Mi 3° s a 1° 7723 1,4741 94$ WTI
Der samenfressende Dompfaff ist dageblieben, offenbar bieten Wiese und Büsche genügend Sämereien; anders als das Eichhörnchen frißt er die Eschensamen nicht.- Zwischen zwei Schwarzkiefern hat jemand einen Bau gegraben, der Größe nach könnte es ein Mauswiesel sein: willkommen! Vielleicht trifft das Wiesel einmal nachts den hyperaktiven Maulwurf?
- Das Dekollete in der Wirtschaftsberichterstattung schärft den Einblick. (WD)
- Eine Minderheit zahlt den größten Batzen
mas. BERLIN, 14. November. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft bereichert die Umverteilungsdebatte mit neuen Zahlen. Danach ... zahlen die obersten 30 % 62 % aller Steuern und Abgaben ..." FAZ 15.11.
- Der Herr Augstein und die SED-Selbstschußautomaten gegen die eigenen Bürger: "Und da spottet der Chef eines Hamburger Nachrichtenmagazins über den auf Rache sinnenden Manfred Brettschneider (dem historischen Michael Gartenschläger nachempfunden): "Das nennt man wohl Zonenkoller." Nicht zuletzt handelt "Die Todesautomatik" aber von der Frage, wann - oder ob überhaupt - Vergessen und Verzeihen möglich sind. ..." FAZ // Dieser pubertäre Mistkerl hat mich sozusagen politisch sozialisiert, der SPIEGEL war mit etwa 14 Jahren meine erste politische Lektüre und blieb es viele Jahre, die ZEIT kam dann dazu. In beiden Blättern wurde der SDS, wurde der Neomarxismus hochgeredet. Ich war wahrscheinlich der einzige Arbeiter im SDS.
- Ein Ablagefund: Der staatliche Abzock-Hinterhalt: Geschwindigkeitsüberschreitung um 29 km/h (bei vorgeschr. 100, A3) kostete 2002 70€ und 3 Punkte in Flensburg + Androhung eines Fahrverbots bei Wiederholung. Ginge es der Abzockbürokratie um Verkehrserziehung (wobei ja Geschwindigkeitsbeschränkungen von 100 km/h auf Autobahnen oft schon schikanösen Charakter haben), dann würden Radar-Geschwindigkeitsanzeigetafeln eingesetzt, Odenthal (CDU) sei hier gelobt; als die CDU in Köln den Oberbürgermeister gewann, schaltete sie die Starenkästen vor und auf der Zoobrücke ab: Lob!
Mittwoch, 28. November 2007
Dienstag, 27. November 2007
Sisyphos, Hendrix
Mi 5° w 7.531
- Jimi Hendrix: Der schon einschlägig bekannte Theweleit gab bei Jimmi Hendrix wieder eine Kostprobe seiner Kulturraunerei. Er vergaß: Bei mehr Disziplin wäre von JH noch Interessantes zu erwarten gewesen. Er schönte auch die Drogenexzesse, die Zerstörungsvandalismen auf der Bühne, er erwähnte nicht das Auftreten mit großem, dreisten Gefolge, das den Mitmusikern auf den Schuhen stand und die Probenverspätungen, die die Kollegen nervten.- Aber klasse Jimis Verstärkerverzerrerwahwahinnovationen und sein Sinn für kühne Riffs. Wilde Töne an der Grenze.
- Alzheimerpatient O'Connor hat sich in eine Mitpatientin im Heim verliebt; der Vorgang scheint mit Verstand nichts zu tun zu haben.
#
Doleys
War Sisyphos ein glücklicher Mann?
Die Kaufmannsstadt Korinth
gründete er
schlau und gewinnsüchtig
liebte er das Leben
und haßte den Tod
den er an den schwarzen Flügeln packte
und gefesselt in die Ecke stellte
Prost Zeus!
Der, wie alle Päpste und Schamanen
verstand keinen Spaß
und schickte den Ares
zwei zu eins das Spiel jetzt
doch im Hades
fiel ihm noch etwas ein
und schon
war er wieder da
Prost Zeus!
