Dienstag, 9. Dezember 2008

Gesteigerte Aggressionsbereitschaft junger Männer, Heinsohn


Randale, Plünderungen, Brandstiftungen und Angriffe auf Polizei und Feuerwehr in Athen und Thessaloniki gehen weiter.

- Die gesteigerte Aggressionsbereitschaft junger Männer ist eine Universalie und leitet sich von der altersbedingten Höhe des Testosteronspiegels ab. Sie ist auch nicht auf Säugetiere beschränkt, sondern läßt sich ebenfalls bei Vögeln beobachten. Überall auf der Welt finden sich mannigfache Formen von Kampfspielen bei Jugendlichen, die sich aber oft in die Erwachsenengemeinschaft verlängern (u.v.a. Äthiopien - Stockkämpfe bei den Surma, Jugendbandenkriege, früher traditionelle Kirmesschlägereien, Capulets gegen Montagues (Romeo und Julia), Mods gegen Rocker, Jets gegen SHARKS (Westside Story), Jungs von Niedereimer gegen die von Obereimer, regelmäßige Messerstechereien bei der Indiokirmes, Fähnchen Fieselschweif gegen Wölflinge ADLER). Es sei auch an Sparta erinnert mit seiner Lebensform der Militanz. Wenn die Erwachsenenwelt militante Jugendliche nicht mit der entsprechenden Härte behandelt, sie sogar duldet und nur mit läppischem Tränengas bekämpft, dann sorgt sie für eine Verstetigung wie beispielsweise in Kreuzberg und Straßburg.
- Die anhaltenden Ausschreitungen des Athener Mobs mit unglaublichen Verwüstungen und Brandstiftungen macht es für die europäischen Staaten dringend erforderlich, die gesetzlichen Voraussetzungen für den Einsatz des Militärs im Inland zu schaffen.

- Gunnar Heinsohn, Söhne und Weltmacht, 2003: "Der Philosoph Peter Sloterdijk, der Heinsohn als „höchst anregenden Gelehrten, der die engeren Fachdisziplinen immer wieder zu wissenschaftlichem Nutzen überschreitet“[4] beschreibt, lobte Heinsohns Buch „Söhne und Weltmacht“ als „Pflichtlektüre für Politiker und Feuilletonisten“[5]. Dort formulierte Heinsohn seine These, nach welcher ein Jungmännerüberschuss einen Positionenmangel innerhalb einer Gesellschaft verursache. Dieser Überschuss müsse sich abbauen, was er in Kolonisation, Krieg, Bürgerkrieg oder heutzutage in Terrorismus tue. Reiner Klingholz rezensierte das Buch in der Wochenzeitung Die Zeit vom 26. Februar 2004 sehr negativ.[6] Mit dem Hinweis auf die fehlende „statistische Grundlage für die Theorie des kriegsträchtigen Überhangs an jungen Männern“, fand er Heinsohns Ausführungen „dem Stammtisch näher (…) als der Wissenschaft“ und stellte ihnen die erst nach Heinsohns Buch publizierten Erkenntnisse des Berliner Demografen Steffen Kroehnert entgegen. Ähnlich scharf kritisierte Mohssen Massarrat Heinsohns Buch in der Frankfurter Rundschau vom 31. Januar 2007.[7] Er stellt dort fest, dass Heinsohn „viele ahistorische Phrasen […] passend zu seiner These herausgefiltert“ habe, aber Beispiele unterschlage, die – wie etwa die Bevölkerungsentwicklung in Bangladesch, China und Brasilien – zu seiner Theorie nicht passten. Das Postulat Heinsohns, dass internationale Hilfsorganisationen aufhören müssten, durch ihren Einsatz die „Kinderproduktion“ in Krisengebieten und Entwicklungsländern zu fördern, bezeichnet er als „zynisch“. ...' Wik.

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Wer schützt den Bürger gegen den Mob?

