Sonntag, 13. Mai 2012
Muget ir schouwen waz dem meien Wunders ist beschert? Walter v.d.V.
Auch im kalten Mai blüht es schön.
(Mittags 12, nachts 2°C)
Übrigens macht es einen Unterschied, ob die Hunnen kommen oder die Römer.
Samstag, 12. Mai 2012
Blockflötentöne
Der Schneeball blüht, etwas später als letztes Jahr, macht aber jetzt seinem Namen alle Ehre.
Mittagstemperatur 10°C.
Ein Leserbrief, der sich als Wahlprüfstein zur Landtagswahl morgen in NRW verwenden läßt:
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2012.
" Totschlagargument Bildung
Zunächst danke für den Aufsatz "Die dunkle Seite der Kindheit" von Rainer Böhm (F.A.Z. vom 4. April). Er hat mich, berufstätige Mutter zweier Kinder, die beide mit einem Jahr in die Kita gekommen sind, daran erinnert, wie grausam diese Kitazeit, gerade in den Anfängen, auch war. Rational musste sein, wogegen sich das Gefühl mit allen Mitteln sträubte. Und so waren es oft nicht nur die Kinder, die beim Abschied Tränen ließen. Draußen vor der Tür rangen häufig auch Mütter um ihre Fassung.
Natürlich haben die Kinder Stress in Kita-Gruppen, und die Mütter wissen das auch. Es mag den Lesern Kipp und Dr. Müller nicht opportun erscheinen, dies auch laut zu sagen, weil "das erheblichen Druck macht" (F.A.Z. vom 30. April). Aber sollen wir diesen Stress der Kinder deshalb ignorieren? Wir müssen ergebnisoffen darüber reden, was Kinder brauchen. Worte wie Wärme, Zuneigung und Ruhe gehören viel öfter in die Diskussion als das Totschlagargument Bildung.
Ich wünschte mir von der Gesellschaft einen liebevolleren Blick auf die Bedürfnisse der Kleinsten, die behütet werden müssen. Das ist unsere erste Aufgabe. Dem unterzuordnen sind alle Modelle der Betreuung.
KATJA LEISTENSCHNEIDER, BOCHUM
Dazu die Anmerkung:
Das “ Totschlagargument Bildung” ist gar kein Argument, sondern eine Phrase einschlägiger Ideologen wie Löhrmann, Kraft, Röttgen, Lindner etc. Sie haben das Bildungssystem schon enorm geschädigt durch drastische Absenkung des Niveaus. Sie wollen die letzten Reste des bewährten dreigliedrigen Schulsystems zerstören, obwohl nur dieses Dreiersystem in den Inhalten und den Unterrichtsformen den verschiedenen Begabungstypen annähernd gerecht wird. Es geht den Düsseldorfer Kita-Blockparteien u.a. um möglichst frühen politischen Einfluß auf die Kinder ohne Rücksicht auf kindliche Grundbedürfnisse. Hannelore Kraft streift dabei totalitären Geist, wenn sie fordert, alle Kinder müßten ab einem Jahr in die Kita.
Freitag, 11. Mai 2012
Gut, teuer, begehrt
Ist die Euro-Aufwertung bei einem Nord-Euro so schlimm für die deutschen Export-Unternehmen? Das Kieler Weltwirtschaftsinstitut und die Berater und Prüfer PWC behaupten das in einer gemeinsamen Studie. Zunächst muß man schon einmal dagegenhalten, daß ein aufgewerteter Euro die Binnenkaufkraft erhöht und die Inflation dämpft. Das ist ein riesiger Zukunftsvorteil. Die Rente wäre dann wirklich sicherer. Aber könnten sich die Unternehmen nicht darauf einstellen, teurer im Ausland anzubieten? Sie mußten das in der DM-Vergangenheit auch tun. Sie haben das geschafft. Die Politik könnte sie natürlich darin unterstützen durch preiswerte Kernenergie, durch Bürokratieabbau, durch völligen Verzicht auf Mindestlöhne, durchgreifende Arbeitsmarktreformen, eine Rückkehr zu einem leistungsfähigen dreigliedrigen Schulsystem, Verkürzung der Schulzeiten, Aufwertung der Berufsschulen, Abschaffung der leistungszerstörenden Gesamtschulen, Steuersenkungen, Sparsamkeit etc. Da gäbe es viel zu tun. Viel Gutes.
