Samstag, 9. Mai 2009

Golo Mann und „diese beiden Lumpen“



- Golo Mann und „diese beiden Lumpen“ : "Auch Professoren und Geistesgrößen können so tückisch intrigieren, dass man sich noch fast 50 Jahre nach der Tat darüber ärgern kann, wenn man Einzelheiten erfährt. Der Tatort war die Universität Frankfurt, das Opfer Golo Mann, als Täter sind identifiziert Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, eine peinliche Nebenrolle spielte Ernst Schütte, in den sechziger Jahren Kultusminister in Hessen.
Zweimal sollte Golo Mann als Professor an die Universität Frankfurt berufen werden, nachdem der Historiker durch brillante Bücher auf sich aufmerksam gemacht hatte. Vor allem in seinem Werk „Deutsche Geschichte“ verband der Sohn von Thomas Mann geschichtliche Kenntnisse mit erzählerischer Begabung. Mann war für das Ordinariat ein Wunschkandidat des Uni-Präsidenten, die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät hatte ihn auf den ersten Platz ihrer Berufungsliste gesetzt, und der legendäre Carlo Schmid, selbst Lehrstuhlinhaber, warb nachdrücklich um den berühmten Historiker. Trotzdem scheiterte die Berufung.
Die Soziologie-Stars Adorno und Horkheimer, Begründer der berühmten Frankfurter Schule und Ideologie-Paten der linken Studentenbewegung, wollten an der Frankfurter Uni keine anderen Götter neben sich dulden. Sie flüsterten und schrieben, sie denunzierten und verleumdeten, lästerten über das Privatleben und den Charakter von Golo Mann, bis der Kultusminister eingeschüchtert aufgab.
Schütte, ursprünglich begeistert von Golo Mann, wollte sich mit den einflussreichen Koryphäen nicht anlegen und sagte Mann, der Lehrauftrag passe nicht zu einem Schriftsteller.
Carlo Schmid gegenüber argumentierte er, Mann sei Historiker und nicht Politologe. Der Fakultät teilte der Minister mit, Golo Mann habe selber abgesagt.
„Diese beiden Lumpen“, empörte sich Golo Mann 27 Jahre später. Das schmutzige Kapitel ist nachzulesen in der faktenreichen und fesselnden Biografie, die Tilmann Lahme jetzt zum 100. Geburtstag von Golo Mann veröffentlicht hat." Markwort, Tagebuch, Focus 16/2009

- Von „diesen beiden Lumpen“ Adorno und Horkheimer ist es nicht weit bis Herbert Marcuse und Reimut Reiche und der Sexuellen Revolution von 1968, die das bürgerliche Subjekt erst zum Menschen machen sollte. Nachwirkungen: " Mordprozess in Nürnberg. Mutter und Sohn schießen mit Armbrust auf Bruder.
Grund für die Tat, die ab morgen verhandelt wird, soll eine Anzeige des Opfers sein. Der hatte bei der Polizei ausgesagt, die beiden Angeklagten hätten sich an der siebenjährigen Halbschwester vergangen. " FAZ.NET Gesellschaft 23. April 2009

- David M. Buss (Evolutionpsychologe in Austin/Texas), "Der Mörder in uns", Spektrum Heidelb. 2007
Rez. 03.12.07 von Hans-Ludwig Kröber: "Morden lohnt sich, flüstern die Gene . Töten muss evolutionsbiologisch sinnvoll gewesen sein, meint David Buss. Denn warum wäre es sonst so weit verbreitet? "

- Hz.öl 53 (48,20)

Freitag, 8. Mai 2009

Mehr US-Bankenklarheit, Energie


Markus J. Riemenschneider

- Erfreulich: Jahrgang 1974, Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW: "Markus J. Riemenschneider ist Facharzt für Neuropathologie und Max-Eder-Nachwuchsgruppenleiter der Deutschen Krebshilfe am Institut für Neuropathologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er studierte Medizin an den Universitäten Bonn und Düsseldorf und wurde während seines Studiums von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Bereits in seiner Doktorarbeit, die er an der Heinrich-Heine-Universität mit dem Prädikat „summa cum laude“ abschloss, befasste er sich mit der Erforschung der molekularen Grundlagen von bösartigen Hirntumoren (Glioblastomen) des Menschen. Hierbei konnte er ein neuartiges Gen identifizieren, welches zur Tumorentstehung in Glioblastomen beiträgt. ...
Mit seiner Arbeitsgruppe widmet er sich gezielt der Erforschung der molekularbiologischen und funktionellen Grundlagen der Entstehung und Ausbreitung von Glioblastomen, um molekulare Marker zu identifizieren, die eine verbesserte Prognoseeinschätzung sowie neue gezielte Therapieansätze ermöglichen. " http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=311&Itemid=

- Der häßliche Deutsche: Steinbrück stellt Luxemburg, Österreich und die Schweiz in eine Reihe mit Ouagadougou, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Burkina Faso.

