Freitag, 21. Dezember 2007

Eineiige Zwillinge, Intelligenzen, Pinker, Patrioten, Mittweida

mi 2° s Dicker Klima-Erwärmungsrauhreif glänzt in der Sonne.

- Auch in Kalifornien klare Klimaerwärmung: Frederick Dominguez verirrt sich im verschneiten Wald bei Paradise (Sacramento-Tal, 39. Breitengrad, vgl. Köln 50. Br.gr.). Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum hat einem farbigen Amerikaner und seinen Kindern im Alter von zwölf bis 18 Jahren drei Schreckensnächte ...
- - Pinker, Harvard-Psychologe: "Consider these findings. Identical twins separated at birth are not only similar; they are "no less" similar than identical twins reared together. The same is true of non-twin siblings — they are no more similar when reared together than when reared apart. Identical twins reared together — who share all their genes and most of their family environments-are only about 50% similar, not 100%. And adopted siblings are no more similar than two people plucked off the street at random. All this means that growing up in the same home — with the same parents, books, TVs, guns, and so on — does not make children similar." Pinker auf edge.org 2002
"What is the missing ingredient — not genes, not upbringing — that shapes the mind?"
So the variation in personality and intelligence breaks down roughly as follows: genes 50%, families 0%, something else 50%. As with Bob Dylan's Mister Jones, something is happening here but we don't know what it is.
Deutsch: Eineiige Zwillinge, die nach der Geburt getrennt aufwuchsen, sind sich genau so ähnlich wie eineiige Zwillinge, die zusammen in der gleichen Familie aufwuchsen.

- - Rußland, Motto: „Schenke am Nationalfeiertag einem Patrioten das Leben“. („Kühlschränke für Patrioten“, Focus 24/07)

- - "Misshandlung vorgetäuscht?
Zweifel im Hakenkreuz-Fall von Mittweida
Einwohner von Mittweida demonstrierten gegen Rechtsextremismus
18. Dezember 2007 Ein siebzehn Jahre altes Mädchen, das am 3. November im sächsischen Mittweida Opfer eines rechtsextremen Überfalls geworden sein soll, hat sich möglicherweise selbst ein Hakenkreuz in die Haut geritzt. Da geht aus einem rechtsmedizinischen Gutachten hervor. Die Ermittlungsbehörden prüfen nach Angaben der Chemnitzer Staatsanwaltschaft vom Dienstag, ob die gesamte Straftat nur vorgetäuscht war."

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Wie viel wärmer? Messfehler

mi 1° s

- Auf nichts ist Verlaß: "Sonnensystem
Uranus und Neptun haben ihre Bahnen vertauscht
Was Astronomen lange vermutet haben, scheint nun bestätigt: Die heutige Konstellation unseres Sonnensystems ist eine andere, als zu Zeiten seiner Entstehung. Uranus und Neptun befinden sich nicht seit jeher auf ihrer jetzigen Position. Von Hermann-Michael Hahn. 19.12.