Zum anderen sorgen sich die Kieler mit ihrem Präsidenten Straubhaar an der Spitze um das Vermögen der Europäer, gegenüber den großen Wirtschaftsräumen USA und China bestehen zu können. Was sollen denn da Länder wie Singapur, Israel und die Schweiz sagen? Die können anmerken, daß sie tüchtig und flexibel sind und darauf verweisen, daß ein großes Beamtensystem wie das Brüsseler nicht einmal die hemmungslose Verschuldungspolitik ihrer Mitgliedsländer kontrollieren kann, von denen einige es darauf anlegen, sich als Trittbrettfahrer in die Zukunft zumogeln. Man sollte sich an das große osmanische Reich erinnern, das halb Europa, den ganzen Kaukasus und Nahen Osten sowie Nordafrika erobert hatte und aufgrund fehlender Tüchtigkeit alles wieder verlor. Die Logik der Größe ist veraltet, mehr denn je kommt es auf wendiges und intelligentes Verhalten an. Die Zeichen stehen günstig für effizient steuerbare kleinere Einheiten. Deswegen stehen Winzlinge wie die Schweiz und Israel wissenschaftlich und wirtschaftlich weltweit an der Spitze. Das auf der Europakarte kaum auffindbare Liechtenstein weist die global größte Industriedichte auf. Mehr erfolgreiche Unternehmen pro Quadratkilometer trotz des sehr starken Frankens (!!) gibt es nirgendwo!
Der Schweizer Straubhaar dürfte das wissen. Und könnte ihm nicht auch der Schweizer Schwur einfallen:
| Ein HILTI-Bohrhammer bei der Arbeit |
“Wir wollen frei sein, wie die Väter waren” (Schiller, Tell)
Freiheit ist doch nicht das geringste Gut. Sie wird vom Brüsseler Wasserkopf bedroht. Und hat nicht Freiheit etwas mit unternehmerischer Freiheit zu tun, die die Liechtensteiner, die Schweizer Unternehmer, die israelischen und die amerikanischen so gut aussehen läßt?
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Donnerstag, 10. Mai 2012
Sauber, sauber!
1. Was heißt und zu welchem Ende betreibt man Grundlagenforschung?
2. Die Deutsche Universität. Vielfalt der Formen, Einfalt der Reformen
3. Mozart - oder unser Unvermögen, das Genie zu begreifen
4. Phasensprünge
5. Homunculus im Zeitalter der Biotechnologie
6. Wachstumsspirale und Mangelschraube
Eigen bekam 1967 den Chemie-Nobelpreis für die Erkundung sehr schneller chemischer Reaktionen.
Im ersten Essay macht Eigen sich Sorgen um die Grundlagenforschung, die er durch politischen Evaluierungsdruck bedroht sieht. In den angeführten Beispielen aus der Forschung, auch der eigenen, stellt er den Zufall heraus:
“Das Wissen fällt uns zu, wenn wir forschen, und manchmal ist es in der Tat nichts als der Zufall, der uns dieses Wissen beschert.”
Das Forschen selber speise sich aus der Neugier:
“Wir betreiben Grundlagenforschung, weil wir wissen wollen, nicht, weil wir etwas Bestimmtes wissen wollen.” (S. 29)
So ist das wohl. Aber nicht jeder findet etwas in der Goldmine. A. Merkel promovierte jahrelang herum und wurde dann Politikerin. Eigen zitiert Carl Cori: “ Luck does not exist because it is always the same people, who are lucky.”
Solche Leute werden dann, wie Manfred Eigen, Günter Wilcke (Kohleforschung) oder Peter Neumann (Eisenforschung), Chef eines Max-Planck-Instituts. Ihre herausragende Begabung sollen sie dort ganz der Forschung widmen, ohne durch die Lehre an einer Universität belastet zu sein.
