Montag, 10. August 2009

VON DER EXPERTISE DER EXPERTEN



Der blinde Seher Teiresias (links) mit Odysseus

VON DER EXPERTISE DER EXPERTEN:
- DIW/Zimmermann gibt keine Prognose ab. Fordert die anderen Institute auf, ebenfalls die Prognose einzustellen und nicht dauernd neue negative Einschätzungen abzugeben. FAZ 14.4.09

- Frühjahrsprognose der Institute (außer DIW): "Ökonomen erwarten noch Jahre im Jammertal.
Deutschland steckt in der schlimmsten Rezession seit der Großen Depression. Die Wirtschaftsleistung werde um 6 Prozent schrumpfen, schätzen die Wirtschaftsforschungsinstitute. ... FAZ 23.4.09

- "Konjunkturwende.
07. August 2009 Der ökonomische Weltuntergang ist abgesagt. Erleichtert nimmt die Industrie zur Kenntnis, wie sich der Auftragseingang erholt, wenngleich das Niveau nach wie vor deprimierend niedrig ist. Als es im Herbst und Winter rasant abwärtsging, sind viele Unternehmen zunächst in Schockstarre verfallen, haben fast nichts mehr bestellt und von Vorräten gelebt. ..." FAZ Plickert

- ' "Am Ende siegt der Herdentrieb" . Warum Gewinnprognosen so oft falsch sind. ruh. FRANKFURT, 7. August. Unternehmensgewinne sind für Aktienanleger ein wichtiger Anhaltspunkt für Kaufentscheidungen. Dass die Qualität der Prognosen mäßig ist ...' FAZ

- Sagte (mit dem Club of Rome) das Versiegen des Öls für das Jahr 2000 voraus: "23.04.09 Der Katastrophen-Prophet geißelt die Wirtschaft der Überkapazitäten.
In den siebziger Jahren habe ich angenommen, das physische Wachstum könne in langsamerem Tempo andauern", sagt Dennis Meadows. "Heute muss das ..." FAZ

Vorläufiges SCHLUSSWORT : " Der Verzicht auf eine kritische Theorie der Gesellschaft ist resignativ: man wagt das Ganze nicht mehr zu denken, weil man daran verzweifeln muß, es zu verändern" . HÖRSAAL-Held Adorno im "Positivismusstreit" zu Popper (Adorno, Positivismusstreit, Luchterhand 1969)
Will heißen: Die Hörsaal-Beamten mit der schmalsten Bildung und den einseitigsten Kenntnissen maßen sich an, "das Ganze" denken zu können! Um die Zukunft zu steuern!
Es bleibt bei dem Spottspruch: Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.

Sonntag, 9. August 2009

Vollbeschäftigung




Man beachte die Hagebutten - 16-22°C b

Willy de Ville (1953 - 6.8.2009) - no more Cadillac Walk

- Viele kleine (ganz kleine) Kröten sind unterwegs, auch sie, obwohl den Primaten wahrlich nicht verwandt, lösen das Kindchen-Schema aus, sogar die winzigen Spinnen, die auf dem Muttertier sitzen, es mögen an die fünfzig sein.

- Staatseinlagen bei den Banken waren seinerzeit ein gutes Geschäft für den Staat, sagt Sato:
"Wie Japans Banken die Krise abwendeten
Finanzaufseher Sato rät dem Westen, von Japan und den Erfahrungen des Landes mit der Krise in den neunziger Jahren zu lernen. / / pwe. TOKIO 18.6.09 FAZ "

