Dienstag, 25. Dezember 2007

Katholische Armut, Zufallsraum ZNS, Bestattungsformen

mo -3° b Auch die ersten Schneeglöckchenspitzen lassen sich sehen.

- "... Allein über die Einkommensteuer wird permanent umverteilt. So trägt die besserverdienende Minderheit den größten Teil der Einkommensteuerlast. Die 10 Prozent der Steuerpflichtigen mit den höchsten Einkommen zahlen nach Erhebung des Statistischen Bundesamtes mehr als die Hälfte der Einkommensteuer. Dazu gehört, wer mehr als 65 950 Euro im Jahr verdiente. Zum Vergleich: Die untere Hälfte der Einkommensbezieher (bis 27 216 Euro) trägt nicht mal 8 Prozent zum Einkommensteueraufkommen bei. Die Zahlen deuten nicht darauf hin, dass die Spitzenverdiener sich in größerem Maße ihrer Steuerpflicht entziehen können - im Gegenteil. Auf das eine Prozent der Bestverdiener (Einkommen von mehr als 162 200 Euro) entfiel fast 20 Prozent der gesamten Einkommensteuer. ..." FAZ 24.12. // Haben das die papistischen Kommissare und die evangelischen Sozialarbeiterfunktionäre in ihren Weihnachtsagitationen vergessen? Sie sollten einmal Peter Rosegger lesen, damit sie in ihren prächtigen Palazzi einen Begriff von Armut bekommen und eine Vorstellung von Frömmigkeit. Dem Pontifex maxillare möchte man eine Lehre bei Antonius (dem "Großen") oder bei Hieronymus im Gehäus empfehlen. Cum grano salis. Urbs.

- Italien 12/07: Reformscheu und abstiegsgefährdet. Wenn vom Niedergang ihres Landes gesprochen wird, reagieren viele Italiener gereizt. Doch die ökonomischen Schwächen werden immer deutlicher. Von Tobias Piller. F.A.Z., 24.12.2007
- Der römische Oberpriester ruft nicht sich, sondern die anderen zum Engagement für die "Armen" auf. Er fragt sich nicht, warum der einst wohlhabende katholische Kontinent Südamerika heute nicht für Wohlstand bekannt ist, das einst bitterarme Nordamerika jedoch sehr wohlhabend geworden ist. Die USA aber sind ein protestantisches Land. Aufgebaut von Protestanten aus dem Nichts. Argentinien in seinem wirtschaftlichen Niedergang diskutierte Ende des 19. Jahrhunderts, ob es nicht auch protestantische Einwanderer statt der bisher ausschließlich katholischen zulassen sollte, um dem Land wirtschaftliche Impulse zu geben. Die Funktionärsclique des Papstes lehnte das aber ab. Mit den bekannten Armutsfolgen. Das wäre doch einmal ein wichtiges Thema für den Papst, statt von anderen etwas zu fordern: warum fördert der Katholizismus die Armut in seinem Herrschaftsbereich?

- Nicht die Gene, nicht die Familie - was ist das Unbekannte, das die Persönlichkeit formt?
Wir wissen, daß Gene eine große Rolle spielen bei der Formung von Persönlichkeit und Intellekt.
Nach der Geburt getrennte eineiige Zwillinge, die also ein identisches Genom besitzen, aber in verschiedener Umgebung, in verschiedenen Familien aufwuchsen, sind, wenn man sie als Erwachsene testet, einander unglaublich ähnlich - jedoch bei weitem nicht identisch in ihrer Persönlichkeit und ihrem Intellekt.
Eineiige Zwillinge, die zusammen in der gleichen Familie aufwachsen, also die gleichen Gene besitzen und die gleiche Umwelt, sind sich sehr viel ähnlicher als zweieiige Zwillinge, die zusammen aufwachsen, aber ein anderes Genom besitzen.
Biologische Geschwister, die die Hälfte ihrer Gene teilen und in der gleichen Familie aufwachsen, sin sich sehr viel ähnlicher als adoptierte Geschwister, die nur in der gleichen Umgebung aufwachsen, aber keine gemeinsamen Gene besitzen. ...
Eineiige Zwillinge, die nach der Geburt getrennt aufwuchsen, sind sich genau so ähnlich wie eineiige Zwillinge, die zusammen in der gleichen Familie aufwuchsen. Das gleiche gilt für normale Geschwister - sie sind sich nicht ähnlicher, wenn sie in der gleichen Familie aufwachsen, als getrennt in unterschiedlichen Familien. ...
Das bedeutet, daß das Aufwachsen in der gleichen Familie mit den gleichen Eltern, Büchern, Fernsehprogrammen etc. die Kinder einander nicht ähnlicher macht.
Die Variation in Persönlichkeit und Intelligenz könnte sich grob etwa so darstellen: Gene 50 %, Familie 0 %, etwas Unbekanntes 50 %. ...
Vielleicht ist es der Zufall. Im Mutterleib wuchs der Wachstumskegel einer Hirnzelle etwas anders, das Gehirn formte sich geringfügig anders aus. ...
Wenn die nichtgenetische Variation ein Produkt des Zufalls beim Wachsen der Milliarden Hirnzellverbindungen wäre, dann folgte daraus, daß ein weiterer biologischer, aber nicht genetischer Bereich der Entwicklung von Persönlichkeit und Intelligenz den besten Absichten und Plänen von Eltern und Gesellschaft entzogen wäre.
Pinker auf edge.org 2002
Anm. WD: Wie man das aus verschiedenen Bereichen wie Sport, musikalischer Begabung etc. längst kennt.
Das entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung als Kind aus einer völlig bildungsfernen Familie.