- Und schon wieder kühl, 16° C.

- Mehr US-Bankenklarheit: ' „Wir haben den Nebel der Unsicherheit über den Bankbilanzen gehoben um sicherzustellen, dass die führenden Banken, einzeln und gemeinsam, über ausreichend Kapital verfügen, um auch im Fall einer noch schlimmer als erwarteten Rezession weiter Kredite vergeben zu können“, erläuterte Geithner in einem Meinungsbeitrag für die „New York Times“. Unter der Führung der Federal Reserve hätten Hunderte von Bankenaufsehern aus verschiedenen Behörden die Bilanzen der 19 Institute 45 Tage lang genau unter die Lupe genommen. Sie hätten sie darum bemüht, weder zu streng noch zu rücksichtsvoll den Kapitalbedarf einzuschätzen. Sie hätten Verluste und Gewinne über die kommenden zwei Jahre prognostiziert und mit den vorhandenen Rücklagen und Eigenkapital verglichen. „Wir ersetzen mit dem Test Ungewissheit durch Transparenz.“ ... ' FAZ

- Noch ein schändliches Stimmenkaufprogramm : "07. Mai 2009 Einmal mehr versichert sich die große Koalition blitzartig der Zustimmung der Rentner. Ein Gesetz soll gewährleisten, dass die ob neuer Prognosen aufgeflammte Debatte über mögliche Rentenkürzungen im Keim erstickt wird, bevor sie im Wahljahr schwer kalkulierbare Folgen zeitigt. Kurzerhand hat das Kabinett Merkel eine Garantieklausel beschlossen, die den gesetzlichen Renten den Weg nach unten ein für alle Mal abschneiden soll, indem sie die Senkung der nominalen Renten selbst dann ausschließt, wenn die Löhne der Beitragszahler schrumpfen. ..." FAZ , Rente als Gnadenakt, Göbel // Sollen die Jungen doch mehr zahlen! Selber schuld, wenn sie nicht mehr sind! Es sind doch die Rentner, die noch eine Familie gründen , Möbel und Auto kaufen, Häuschen bauen müssen ... / Die Politik liebt undurchsichtige, kollektive Umlageverfahren, da kann sie die Stellen besetzen und sie kann sie für Wahlkampfzwecke einsetzen.

- Übrigens: "Sextus Empiricus (im späten 2. Jahrhundert) hat die Grundannahme der „pyrrhonischen“ Skepsis, nämlich dass gesichertes Wissen unmöglich sei, auf so gut wie alle Wissensgebiete angewendet. Damit stellt sein Werk eine Art „negatives Kompendium“ (Wolbergs) des Wissens seiner Zeit dar: Der Autor setzt sich mit einer Fülle von angeblichen Erkenntnissen auf sehr vielen Gebieten auseinander, wobei er mit den verschiedensten Argumenten bestreitet, dass gesichertes Wissen vorliege. Auf diese Weise werden sehr viele antike Theoreme und Lehrmeinungen referiert; nicht wenige davon sind nur bei Sextus Empiricus erhalten.
In den Grundzügen der pyrrhonischen Skepsis (3.3.9-12) setzt sich Sextus Empiricus auch mit dem Problem der Allmacht des Göttlichen angesichts des Bösen auseinander, wobei er die Idee einer göttlichen Lenkung der Welt bezweifelt. Diese Stelle bietet die älteste im Wortlaut überlieferte Formulierung der Argumentation der Skeptiker hinsichtlich der von Leibniz so genannten Theodizee." Wiki.