Wilhelm II. hat diese reinen Forschungsinstitute begründet, damals hießen sie Kaiser-Wilhelm-Institute; sie konnten zahlreiche Forschungserfolge erarbeiten. Der Grundgedanke war die Beauftragung eines großen Talents mit der Institutsgründung, das dann seine Mitarbeiter frei rekrutieren konnte. Schied der Betreffende aus, so wurde das Institut geschlossen, es sei denn, ein kongenialer Mitarbeiter kam als neuer Chef in Frage. Dies ist heute die Regel, weil die Anerkennung einer persönlichen Exzellenz der Politik nicht mehr mundet. Einen Einstein brauche es heute nicht mehr, berichtet Eigen die Anmerkung eines Wissenschaftsverwaltungsbeamten im Troß eines Wissenschaftsministers, da mache man einfach ein Brainstorming.
Wenn die Brains fehlten, versetzte Eigen, werde es wohl nicht viel stürmen.
Aber immer wieder beschert die Grundlagenforschung auf dem Wege des gelenkten Zufalls auch goldene Anwendungen, beispielweise das Subtilisin, das in der Waschmittelindustrie tonnenweise reinigend wirkt. (S. 20) Sauber, sauber!
Dürfen es ein paar mehr Damen sein, Herr M.?
Der geborene Syrer und Göttinger Hochschullehrer Bassam Tibi analysiert den politischen Islam
"Der Islam - Die Religion der vollkommenen Ergebung" überschreibt Gustav Mensching das dem Islam gewidmete Kapitel in seinem Buch DIE RELIGION, Erscheinungsformen, Strukturtypen, Lebensgesetze, 1966 (damals Lehrstuhl für vergleichende Religionswissenschaft in Bonn). Und weiter: "Der Sondergeist des Islam läßt sich am besten von seiner Gotteserfahrung aus verstehen. Allah wird erlebt und vorgestellt als undeterminierter Wille."
Es hat sich in der Geschichte herausgestellt, daß eine solche Gottesvorstellung offenbar mit der Erstarrung alles Geisteslebens zu tun hat, wie auch das Vorbild einer solchen Gottesvorstellung in der totalen Macht des Kalifen bzw. Propheten wurzelt, die ihrerseits individuelle Freiheit nicht duldet. Mohammed hat den gewalttätigen Gott des Moses kopiert, wie er auch sonst sehr viel aus den Büchern Moses übernommen hat, aber ohne den selbstbewußten Gottesbundgedanken, und er hat ihn verschnitten mit dem unberechenbaren, totalitären orientalischen Stammesführer.
Bezeichnend ist auch der hemmungslose Bereicherungsgedanke:
" Dir, o Prophet,erlauben wir alle Frauen, die du durch eine Morgengabe erkauft hast, und ebenso deine Sklavinnen, welche dir Allah (aus Kriegsbeuten) geschenkt hat, und die Töchter deiner Oheime und Muhmen, von Vater- und Mutterseite, die mit dir aus Mekka geflüchtet sind, und jede gläubige Frau, die sich dem Propheten überlassen und die derselbe heiraten will. "
(Koran, 33/51, Ullmann/Winter)
Die unglaubliche Albernheit solcher Sätze, die als wortwörtliche Rede Allahs ausgegeben werden, wird nur übertroffen von ihrer dezivilisierenden Wirkung auf die Gesellschaft, wie sie überall in den islamischen Ländern anzutreffen ist.
- Mehr “Migranten” sollen in den Öffentlichen Dienst eingestellt werden, so SPDCDUGrüne. Gemeint sind aber nicht Franzosen, Polen oder Engländer, sondern Orientalen.
Da gibt es ja schon Erfolge.
Die Schwester der vor der kurdischen Familie geflohenen Arzu Özmen ist Detmolder Stadtangestellte konnte über das Amt die Adresse der Schwester ausfindig machen, die dann von ihren vier Geschwister entführt und mit parallel aufgesetzten Kopfschüssen ermordet wurde.
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