- Und auf das Wetter war noch nie Verlaß: " Vergangene Dekade die heißeste der Geschichte .
NUSA DUA, 13. Dezember (AFP). Die Jahre von 1998 bis 2007 waren das heißeste Jahrzehnt seit dem Beginn der Temperaturaufzeichnungen, wie die Meteorologie-Organisation der Vereinten Nationen mitteilte. Allein das Jahr 2007 sei im Schnitt um 0,41° C wärmer als der Jahresschnitt der Zeit von 1961 bis 1990. ..." FAZ 14.12.07 Vgl. dazu:
"Wie viel wärmer? Ozeanwerte durch Messfehler zu hoch.
Die Erwärmung der Weltmeere in den vergangenen fünfzig Jahren um einige zehntel Grad ist zwar unbestritten, aber die vielfach publizierten Werte sind möglicherweise zu hoch. Das hat eine Überprüfung von Viktor Gouretski vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und Klaus Peter Koltermann von der Ozeanographischen Kommission der Unesco ergeben. Ausschlaggebend für die Messfehler sind die seit den sechziger Jahren mehrheitlich genutzten XBT - dehnbare Bathythermographen -, die von fahrenden Schiffen und von Helikoptern ins Meer geworfen werden und die die Temperaturen bis in große Tiefen registrieren. Wie die Forscher in der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" berichten, hat der Vergleich von sieben Millionen Temperaturprofilen mit Daten verschiedener Temperatursonden gezeigt, dass die XBT-Werte im Schnitt um 0,2 bis 0,4 Grad zu hoch liegen. Mit den korrigierten Daten hätten die Weltmeere etwa ein Drittel weniger Wärme aufgenommen als bisher angenommen. " Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2007, Nr. 33, S. 32 // Dazu muß man noch wissen, daß die Meeresmessungen noch die genauesten sind, weil standardisiert. Das gilt für die Landmessungen nicht, die schon in Europa unterschiedlich gemessen werden, von Afrika und Asien nicht zu reden. Die errechneten Land-Mittelwerte sind also noch viel ungenauer als die Meereswerte, die Fehlertoleranz dürfte eher bei 2-3° liegen als bei 1-2°. Wer an den vier Ecken eines nicht zu kleinen Grundstücks mißt, bekommt davon einen Eindruck.- Und wer ein Präzisionsthermometer im Fachhandel kauft (nicht ganz billig), kann zudem die Erfahrung machen, daß die Thermometer, die eine Fehlertoleranz von nur 0,1°C versprechen, durchaus, nebeneinander gestellt, eine Abweichung voneinander von 0,4°C aufweisen. Der UN-Bürokrat, vielleicht ein Jurist, der die obige Meldung formuliert hat, besitzt wahrscheinlich nur ein Wohnzimmerthermometer, das mit einer Abweichung von bis zu 3°C arbeitet. Wahrscheinlich hat er aber durchaus das Wort: das „ heißeste“ Jahr benutzt, was ihn bzw. seine Organisation als demagogisch erscheinen läßt, denn der Sommer auf der europäischen Nordhalbkugel war recht kühl. Wenn diese Herren außerdem den Zeitraum ab 1961 wählen, dann wollen sie damit den Temperaturrückgang in den fünfziger Jahren unterschlagen und erweisen sich damit als recht zweifelhafte Diskursteilnehmer. Wie sie auch geflissentlich monatelange Kältekatastrophen wie die in Zentralasien 2002/3 nicht erwähnen, aber die schöne Arktis-Entwicklung, wie jene Kanzlerin, unsinnig als „schlimm“ einflüstern wollen.- Es scheint jedoch so zu sein, daß es recht unterschiedliche regionale Daten gibt, die nicht standardisiert erhoben werden, die den Arktis-Anrainern aber ein leichtes Ansteigen der Temperaturen versprechen. Es sei ihnen gegönnt. Das Wetter war aber immer so unberechenbar wie Fortuna.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Gaddafi, Zecken, theoretische Soziologie

mo -5° mi 1° a -3°

- 'Das nackte Überleben. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy empfängt in seiner Geltungssucht Muammar Abu Minyar al-Gaddafi und macht mit ihm Geschäfte. Gaddafi hat sich in Paris aufgeplustert und ist nun, zufrieden über seinen Coup, zurück in das von ihm und seinen Knechten beherrschte Land gereist. Währenddessen kann sich nun auch die deutsche Öffentlichkeit ein Bild von dem Martyrium der fünf bulgarischen Krankenschwestern machen. Sie wurden in Libyen unter dem Vorwand, sie hätten libysche Kinder mit HIV infiziert, entführt und acht Jahre lang gefangen und gefoltert - und unter medienwirksamem Einsatz von Cécilia Sarkozy, damals noch Präsidentengattin, befreit. 460 libysche Familien erhielten je eine Million Dollar. Eine der Krankenschwestern, Kristiyana Valcheva, hat nun einen Bericht über ihre Arbeit in Libyen, ihre Entführung und ihr Überleben geschrieben - in einem Land, in dem es bis 1997 Aids offiziell nicht gab. Man erfährt, dass vor den Bulgarinnen "probeweise" philippinische Krankenschwestern gefangengenommen und unter dieselbe Anklage wie die Bulgarinnen gestellt wurden - und gegen einige hunderttausend Dollar freikamen. Dieses Glück hatten die Bulgarinnen nicht. Dieser nüchterne wie mutige Bericht ist für jene, die erfahren wollen, was Menschenrechte wert sind. Das Erpressergeld für Gaddafi war ein erzwungenes Zugeständnis, leider wurden weitere gemacht. Valchevas Buch unterstreicht, was allzu leicht vergessen wird: Jeder Zentimeter, den man Gaddafi herankommen lässt, ist einer zu viel. Sarkozy hat mit dem Staatsempfang für Gaddafi ganz Europa desavouiert.' (Kristiyana Valcheva: "Ich bin in der Hölle gewesen". Acht Jahre in libyscher Gefangenschaft - Eine Krankenschwester berichtet. Mit Marie-Therese Cuny und Miroluba Bentaova. Aus dem Französischen von Thomas Wollermann, Karola Bartsch, Andreas Riehle. Verlag Droemer/Knaur, München 2007. 267 S., br., 8,95 [Euro].) jei FAZ 19.12.07 // Man sollte meinen, mit ihrer fixen Klima-Idee im kalten Frühwinter machten sich europäische Politiker außerhalb Europas schon genügend lächerlich.