- Energie: Michael Limburg schrieb: "Lieber Dr. Franz,
mit vielem was sie schreiben kann man sehr einverstanden sein. Nur den Passus
7. Forschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien sind zügig voranzutreiben.
teile ich nicht. Wozu eine Technologie vorantreiben, die grundsätzliche, nicht behebbare Mängel hat? Selbst wenn - wie jetzt in Prenzlau versucht- großvolumige Stromspeicher geschaffen werden könnten, treiben diese nur weiter den Preis in die Höhe.
Anders als viele glauben, gibt es keinen Engpaß in der Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen vorzugsweise Öl und Gas. Öl und Gas reichen länger als wir, unsere Enkel und Urenkel werden verbrauchen können. Und selbst wenn diese doch irgendwann mal zur Neige gehen würden, bliebe immer noch die Kernenergie und die Kohleverflüssigung. Man muß nur das CO2 entteufeln. Das ist das tückische an der CO2 Kampagne. Sie zielt über die Energie auf den Lebensnerv der Zivilisation, der westlichen zumal. Schauen Sie mal in mein Buch: Die Klimahysterie- was ist dran. (z.B hier http://www.amazon.de/gp/product/3940431109/ref=s9_sims_gw_s3_p14_t1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=02RCG7VXY4Y1TYG1KDFY&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375173&pf_rd_i=301128, oder beim TVR medien Verlag direkt) Da habe ich - nach sehr langer und gründlicher Recherche- dazu Stellung genommen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg, Vizepäsdident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

- 1,3516 , WTI 41 Dollar

Donnerstag, 7. Mai 2009

"Wettbewerb ist ein Gebot der Nächstenliebe"



Endlich 19°C !

- Martin Walser : "Wettbewerb ist ein Gebot der Nächstenliebe .
Wir haben zu viel zu wissen gekriegt und fangen zu wenig damit an. Das Soziale an der Sozialen Marktwirtschaft ist keine Kompensation, keine ..." FAZ 6.5.
// Das ist ein bißchen hochformuliert, aber doch ein guter Beitrag zur sog. Kapitalismus-Diskussion. Man erinnere sich an den Großsprecher Walter Jens, der sich in einem Artikel für ein "sozialistisches Europa" aussprach (ZEIT 10/1993). Der Beitrag war überschrieben: "Ich bleibe, was ich bin: ein Scheiß-Liberaler". Im Sozialismus gibt es natürlich keine Libertas, nichts Liberales: da wird bevormundet, paternalistisch oder brutal. Jens war wohl ein 'Scheiß-Sozi', aber kein 'Scheiß-Liberaler'.

Ob sich die Finanzwelt so blamiert hat, wie Walser meint, liegt im Auge des Betrachters, auf so unsäglichem Abwrack-Niveau wie die Politbürokraten agierte die Finanzwelt aber nicht. So verantwortungslos wie die staatliche Finanzpolitik war das Geschäftsgebaren der DB wohl auch nie.

- Männergeschichten : 'Sauerland'-Terroristen, Swat-Tal-Talibankämpfer, Kurdisches Bilge-Hochzeits-Massaker: 'Das Blatt "Hürriyet" berichtete dazu am gleichen Tag, einer der Verhörten habe die Ermordung von Frauen und Kindern damit begründet, man habe die gesamte Familie "auslöschen" wollen, damit niemand übrig bleibe, um sich an den Tätern zu rächen. Bei dem Überfall am Montag waren auch 17 Frauen und sechs Kinder niedergeschossen worden. ...' von insgesamt 44 Ermordeten.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Kalt u. keine Sonnenflecken, Bonner Islamisten



Links mit Sonnenflecken 19.7.2000 - rechts 18.3.09 ohne

- NatGeo: Sun Oddly Quiet - Hints at Next “Little Ice Age”? 4.5.09 http://wattsupwiththat.com/2009/05/04/natgeo-sun-oddly-quiet-hints-at-next-little-ice-age/
// So fühlt's sich an: 9-11°C ! Nichts zu sehen von der Sonne.