- Vollbeschäftigung "Steinmeiers Rechenkünste
31 Millionen Äquivalente
Von Sven Astheimer. Steinmeier träumt von der Vollbeschäftigung
07. August 2009 In Wahlkampfzeiten sind einfache Botschaften gefragt. Gerade in Fernsehinterviews verbieten sich komplizierte Begriffe wie „Vollzeitäquivalente“ quasi von selbst. Also hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in dieser Woche lieber von den „Erwerbstätigen“ gesprochen, deren Zahl binnen eines Jahrzehnts von derzeit 31 Millionen auf mindestens 33 Millionen erhöht werden müsse, um Vollbeschäftigung zu schaffen. Doch die Zahl der Erwerbstätigen - also aller Selbständigen, Angestellten, Arbeiter und Beamten - pendelt seit Jahren um die Marke von 40 Millionen, wie das Statistische Bundesamt ausweist.
Auch der zweite gängige Indikator, die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, konnte nicht gemeint sein (F.A.Z. vom 5. August). Die Verwirrung ist seitdem nicht nur unter Lesern dieser Zeitung groß, woher die 31 Millionen stammen, mit denen der Außenminister nun auf Sommerreise durch das Land zieht.
4 Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2020
Die Auflösung lautet, dass es in Steinmeiers Deutschland-Plan nicht um konkrete Personen (Erwerbstätige), sondern um sogenannte Vollzeitäquivalente geht. Dabei handelt es sich um eine vor allem im Personal-Management verwendete Vergleichsgröße, mit der sich das geleistete Arbeitsvolumen in Vollzeitarbeitsplätze umrechnen lässt. Weil in Deutschland unter anderem die Teilzeitquote gerade unter Frauen relativ hoch ist und derzeit rund 1,4 Millionen in Kurzarbeit sind, fällt diese Vollzeitkräftebetrachtung mit derzeit rund 31 Millionen deutlich niedriger aus als die Zahl der Erwerbstätigen.
Nach Steinmeiers Rechnung muss das Potential von 4 Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2020 ausgeschöpft werden, um bei gleichzeitig angenommenen Arbeitsplatzverlusten im Saldo auf bis zu 34 Millionen Vollzeitstellen zu kommen. Die kommunikative Panne lag darin, beide Konzepte ohne Erklärung miteinander zu vermengen.
Hauptsache, die Person ist nicht arbeitslos gemeldet
Die Umrechnung ist für die eigentliche Frage nach der Vollbeschäftigung auch gar nicht nötig, wird diese doch anhand der Arbeitslosigkeit und damit wiederum nach Köpfen definiert. Derzeit gilt Vollbeschäftigung unter Ökonomen bei einer Arbeitslosenquote von bis zu 4 Prozent als erreicht. Dabei ist es egal, ob jemand als Selbständiger 60 Stunden in der Woche arbeitet, als Metallarbeiter 36 Stunden oder als Teilzeitkraft 20 Stunden - Hauptsache, die Person ist nicht arbeitslos gemeldet. Sogar Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen, die während der Dauer nicht gezählt werden, entlasten die Quote.
Um der Vollbeschäftigung näher zu kommen, muss in den kommenden Jahren zumindest rechnerisch auch nicht zwangsläufig mehr Beschäftigung aufgebaut werden. Denn bedingt durch die Alterung der Gesellschaft, schrumpft das Arbeitskräfteangebot (ohne Zuwanderung) zwischen den Jahren 2000 und 2040 um 16 Millionen. Die Trendwende setzte im vergangenen Jahr ein. Auch in diesem Jahr wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um mehr als 100.000 abnehmen.
Drängen weniger Leute auf den Arbeitsmarkt, kann die Erwerbslosigkeit also schon abgebaut werden, wenn die Zahl der Arbeitsplätze konstant bleibt. Diese Betrachtung setzt allerdings voraus, dass die Qualifikation der Arbeitslosen auch den Anforderungen der Arbeitgeber entspricht - was unter Fachleuten als eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre gilt.
- Derzeit sind 61.000 offene Stellen gemeldet für Ingenieure und Techniker.

Samstag, 8. August 2009

1989, Unter Primaten





Berggorilla

Bandenmörder Manson im 'Propheten-Look'

Der Reviergesang ist längst verstummt, jetzt fliegen auch die Birkensamen.

- US-Arblosigkeit gesunken von 9,5 auf 9,4%, €-Raum 9,4% (9,3), EU 8,9%, D 7,7%, NL 3,3%, AU 4,4% DK 6,2%, E 18,1% (Spanien hat mit 37% auch die höchste Jugendarbeitslosigkeit)FAZ 1.8.;
gute Nachrichten: HSBC, HR, Altana, Pfeiffer Vac, GS