- Was als "Wandel der Bestattungsformen" firmiert, ist einen Gedanken wert. Ließen die Pharaonen gerne 20000 ihrer Untertanen umkommen, um sich gigantische Ewigkeitsbauten errichten zu lassen, steht überall auf der Welt ein Petersdom oder ein Taj Mahal, bieten alte europäische Friedhöfe eine große Vielfalt an Gedenksteinen und -skulpturen, so scheint sich jetzt eine neue Kultur des Verscharrens auszubreiten: das anonyme Ascheverstreuen in Friedhofsbaumparzellen. Nicht nur bei Einzelpersonen, die vielleicht die letzten ihrer Familie sind, nein, auch bei jüngeren Familien. An ihrer Bedeutungslosigkeit arbeiten die Europäer ja schon länger; wollen sie ganz verschwinden?
(Vgl. David Riesman, Die einsame Masse)

- -Ja, ja: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war: In der Christnacht: "... In der Tiefe lag der Nebel mit den schwarzen Baumwipfeln. Außer dem Rauschen des Windes in den Wäldern hörte ich nichts. Ich wußte nicht, wo ich war. - Wenn jetzt ein Reh käme, ich würde es fragen nach dem Weg, vielleicht könnte es ihn mir weisen, in der Christnacht reden ja Tiere menschliche Sprache! ..."
(http://gutenberg.spiegel.de/)

Montag, 24. Dezember 2007

Krippenausbaustudie, Darwin

mi 1° b
- Studie über Krippenausbau
Verlust der Lebenssicherheit

Von Heike Schmoll

22. Dezember 2007 Angesichts des Krippenausbaus hat die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung die Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung in den ersten drei Lebensjahren bekräftigt. Jeder Krippenwechsel oder Wechsel einer Tagesmutter werde vom Kind als Bindungsverlust wahrgenommen.

Nur wenn die außerfamiliäre Betreuung – seien es Krippe oder Tagesmutter – vom Kind als Teil der „familiären Einheit“ erfahren würden, könnten sie seine Entwicklung bereichern und bei der Ablösung von den Eltern eine Hilfe sein. Die Bindungsfähigkeit des Kindes bilde die Grundlage für sein Selbstwertgefühl und seine Fähigkeit, tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Auch die emotionale und kognitive Entwicklung würden in der frühen Kindheit durch die Stabilität seiner Beziehungen gefördert, heißt es in dem Memorandum der Psychoanalytiker.

Seelische Überforderung durch eine Trennung
Plötzliche oder zu lange Trennungen von den Eltern in der frühen Kindheit bedeuteten einen bedrohlichen Verlust der Lebenssicherheit, auch weil Sprach- und Zeitverständnis des Kindes noch nicht weit genug entwickelt seien, um Verwirrung oder Angst mit Erklärungen zu mildern.
Die seelische Überforderung des Kindes durch eine Trennung, die sich in verzweifeltem Weinen, anhaltendem Schreien oder späterem resignierten Verstummen sowie Schlaf- und Ernährungsstörungen zeige, fordere besondere Zuwendung und Verständnis, um nicht zu einer innerseelischen Katastrophe zu werden. Pflegeleichte Kinder, die gegen die Trennung nicht protestierten, brauchten besondere Aufmerksamkeit, da ihre seelische Belastung zuweilen nicht erkannt werde.