Athen, 9.12.08

- " ... Da der junge Mann ferner noch ganz zu Gefühl und Leidenschaften neigt, kann er nur zweck- und nutzlos zuhören ... daß die jungen Leute unter dem Einfluß der Leidenschaft leben und unter diesem Einfluß ihre jeweiligen Ziele verfolgen. Solchen bleibt, wie den haltlosen Menschen, die Erkenntnis ohne Frucht. ..." Aristoteles, Nikomachische Ethik, Buch 1, Kap. 1-3
- " Papst Sixtus V. ließ einfach alle Übeltäter in Rom zusammentreiben und töten."
- "Krawalle in Griechenland
Die Gewalt in Athen gerät außer Kontrolle
. "
Rund 48 Stunden nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 15 Jahre alten angreifenden Randalierer in Athen scheint die Gewalt in Griechenland außer Kontrolle geraten. "Laut griechischen Medien haben rund 4000 Autonome das Athener Stadtzentrum eingenommen und Geschäfte und Gebäude in Brand gesteckt ... " FAZ, n-tv
- "Griechenland. Konsulat in Berlin besetzt - Wieder Ausschreitungen. Nachdem sich die Lage in Griechenland zunächst beruhigt hatte, schleuderten Unbekannte am Morgen Brandsätze auf eine Bank in Thessaloniki. Tausende Schüler sind auf den Straßen. In Berlin verläuft die Besetzung des Konsulats bislang friedlich. ... " FAZ

Montag, 8. Dezember 2008

Fritz Behrendt, was für ein Lebenslauf

Da merkt man den Ex-Stalinisten: Haut immer mit dem Säbel zu. In dieser Guru-Reihe sind die einzelnen Gurus doch sehr unterschiedlich! Ein Massenmörder wie Chomeini gehört nicht in die gleiche Reihe wie der Papst Johannes Paul, der bei der Befreiung Osteuropas vom Stalinismus sogar eine mutige Rolle gespielt hat, während Willy Brandt mit den Diktatoren gekungelt und die Solidarnos als gefährlich betrachtet hat.

Zum Tode des Karikaturisten Fritz Behrendt. Scharf und treffsicher. FAZ 05. Dezember 2008 Fritz Behrendts Lebensweg verlief auf der Schattenseite des Zeitalters der Ideologien, bis er sich entschloss, als politischer Karikaturist damit abzurechnen.
1937 mussten seine Eltern Berlin verlassen, wo er zwölf Jahre zuvor, am 17. Februar 1925, geboren worden war; sie emigrierten in die Niederlande. Dort überlebte die Familie Krieg und nationalsozialsozialistische Verfolgung nur mit Glück. Kurz vor Kriegsende wurde Behrendt wegen „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo verhaftet, 1945 aus der Todeszelle im SS-Gefängnis von Amsterdam befreit.
Unter Honecker in der FDJ-Führung
Behrendt blieb in den Niederlanden und beteiligte sich an der Gründung des sozialistischen Jugendverbands, wenig später ging er nach Jugoslawien, wo er als Kommandant einer internationalen Jugendbrigade den Wiederaufbau des Landes unter Tito unterstützte. 1949 zog es Behrendt dann nach Ost-Berlin: die FDJ-Führung um Erich Honecker holte ihn in den Zentralrat der Jugendorganisation als „Referent für Sichtwerbung“. Das Handwerk dafür hatte er noch auf der Amsterdamer Kunstgewerbeschule gelernt.
Zu seinen Werken zählten Orden und Abzeichen, auch ein Entwurf für das Staatswappen der DDR. Noch im Jahr seiner Ankunft in Ost-Berlin wurde er als „Titoist“ verhaftet, es folgten sechs Monate Einzelhaft in der ständigen Angst, im sowjetischen GULag zu verschwinden.
Wieder hatte Fritz Behrendt Glück: Die niederländische Regierung intervenierte, und 1950 durfte Behrendt nach Amsterdam zurückkehren, wo er seither lebte und von wo er seither die großen Zeitungen und Magazine der westlichen Welt mit politischen Zeichnungen versorgte.
Kein Zyniker
Die widmeten sich mit besonderer Vorliebe den kleinen und großen Diktatoren, den Menschenschindern und Kriegsverbrechern, den Verführern und den vielen Schafen, die ihnen hinterhertrotten. Und sie ließen nie vergessen, dass Behrendt trotz seiner Erfahrungen mit den Totalitarismen nicht zum Zyniker geworden war, sondern sich einen humanistischen Idealismus bewahrt hatte, der für die Opfer von Hunger, Vertreibung und Terror kämpfte.
Behrendts Strich war nie der feine und zartbesaitete, er kam gleich in kräftigen Zügen zum Punkt, nutzte die Karikatur durchaus als Waffe der Agitation, die nicht witzig, sondern scharf sein und treffen sollte.
Seit 1972 zeichnete Behrendt auch für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Königin Beatrix erhob ihn im September 2003 zum Ritter im Orden des niederländischen Löwen, Bundespräsident Rau verlieh ihm im selben Jahr das Große Bundesverdienstkreuz. Am Donnerstag ist Fritz Behrendt im Alter von 83 Jahren in Amsterdam gestorben.