- Pfeiffer sieht Tiefpunkt erreicht, Quiagen wächst stark

- Bonner Islamisten : " ... Inzwischen wartet die Werbeabteilung für den Heiligen Krieg allerdings mit neuen Stars auf: Abu Adam und Abu Ibraheem. Sei Januar flimmerte das Duo schon dreimal bei YouTube über den Netz-Bildschirm.
Bei den Protagonisten handelt es sich um Brüder aus Bonn, Yassin, 24, und Mounir Chouka, 27. Zwei Deutsch-marokkaner – begabte Schüler, integriert, intelligent, sportlich, beliebt im Freundeskreis, die dennoch langsam ins Radikalenmilieu abdrifteten. Ein Geschwisterpaar mit bürgerlicher Biografie, das sich Schritt für Schritt gegen westliche Normalität entscheidet und dafür den möglichen Märtyrertod vorzieht.
Bonn-Kessenich: Hier produziert der Süßwarenhersteller Haribo Gummibärchen und Lakritze, hier wuchsen die Choukas in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Sie besuchten einen katholischen Kindergarten, die katholische Grundschule und das Gymnasium, spielten leidenschaftlich gern Fuß- und Basketball bei Fortuna Bonn und Blau-Weiß Oedekoven. „Die waren eigentlich immer gut drauf, hatten immer einen lockeren Spruch drauf“, erzählt ein ehemaliger Klassenkamerad von Yassin. Keine Spur von hetzerischen Tiraden – im Gegenteil, beide tranken auch mal ein Bier, trugen modische Klamotten. Als Yassin 2004 sein Abitur absolvierte, wählte ihn die Jahrgangsstufe zum Top-Kandidaten für den Titel „Superstar“. Danach begann er ein Studium der Elektrotechnik in Koblenz.
Sein älterer Bruder Mounir geriet als Jugendlicher mit der Polizei aneinander, weil er des Öfteren beim Schwarzfahren erwischt worden war. Einmal ermittelte die Bonner Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen eines Drogendelikts. Das Verfahren wurde eingestellt.
Ein Leben im Gleichschritt. Beide leisteten ihren Grundwehrdienst als Sanitäter ab. 2003 begann der Ältere eine Lehre als Fachangestellter für Bürokommunikation in der Bonner Nebenstelle des Bundesamts für Statistik.
Im zweiten Lehrjahr veränderte sich der junge Mann zunehmend. Mounir Chouka ließ sich einen Bart wachsen, trug plötzlich eine Häkelmütze und erschien in einem Gewand im Büro, das nur strenggläubige Muslime tragen. Er wurde ernster, verschlossener, mutierte zum Einzelgänger, studierte im Koran, betete fünfmal am Tag. Der Wandel hing offenbar mit der Pilgerreise nach Mekka zusammen, die Chouka wohl 2005 absolvierte. „Er war plötzlich wie ausgewechselt“, erzählt ein ehemaliger Kollege. Der junge Frömmler besuchte nun häufig eine Moschee im rechtsrheinischen Bonn-Beuel, die bei den Verfassungsschützern als Radikalentreff bekannt ist. In deutschen Islamseminaren verinnerlichten Mounir und Yassin die Worte salafistischer Prediger, einer erzkonservativen Strömung des Islam, die alles Weltliche ablehnt.
Freiwillig nahm Azubi Mounir in der Berufsschule am evangelischen Religionsunterricht des Pfarrers Gerd Ka-minski teil. „Mounir war intelligent und sehr beredt. Er konnte trefflich argumentieren“, erinnert sich der Geistliche. Im Abschlussjahr 2006 zeigte Kaminiski den mit dem Oscar gekrönten Hollywood-Film „American Beauty“. Im Anschluss an die Diskussion über den Streifen bat Chouka den Lehrer, in den kommenden zwei Unterrichtsstunden einen Vortrag über den Islam halten zu dürfen. „Bei seinem Referat ließ er mit sanfter Arroganz durchblicken, dass er die vermeintlich bessere Religion lebte“, erzählt der Pfarrer. Selbst hitzige Debatten mit Klassenkameradinnen über die angeblich „notwendige Unterordnung der Frau“ habe er in einer geradezu aufreizenden Ruhe geführt. „Er wirkte dabei sehr überzeugend“, sagt Kaminski. Am Ende des Kurses verabschiedete sich Chouka von seinem Lehrer. Er werde nun abreisen, um besser Arabisch zu lernen und den Koran zu verstehen. Tatsächlich aber soll er sich im Jemen einer Gruppe von Kämpfern angeschlossen haben.
Nach seiner Rückkehr soll es zu heftigen Konflikten mit dem Vater gekommen sein. Nach Verfassungsschutz-erkenntnissen habe dieser Mounir daraufhin verstoßen. Der Sohn zog in ein Apartment, heiratete und setzte sich 2008 endgültig mit seiner Frau Nele in die afghanisch-pakistanische Grenzregion ab. Aus Solidarität mit seinem Bruder folgt Yassin ihm wohl ins Terrorlager. Anfang Dezember sollen die „Gotteskrieger“ Ermittlern zufolge an einem Angriff auf einen Nachschubtransport für die Nato-Truppen im pakistanischen Peschawar beteiligt gewesen sein. Hundert Lastwagen gingen in Flammen auf.
Es wird nicht die letzte Attacke gewesen sein: Im Video vom Karfreitag kündigt Yassin Chouka alias Abu Ibraheem an: „Nicht nur zum Töten bin ich nach Afghanistan gekommen, sondern auch um getötet zu werden.“ ' TERROR: Plötzlich wie ausgewechselt. Sie galten als die netten Jungs von nebenan, nun rufen die Brüder Yassin und Mounir Chouka aus dem Rheinland zum Heiligen Krieg auf. Aus FOCUS Nr. 17 (2009) // Wie meint Geert Wilders? Einwanderung aus islamischen Ländern beenden.