- "Zecken auf dem Rückzug": Die Zahl der durch Zeckenbisse verursachten Hirnhautentzündungen lag bei 227. 2006 lag die Zahl mehr als doppelt so hoch. (Focus 50/07) // Anfang des Jahres gab es ein Riesengeschwätz von Biologen und Journalisten, auch im Focus, in dem schamanenhaft vor der kommenden Zeckenplage gewarnt wurde, ganz im Stil der Klimademagogen. Unter dem 12.7.07 notierte ich: "Glück gehabt mit den Zecken dieses Jahr: die erste heute entfernt, normalerweise steckt schon Ende März oder Anfang April die erste in der Haut; da der Winter schön mild war, verwundert das: haben sich die Raubinsekten stärker vermehrt?" Die lineare Fortschreibung von Entwicklungen in die Zukunft ist eine der verbreitetsten Dummheiten. Die Zukunft ist zwar die Fortsetzung der Vergangenheit, aber auf unbekannte Weise.

- - Übrigens: Am 14. Juli 1894 wurde Forstinning von einem Tornado heimgesucht, der schwere Verwüstungen nach sich zog.

- "Trauen Sie sich nie so ganz über den Weg! Schon lange war die Soziologie nicht mehr so sehr bei der Sache wie in dem neuen Buch von Bruno Latour. ..." 17.12. // Dirk Baecker zeigt in dieser Rezension, daß die theoretische Soziologie nicht einmal beim Zahnarzt am Platze ist, geschweige denn, daß sie vermöchte, sich dort sinnvolle Gedanken zu machen, zB physiologische. Immerhin wird man zu dem Gedanken geführt, die theoretische Soziologie als selbständiges Lehr- und Studienfach aufzugeben. Es hat keinen Gewinn, wie die prominenten Beispiele Adorno und Habermas u.a. zeigen. In einer ebenfalls reduzierten Philosophie gäbe es dafür genug sozialphilosophischen Platz.