Häuser, Grundstücke und Betriebe werden höher als bisher bewertet!

- Häuser, Grundstücke und Betriebe werden höher als bisher bewertet! " Erbschaftsteuerreform nimmt die Hürde Bundesrat . Appell an den Bundespräsidenten, das Gesetz nicht auszufertigen. Die umstrittene Erbschaftsteuerreform hat die letzte gesetzgeberische Hürde genommen. Der Bundesrat billigte die Neuregelung, ..." FAZ 6.12. // Was soll man davon halten? Am Freitag wurde in den Radionachrichten nachmittags nur einmal über die Bundesratsentscheidung berichtet, dann verschwand die Meldung. Die FAZ im Netz verschwieg sie ganz. Diese überaus bedeutsame Entscheidung wurde von der FAZ auch am Samstag nicht auf der ersten Seite gemeldet, auch nicht im politischen Teil, sondern auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils unten. Der Artikel, noch ganz frisch, steht auch nicht im Netz, sondern nur im Archiv. Will die FAZ damit die Berliner Abzocke decken?

- "Bundestag verabschiedet Reform der ErbschaftsteuerSo nicht! Von Manfred Schäfers. 27. November 2008 Es gibt Erbschaften, die schlägt man besser aus - und zwar solche, bei denen die Belastungen größer sind als die Vorteile. Wenn man diesen Maßstab an die Erbschaftsteuerreform anlegt, hätte kein Abgeordneter zustimmen dürfen.
Es ist bezeichnend, dass kaum ein Finanzpolitiker der Union im Bundestag reden wollte. Je mehr man sich mit den Details beschäftigt, um so negativer fällt das Urteil aus. Renommierte Steuerrechtler halten das Werk für verfassungswidrig.
Gleichbehandlung des Ungleichen
Zwar werden weniger Erben belastet. Aber die, die bluten müssen, werden stärker zur Ader gelassen. Es stimmt, dass das Bundesverfassungsgericht verlangt hat, Betriebe und Immobilien realistischer, also höher als bisher zu bewerten. Doch so geht es nicht.
Betriebe, die von der Verschonungsregel nicht profitieren, weil sie in der Krise sind und die Auflagen nicht erfüllen können, müssen umso mehr zahlen. Und Geschwister, Nichten, Neffen werden wie Familienfremde behandelt. Sie müssen auf alles, was 20.000 Euro übersteigt, mindestens 30 Prozent abführen. Diese Gleichbehandlung des Ungleichen ist nicht akzeptabel. Unabhängig davon, wie man zur Erbschaftsteuer grundsätzlich steht, ist diese Reform abzulehnen." FAZ

- Zur Stimmungsaufhellung: Beethoven, Streichquartett Nr. 15 op. 132, 3. Satz .

Sonntag, 7. Dezember 2008

Kinder in Japan, Religion als Wohlstandshindernis, Heine, Paulus, Muhammad Sven Kalisch


Strizz, Reiche, FAZ

Muslims only: Dieses Autobahnschild informiert auf Arabisch und Englisch darüber, dass die Weiterfahrt nach Mekka nur Muslimen gestattet ist. Nichtmuslime müssen am nächsten Abzweig rechts abbiegen. (Bild: Wikip.)

- Keine Spß-Pädagogik: " Kinder in Japan. Vor der Schule lernen wir.
In Japan trifft der Leistungsdruck auch die Allerjüngsten mit voller Wucht: Schon Kindergartenkinder pauken monatelang, um die Aufnahmeprüfungen für die erste Klasse einer guten Grundschule zu bestehen. ..." FAZ 3.12.

