Dienstag, 7. August 2012

Von draus, vom Weltraum kommt sie her




Kosmische Strahlung und Temperaturverlauf im Rückblick - passen ganz gut zusammen und die Zeitreihe ist mit 500 Millionen Jahren nicht zu kurz und zu knapp gehalten und damit manipuliert.
Für den kurzen Zeitraum 1950-1990 ist ohnehin kaum eine Aussage zu treffen, in jedem Fall aber sind die oberirdischen Atomwaffenversuche mit ihrer Strahlung zu veranschlagen.

Diagramm:  Nir J. Shaviv (Uni Jerusalem), Jan Veizer (Universität Ottawa) / Wiki.      


Victor Franz Heß entdeckte vor 100 Jahren mit Ballonhöhenversuchen die Strahlung aus dem Weltraum. 


Henrik Svensmark (Solar System Physics am Danish National Space Institute) und Werner Weber (TU Dortmund) behaupten einen Temperatureinfluß durch die Weltraumstrahlung: je mehr kosmische Strahlung, desto kühler (wirkt über Aerosole und Wolkenbildung bei ruhiger Sonne).

Montag, 6. August 2012

Heureka!




Als ich einmal fast Deventerrekord schwamm - 1964 in Holland, SV Aegir gewann. Der Rekord wurde nicht anerkannt, weil der Zeitnehmer den Fotoapparat mit der Stoppuhr verwechselte.  





Auch in Olympia: Kampf gegen den Extremismus.

Wie? Nach der Gegenfeuermethode. Ein Feuer durch ein anderes Feuer ersticken. Extremer Leistungssport verlangt viel Zeit. Viel Trainingszeit. In dieser Zeit kann der Sport-Extremist nicht einem anderen Extremismus frönen. Training macht tendenziell auch blöde. Wenn man stundenlang seine Bahnen im Wasser zieht, zum Beispiel, wird das Gehirn auf Sparversorgung gesetzt. Das wiederum erhöht den Trainingsfleiß, denn bei klarem Verstand würde man aus dem Wasser steigen und sich einem sinnvollen Tun zuwenden. Hat man fleißig und stumpfsinnig trainiert, reicht es hinterher, müde, wie man ist, höchstens noch zum kleinen Einmaleins. Oder nur noch zum Fernsehen, Format Sportschau etwa.
Vor Wettkämpfen, gar Olympia, besteht der ganze Tag nur noch aus Sport. Etwas anderes geht gar nicht mehr hinein in den Kopf.
Bleibt nur die Frage zu beantworten, wie man die Extremisten, beispielsweise die der LINKEN im Bundestag, zum Extremsport bekommt. 
Hat da jemand eine gute Idee?   

Sonntag, 5. August 2012

Sonne, liebe Sonne





"Kalte" Sonne will heißen, sie stößt weniger heiße, gigantische Gaswolken aus, die die kosmische Strahlung auf der Erde reduzieren. Das bewirkt eine Abkühlung.



Mehr Sonnenaktivität (“Sonnenflecken”), weniger kosmische Strahlung und weniger Aerosole 




“Da die Zahl der von der kosmischen Strahlung gebildeten Aerosole um so größer sein müßte, je weniger aktiv die Sonne ist, wäre also zu vermuten, daß dann weniger Sonnenstrahlung bis zum Erdboden gelangt. Das wollte ich anhand der SAO-Daten überprüfen.  …  So geht in alle Klimamodelle ein, daß die Sonne während der Aktivitätszyklen in ihrer Strahlungsintensität nur um 0,1% schwankt. Auf der Erdoberfläche betragen die Schwankungen der Einstrahlung bei blauem Himmel aber ein Prozent. Es muß also einen weiteren atmosphärischen Verstärkermechanismus geben, der von der aktiven Sonne gesteuert wird. Einen Verstärker, der zusätzlich zu dem von Svensmark vorgeschlagenen Mechanismus besteht, der ja über die Variation der Wolkenbedeckung wirkt.  … produziert die kosmische Strahlung Ionen von Sauerstoffmolekülen, um die sich mehrere Schalen von Wassermolekülen lagern und so Aerosole bilden. … In solchen Häufungszonen könnte dann wegen der erhöhten Anzahl von Aerosolen auch die Wolkenbildung verstärkt auftreten. So wäre die Brücke zu den Beobachtungen von Svensmark geschlagen.”


