Montag, 24. Dezember 2007

Krippenausbaustudie, Darwin

mi 1° b
- Studie über Krippenausbau
Verlust der Lebenssicherheit

Von Heike Schmoll

22. Dezember 2007 Angesichts des Krippenausbaus hat die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung die Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung in den ersten drei Lebensjahren bekräftigt. Jeder Krippenwechsel oder Wechsel einer Tagesmutter werde vom Kind als Bindungsverlust wahrgenommen.

Nur wenn die außerfamiliäre Betreuung – seien es Krippe oder Tagesmutter – vom Kind als Teil der „familiären Einheit“ erfahren würden, könnten sie seine Entwicklung bereichern und bei der Ablösung von den Eltern eine Hilfe sein. Die Bindungsfähigkeit des Kindes bilde die Grundlage für sein Selbstwertgefühl und seine Fähigkeit, tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Auch die emotionale und kognitive Entwicklung würden in der frühen Kindheit durch die Stabilität seiner Beziehungen gefördert, heißt es in dem Memorandum der Psychoanalytiker.

Seelische Überforderung durch eine Trennung
Plötzliche oder zu lange Trennungen von den Eltern in der frühen Kindheit bedeuteten einen bedrohlichen Verlust der Lebenssicherheit, auch weil Sprach- und Zeitverständnis des Kindes noch nicht weit genug entwickelt seien, um Verwirrung oder Angst mit Erklärungen zu mildern.
Die seelische Überforderung des Kindes durch eine Trennung, die sich in verzweifeltem Weinen, anhaltendem Schreien oder späterem resignierten Verstummen sowie Schlaf- und Ernährungsstörungen zeige, fordere besondere Zuwendung und Verständnis, um nicht zu einer innerseelischen Katastrophe zu werden. Pflegeleichte Kinder, die gegen die Trennung nicht protestierten, brauchten besondere Aufmerksamkeit, da ihre seelische Belastung zuweilen nicht erkannt werde.

Gefährdung der psychischen Gesundheit
Kinder könnten von der Betreuung außerhalb der Familie nur profitieren, wenn sie dort gute und dauerhafte Beziehungen entwickeln könnten. Alle Eltern, die sich zu Hause mit ihren Kindern überfordert oder isoliert fühlten, brauchten Unterstützung, gesellschaftliche Anerkennung und öffentliche Angebote für das Leben mit Kindern, heißt es in dem Memorandum.
Die deutsche Psychoanalytische Vereinigung verweist darauf, dass es entwicklungspsychologisch entscheidend ist, ob ein Kind mit einem Jahr, mit anderthalb oder mit zwei Jahren in eine außerfamiliäre Betreuung komme und wie viele Stunden sie täglich in Anspruch genommen werde. Je länger die tägliche Betreuung getrennt von den Eltern dauere, desto höhere Werte des Stresshormons Cortisol seien im kindlichen Organismus nachweisbar.
Dies erkläre den in Längsschnittstudien belegten Zusammenhang zwischen ganztägiger Dauer der außerfamiliären Betreuung und späterem aggressivem Verhalten in der Schule. Je jünger das Kind sei, je geringer sein Sprach- und Zeitverständnis, je kürzer die Eingewöhnungszeit in Begleitung der Eltern, je länger der tägliche Aufenthalt in der Krippe, je größer die Krippengruppe und je wechselhafter die Betreuungen, desto ernsthafter sei die mögliche Gefährdung seiner psychischen Gesundheit, wenden die Psychoanalytiker ein.