- 1989: "Als Ungarn am 2. Mai mit dem Abbau des Eisernen Vorhangs begann, war das Tor zur Freiheit für tausende DDR-Bürger eröffnet. Wenige Monate später wurde der hermetisch abgeriegelte Stacheldrahtzaun auch an der Grenze Österreichs zur Tschechoslowakei abgerissen. Ende 1989 waren die kommunistischen Regime Geschichte, die Neuordnung Europas eingeleitet." 3sat 7.8. /// Welchen Beitrag haben die Schwadroneure Adorno, Altvater, Habermas etc. dazu geleistet?
- - Na, zum Beispiel solches Geblubber: " Nichts hat innerhalb der verdinglichten Gesellschaft eine Chance zu überleben, was nicht seinerseits verdinglicht wäre. Die konkret historische Allgemeinheit (sic!) des Monopolkapitalismus verlängert sich ins Monopol der Arbeit samt all seinen Implikationen." Adorno, Positivismusstreit, S. 13f., Luchterhand 1969

- Unter Primaten: "
- - Charles Manson
„In vierzig Jahren kein Tag ohne Trauer“
Bildergalerie Es war die Zeit von Love, Peace und LSD. Doch dann, in der Nacht zum 9. August 1969, tötete die „Manson Family“ in Hollywood die schwangere Schauspielerin Sharon Tate und vier ihrer Freunde.' FAZ 7.8.09
Bei diesem besonders prominenten Verbrechen zeigt im Hinblick auf den Haupttäter Manson nichts besonderes, er ist ein Psychotizist wie der Sektenführer Jim Jones u.ä. (Vgl. : Für Kriminalität aller Art spielt Psychotizismus eine bedeutende Rolle, siehe: H.J. Eysenck, 'Kriminalität und Persönlichkeit'. Psychotizismus ist eine von drei Persönlichkeitseigenschaften im P-E-N-Modell von Eysenck, neben Extraversion und Neurotizismus. Die Dimension beinhaltet abgeschwächte Merkmale der Schizophrenie bei gesunden Menschen. Nach Eysenck zu Psychotizismus gehörende Merkmale sind Aggressivität, Gefühlskälte, Egozentrik, Impulsivität, Kreativität und Antisozialität.) Auffällig erscheint aber die besonders große Brutalität der jungen Frauen Auge in Auge mit den Opfern: " Auf dem Rasen vor dem Haus fand die Polizei am nächsten Morgen die tote Abigail Folger. Unter ihrem Nachthemd hatte sie 28 Stichwunden. Ihr Freund Voyteck Frykowski lag mit 51 Messerstichen und zertrümmertem Schädel blutüberströmt neben ihr. Im Wohnzimmer lag Jay Sebring, der mit sieben Stichen und mehreren Pistolenschüssen getötet worden war. Angeblich traten die Mörder auf den Sterbenden ein, sein Gesicht war entstellt. Die Täter hatten den 35 Jahre alten Sebring und Sharon Tate mit einem Strick um den Hals aneinanandergebunden. Bei der Obduktion der hochschwangeren Schauspielerin wurden 16 Stichwunden festgestellt. Ihre Mörderin Susan Atkins sagte später aus, Tate habe sie angefleht, das Ungeborene am Leben zu lassen: „Ich habe ihr gesagt, dass ich kein Mitleid mit ihr habe.“ Danach habe sie zugestochen. Auf dem Weg nach draußen schrieb Atkins mit Tates Blut noch das Wort „Pig“ an die Tür. Im Kreis der „Manson Family“ sah sie sich dann die Fernsehberichte über ihre Greueltaten an." (FAZ) Was bei Macbeth als "normales" männliches Attribut erscheint, weil die Evolution gewaltbereite Männer bevorzugte aufgrund ihrer größeren Fähigkeit zum Familienschutz, so erscheint diese Brutalität bei Frauen, die evolutiv umgekehrt selektiert wurden, erstaunlich, man vergleiche mit Lady Macbeth, die zwar den Mord anstiftete, aber selbst dazu nicht in der Lage ist und späterhin von Shakespeare mit starken Gewissensbissen ausgestattet wird. Für die Tate-Mörderinnen, die sogar mit ihrer Tat prahlten, dürften also ebenfalls starke psychotizistische Züge anzunehmen sein, die auch den erstaunlichen, anhaltend starken Zugriff Mansons auf die Frauen erklären könnte.
Grell ins Auge fällt im Zusammenhang mit diesem Massaker, daß die "Helter-Skelter" Phantasien Mansons schauerlich dem zeitgleichen gräßlichen Machwerk Polanskis „Rosemaries Baby” korrespondieren.
Bis heute soll übrigens die Manson-Bande mit dem Verkauf von Bildern etc. ihres 'Prophetenführers' einen Umsatz von über 200.000$ machen.

