Samstag, 11. Dezember 2010

Das Köpfchen?





Hatte es in Auge und Fingern, weniger im protestantischen Kopf: Adam Elsheimer (1578 in Frankfurt - 1610 in Rom)

Philemon und Baucis - wohl in Italien, aber in Sachsenhausen sah es um 1600 nicht anders aus



Wilhelm Busch
Oben und Unten

Daß der Kopf die Welt beherrsche,
Wär zu wünschen und zu loben.
Längst vor Gründen wär die närr'sche
Gaukelei in Nichts zerstoben.


Aber wurzelhaft natürlich
Herrscht der Magen nebst Genossen,
Und so treibt, was unwillkürlich,
Täglich tausend neue Sprossen.


Ergänzung Wolf Doleys:


Nein, der Kopf nicht,
Dem ist wirklich nicht zu trauen,
Geht ihm gerne zu bombastisch.
Noch am ehesten vielleicht
Ist auf Tradition zu bauen.

Freitag, 10. Dezember 2010

Wer schützt die Vulkane?







Cancun-Karneval: Wo erfunden und behauptet wird, kann das Gummiwort 'Gerechtigkeit' nicht weit sein. Und Kinder lassen sich immer mißbrauchen.
Bild von Roy Spencer, der in Cancun weilt (drroyspencer.com/).
Mit seinem Satelliten-Meßprogramm (Universität von Alabama Huntsville, UAH) stellte er die Temperaturmessung auf eine gültigere Grundlage ohne Wärmeinselverstädterungseffekt.
Die Daten dieses Programms sind Ende 2009 wieder dort angelangt, wo sie 1979 begannen.






- Kälte in Köln, Klima-Klamauk in Cancun.
Man könnte darüber lachen, daß eine Hypothese, die inzwischen zur Grille wurde, weil sie fast nur noch Schwachpunkte besitzt (s. den Blog des Meteorologen Anthony Watts u.a.), zur gigantischen Geldmaschine wurde.
Leider bezahlen die Herren Gore, Pachauri, Schellnhuber, Röttgen ihre Phantasmagorien nicht selbst, sie lassen die Steuerbürger bezahlen und leben luxuriös davon.
Deswegen ist das Stück keine Komödie, sondern eine groteske Farce.

- In England deutet sich bis dato der kälteste Dezember seit 100 Jahren an - und das gilt auch für Cancun!

- Nur zwei Vulkanausbrüche 2010 - ein Zeichen des Klimawandels? Atmen zu viele Menschen zu viel CO2 aus, das die Vulkane in ihrem natürlichen Verhalten hemmt?

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Kältester Dezember seit 100 Jahren (bis jetzt)






Zauberhaft anstrengend




- 2008 hatte der britische Wetterdienst im Herbst einen milden Winter vorhergesagt - Großbritannien versank dann in Schnee und Kälte.
Da ein Supercomputer sich nicht verrechnen kann, sondern sich nur die Wirklichkeit blamieren (Hegel!), blieben die britischen Wetterleute bei ihrem Computerunsinn und sagten im Oktober 2010 wieder einen milderen Winter voraus.
Gestern nun setzte die Regierung die Armee ein, um dem bisher kältesten Dezember seit hundert Jahren zu begegnen:

"Army Called In As Britain Faces Coldest December for 100 years.
The Met Office, using data generated by a £33million supercomputer, claims Britain can stop worrying about a big freeze this year because we could be in for a milder winter than in past years. --Daily Express, 28 October 2010
(Dr Benny Peiser http://www.thegwpf.org)

Da kann man dem britischen Wetterdienst nur raten, weiter bei dieser Prognose zu bleiben: irgendwann wird sie mal stimmen.


- Mit den Händen denken:
" We do not know yet whether gesturing facilitates the development of fluid intelligence or whether it is a by-product. But we do know that children who are asked to gesture in certain ways while learning new tasks learn better than children who are asked not to gesture. Considering that gesturing benefits children while learning, it is possible that gesturing plays a role in the development of fluid intelligence, perhaps by simulating action. If this proves to be true, children might be able to literally give themselves a hand in their own development by gesturing more."
Thinking with your hands: A link between gesturing and intelligence. Uta Sassenberg - Humboldt-Universität zu Berlin (atomiumculture.eu/node/303)

'Learning by doing' ist nichts Neues. Praxis statt schulischem Kataloglernen sollte entsprechend früh eingesetzt werden durch Verkürzung der Zwangsschulzeit auf etwa fünf Jahre. Problematische Schulkarrieren können dadurch vermindert werden. In einer Lehre können theoretisch unbegabte Schüler wesentlich mehr und sehr viel einfacher lernen als in einer Sitzbank ohne Bewegung und ohne praktische Aufgabenstellung.
Reine Jungenschulen könnten zudem die herrschenden Mädchenlernmethoden schon ab der ersten Grundschulklasse zur Hälfte durch praktische Methoden ersetzen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