Alt wurde er
und leerte
viele Flaschen
auf die Dummheit
der Götter
und auch zuletzt
hatte er noch gut tun
statt im Elysion herumzulümmeln
Prost Zeus!
#
- Jimi Hendrix: Der schon einschlägig bekannte Theweleit gab bei Jimmi Hendrix wieder eine Kostprobe seiner Kulturraunerei. Er vergaß: Bei mehr Disziplin wäre von JH noch Interessantes zu erwarten gewesen. Er schönte auch die Drogenexzesse, die Zerstörungsvandalismen auf der Bühne, er erwähnte nicht das Auftreten mit großem, dreisten Gefolge, das den Mitmusikern auf den Schuhen stand und die Probenverspätungen, die die Kollegen nervten.- Aber klasse Jimis Verstärkerverzerrerwahwahinnovationen und sein Sinn für kühne Riffs. Wilde Töne an der Grenze.
- Alzheimerpatient O'Connor hat sich in eine Mitpatientin im Heim verliebt; der Vorgang scheint mit Verstand nichts zu tun zu haben.
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Doleys
War Sisyphos ein glücklicher Mann?
Die Kaufmannsstadt Korinth
gründete er
schlau und gewinnsüchtig
liebte er das Leben
und haßte den Tod
den er an den schwarzen Flügeln packte
und gefesselt in die Ecke stellte
Prost Zeus!
Der, wie alle Päpste und Schamanen
verstand keinen Spaß
und schickte den Ares
zwei zu eins das Spiel jetzt
doch im Hades
fiel ihm noch etwas ein
und schon
war er wieder da
Prost Zeus!
Alt wurde er
und leerte
viele Flaschen
auf die Dummheit
der Götter
und auch zuletzt
hatte er noch gut tun
statt im Elysion herumzulümmeln
Prost Zeus!
#
Montag, 26. November 2007
"Die Todesautomatik" läuft heute um 20.15 Uhr im ZDF.
Mi 4° b
Vom Osten gejagt, im Westen belächelt
Von den Morden an der Grenze: "Die Todesautomatik"
Das Verhör im Keller der Stasi nimmt kein Ende. Für die minderjährigen Opfer, die sich einen Streich erlaubten, aber jetzt zu Staatsfeinden erklärt werden, denen der lebenslängliche Aufenthalt im Zuchthaus bevorsteht, geraten die brutalen Methoden nahe an Folter. Für den Zuschauer wächst die Beklemmung indes, weil die Szene in dem engen, düsteren Raum viereinhalb Minuten lang ohne einen einzigen Schnitt auskommt. Der Regisseur Niki Stein wendet die Spannung ins Unerträgliche. Unerbittlich kreist die Kamera von Arthur W. Ahrweiler um den Schreibtisch herum, an dem die vier Jugendlichen abwechselnd sitzen und stumm ihre Vernichtung erleben, jedes Mal, wenn die Kamera sie erfasst, in neuen Posen - und die Beamten auch mal in anderer Kleidung. Dann erst begreift man: Das sind gar nicht Minuten, die hier vergehen, sondern Tage.
Diese viereinhalb Minuten darf man zu den Höhepunkten des deutschen Fernsehens zählen. Aber es ist nicht allein der ästhetische Anspruch, der "Die Todesautomatik" über das Gros jener vielen Fernsehspiele hebt, die derzeit in kurzen Abständen die Geschichte der DDR aufarbeiten. Genaugenommen ist es nicht einmal ein DDR-Film. Denn das Drehbuch von Wieland Bauder und Niki Stein, das die wahre Geschichte des Michael Gartenschläger fiktionalisiert, erzählt mehr über den Westen der siebziger Jahre als über
den Osten - genauer über jene westdeutsche Befindlichkeit, als man mit der DDR auf Schmusekurs ging.
Da beruhigte die Staatsräson ihr Gewissen mit freigekauften DDR-Häftlingen.