Dienstag, 18. Dezember 2007

ISLAM, Schweiz, Türkei, Brandt

mo -5°s mi 0° s

- Na bitte: ISLAM heißt nicht nur Frieden, sondern auch Gnade: "Gnade zum Opferfest. Von Rainer Hermann. König Abdullah: Gnade für das „Mädchen von Qatif”
FAZ 18. Dezember 2007 Zum Opferfest erlässt der saudische König gewöhnlich Verbrechern die Strafe. Eine Verbrecherin ist für die strenge saudische Justiz auch das 19 Jahre alte „Mädchen von Qatif“. So heißt in der Presse die junge Frau, die vor mehr als einem Jahr von sieben Männern verschleppt und vergewaltigt worden war.
Als das geschah, war sie in der Begleitung eines Mannes gewesen, der nicht mit ihr verwandt und auch nicht ihr Ehemann war. Wegen dieses Verstoßes gegen die in Saudi-Arabien vorgeschriebene Geschlechtertrennung wurde sie vor einem Jahr knappen in erster Instanz zu 90 Peitschenhieben verurteilt. Die jugendlichen Vergewaltiger erhielten Haftstrafen von zwei bis sieben Jahren.
Strafe auf 200 Peitschenhiebe erhöht
Das „Mädchen von Qatif“, dessen Name bis heute nicht bekannt ist, legte Berufung ein, worauf das Gericht die Strafe am 14. November auf 200 Peitschenhiebe erhöhte und dazu noch eine Haftstrafe von sechs Monaten verhängte.
Als Grund gaben die Richter in Qatif an, dass sich das Mädchen in unerlaubter männlicher Gesellschaft befunden habe. Nur deswegen sei auch die Vergewaltigung möglich gewesen. Drastisch erhöht worden sei die Strafe als Reaktion darauf, dass die Frau über mit der Hilfe der Presse das Gericht beeinflussen wollte. Ihr Anwalt Abdurrahman al Lahim verlor deswegen sogar seine Lizenz.
Machtkampf mit den konservativen Religionsgelehrten
Es hätte noch schlimmer kommen können. Denn die junge schiitische Muslima aus Qatif hatte den Rechtsweg noch nicht ganz ausgeschöpft. Die nächste Instanz wäre das Appellationsgericht in der Hauptstadt Riad gewesen. Dem sitzt der Richter Ibrahim Bin Salih Al Chudairi vor.
Er hatte in einem Interview mit der Zeitung „Okaz“ am 27. November gesagt, er hätte die junge Frau zum Tode verurteilt. König Abdullah kam ihm nun zuvor, hob das Urteil gegen die Frau auf und ordnete an, dem Anwalt die Lizenz zurückzugeben.
Mutmaßlich provoziert er damit einen neuen Machtkampf mit den konservativen Religionsgelehrten und der von ihnen dominierten Justiz. Erst im Oktober hatte Abdullah angeordnet, das Justizwesen, umzugestalten und zu modernisieren.
Nicht an die Geschlechtertrennung gehalten
Zu den mächtigen konservativen Religionsgelehrten gehört Justizminister Muhammad Al Scheich, ein Nachkomme von Ibn Abdalwahhab, dem Begründers des wahhabitischen Islams. Der Justizminister versuchte nun aus der Not, in die er geraten war, eine Tugend zu machen, und sagte der saudischen Zeitung „Al Dschasira“, der König habe das Urteil ja nicht angezweifelt, sondern lediglich das Leid der Verurteilten gemildert. Abdullah habe im öffentlichen Interesse das Recht zu Gnadenerlassen - er wollte damit andeuten, dass das Urteil nicht falsch sei.
Ende November hatte sein Ministerium zwei Texte ins Internet gestellt, in denen behauptet wurde, die junge Frau habe ihr unzüchtiges Verhalten gestanden. Sie habe auch zugegeben, vor ihrer Verschleppung unbekleidet im Wagen des Mannes gewesen zu sein. Es sei bedauerlich, dass die Presse Partei für die junge Frau ergriffen habe. Zudem trat ein Beamter des Justizministeriums im saudischen Fernsehen auf und sagte, die Frau trage selbst die Schuld an ihrer Vergewaltigung, weil sie sich nicht an die vorgeschriebene Geschlechtertrennung gehalten habe.
Druck von Menschenrechtsorganisationen
Die junge Frau, die die Sympathien der saudischen Öffentlichkeit gewonnen hatte, sollte dämonisiert und diskreditiert werden. Die meisten Saudis glaubten nämlich ihre Darstellung, nach der sie, nun verheiratet, mit ihrem früheren Verlobten unterwegs war, der ein gemeinsames Bild von beiden besaß. Während ihres Treffens wollte er ihr das Foto überlassen. Die junge Frau sah dabei die Chance, von ihm nicht länger erpresst zu werden.
Nach dem zweiten Urteil am 14. November wandte sich der Anwalt Lahim an die saudische Menschenrechtsorganisation, das „Mädchen von Qatif“ mit einem Gnadengesuch an den König. Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ schaltete sich ein und der amerikanische Präsident Bush protestierte bei König Abdullah.
Der Monarch habe aber trotz des internationalen Interesses an dem Fall völlig unabhängig entschieden und sich nicht durch das Ausland drängen lassen, sagte jetzt Mufleh al Qahtani von der saudischen Menschenrechtsgesellschaft. Unklar war am Montag nur noch, ob auch ihrem früheren Verlobten die Peitschenhiebe erlassen worden sind.