Gefährdung der psychischen Gesundheit
Kinder könnten von der Betreuung außerhalb der Familie nur profitieren, wenn sie dort gute und dauerhafte Beziehungen entwickeln könnten. Alle Eltern, die sich zu Hause mit ihren Kindern überfordert oder isoliert fühlten, brauchten Unterstützung, gesellschaftliche Anerkennung und öffentliche Angebote für das Leben mit Kindern, heißt es in dem Memorandum.
Die deutsche Psychoanalytische Vereinigung verweist darauf, dass es entwicklungspsychologisch entscheidend ist, ob ein Kind mit einem Jahr, mit anderthalb oder mit zwei Jahren in eine außerfamiliäre Betreuung komme und wie viele Stunden sie täglich in Anspruch genommen werde. Je länger die tägliche Betreuung getrennt von den Eltern dauere, desto höhere Werte des Stresshormons Cortisol seien im kindlichen Organismus nachweisbar.
Dies erkläre den in Längsschnittstudien belegten Zusammenhang zwischen ganztägiger Dauer der außerfamiliären Betreuung und späterem aggressivem Verhalten in der Schule. Je jünger das Kind sei, je geringer sein Sprach- und Zeitverständnis, je kürzer die Eingewöhnungszeit in Begleitung der Eltern, je länger der tägliche Aufenthalt in der Krippe, je größer die Krippengruppe und je wechselhafter die Betreuungen, desto ernsthafter sei die mögliche Gefährdung seiner psychischen Gesundheit, wenden die Psychoanalytiker ein.

Fehlentwicklungen vorbeugen
Sie schlagen vor, jedes Kind individuell auf seine „Krippenreife“ hin zu beurteilen, um Traumatisierungen zu verhindern. Die Eltern kannten ihr Kind zwar am besten und erfassten seine „Krippenreife“ intuitiv, doch politische Forderungen nach möglichst früher Rückkehr der Mütter an den Arbeitsplatz verunsicherten intuitives Wissen und schürten eine unnötige ideologische Konkurrenz um ein „richtiges“ Frauenbild.
Für dringend erforderlich halten die Psychoanalytiker daher staatlich geförderte entwicklungspsychologische Forschungen und Langzeitstudien, die den geplanten Ausbau der Tagespflegeplätze und die Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz unter den Dreijährigen aufmerksam begleiteten, um Fehlentwicklungen vorzubeugen.
Zum Thema außerdem:
Kommentar: Die Familienpolitik verliert ihre ordnungspolitische Richtung
Krippenausbau: Von der Leyens Tonnenideologie
Bund und Länder einig über Krippenausbau

- Charles Darwin: „Ich kann mich nicht davon überzeugen, dass ein gütiger, allmächtiger Gott planvoll die Ichneumonidae (Schlupfwespen, WD) erschaffen hat, wobei seine Absicht ausdrücklich darin bestand, dass sie sich durch den Körper lebender Raupen fressen."

Sonntag, 23. Dezember 2007

Arkwright kauft sich keinen Lamborghini wie Lottokönig Lothar

mi 1° b

Adventliches: - Anthony Atkinson: "Die Früchte des Wachstums werden ungleich geerntet.
Kinderarmut, Managergehälter, Bildungsunterschiede - Ungleichheit ist das Wort der Stunde. Soeben hat einer der bedeutendsten Ungleichheitsforscher, ..." FAZ 11.12.07

- Richard Arkwright: * 23. Dezember 1732 in Preston, einer der Paten der Industriellen Revolution, Schneidersohn, Barbier, Hausierer, Spinnmaschinen-Erfinder, Organisator, Unternehmer, Millionär.
= Man gebe At. das gleiche Geld wie Arkwright und sehe nach 5 Jahren nach dem Vermögensstand der beiden; At. wird das Kapital in bedrucktes Papier verwandelt, Arkwright wird sein Geld verhundertfacht und dazu 1000 Arbeitsplätze und Einkommen geschaffen haben. Diese Arbeitsplatzinhaber bemüht sich dann At. aufzuhetzen, damit Leute wie Arkwright behindert werden und Wohlstandsschöpfung unterbleibt. At. kann das natürlich egal sein, weil er von Steuergeldern lebt, also dem Geld anderer. Außerdem bevorzugen geisteswissenschaftliche Ideologen die Gleichheit in der Not vor dem allgemeinen Wohlstand mit großen Vermögensunterschieden. //
Solche Austriebe vor allem des katholischen Christentums gefährden nicht nur den Wohlstand, sondern auch die Zivilisation, die der Wohlstand ermöglicht. Advent, Advent, der Wohlstand brennt. Es stehen viele Atkinson vor der Tür. Und dahinter noch der Papst.