- - ' Gorilla-Mann „Viatu“ tötet eigenes Baby im Frankfurter Zoo.
Derzeit ist "Viatu" mit einem Weibchen zusammen, die drei anderen werden separat gehalten
FAZ 07. August 2009 Rückschlag für die Gründung einer neuen Gorilla-Familie im Frankfurter Zoo: Der neue Chef der Gruppe, „Viatu“, hat sein eigenes Baby direkt nach der Geburt getötet. Wie der Zoo am Freitag berichtete, hatte Gorilla-Frau „Ruby“ am Mittwoch das gemeinsame Junge zur Welt gebracht. Die Geburt vormittags gegen 10.00 Uhr in der Gruppe der Gorillas sei zwar schnell bemerkt worden, aber die Pfleger hätten nichts mehr tun können, sagte Kurator Thomas Wilms. „Viatu“ hatte schon zugebissen und das Neugeborene getötet.
„Bei den freilebenden Gorilla-Gruppen kommt es vor, dass neue Haremschefs die Kinder ihrer Vorgänger töten. Dies gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire“, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch. „Warum Viatu nun seinen eigenen Sohn getötet hat, lässt sich nur damit erklären, dass er seinen Platz unter den Weibchen noch nicht gefunden hat.“ Er sei offensichtlich nicht in der Lage, sich gegenüber den vier weiblichen Tieren durchzusetzen. „Dies kann zu Überforderung und Stressreaktionen führen“, sagte Niekisch.'

- - 'Verstoßenes Bonobo-Baby. Geboren wurde er am 8. Oktober 2008 im Zoo von Twycross, der vor allem für seine Primatenzucht bekannt ist. Seine Mutter „Maringa“ verstieß den zotteligen Kerl kurz nach der Geburt.' FAZ 3.3.09

Freitag, 7. August 2009

1984, Jacquard, SudanHasso Plattner, Zuse




Jacquard - nicht gelehrt, sondern genial

Erste elektronische Post nach D 1984 an Rotert und Werner Zorn, der bis zu seinem Ruhestand am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam lehrte. ... Heute gibt er zu, dass er die Bedeutung der E-Mail für die gesamte Wirtschaft so nicht vorgesehen habe. ..." FAZ 4.8.

- Wer hätte die Ausbreitung der Email sonst vorausgesehen? Bill Gates konnte sich die Ausbreitung des Internets zehn Jahre später auch nicht vorstellen. Selawi. Der Mensch denkt, aber der Markt macht's.

- Ähnliches gilt für diesen Helden der Moderne:
Jacquard: 7. August 1834, Todestag des Erfinders Joseph-Marie Jacquard.
Angeblich wäre der Weber und Webstuhlbauer Joseph-Marie Jacquard um ein Haar Opfer der Lynchjustiz seiner Kollegen geworden: Die aufgebrachten Textilarbeiter wollten den Mann nach einer rüden Tracht Prügel schlicht in die Rhône werfen.
Mit Erfindern, deren Ideen Arbeitsplätze gefährden, war man schon zu Beginn des Industriezeitalters nicht zimperlich. Seine Lochkarten und die nach ihm benannte Mechanik vereinfachten zwar erheblich das Weben selbst komplizierter Muster. Sie sparten jedoch auch zwei Arbeitskräfte am Webstuhl, verkürzten die Produktionszeit und verbilligten so die Stoffe.
Zunächst sahen die Weber nicht, dass die Textilindustrie dadurch erst ihren Aufschwung nehmen konnte, Tausende von neuen Arbeitsplätzen schuf und nicht zuletzt ihre Arbeitsbedingungen deutlich verbessert wurden. Was Jacquards Hauptanliegen war. Dass seine Lochkarte als erster dauerhafter Träger von Informationen zum Vorläufer der digitalen Datenverarbeitung werden würde, hätte er sich wohl nicht träumen lassen." Zz, Sabine Mann

- Nicht nur, daß wir als Menschen begriffsstutzig sind und nicht in die Zukunft sehen können, das kommt auch noch dazu:
"Unglücklicherweise haben wir bei vielen der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens nicht viel Gelegenheit zum Üben. ... Je höher der Einsatz, desto weniger Übungsmöglichkeiten."
Nudge, Thaler/Sunstein, FAZ

- Gewisse Blödheiten ließen sich vielleicht vermeiden:
Sudan : "Zu den Hosen gibt's keine Suren"
Loubna Ahmed Al Hussein will in Sudan die Peitschenstrafe für "unzüchtig" gekleidete Frauen abschaffen. / / Von Thomas Scheen / / JOHANNESBURG, 5.8. ..." FAZ

- "Hasso-Plattner-Institut": Lob für den superreichen Hasso Plattner, Mitgründer SAP, Lob für seine Investitionen.- Vier Jungs bei IBM machen sich 1972 selbständig - 2009 sind es über 51.000 - wer hätte das vorhergesehen?