Da wollten Studenten sich "die gute Sache" nicht von verbitterten Zonis verleiden lassen, die mit ihrer Flucht "den Sozialismus verraten haben". Und da spottet der Chef eines Hamburger Nachrichtenmagazins über den auf Rache sinnenden Manfred Brettschneider (dem historischen Michael Gartenschläger nachempfunden): "Das nennt man wohl Zonenkoller." Nicht zuletzt handelt "Die Todesautomatik" aber
von der Frage, wann - oder ob überhaupt - Vergessen und Verzeihen möglich sind.
Widerstand oder Ergebung: Diese beiden möglichen Reaktionen auf ein zu Unrecht erduldetes Schicksal spielt der Film anhand seiner Figuren Lutz und Manfred ein ums andere Mal durch. Der Automechaniker Manfred (Misel Matisevic zeigt ihn als aufbrausenden Michael Kohlhaas) und Lutz (Stephan Kampwirth), die 1961 in einem Schauprozess in der DDR zu lebenslanger Haft verurteilt worden waren, wurden in den siebziger Jahren durch die Bundesrepublik freigekauft. Während Lutz sich in Hamburg ein neues Leben aufbauen will, kämpft Manfred besessen gegen das Land hinter dem Eisernen Vorhang, das ihn um seine Jugend betrog.
Von nicht wenigen im Westen wird er dafür belächelt. Einigen gilt er auch
als Störenfried, selbst die Freundin
(Loretta Pflaum) erträgt Manfreds Unruhe kaum. Ob mit präparierten Fluchtautos auf der Transitstrecke durch die DDR, ob nachts mit dem Fotoapparat an den Grenzzäunen oder als Redner vor hanseatischen Damenzirkeln: Immer ist er unterwegs in seiner Mission. Als er jedoch selbst Hilfe braucht, kneifen die vermögenden Hamburger Damen.
Doch weiß er, der in seiner "Freien Autowerkstatt" für jedes Malheur stets das richtige Werkzeug zur Hand hat, sich auch selbst zu helfen. Zusammen mit einem Freund gelingt es ihm sogar, die von der DDR geleugneten Selbstschussanlagen entlang der Grenze nachzuweisen. Damit glaubt sich der junge Mann am Ziel. Doch die DDR ist gerade UN-Mitglied geworden, man übt sich in "Entspannungspolitik". Da scheuen sich selbst die westlichen Medien, die Minen und Kanonen, die Manfred nachts abgebaut hat und nun der Welt präsentiert, allzu hoch zu hängen. Derweil setzt die DDR ein Sonderkommando auf Manfred an. Wenig später wird er erschossen.
Es sollte noch acht Jahre dauern, bis die DDR die Selbstschussanlagen an der Grenze abmontierte. Als im vergangenen Jahr in Strausberg bei Berlin, der Heimatstadt des 1976 getöteten Michael Gartenschläger, der Antrag gestellt wurde, eine Straße nach ihm zu benennen, lehnte die Stadtverordnetenversammlung dies ab; die Mehrheit haben hier SPD und Linkspartei. Sandra Kegel
"Die Todesautomatik" läuft heute um 20.15 Uhr im ZDF.
Text: F.A.Z., 26.11.2007, Nr. 275 / Seite 38
Vom Osten gejagt, im Westen belächelt
Von den Morden an der Grenze: "Die Todesautomatik"
Das Verhör im Keller der Stasi nimmt kein Ende. Für die minderjährigen Opfer, die sich einen Streich erlaubten, aber jetzt zu Staatsfeinden erklärt werden, denen der lebenslängliche Aufenthalt im Zuchthaus bevorsteht, geraten die brutalen Methoden nahe an Folter. Für den Zuschauer wächst die Beklemmung indes, weil die Szene in dem engen, düsteren Raum viereinhalb Minuten lang ohne einen einzigen Schnitt auskommt. Der Regisseur Niki Stein wendet die Spannung ins Unerträgliche. Unerbittlich kreist die Kamera von Arthur W. Ahrweiler um den Schreibtisch herum, an dem die vier Jugendlichen abwechselnd sitzen und stumm ihre Vernichtung erleben, jedes Mal, wenn die Kamera sie erfasst, in neuen Posen - und die Beamten auch mal in anderer Kleidung. Dann erst begreift man: Das sind gar nicht Minuten, die hier vergehen, sondern Tage.