Fehlentwicklungen vorbeugen
Sie schlagen vor, jedes Kind individuell auf seine „Krippenreife“ hin zu beurteilen, um Traumatisierungen zu verhindern. Die Eltern kannten ihr Kind zwar am besten und erfassten seine „Krippenreife“ intuitiv, doch politische Forderungen nach möglichst früher Rückkehr der Mütter an den Arbeitsplatz verunsicherten intuitives Wissen und schürten eine unnötige ideologische Konkurrenz um ein „richtiges“ Frauenbild.
Für dringend erforderlich halten die Psychoanalytiker daher staatlich geförderte entwicklungspsychologische Forschungen und Langzeitstudien, die den geplanten Ausbau der Tagespflegeplätze und die Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz unter den Dreijährigen aufmerksam begleiteten, um Fehlentwicklungen vorzubeugen.
Zum Thema außerdem:
Kommentar: Die Familienpolitik verliert ihre ordnungspolitische Richtung
Krippenausbau: Von der Leyens Tonnenideologie
Bund und Länder einig über Krippenausbau

- Charles Darwin: „Ich kann mich nicht davon überzeugen, dass ein gütiger, allmächtiger Gott planvoll die Ichneumonidae (Schlupfwespen, WD) erschaffen hat, wobei seine Absicht ausdrücklich darin bestand, dass sie sich durch den Körper lebender Raupen fressen."

Sonntag, 23. Dezember 2007

Arkwright kauft sich keinen Lamborghini wie Lottokönig Lothar

mi 1° b

Adventliches: - Anthony Atkinson: "Die Früchte des Wachstums werden ungleich geerntet.
Kinderarmut, Managergehälter, Bildungsunterschiede - Ungleichheit ist das Wort der Stunde. Soeben hat einer der bedeutendsten Ungleichheitsforscher, ..." FAZ 11.12.07

- Richard Arkwright: * 23. Dezember 1732 in Preston, einer der Paten der Industriellen Revolution, Schneidersohn, Barbier, Hausierer, Spinnmaschinen-Erfinder, Organisator, Unternehmer, Millionär.
= Man gebe At. das gleiche Geld wie Arkwright und sehe nach 5 Jahren nach dem Vermögensstand der beiden; At. wird das Kapital in bedrucktes Papier verwandelt, Arkwright wird sein Geld verhundertfacht und dazu 1000 Arbeitsplätze und Einkommen geschaffen haben. Diese Arbeitsplatzinhaber bemüht sich dann At. aufzuhetzen, damit Leute wie Arkwright behindert werden und Wohlstandsschöpfung unterbleibt. At. kann das natürlich egal sein, weil er von Steuergeldern lebt, also dem Geld anderer. Außerdem bevorzugen geisteswissenschaftliche Ideologen die Gleichheit in der Not vor dem allgemeinen Wohlstand mit großen Vermögensunterschieden. //
Solche Austriebe vor allem des katholischen Christentums gefährden nicht nur den Wohlstand, sondern auch die Zivilisation, die der Wohlstand ermöglicht. Advent, Advent, der Wohlstand brennt. Es stehen viele Atkinson vor der Tür. Und dahinter noch der Papst.

Samstag, 22. Dezember 2007

Die Integration von Welt, Wissenschaft, Leben & Allem

mo -2° mi 1° s 1,4380 8002 Die ersten Narzissenspitzen haben die Erde durchstoßen.

- Werden die Wettermittelwerte nach diesem Schema gerechnet: 5 Messungen in Nordeuropa und USA, 1 in der Mongolei: sagen wir: 5°, 2°, 7°, 9°, 6°, -30°= 1°: 6= 0,17° einfacher Mittelwert ??
Die Datenauswerter behandeln die Meßwerte aus der Prager Stadtmeßstelle im 2. Stock so wie die aus der Meßstelle am Stechlin in 1,30 m Höhe auf kurzem Rasen geschützt und abgedeckt und die auf Asphalt gemessenen am Rande Brüssels etc.
Und was sagen solche Mittelwerte über das regionale Wetter aus, zB über die dreimonatige Kältekatastrophe in der Mongolei / Zentralasien 2002/3 aus, der Millionen Nutztiere zum Opfer fielen?

