werden immer wieder als „Hexen“ bezeichnet, verprügelt und aus ihren Dörfern vertrieben. Die Regierung ist weitgehend machtlos." Von Thomas Veser." FAZ 03. November 2007 (s. http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_246hnjzkw) // Aber der Herr Köhler klagt den Norden an und streichelt die Potentaten in den goldenen Betten.

- 'Arthur Kornberg ist gestorben
Wer ihm, dem wohl größten Biochemiker des vergangenen Jahrhunderts, ein Kompliment machen wollte, der zitierte seine "Liebesaffäre mit den Enzymen" ...' FAZ 29.10.07