Diese viereinhalb Minuten darf man zu den Höhepunkten des deutschen Fernsehens zählen. Aber es ist nicht allein der ästhetische Anspruch, der "Die Todesautomatik" über das Gros jener vielen Fernsehspiele hebt, die derzeit in kurzen Abständen die Geschichte der DDR aufarbeiten. Genaugenommen ist es nicht einmal ein DDR-Film. Denn das Drehbuch von Wieland Bauder und Niki Stein, das die wahre Geschichte des Michael Gartenschläger fiktionalisiert, erzählt mehr über den Westen der siebziger Jahre als über
den Osten - genauer über jene westdeutsche Befindlichkeit, als man mit der DDR auf Schmusekurs ging.
Da beruhigte die Staatsräson ihr Gewissen mit freigekauften DDR-Häftlingen.
Da wollten Studenten sich "die gute Sache" nicht von verbitterten Zonis verleiden lassen, die mit ihrer Flucht "den Sozialismus verraten haben". Und da spottet der Chef eines Hamburger Nachrichtenmagazins über den auf Rache sinnenden Manfred Brettschneider (dem historischen Michael Gartenschläger nachempfunden): "Das nennt man wohl Zonenkoller." Nicht zuletzt handelt "Die Todesautomatik" aber
von der Frage, wann - oder ob überhaupt - Vergessen und Verzeihen möglich sind.
Widerstand oder Ergebung: Diese beiden möglichen Reaktionen auf ein zu Unrecht erduldetes Schicksal spielt der Film anhand seiner Figuren Lutz und Manfred ein ums andere Mal durch. Der Automechaniker Manfred (Misel Matisevic zeigt ihn als aufbrausenden Michael Kohlhaas) und Lutz (Stephan Kampwirth), die 1961 in einem Schauprozess in der DDR zu lebenslanger Haft verurteilt worden waren, wurden in den siebziger Jahren durch die Bundesrepublik freigekauft. Während Lutz sich in Hamburg ein neues Leben aufbauen will, kämpft Manfred besessen gegen das Land hinter dem Eisernen Vorhang, das ihn um seine Jugend betrog.
Von nicht wenigen im Westen wird er dafür belächelt. Einigen gilt er auch
als Störenfried, selbst die Freundin
(Loretta Pflaum) erträgt Manfreds Unruhe kaum. Ob mit präparierten Fluchtautos auf der Transitstrecke durch die DDR, ob nachts mit dem Fotoapparat an den Grenzzäunen oder als Redner vor hanseatischen Damenzirkeln: Immer ist er unterwegs in seiner Mission. Als er jedoch selbst Hilfe braucht, kneifen die vermögenden Hamburger Damen.
Doch weiß er, der in seiner "Freien Autowerkstatt" für jedes Malheur stets das richtige Werkzeug zur Hand hat, sich auch selbst zu helfen. Zusammen mit einem Freund gelingt es ihm sogar, die von der DDR geleugneten Selbstschussanlagen entlang der Grenze nachzuweisen. Damit glaubt sich der junge Mann am Ziel. Doch die DDR ist gerade UN-Mitglied geworden, man übt sich in "Entspannungspolitik". Da scheuen sich selbst die westlichen Medien, die Minen und Kanonen, die Manfred nachts abgebaut hat und nun der Welt präsentiert, allzu hoch zu hängen. Derweil setzt die DDR ein Sonderkommando auf Manfred an. Wenig später wird er erschossen.
Es sollte noch acht Jahre dauern, bis die DDR die Selbstschussanlagen an der Grenze abmontierte. Als im vergangenen Jahr in Strausberg bei Berlin, der Heimatstadt des 1976 getöteten Michael Gartenschläger, der Antrag gestellt wurde, eine Straße nach ihm zu benennen, lehnte die Stadtverordnetenversammlung dies ab; die Mehrheit haben hier SPD und Linkspartei. Sandra Kegel
"Die Todesautomatik" läuft heute um 20.15 Uhr im ZDF.