- Konrad Ernst Otto Zuse (1910 in Berlin-1995) war ein deutscher Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer (Zuse KG). Mit seiner Entwicklung des Z3 im Jahre 1941 baute er den ersten universellen Computer der Welt.- 2009 werden in Deutschland keine Computer mehr gebaut - aber Windräder - wer hätte das gedacht?

Donnerstag, 6. August 2009

Die Sonne macht's: Svensmark, Friedrich List, Arthur Koestler




Friedrich List

Sommer immer noch da, 15-27°C, 11. Zecke

- Die Sonne macht's : "A link between the Sun, cosmic rays, aerosols, and liquid-water clouds appears to exist on a global scale… 4 08 2009
Svensmark has a new paper and it is a doozy: Cosmic ray decreases affect atmospheric aerosols and clouds (full text PDF).
The major conclusion: “A link between the Sun, cosmic rays, aerosols, and liquid-water clouds appears to exist on a global scale…”
This paper confirms 13 years of discoveries that suggest a key role for cosmic rays in climate change. It links observable variations in the world’s cloudiness to laboratory experiments in Copenhagen showing how cosmic rays help generate atmospheric aerosols.
This is important, because it confirms the existence of a sun-earth atmospheric modulation mechanism for clouds and aerosols. It is seen in an event called a Forbush Decrease, which A Forbush decrease is a rapid decrease in the observed galactic cosmic raycoronal mass ejection (CME). It occurs due to the magnetic field of the plasma solar wind sweeping some of the galactic cosmic rays away from Earth. ..." http://wattsupwiththat.com/

- Ein guter Name: " Friedrich List (6. August 1789) .
Er war ein Mann mit vielen Talenten: Friedrich List gilt als einer der wegweisenden Theoretiker der modernen Volkswirtschaftslehre. Er entwarf zukunftsweisende Pläne für die Eisenbahn und er stritt für Demokratie und Freihandel.
Seine fortschrittliche Position zwang den gebürtigen Reutlinger zwischenzeitlich ins amerikanische Exil. Hier arbeitete er erfolgreich als Farmer, Redakteur und Unternehmer.
Nach der Rückkehr blieb seiner wissenschaftlichen Arbeit die Anerkennung verwehrt. " (Zz, Jörg Beuthner)
Seine Hauptkritik galt der zunehmenden Bürokratisierung. Die „Schreiberherrschaft“ sei eine „vom Volk ausgeschiedene, über das ganze Land ausgegossene und in den Ministerien konzentrierende Beamtenwelt, unbekannt mit den Bedürfnissen des Volkes und den Verhältnissen des bürgerlichen Lebens, … jeder Einwirkung des Bürgers, gleich als wäre sie staatsgefährlich, entgegenkämpfend.' (Wiki.) /// In Leipzig, wo er eine Zeitlang lebte und die 'Enzyklopädie der Staatswissenschaften' initiierte, erinnert das große LIST-HAUS an ihn.
Der Haßdenker Marx lebte noch bis 1882.