- "Türkei: Der Paukenschlag des Pianisten. Wie gefährlich ist die Regierung Erdogan? Mit der Ankündigung, wegen des sich ausbreitenden Fundamentalismus seiner türkischen Heimat den Rücken kehren zu wollen, hat der Pianist Fazil Say das Land in einen neuen Streit gestürzt. " // Die demokratisch gewählte Regierung Erdogan ist ein Klon der demokratisch gewählten Regierung Hitler. Die wirtschaftlichen Erfolge bestätig(t)en scheinbar beide. Für beide ist die Demokratie nur ein Vehikel für ihre revolutionären Absichten. Das Wahl-Argument ist zweitrangig gegenüber der individuellen Freiheit, die der Koran vollständig und ohne jede Ausnahme verneint (vgl. Kelec, FAZ 17.12.). Und der Koran ist wie seinerzeit MEIN KAMPF das Fundament der Regierung Erdogan und seiner Parteibewegung. Die Demokratie ist völlig unverzichtbar, aber noch sehr viel schwerer wiegt die individuelle Freiheit. Eine Demokratie, die die individuellen Rechte nicht durch einen zivilisierten Rechtsstaat stabil garantiert, ist nicht sehr viel wert. In einer Gesellschaft, in der nicht die Luft der Freiheit weht, kann keine liberale Demokratie gedeihen.

- - Keine IBACH-Klaviere mehr: schade. Kein Argument für Bonze Beck.

- Interessant: "Eine bürgerliche Revolution in der Schweiz
Als Insider schüttelt man ob der verzerrenden Berichterstattung über die politischen Verhältnisse in der Schweiz oftmals ungläubig den Kopf. In der Schweiz findet zurzeit, weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, nichts weniger als eine bürgerliche Revolution statt. Wachsende Bevölkerungsteile der westlichen Zivilisation sind immer weniger bereit, die negativen politischen Auswirkungen der letzten Jahre stillschweigend zu akzeptieren. Staatsverschuldung, immer höhere Steuern, ungehinderte Zuwanderung und so weiter haben einen negativen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb wir diese Auswirkungen nicht bekämpfen sollten. Trotz ihrer Langsamkeit beginnt diese Umwälzung, wohl auf Grund der stark ausgebauten Volksrechte, in der Schweiz und wird in den nächsten Jahren die gesamte westliche Welt erfassen. In der Gefolgschaft dieser Umwälzung befinden sich mittlerweile Zehntausende erstklassig ausgebildete, bestverdienende, meist drei- bis viersprachige junge Akademiker. Wer dahinter hinterwäldlerischen Populismus für Zukurzgekommene oder Rassismus vermutet, hat rein gar nichts verstanden. Unser Ziel besteht darin, unter Berücksichtigung der bürgerlichen Tugenden den allgemeinen gesellschaftlichen Niedergang zu stoppen und den Menschen als freie und selbstverantwortliche Individuen ihre Würde zu garantieren. Wir wollen einen kleinen, effizienten Staat, weniger Staatsverschuldung auf Kosten der nächsten Generation und eine qualitativ hochstehende Zuwanderung von Arbeitenden.
Wer dies begriffen hat, versteht, wie brisant diese Ziele für die bisherigen Profiteure des Niedergangs sind, und der versteht auch, wieso sich ein Filz aus Politik und Medien mit dermaßen schrillen Tönen dagegen wehrt."
DR. NILS LEUZINGER, PFÄFFIKON, SCHWEIZ LB Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2007, S. 8

- - Brandt: "Mauerfall und Wiedervereinigung waren auch ein Verdienst Brandts, der früh dazu beitrug, dass nicht nur kommunistische Diktatoren, sondern auch deren osteuropäische Völker den Deutschen wieder zu vertrauen begannen. Andere Gründe für den Zusammenbruch des Ostblocks und die vielfältigen Grenzöffnungen waren aber der von Brandt kritisierte Nato-Doppelbeschluss, der die UdSSR an ihre wirtschaftlich-militärischen Grenzen trieb, und der Erfolg der polnischen Gewerkschaft Solidarität, der Brandt distanziert gegenüberstand. Die Ausstellungsmacher haben hier einen etwas zu hagiographisch-monokausalen Blick walten lassen." Willy-Brandt-Haus in Lübeck. Die schönste Gedenkstätte für einen Kanzler. Von Martin Thoemm, FAZ // Da gäbe es noch viel anzumerken, etwa die Widerzulassung der SED-Filiale KPD als DKP, die massenhaft junge Gimpel anzog und verheizte, die Schönrederei der DDR, die die SPD betrieb, der Beginn der gigantischen staatlichen Schuldenmacherei, die Aufblähung des öffentlichen Dienstes ...