Text: F.A.Z., 26.11.2007, Nr. 275 / Seite 38
Sonntag, 25. November 2007
Kohlendioxid-Konsum in Ozeanen wächst, Bescheidenheit
Mi 6° regn.
Hoher Herbst
Kastanie fällt,
Die Walnuß wird geschlagen,
Das nasse Obst:
In Körben heimgetragen.
Der Wind aus West,
Der Regen treibt die Blätter.
Das Astwerk bricht
Herab im schweren Wetter.
Die graue Zeit
Sinkt mit den Nebeln nieder.
Die Kühle greift den Vögeln ins Gefieder.
Nur Rabenschrei verhallt in leeren Wäldern
Beim scharfen Rauch
Aus den Kartoffelfeldern.
(Karl Krolow)
- "Kohlendioxid-Konsum in Ozeanen wächst
Das Phytoplankton der Meere könnte dem Kohlendioxid-Anstieg in der Luft und damit der Klimaerwärmung in den kommenden Jahrzehnten entgegenwirken. Das schließt eine deutsch-norwegische Gruppe um Ulf Riebesell vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel aus Experimenten im Raune-Fjord (Norwegen). In 27 Kubikmeter großen und zehn Meter langen Schläuchen untergebrachte Meeresorganismen waren Kohlendioxid-Konzentrationen ausgesetzt worden, wie sie in hundert und hundertfünfzig Jahren erwartet werden. Die Algen nahmen daraufhin trotz der beschleunigten Versauerung des Wassers bis zu 39 Prozent mehr gelöstes Kohlendioxid auf und wuchsen schneller ("Nature", doi:10.1038/nature06267). Mit der Zeit sank vermehrt abgestorbenes Plankton - und damit aus der Luft stammender Kohlenstoff - in die Tiefe.
NATUR & WISSENSCHAFT F A Zeitung, 14.11.2007, S. N1
- Lenin-Orden da, Grammy dort: Steinmeier hat sicher für seine Herumsingerei (s.u.) einen Grammy verdient. "Esther Schapira im Gespräch: Unterstellt uns Steinmeier, dass wir lügen? Die Frankfurter Fernsehjournalistin Esther Schapira wehrt sich im F.A.Z.-Interview gegen die Vorwürfe des Außenministers und bleibt dabei: Der Rapper Muhabbet, der mit Steinmeier gesungen hat, billigte den Mord an Theo van Gogh." 15.11.07 Text: "Wir haben andere Sitten, ihr habt andere Sitten, kommt, sehn wir uns in die Augen, sagen die Meinung, zeigen das wahre Gesicht." (Focus 47/07) Da bekommt man Sehnsucht nach Brentano.
- "Wegen Hitler-Gruß. Rechtsextremist Mahler zu sechs Monaten Haft verurteilt
Beim Antritt einer Haftstrafe wegen Volksverhetzung zeigte er den Hitler-Gruß: Nun ist der frühere NPD-Anwalt Horst Mahler abermals zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Cottbus verhängte gegen den einschlägig vorbestraften 71 Jahre alten ehemaligen RAF-Terroristen eine weitere Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung.
FAZ.NET Politik23. November 2007" // Der Idealtypus (Weber) des Fanatikers? Vgl. Eric Hoffer, Der Fanatiker. Auch hier fällt wieder auf, daß hohe Intelligenz nicht zur erfolgreichen Lebensorientierung hinreicht, ja sogar über Jahrzehnte mit Lernverweigerung zusammengehen kann.
- Siebeck schenkt uns eine schon geahnte Lebensweisheit:
"Der Protestantismus predigt als eine Haupttugend die Bescheidenheit. Die ist falsch, auf allen Gebieten! Wer bescheiden ist, hat schon verloren."
Man muß vielleicht ergänzen: gegen die 68er muß man deren Joschka-Fischer-und-Gerhard-Schröder-Mentalität veranschlagen und sich dagegen wappnen, aber für alle Maximen gilt: sie müssen doppelt passen: zum Anwender und zur Situation mit ihrem Personal.Alle universalen Ethiken spielen den Fischers, Schröders und Putins in die Hände, den bedenkenlos Durchsetzungsbereiten.