- "Ohne Vorbild kein Aufbruch", hieß die Überschrift eines größeren Artikels in der ZEIT v. 26.3.1993 zum "Zustand unserer Gesellschaft". Tja. Unter dem Bild der Leserbriefe dazu am 2.4.93 stand die Frage: "hilft Zucht und Ordnung?". Die Biographie des Wolfgang Neuss (Todestag gestern) gibt eine Antwort.

Dienstag, 5. Mai 2009

Europa und die Brüsselkraten




Strizz, Reiche, FAZ

Lech Walesa und Declan Ganley in Rom, LIBERTAS-Konferenz

5-10° ! Da hat die Klimaerwärmung wieder zugeschlagen. Dazu Dauerregen - heiteres Licht, wo bist Du?

- Europa und die Brüsselkraten: 'Over a thousand citizens from across Europe, representing the 27 member states of the European Union, gathered today in Rome for the first convention of brand new pan-European movement Libertas.
Supporters and candidates alike were treated to a special appearance from legendary political figure Lech Walesa: the electrician from Gdansk who spearheaded the people’s campaign in Poland which delivered a mortal blow to the Soviet Union.
He spoke just before lunch in front of a packed room of fellow supporters at the Auditorium Parca Della Musica. Many more were able to view his speech online at www.libertas.eu
Walesa said, “Declan Ganley and Libertas have the potential to change Europe for the better. This European Project has all the ingredients to become a historic force for good in the world, and grow into so much more than it is today, but for the to happen, we need to heed the Libertas message and put the people back at the heart of the project.” '

- Krisenanalyse: "... In seiner Analyse der Großen Depression lenkt James den Blick jedoch zurück nach Europa, genauer nach Deutschland. Zwar werde der Börsenkrach von 1929 zu Recht als amerikanisches Ereignis wahrgenommen. Aber dessen unmittelbare Folge sei zunächst nur eine Abschwächung der Wirtschaft gewesen. Zur Großen Depression, so James' provokante These, sei es erst gekommen, als sich die europäische Misere nach dem Kollaps europäischer Großbanken auf die Vereinigten Staaten ausgeweitet habe. Zwischen den - erfolglosen - Bemühungen der Regierung Heinrich Brüning zur Bewältigung der Bankenkrise 1931 und den Anstrengungen der Regierung Obama sieht der Wirtschaftshistoriker "frappierende" Parallelen. Es sei "faszinierend", wie die Krisensitzung im Sommer 1931, auf der die Regierung Brüning vergeblich die Pleite deutscher Banken abzuwenden versuchte, den Ereignissen im vergangenen September gleiche, als die amerikanische Regierung damit gescheitert sei, andere amerikanische Banken für die Rettung der Investmentbank Lehman Brothers zu gewinnen.
Wie damals, als die Existenz deutscher Kreditinstitute auf dem Spiel stand, habe man in der Lehman-Krise nicht den fatalen Dominoeffekt vorhergesehen, den der Zusammenbruch der Investmentbank haben würde. Von dem Tag an, da Lehmans Untergang besiegelt war, so Harold James, sei seine Antwort auf die Frage, ob es nochmals passieren könne, ein Ja gewesen. KATJA GELINSKY " Text: F.A.Z., 05.05.2009, Nr. 103 / Seite 33
// Der Lehman-Dominoeffekt ist ja nicht unwidersprochen, die Zinsreaktionen erfolgten nicht am gleichen Tag, sondern ganze ( ! ) zwei Tage später, als Paulson vor die Presse trat. Harold James hat vielleicht nur die Brille nicht aufgehabt, als er die Kurven betrachtete.- Ich vermute, daß wir auch noch in zehn Jahren über dieses Thema diskutieren werden, allerdings dann schon im Windschatten der nächsten Krise. Summers und Bernanke haben natürlich recht, daß es einen großen Unterschied macht, ob die Zentralbanken Geld einsammeln oder in die Märkte geben, dazu kommen aber noch viele andere Details, die damals völlig anders aussahen - die große Kriegskatastrophe etwa war noch nicht bewältigt. Der Masse der Menschen ging es nicht halb so gut wie einem Hartz-IV-Empfänger heute. Und die Marktwirtschaft war noch gefesselt durch Kartelldenken (s. Th. Eschenburgs Autobiographie), sie hatte nicht die ungeheure Produktivität der heutigen Wettbewerbswirtschaft, die erst über eine Vermögenspreisinflation mit staatlicher zügelloser Geldversorgung die großen Buchgeldverluste der jetzigen Krise ermöglicht hat. Wenn 1930 das Wirtschaftswachstum um 6% zurückging, dann gab es Hungereffekte. 6% heute bewirken, daß das dritte Frühstück kleiner ausfällt und die Urlaubsreise nur nach Mallorca geht. Das müßte der professorale Wichtigtuer Harold James eigentlich wissen.