Montag, 17. Dezember 2007

Zappa, Putin, Pleistozän

mi 2° s a -3° klar 7825 1,4375

- Ein Lob den 68ern, den Musikern: anders als die Politschaum- und Straßenschläger vom Schlage Joschka Fischers haben sie etwas Schönes hinterlassen: "Hot Rats", beispielsweise, Zappas mitreißende, so einfallsreich wie präzise gespielte Jazzrockplatte; und auch die ganz alten Klamotten wie FREAK OUT können sich noch hören lassen; die Texte sind schwächer, aber nie unintelligent, oft geschmacklos, oft witzig und machmal wirklich glänzend, wie etwa das umwerfende Lied von BOBBY BROWN voller funkelndem Witz und Spott (auf "Sheik Yerbouti"). Schade, daß Z. das Rauchen nicht aufgeben konnte.

- Nach dem Palaverende der 14000 (!) Klimaspesenritter auf Bali: '"Amerika distanziert sich vom Klima-Kompromiss : "Nicht nur Industriestaaten gefordert" / Vages Mandat für Verhandlungen in Bali beschlossen." 17.12.

-"Steinmeier lobt Putin: „Hohes Maß an Stabilität“
Außenminister Steinmeier hat dem russischen Präsident Putin bescheinigt, er habe in seiner Regierungszeit ein „hohes Maß an Stabilität“ erreicht. „Zertifikate über die Qualität der russischen Regierungsform“ wolle er aber nicht ausstellen, sagt Steinmeier im F.A.Z.-Interview." // Ich finde, daß Steinmeier ein klasse Kölner Karnevalsprinz wäre ... seine Kanzlerin wäre zudem eine gute JUNGFRAU im Team! Vielleicht könnten sie zusammen eine nette Karnevalssitzung mit YUKOS-Chef Chodorkowsky im GulagKZ veranstalten. Mit Direktübertragung.

- " Kasparow um Wahl gebracht - Der russische Oppositionspolitiker und frühere Schachweltmeister Garri Kasparow wird nicht zur Präsidentenwahl im März antreten ... in ganz Moskau Sitzungssäle verweigert worden ..." 14.12. FAZ
- " Brown kritisiert Moskau - Der britische Premierminister hat die Schließung von drei Zweigstellen des "British Council" durch die russische Regierung ..." 14.12. FAZ
- "Jagd auf Putin-Muffel
Nachspiel zu den Duma-Wahlen
Als Nachbereitung der am meisten vorhersehbaren Duma-Wahlen im postsowjetischen Russland blasen die Provinzgouverneure zur Jagd auf Putin-Muffel. ..." FAZ 15.12.

- - "Pleistozän
Das Pleistozän (1,7 Mio. - 10.000 Jahre) ist die untere Abteilung des Quartärs und wird unterteilt in Unteres und Oberes Pleistozän. Sie ist eine Zeit großer Vereisungen und wird deshalb auch Eiszeitalter genannt. Gegliedert wird es nach den Hauptvereisungen vom Älteren zum Jüngeren in Nordeuropa in präglaziale Komplexe, Elster-, Saale- und Weichsel-Kaltzeit. Im Alpenraum erfolgt die Unterteilung in Günz-, Mindel-, Riß- und Würm-Kaltzeit. Die zwischen den Kaltzeiten befindlichen Warmzeiten heißen in Nordeuropa Cromer, Holstein und Eem.
Die genannten Kalt- und Warmzeiten geben allerdings nur einen groben Überblick. nach neueren Forschungsergebnissen fand insgesamt ein 23maliger Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten statt.
Die Prähistorie gliedert das Pleistozän nach Kulturstufen des Menschen in Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit.

Wichtige Ereignisse:
- mehrfache drastische Kältevorstöße (Kalt- oder Eiszeiten in vielen Gebieten der Erde), unterbrochen von ausgeprägten Warmzeiten
- Veränderung des Erdreliefs durch Gletscher
- Kälteformen der Tiere und Pflanzen (Dryas-Flora) in Steppen und Tundren
-- Entwicklung von verschiedenen Hominiden
- verbreitet von Riesenwuchs bei Wirbeltieren
- durch Eiszeiten bedingter Artentod
- Neandertaler, Homo-erectus- und Homo-sapiens-Formen
(http://www.geoglossar.de/erdgeschichte/pleistozaen/pleistozaen.html)