Hoher Herbst
Kastanie fällt,
Die Walnuß wird geschlagen,
Das nasse Obst:
In Körben heimgetragen.
Der Wind aus West,
Der Regen treibt die Blätter.
Das Astwerk bricht
Herab im schweren Wetter.
Die graue Zeit
Sinkt mit den Nebeln nieder.
Die Kühle greift den Vögeln ins Gefieder.
Nur Rabenschrei verhallt in leeren Wäldern
Beim scharfen Rauch
Aus den Kartoffelfeldern.
(Karl Krolow)
- "Kohlendioxid-Konsum in Ozeanen wächst
Das Phytoplankton der Meere könnte dem Kohlendioxid-Anstieg in der Luft und damit der Klimaerwärmung in den kommenden Jahrzehnten entgegenwirken. Das schließt eine deutsch-norwegische Gruppe um Ulf Riebesell vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel aus Experimenten im Raune-Fjord (Norwegen). In 27 Kubikmeter großen und zehn Meter langen Schläuchen untergebrachte Meeresorganismen waren Kohlendioxid-Konzentrationen ausgesetzt worden, wie sie in hundert und hundertfünfzig Jahren erwartet werden. Die Algen nahmen daraufhin trotz der beschleunigten Versauerung des Wassers bis zu 39 Prozent mehr gelöstes Kohlendioxid auf und wuchsen schneller ("Nature", doi:10.1038/nature06267). Mit der Zeit sank vermehrt abgestorbenes Plankton - und damit aus der Luft stammender Kohlenstoff - in die Tiefe.
NATUR & WISSENSCHAFT F A Zeitung, 14.11.2007, S. N1
- Lenin-Orden da, Grammy dort: Steinmeier hat sicher für seine Herumsingerei (s.u.) einen Grammy verdient. "Esther Schapira im Gespräch: Unterstellt uns Steinmeier, dass wir lügen? Die Frankfurter Fernsehjournalistin Esther Schapira wehrt sich im F.A.Z.-Interview gegen die Vorwürfe des Außenministers und bleibt dabei: Der Rapper Muhabbet, der mit Steinmeier gesungen hat, billigte den Mord an Theo van Gogh." 15.11.07 Text: "Wir haben andere Sitten, ihr habt andere Sitten, kommt, sehn wir uns in die Augen, sagen die Meinung, zeigen das wahre Gesicht." (Focus 47/07) Da bekommt man Sehnsucht nach Brentano.
- "Wegen Hitler-Gruß. Rechtsextremist Mahler zu sechs Monaten Haft verurteilt
Beim Antritt einer Haftstrafe wegen Volksverhetzung zeigte er den Hitler-Gruß: Nun ist der frühere NPD-Anwalt Horst Mahler abermals zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Cottbus verhängte gegen den einschlägig vorbestraften 71 Jahre alten ehemaligen RAF-Terroristen eine weitere Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung.
FAZ.NET Politik23. November 2007" // Der Idealtypus (Weber) des Fanatikers? Vgl. Eric Hoffer, Der Fanatiker. Auch hier fällt wieder auf, daß hohe Intelligenz nicht zur erfolgreichen Lebensorientierung hinreicht, ja sogar über Jahrzehnte mit Lernverweigerung zusammengehen kann.
- Siebeck schenkt uns eine schon geahnte Lebensweisheit:
"Der Protestantismus predigt als eine Haupttugend die Bescheidenheit. Die ist falsch, auf allen Gebieten! Wer bescheiden ist, hat schon verloren."
Man muß vielleicht ergänzen: gegen die 68er muß man deren Joschka-Fischer-und-Gerhard-Schröder-Mentalität veranschlagen und sich dagegen wappnen, aber für alle Maximen gilt: sie müssen doppelt passen: zum Anwender und zur Situation mit ihrem Personal.Alle universalen Ethiken spielen den Fischers, Schröders und Putins in die Hände, den bedenkenlos Durchsetzungsbereiten.