- S-Klasse aus Indien
Die Pläne der EU-Kommission für neue Emissionsziele für Autos bestrafen einen ganzen Industriezweig. Schon jetzt zeigt sich: Der VW-Kleinwagen für 8000 Euro wird wohl bald in Indien gebaut. Soll dem auch noch die S-Klasse folgen?
FAZ.NET Wirtschaft19. Dezember 2007 // In den Köpfen der Brüsselkraten werden die Aufplusterungen der Klimatomanen zur Wohlstandsvernichtung. Was an die Frage von Henry Warwick erinnert: "Was kommt nach der Wissenschaft? Wann?" (FAZ 14.1.02, vgl. auch edge.org) Die Integration von Welt, Wissenschaft, Leben & Allem (WWL&A) durch den Common Sense mißlingt immer öfter. Die arbeitsteilige Wissenschaft selbst versagt in der Komplexitätsbewältigung.

- Ibach gibt auf, Bösendorfer geht zu Yamaha

- "Zu kritisch für Putin
Journalistin aus Moskau verbannt
Eine kremlkritische Journalistin, die von einer millionenschweren Geheimkasse für die Parteienfinanzierung berichtet hatte, darf nicht mehr ..." 18.12.

Freitag, 21. Dezember 2007

Eineiige Zwillinge, Intelligenzen, Pinker, Patrioten, Mittweida

mi 2° s Dicker Klima-Erwärmungsrauhreif glänzt in der Sonne.

- Auch in Kalifornien klare Klimaerwärmung: Frederick Dominguez verirrt sich im verschneiten Wald bei Paradise (Sacramento-Tal, 39. Breitengrad, vgl. Köln 50. Br.gr.). Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum hat einem farbigen Amerikaner und seinen Kindern im Alter von zwölf bis 18 Jahren drei Schreckensnächte ...
- - Pinker, Harvard-Psychologe: "Consider these findings. Identical twins separated at birth are not only similar; they are "no less" similar than identical twins reared together. The same is true of non-twin siblings — they are no more similar when reared together than when reared apart. Identical twins reared together — who share all their genes and most of their family environments-are only about 50% similar, not 100%. And adopted siblings are no more similar than two people plucked off the street at random. All this means that growing up in the same home — with the same parents, books, TVs, guns, and so on — does not make children similar." Pinker auf edge.org 2002
"What is the missing ingredient — not genes, not upbringing — that shapes the mind?"
So the variation in personality and intelligence breaks down roughly as follows: genes 50%, families 0%, something else 50%. As with Bob Dylan's Mister Jones, something is happening here but we don't know what it is.
Deutsch: Eineiige Zwillinge, die nach der Geburt getrennt aufwuchsen, sind sich genau so ähnlich wie eineiige Zwillinge, die zusammen in der gleichen Familie aufwuchsen.

- - Rußland, Motto: „Schenke am Nationalfeiertag einem Patrioten das Leben“. („Kühlschränke für Patrioten“, Focus 24/07)

- - "Misshandlung vorgetäuscht?
Zweifel im Hakenkreuz-Fall von Mittweida
Einwohner von Mittweida demonstrierten gegen Rechtsextremismus
18. Dezember 2007 Ein siebzehn Jahre altes Mädchen, das am 3. November im sächsischen Mittweida Opfer eines rechtsextremen Überfalls geworden sein soll, hat sich möglicherweise selbst ein Hakenkreuz in die Haut geritzt. Da geht aus einem rechtsmedizinischen Gutachten hervor. Die Ermittlungsbehörden prüfen nach Angaben der Chemnitzer Staatsanwaltschaft vom Dienstag, ob die gesamte Straftat nur vorgetäuscht war."

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Wie viel wärmer? Messfehler

mi 1° s

- Auf nichts ist Verlaß: "Sonnensystem
Uranus und Neptun haben ihre Bahnen vertauscht
Was Astronomen lange vermutet haben, scheint nun bestätigt: Die heutige Konstellation unseres Sonnensystems ist eine andere, als zu Zeiten seiner Entstehung. Uranus und Neptun befinden sich nicht seit jeher auf ihrer jetzigen Position. Von Hermann-Michael Hahn. 19.12.