In Nürnberg und anderswo







Etwa 25 cm liegen inzwischen - ungemütlich für den Verkehr




Die Zeiten sind noch nicht so lange vergangen, in denen die meisten Menschen selten aus ihrem Dorf oder ihrer Stadt herauskamen. Begann der Winter, galt das um so mehr. Auch Reisende wurden rar. Fiel Schnee, kam alles zum Erliegen. Bei strengem Frost schrumpfte der Bewegungsspielraum noch weiter ein und man betete, daß die Vorräte bis zum Frühjahr reichten. In kleinen Weilern, gar in Einzelgehöften im Gebirge blieben die Bauern lange Monate auf sich allein gestellt.
In den Häusern war es kalt, noch kälter aber waren die Aborte hinter dem Haus. Den Gang dahin in der Kälte scheute mancher Stadtbewohner in mehrgeschossigen Häusern, so daß der Magistrat entsprechende Vorschriften und Strafen beschloß, die Passanten auf der Straße schützen, aber auch der Stadtreinlichkeit allgemein dienen sollten. Die Durchsetzung bereitete Schwierigkeiten, so wurde Albrecht Dürer in Nürnberg wegen Zuwiderhandlung verwarnt.
Dürer starb 1528, da war Nürnberg bereits lutherisch evangelisch. Der bürgerliche Geist der freien Reichsstadt war Handel, Gewerbe, Kunst und Reformation zugeneigt; insofern paßte es auch, daß zwischen den beiden evangelischen Städten Nürnberg und Fürth 1835 die erste deutsche Eisenbahn für den Personenverkehr fuhr.
Die Automobilisierung verband in der Folge viele deutsche und europäische Städte. Die Verbindungen wurden noch weit intensiver durch die Verwendung von Verbrennungsmotoren, Carl Benz und anderen sei Dank. Auch entlegene Orte im Hochgebirge sind nun durch das Auto erreichbar, und die Region Nürnberg leistet mit der Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (MAN) noch immer einen großen Kraftverkehrsbeitrag.
Der automobilistische Massenverkehr und der Einsatz von Verbrennungsmotoren in allen Größen und in allen Bereichen vom Garten bis zum Schiffsdiesel haben das Leben in Europa in kurzer Zeit verändert und großen Wohlstand ermöglicht. Unter Ausstoß von CO2, wie bei der ausgeatmeten Luft.
Es mutet seltsam an, daß in diesen kalten Tagen des frühen Wintereinbruchs tausende Damen und Herren im karibisch-warmen Cancun dem europäischen und weltweiten Verkehr ans Leder wollen, Verbrennungsmotoren verteufeln und von Klimaerwärmung schwafeln. Auf Kosten der Steuerkassen.

- PS: So warm war es nicht in Cancun, wie Prof. Roy Spencer (UAH) meldet:
"Dr. Roy Spencer, who is in Cancun representing climate skepticism on behalf of CFACT writes on his blog:

Today’s my first full day in Cancun at COP-16, and as I emerged from my hotel room I was greeted by a brisk, dry, cool Canadian breeze.

It was 54 deg. F in Cancun this morning — a record low for the date. (BTW, Cancun is nowhere near Canada)." WUWT 8.12.10

Dienstag, 7. Dezember 2010

Fehlstunden





Sieht nett aus und macht viel Arbeit - Schnee und Frost




- Zu viele Fehlstunden, kein Schulabschluß, keine Berufsausbildung - einer von 1,5 Mio. junger Menschen in Deutschland. Benko heißt der arme Kerl, Migrationshintergrund, wie es so schön heißt, vom Balkan offenbar, aber schon etwas her. Er hätte wirklich eine ordentliche Schullaufbahn hinter sich bringen können.
Arm ist er allerdings nicht. Schon in der Schulzeit baute er Dachböden aus, statt den goldenen Schulweisheiten von Lehrbeamten zu lauschen, daher der Schulabbruch. Dachböden und das, was darunter ist, bewegten ihn weiter, statt schöner Lyrik und raffinierter Differentialrechnung.
Immobilien! So etwas Ungebildetes interessierte ihn, und er gründete eine Bauträgerfirma. Aus der die Signa-Holding wurde, die dieses Jahr die Konzernzentrale der Deutsche Börse AG kaufte. Der 33jährige ist also nicht arbeitslos oder steckt in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Glück gehabt, kann man da nur sagen! Ohne Schulabschluß.
Ein großes Talent offenbar. Bei den meisten fällt das Talent kleiner aus und weniger konzentriert.
Da muß die Schule nicht unbedingt einen schlechten Einfluß ausüben, aber sie lenkt von der Aufspürung des eigenen Talents leicht ab. Darauf kommt es aber entscheidend an. Und die Schule litt immer schon an der Überschätzung der eigenen Bedeutung, die sie gern als lebensfundierend ausgibt. Diesen Beamtenunsinn glauben viele Schüler, und leider auch viele Eltern und Nichtmehrschüler. Statt auf Talent zu setzen, vertrauen sie auf Schulstempel. Das ist abgeschmackter Schulaberglauben.

- Die SPD-Schulreformen haben in den letzten 40 Jahren die Kosten vervielfacht, die Vermittlung von Kenntnissen reduziert und viele Schulen zu Unterhaltungseinrichtungen und Faulheitspflanzstätten gemacht.
Bedeuten die heute verkündeten besseren Pisa-Ergebnisse deutscher Schüler, daß es jetzt vom Tiefpunkt langsam nach oben geht? Möge es so sein.