Samstag, 24. November 2007
Prekariat, Jugendverwahrlosung, Verwahrlosungskriminalität
24.11.
Mo 0° b mi 4° Was für ein Vollmond!
- "Vernachlässigte Lea-Sophie. Am Ende nur noch 7,4 Kilogramm. Die Obduktion der Leiche der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin hat die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Das Mädchen ist qualvoll verhungert und verdurstet. Offenbar musste das Kind ein monatelanges Martyrium durchleben. ... Die Eltern Lea-Sophies, die 23 Jahre alte Mutter Nicole G. und der 26 Jahre alte Vater Stefan T., werden am Donnerstag verhaftet. Sie stehen im Verdacht, den Tod des Kindes durch Unterlassen verschuldet zu haben. Der acht Wochen alte Sohn der Familie kommt in eine Pflegefamilie. Der Vater von Nicole G. zeigt sich entsetzt. Sie hätten ihre Enkelin etwa acht Wochen lang nicht gesehen. Davor sei „eigentlich alles in Ordnung“ gewesen. Die Mutter des arbeitslosen Autolackierers Stefan T. sagt, man habe sich mit dem jungen Paar zerstritten und es lange nicht mehr gesehen. Die beiden seien nach ihrer Auffassung zu faul zum Arbeiten gewesen. Ja, gewiss, man habe die Schwierigkeiten der jungen Familie bemerkt, aber doch nicht das Leiden des Kindes." // Solche kaum glaublichen Verbrechen aus psychophysischer Verödung und Verrohung kommen überall vor, sie kommen aber offenbar häufiger in den sozialistischen Stammlanden vor, seit dort die soziale Kontrolle der SED-Gliederungen endete und nicht durch andere Institutionen ersetzt werden konnte. Seit Brandt sein 'Mehr Demokratie wagen' verkündete, stieg auch im Westen die Permissivität, der Erziehungsgedanke verlosch in immer größeren Teilen der Gesellschaft, Wettbewerb und Leistung wurden schlechtgeredet (Lafontaine: KZ-Werte), vor allem in den Schulen, und der Rückbau der konfessionellen Klugheitslehren zeitigte Wirkungen allüberall. Und eine früher konservative Partei will der SED in ihrer kollektivistischen Kita-Programmatik folgen und die letzten bürgerlichen Normativitätsreserven schleifen. Dafür gebührt Merkel sicher der Lenin-Orden.
- Prekariat: "Metzger wird in verschiedenen Medien mit dem Satz zitiert, viele Sozialhilfe-Empfänger sähen ihren Lebensinhalt darin, Kohlenhydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen. ... Metzger beharrte jedoch auf seiner drastischen Wortwahl: seine zugespitzten Bemerkungen über verfettete Kinder in der zweiten und dritten Sozialhilfegeneration seien zwar nicht politisch korrekt, aber trotzdem wahr. Er habe auf Probleme aufmerksam machen wollen. „Gut gemeinte Sozialpolitik legt Leute still“, sagte Metzger auch mit Blick auf die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen." // Der Grüne hat recht. Er hat diskret auf die Erwähnung des nicht lernstimulierenden Porno-Konsums verzichtet.
- "Lieber abhängen als sich reinhängen. In Thüringen schwänzen immer mehr Jugendliche die Schule. Nicht einmal Richter wissen sie noch zu motivieren. / / Von Lena Bopp / / SONDERSHAUSEN, ... " FAZ 23.11.
- "Die Partydroge Kokain kommt im Alltag an
Die Erfolge im Kampf gegen Rauschgift in Europa werden durch den stark gestiegenen Konsum von Kokain relativiert. / / Von Daniel Deckers / / Der Gebrauch ..." 23.11.
- - Wachsendes Prekariat, Jugendverwahrlosung, Verwahrlosungskriminalität: zum großen Teil hausgemacht durch Institutionenabbau und unsinnige Nichterziehungslehren (Rousseau & Co.): sollte man nicht das Entwicklungshilfeministerium dem deutschen Prekariat widmen, bevor die deutschen Grundschullehrer selbst nicht mehr lesen können?