Samstag, 22. Dezember 2007

Die Integration von Welt, Wissenschaft, Leben & Allem

mo -2° mi 1° s 1,4380 8002 Die ersten Narzissenspitzen haben die Erde durchstoßen.

- Werden die Wettermittelwerte nach diesem Schema gerechnet: 5 Messungen in Nordeuropa und USA, 1 in der Mongolei: sagen wir: 5°, 2°, 7°, 9°, 6°, -30°= 1°: 6= 0,17° einfacher Mittelwert ??
Die Datenauswerter behandeln die Meßwerte aus der Prager Stadtmeßstelle im 2. Stock so wie die aus der Meßstelle am Stechlin in 1,30 m Höhe auf kurzem Rasen geschützt und abgedeckt und die auf Asphalt gemessenen am Rande Brüssels etc.
Und was sagen solche Mittelwerte über das regionale Wetter aus, zB über die dreimonatige Kältekatastrophe in der Mongolei / Zentralasien 2002/3 aus, der Millionen Nutztiere zum Opfer fielen?

- S-Klasse aus Indien
Die Pläne der EU-Kommission für neue Emissionsziele für Autos bestrafen einen ganzen Industriezweig. Schon jetzt zeigt sich: Der VW-Kleinwagen für 8000 Euro wird wohl bald in Indien gebaut. Soll dem auch noch die S-Klasse folgen?
FAZ.NET Wirtschaft19. Dezember 2007 // In den Köpfen der Brüsselkraten werden die Aufplusterungen der Klimatomanen zur Wohlstandsvernichtung. Was an die Frage von Henry Warwick erinnert: "Was kommt nach der Wissenschaft? Wann?" (FAZ 14.1.02, vgl. auch edge.org) Die Integration von Welt, Wissenschaft, Leben & Allem (WWL&A) durch den Common Sense mißlingt immer öfter. Die arbeitsteilige Wissenschaft selbst versagt in der Komplexitätsbewältigung.

- Ibach gibt auf, Bösendorfer geht zu Yamaha

- "Zu kritisch für Putin
Journalistin aus Moskau verbannt
Eine kremlkritische Journalistin, die von einer millionenschweren Geheimkasse für die Parteienfinanzierung berichtet hatte, darf nicht mehr ..." 18.12.

Freitag, 21. Dezember 2007

Eineiige Zwillinge, Intelligenzen, Pinker, Patrioten, Mittweida

mi 2° s Dicker Klima-Erwärmungsrauhreif glänzt in der Sonne.

- Auch in Kalifornien klare Klimaerwärmung: Frederick Dominguez verirrt sich im verschneiten Wald bei Paradise (Sacramento-Tal, 39. Breitengrad, vgl. Köln 50. Br.gr.). Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum hat einem farbigen Amerikaner und seinen Kindern im Alter von zwölf bis 18 Jahren drei Schreckensnächte ...
- - Pinker, Harvard-Psychologe: "Consider these findings. Identical twins separated at birth are not only similar; they are "no less" similar than identical twins reared together. The same is true of non-twin siblings — they are no more similar when reared together than when reared apart. Identical twins reared together — who share all their genes and most of their family environments-are only about 50% similar, not 100%. And adopted siblings are no more similar than two people plucked off the street at random. All this means that growing up in the same home — with the same parents, books, TVs, guns, and so on — does not make children similar." Pinker auf edge.org 2002
"What is the missing ingredient — not genes, not upbringing — that shapes the mind?"
So the variation in personality and intelligence breaks down roughly as follows: genes 50%, families 0%, something else 50%. As with Bob Dylan's Mister Jones, something is happening here but we don't know what it is.
Deutsch: Eineiige Zwillinge, die nach der Geburt getrennt aufwuchsen, sind sich genau so ähnlich wie eineiige Zwillinge, die zusammen in der gleichen Familie aufwuchsen.

- - Rußland, Motto: „Schenke am Nationalfeiertag einem Patrioten das Leben“. („Kühlschränke für Patrioten“, Focus 24/07)

- - "Misshandlung vorgetäuscht?
Zweifel im Hakenkreuz-Fall von Mittweida
Einwohner von Mittweida demonstrierten gegen Rechtsextremismus
18. Dezember 2007 Ein siebzehn Jahre altes Mädchen, das am 3. November im sächsischen Mittweida Opfer eines rechtsextremen Überfalls geworden sein soll, hat sich möglicherweise selbst ein Hakenkreuz in die Haut geritzt. Da geht aus einem rechtsmedizinischen Gutachten hervor. Die Ermittlungsbehörden prüfen nach Angaben der Chemnitzer Staatsanwaltschaft vom Dienstag, ob die gesamte Straftat nur vorgetäuscht war."