- Merkelmüntes Mist mit Steuergeld : "Neuzulassungen weiter gestiegen. Abwrackprämie drückt Autopreis.
Der deutsche Automarkt hat im April kräftig angezogen. Mit fast 380.000 Neuzulassungen wurde der Wert des Vorjahresmonats um 19,4 Prozent übertroffen. Die deutschen Hersteller leiden trotzdem: Denn die Preise fallen und die Käufer wollen vor allem Kleinwagen aus Japan." FAZ

- Friedrich II.: "Zukunft braucht Herkunft." Keine falschen Lobgesänge.
Diesem Zitat Marquardts, das Leser Otto-Erhardt Schultz in seinem Leserbrief zu Friedrich II. (F.A.Z., 05.05.2009) zitiert, mag man zustimmen. Auch seine Kritik an der allzu einseitigen Ausrichtung der Präsentation der Preußischen Schlösserstiftung zur Konzeption der Würdigung des dreihundertjährigen Geburtstags von Friedrich II. im Jahr 2012 ist verständlich. Aber er verfällt zu sehr in das Gegenteil. Friedrich ist kein Großer - dazu hat zu viele zweifelhafte Kriege geführt im Stile eines völlig verantwortungslosen und unklugen Hasardeurs. Das entsprach den Gewohnheiten der Zeit und verdient kein Lob. Mit den Jahren kam ihm aber der Verstand und er versuchte, sein schlimmes Abenteurertum durch Wiederaufbau des verwüsteten Landes und der Verwaltung sowie durch Hebung von Handel und Gewerbe ("Retablissement") vergessen zu machen. Das ist ihm gelungen, groß war es keinesfalls. Dazu hätte mindestens die Bauernbefreiung gehört, ein allgemeiner Rückbau seines Autokratismus, ein Vorgriff auf die Stein-Hardenbergischen Reformen vielleicht, ein Parlament und dergleichen mehr. Zu einer halbwegs akzeptablen Beherrschung des Deutschen hat er es nie gebracht, er verachtete die deutsche Sprache und Kultur und schrieb auch sein Testament noch auf Französisch. Immerhin machte er Preußen durch Reformen zu einem vergleichsweise modernen und wohl zum tolerantesten Gemeinwesen des damaligen Europa. Allerdings blieb er ein menschenverachtender Autokrat. Golo Mann zieht ein bedenkenswertes Friedrich II.-Fazit:
"Seine Legende hat uns nicht wohlgetan. Sie hat, zum ersten Mal, die Deutschen mit jener Haltung vertraut gemacht, welche von dem großen Mann große Taten erwartet, den Zauberer gewähren läßt und sich nicht um seine Mittel kümmert, solange er nur, wieder und wieder, Erfolg bringt.
Die Teilung Polens, auf die sich Friedrich in den siebziger Jahren einließ, war kein deutsches Ereignis mehr. Sie war eine kühne, schamlose Transaktion der osteuropäischen Politik, ein Raubgeschäft zwischen drei selbständigen Mächten. Übrigens gefiel sie der linken Intelligenz, dem Herrn von Voltaire, dem Grafen Mirabeau. Denn die polnischen Bauern hatten es unter ihren eigenen Herren schlecht genug gehabt und würden von dem aufgeklärten König von Preußen viel besser regiert werden. ..." (Golo Mann, Dt. Geschichte, 1958) So kam es auch: Im preußischen Teil des annektierten Polens (690 Quadrat-Meilen, Rußland 1700, Österreich 1500) wurden die Bauern befreit, Religionsfreiheit gewährt, die Schulpflicht eingeführt und die Lehrer mußten Polnisch lernen.- Friedrich bleibt eine gemischte Figur.

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