- Adorno: " ... wird aber deshalb nicht verleugnen dürfen, daß anders als durch Denken, und zwar durch unbeirrbares und insistentes Denken, so etwas wie die Bestimmung dessen, was zu tun richtig sei, richtige Praxis überhaupt, nicht vollziehbar ist. ..." Adorno, Erziehung zur Mündigkeit , 1970, S. 137; (zum 40. Todestag von Theodor W. Adorno)
Hat der Herr da an die vielen gedacht, für die Arthur Koestler in vorderster Reihe genannt werden kann? Wohin hat Kostler sein "unbeirrbares und insistentes Denken" geführt? Zunächst in den Stalinismus. Den er, wie Orwell, nur knapp überlebte. Vielleicht hat ihn nur Francos Gefängnis vor der Säuberung von 'trotzkistischen Elementen' durch orthodoxe Apparatschiks gerettet. Danach bereitete er seine nächsten Irrtümer vor:
" So kompromisslos wie Arthur Koestler lebte, so radikal inszenierte er sein Ende. ...
Christian Buckard stellt seine solide, auf unveröffentlichten Dokumenten basierende und gut geschriebene Biografie unter den Titel «Geschichte eines Extremisten im Jahrhundert der Extreme». Der ungarisch-jüdische Journalist und Schriftsteller Arthur Koestler, geboren 1903, durchlebte die Extreme und Ideologien des 20. Jahrhunderts. In den zwanziger Jahren prügelte er sich als Wiener Student mit Antisemiten und lebte als Kibbuznik in Palästina. In den Dreissigern pilgerte er durch Stalins Sowjetunion, sass als kommunistischer Spion in Francos Todeszelle und wurde von der Gestapo gejagt. Koestler engagierte sich im israelischen Unabhängigkeitskrieg, gegen die Todesstrafe und für den ungarischen Volksaufstand 1956.
Der ruhelose, konfliktfreudige Geist bestrich mit seinen journalistischen Arbeiten ein immenses Themenfeld. Parapsychologie, Quantenphysik, indisches Yoga, Philosophie, Psychologie, Geschichte, Literatur - «kaum ein Thema schien vor ihm sicher», schreibt Buckard. Selbst seine Irrtümer und Fehleinschätzungen seien interessanter und fruchtbarer gewesen als manch richtige Einsichten prominenter Zeitgenossen. Dazu gehört etwa Koestlers unkritische Haltung gegenüber der Eugenik und der Rassenlehre, die in den 1930er Jahren nicht nur von Nazis, sondern auch von linken Sozialreformern vertreten wurde.
Den Sprung in die erste Reihe europäischer Schriftsteller gelang Koestler mit dem autobiografischen Report «Ein spanisches Testament» (1938), der über seine Erlebnisse in Francos Todeszelle berichtete. Weltberühmt wurde er mit dem Roman «Sonnenfinsternis» (1940), mit dem er brillant den Sowjet-Mythos sezierte, dem er wie viele Fellowtravellers um Willi Münzenberg während einiger Jahre erlegen war. Es war die erste Stalinismus-Kritik von innen, lange vor dem Tauwetter. Und mit dem 1943 erschienenen Roman «Ein Mann springt in die Tiefe» machte Koestler als erster namhafter Autor auf die planmässige Vernichtung europäischer Juden aufmerksam.
Am intensivsten beschäftigte den engagierten Zionisten der jahrzehntelange Kampf um die Gründung des jüdischen Staates. Seit den 1930er Jahren mischte er sich publizistisch in die Debatte um binationaler Staat versus Zweistaatlichkeit; er attackierte den arabischen Terrorismus, während er zeitweilig mit dem jüdischen liebäugelte. Schliesslich glaubte er nicht mehr an eine jüdische-palästinensische Koexistenz, was seinen frühen Werken bis heute eine beklemmende Aktualität verleiht. Koestler, der zu radikalen Lösungen neigte, verstörte mit seiner unbezähmbaren Streitlust und seiner undiplomatischen Direktheit immer wieder politische Weggefährten und verkrachte sich mit seinen besten Freunden. Eine Ausnahme bildete die lebenslange Freundschaft mit dem ihm seelenverwandten Schriftsteller Manès Sperber und - mindestens teilweise - die langjährige Beziehung zu Teddy Kollek, dem späteren Bürgermeister von Jerusalem. Sonst aber verführte ihn sein unbeherrschtes Temperament und - wie der Biograf kritisch bemerkt - ein geradezu «kindisch anmutendes Bedürfnis» dazu, Lektionen zu Themen zu erteilen, von denen er weniger als die Adressaten verstand. ..." 13.2.2005, NZZ / Christian Buckard: Arthur Koestler. Ein extremes Leben 1905-1983. Verlag C. H. Beck, München 2004. 416 S.
/// "Richtige Praxis"! O Adorno! Was für ein Unsinn, schon das Wort "Praxis"! THEORIE und PRAXIS. Diese zwei. Die richtige Theorie führt zur richtigen Praxis. O je. Einfach lächerlich, wenn es um menschliches Leben geht, individuelles Leben. Wahrlich, selten wurde in Frankfurt größerer Blödsinn gedacht. Ja, vielleicht Habermas noch ... und ...