- Religion als Wohlstandshindernis: " Die Dokumentation "Hair India" berichtet vom globalen Handel mit dem Haar, das Millionen Hindus nach uralter Tradition auf einer Pilgerreise opfern. ... Hemlata macht sich mit ihren Familienangehörigen auf die Pilgerreise, um im Tempel ihre Haare zu spenden, so will es eine uralte Hindu-Tradition. Wie Millionen Hindus vor ihr opfert sie ihre Haare, weil sie sonst nichts hat, das sie geben kann - eine Gabe an die Götter. ... " Die Mönche verkaufen dann die Haare und stecken das Geld ein. arte 6.12.

- Alexander: " Mazedonien darf nicht sein . Der extreme Nationalismus in seinem Land bringt den griechischen Publizisten Takis Michas in Bedrängnis
BELGRAD, 1. Dezember 08 Seit vielen Jahren schon steht der griechische Publizist Takis Michas in seiner Heimat mitunter auf verlorenem, zumindest ..." 2.12. FAZ // Nannte Alexander einen "erbärmlichen Menschenschlächter" . Ich sagte seinerzeit: ein blutrünstiger Großkriegsverbrecher.

- Was ist ein Religionsgründer ohne einen Paulus? Oder einen Kalifen Othman, der eine zusammengewürfelte Loseblattsammlung um 653 zum Koran machte?
- Koran: " Frei oder eilfertig . Düsseldorfer Islam-Streit zwischen CDU und FDP. 30. November 08 FAZ. Montags und freitags ist in diesem Wintersemester Vorlesungstag für Professor Muhammad Sven Kalisch, ..." , der die historisch-kritische Methode auf den Koran anwendet, was sonst. Daher seine drei Thesen: 1. Die beiden ersten Jahrhunderte der islamischen Geschichte sind entweder gefälscht oder erfunden. 2. Ob Mohammed überhaupt gelebt hat, ist ungewiß. 3. Eine Religion, die sich für die beste hält, hat vor der Vernunft keinen Bestand, denn Gott schreibt keine Bücher.
- Traumtänzer Leopold Weiss: ' Vergessener Visionär . "Der Weg nach Mekka": ein Film über Leopold Weiss. Vor wenigen Monaten benannte der Stadtrat von Wien einen Platz nach Muhammad Asad, wie sich der 1900 im galizischen Lemberg (heute das ukrainische ..." 1.12. FAZ //
- Zwei Straßen führen durch die Wüste nach Mekka, eng nebeneinander, überspannt von einer großen, blauen Autobahntafel, die die Fahrer anweist: 'Muslims Only' links auf grünem Hintergrund, rechts auf rotem: 'For Non Muslims' (dpa-Foto) . Diese Straße führt nicht nach Mekka, denn Nichtmohammedanern ist die Stadt streng verboten.

- H.H. (1797-1856) : Witzig, leichtfüßig, polemiksüchtig, einfallsreich, engstirnig, pubertär, elegant, kenntnisarm: der Mann wurde nie erwachsen, obwohl ihm schon früh mit dem BUCH DER LIEDER ein außerordentlich großer Erfolg beschieden war: Heinrich Heine beendet seine Deutschlandreise am 7. Dezember 1843 . „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ist in großen Teilen auch geschmacklos (Hammonia), da war er immerhin schon 46 .
Auch: "Man zieht eine Schnur, dann schießt herab
Das Beil, ganz lustig und munter; –
Bei dieser Gelegenheit fällt dein Kopf
In einen Sack hinunter. " (Caput XVI., 60)
Aus dem Kölner Dom einen Pferdestall zu machen, ist sicher originell, aber auch nicht übermäßig geschmackvoll (geschweige denn, daß ihm zu Köln überhaupt etwas Positives einfiele, zB Albertus Magnus):
„Und wird der Dom ein Pferdestall,
Was sollen wir dann beginnen
Mit den heil’gen drey Kön’gen, die da ruhn
Im Tabernakel da drinnen?“
(IV,80) (Bin doch mehr für eine Wohnanlage mit schönem Rheinblick)
Immerhin: "Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Muthe;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute." (I,10)

- USA: Starker Beginn des Weihnachtsgeschäfts, Umsatz +7,2% . Auch der deutsche Einzelhandel ist bisher zufrieden!
McDonald's hat sich 2008 gut geschlagen!
- Große Pick-Ups: Fords F-150 und GMs Chevy Silverado: starke Verkäufe im November.
- 3° incl. Klimaerwärmung, trocken