Mo 0° b mi 4° Was für ein Vollmond!
- "Vernachlässigte Lea-Sophie. Am Ende nur noch 7,4 Kilogramm. Die Obduktion der Leiche der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin hat die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Das Mädchen ist qualvoll verhungert und verdurstet. Offenbar musste das Kind ein monatelanges Martyrium durchleben. ... Die Eltern Lea-Sophies, die 23 Jahre alte Mutter Nicole G. und der 26 Jahre alte Vater Stefan T., werden am Donnerstag verhaftet. Sie stehen im Verdacht, den Tod des Kindes durch Unterlassen verschuldet zu haben. Der acht Wochen alte Sohn der Familie kommt in eine Pflegefamilie. Der Vater von Nicole G. zeigt sich entsetzt. Sie hätten ihre Enkelin etwa acht Wochen lang nicht gesehen. Davor sei „eigentlich alles in Ordnung“ gewesen. Die Mutter des arbeitslosen Autolackierers Stefan T. sagt, man habe sich mit dem jungen Paar zerstritten und es lange nicht mehr gesehen. Die beiden seien nach ihrer Auffassung zu faul zum Arbeiten gewesen. Ja, gewiss, man habe die Schwierigkeiten der jungen Familie bemerkt, aber doch nicht das Leiden des Kindes." // Solche kaum glaublichen Verbrechen aus psychophysischer Verödung und Verrohung kommen überall vor, sie kommen aber offenbar häufiger in den sozialistischen Stammlanden vor, seit dort die soziale Kontrolle der SED-Gliederungen endete und nicht durch andere Institutionen ersetzt werden konnte. Seit Brandt sein 'Mehr Demokratie wagen' verkündete, stieg auch im Westen die Permissivität, der Erziehungsgedanke verlosch in immer größeren Teilen der Gesellschaft, Wettbewerb und Leistung wurden schlechtgeredet (Lafontaine: KZ-Werte), vor allem in den Schulen, und der Rückbau der konfessionellen Klugheitslehren zeitigte Wirkungen allüberall. Und eine früher konservative Partei will der SED in ihrer kollektivistischen Kita-Programmatik folgen und die letzten bürgerlichen Normativitätsreserven schleifen. Dafür gebührt Merkel sicher der Lenin-Orden.
- Prekariat: "Metzger wird in verschiedenen Medien mit dem Satz zitiert, viele Sozialhilfe-Empfänger sähen ihren Lebensinhalt darin, Kohlenhydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen. ... Metzger beharrte jedoch auf seiner drastischen Wortwahl: seine zugespitzten Bemerkungen über verfettete Kinder in der zweiten und dritten Sozialhilfegeneration seien zwar nicht politisch korrekt, aber trotzdem wahr. Er habe auf Probleme aufmerksam machen wollen. „Gut gemeinte Sozialpolitik legt Leute still“, sagte Metzger auch mit Blick auf die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen." // Der Grüne hat recht. Er hat diskret auf die Erwähnung des nicht lernstimulierenden Porno-Konsums verzichtet.
- "Lieber abhängen als sich reinhängen. In Thüringen schwänzen immer mehr Jugendliche die Schule. Nicht einmal Richter wissen sie noch zu motivieren. / / Von Lena Bopp / / SONDERSHAUSEN, ... " FAZ 23.11.
- "Die Partydroge Kokain kommt im Alltag an
Die Erfolge im Kampf gegen Rauschgift in Europa werden durch den stark gestiegenen Konsum von Kokain relativiert. / / Von Daniel Deckers / / Der Gebrauch ..." 23.11.
- - Wachsendes Prekariat, Jugendverwahrlosung, Verwahrlosungskriminalität: zum großen Teil hausgemacht durch Institutionenabbau und unsinnige Nichterziehungslehren (Rousseau & Co.): sollte man nicht das Entwicklungshilfeministerium dem deutschen Prekariat widmen, bevor die deutschen Grundschullehrer selbst nicht mehr lesen können?
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