- Und auf das Wetter war noch nie Verlaß: " Vergangene Dekade die heißeste der Geschichte .
NUSA DUA, 13. Dezember (AFP). Die Jahre von 1998 bis 2007 waren das heißeste Jahrzehnt seit dem Beginn der Temperaturaufzeichnungen, wie die Meteorologie-Organisation der Vereinten Nationen mitteilte. Allein das Jahr 2007 sei im Schnitt um 0,41° C wärmer als der Jahresschnitt der Zeit von 1961 bis 1990. ..." FAZ 14.12.07 Vgl. dazu:
"Wie viel wärmer? Ozeanwerte durch Messfehler zu hoch.
Die Erwärmung der Weltmeere in den vergangenen fünfzig Jahren um einige zehntel Grad ist zwar unbestritten, aber die vielfach publizierten Werte sind möglicherweise zu hoch. Das hat eine Überprüfung von Viktor Gouretski vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und Klaus Peter Koltermann von der Ozeanographischen Kommission der Unesco ergeben. Ausschlaggebend für die Messfehler sind die seit den sechziger Jahren mehrheitlich genutzten XBT - dehnbare Bathythermographen -, die von fahrenden Schiffen und von Helikoptern ins Meer geworfen werden und die die Temperaturen bis in große Tiefen registrieren. Wie die Forscher in der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" berichten, hat der Vergleich von sieben Millionen Temperaturprofilen mit Daten verschiedener Temperatursonden gezeigt, dass die XBT-Werte im Schnitt um 0,2 bis 0,4 Grad zu hoch liegen. Mit den korrigierten Daten hätten die Weltmeere etwa ein Drittel weniger Wärme aufgenommen als bisher angenommen. " Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2007, Nr. 33, S. 32 // Dazu muß man noch wissen, daß die Meeresmessungen noch die genauesten sind, weil standardisiert. Das gilt für die Landmessungen nicht, die schon in Europa unterschiedlich gemessen werden, von Afrika und Asien nicht zu reden. Die errechneten Land-Mittelwerte sind also noch viel ungenauer als die Meereswerte, die Fehlertoleranz dürfte eher bei 2-3° liegen als bei 1-2°. Wer an den vier Ecken eines nicht zu kleinen Grundstücks mißt, bekommt davon einen Eindruck.- Und wer ein Präzisionsthermometer im Fachhandel kauft (nicht ganz billig), kann zudem die Erfahrung machen, daß die Thermometer, die eine Fehlertoleranz von nur 0,1°C versprechen, durchaus, nebeneinander gestellt, eine Abweichung voneinander von 0,4°C aufweisen. Der UN-Bürokrat, vielleicht ein Jurist, der die obige Meldung formuliert hat, besitzt wahrscheinlich nur ein Wohnzimmerthermometer, das mit einer Abweichung von bis zu 3°C arbeitet. Wahrscheinlich hat er aber durchaus das Wort: das „ heißeste“ Jahr benutzt, was ihn bzw. seine Organisation als demagogisch erscheinen läßt, denn der Sommer auf der europäischen Nordhalbkugel war recht kühl. Wenn diese Herren außerdem den Zeitraum ab 1961 wählen, dann wollen sie damit den Temperaturrückgang in den fünfziger Jahren unterschlagen und erweisen sich damit als recht zweifelhafte Diskursteilnehmer. Wie sie auch geflissentlich monatelange Kältekatastrophen wie die in Zentralasien 2002/3 nicht erwähnen, aber die schöne Arktis-Entwicklung, wie jene Kanzlerin, unsinnig als „schlimm“ einflüstern wollen.- Es scheint jedoch so zu sein, daß es recht unterschiedliche regionale Daten gibt, die nicht standardisiert erhoben werden, die den Arktis-Anrainern aber ein leichtes Ansteigen der Temperaturen versprechen. Es sei ihnen gegönnt. Das Wetter war aber immer so unberechenbar wie Fortuna.