Prof. Werner Weber, TU Dortmund, Ein unerwarteter atmosphärischer Verstärker, in: Vahrenholt, Lüning, Weber, Svensmark, Shaviv, DIE KALTE SONNE, 20012, S. 266ff.



SOA-Daten: Das Smithonian Astrophysical Observatory (SOA) umfaßte zwei Meßstationen, eine in der Atacama-Wüste auf 2700m Höhe, eine in Kalifornien auf 2200m. Die Messungen dauerten von 1923 bis Ende 1954.

Samstag, 4. August 2012

Alt, aber nicht ranzig



Die Reste des Apollon-Tempels in Delphi 



(Bild: kmayse / Wiki.)




Weiser
Griechisch
Deutsch

Erkenne dich selbst!

Γνῶθι σεαυτόν.
Thales von Milet 

Nichts zu sehr!

Μηδὲν ἄγαν.
Solon von Athen

Bürgschaft, — schon ist Unheil da.

Ἐγγύα, πάρα δ᾽ ἄτα.
Chilon von Sparta

Erkenne den passenden Augenblick!

Γίγνωσκε καιρόν.
Pittakos von Mytilene

Die Meisten sind schlecht.

Οἱ πλεῖστοι κακοί.
Bias von Priene

Maß ist das Beste.

Μέτρον ἄριστον.
Kleobulos von Lindos

Habe das Ganze im Sinn.

Μελέτη τὸ πᾶν
Periander von Korinth

Ist das nicht wunderbar, was fleißige Menschen formatiert ins Netz gestellt haben bei Wikipedia?
Das ist es, seien sie gelobt. 

Noch viel mehr zu loben sind natürlich die Sieben Weisen des antiken Griechenlands, denen diese Grundsätze zugeschrieben werden und die von schriftkundigen Handwerkern in Delphi am Apollon-Tempel eingemeißelt wurden. Das war lange, bevor die Türken das Land eroberten und jahrhundertelang besetzt hielten.
NICHTS ZU SEHR! wird dem Solon zugeschrieben, der etwa 640 bis 560 lebte und wirkte.
Mit diesen sieben Grundsätzen hat man bereits eine Klugheitsvorlage, mit der das Leben gelingen kann. Ein paar Dinge müssen natürlich noch dazukommen, die zunächst nicht beeinflußbar sind: die klugen Eltern und ein glücklich zusammengewürfeltes Genom. Wenn sich daraus der Verstand entwickelt und das Verstehen auch nur des NICHTS ZU SEHR!, dann wäre schon viel gewonnen.  
Der junge Mensch würde dann jeden Tag seinen Dauerlauf machen zur Entwicklung der Gefäße, aber keinesfalls verschwendete er viel Zeit auf ein Leistungstraining und schon gar nicht würde er seinen Körper mit Hochleistungssport schädigen.
Für das Gehirn gälte das Gleiche, nicht zu viel von einer Sache, für Ausgleich sorgen und die Gefühle kultivieren. Sich nicht an eine Sache verlieren, kein Fan werden. ‘Fan’ kommt von ‘fanatical’, das wiederum von ‘fanum’, das Heiligtum. Der Apollon-Tempel war so ein ‘fanum’, und um Einseitigkeit und Fanatismus zu vermeiden, gab es Tempel auch für Zeus und Athena, für Hinz und Kunz. Den Monotheismus erfanden die Ägypter, und das führte und führt bis heute zu blutiger Barbarei. 


So wie andere fixe Ideen auch: Sozialismus, Kommunismus, Volk und Führer, Nationalismus, um nur die schlimmsten zu nennen.
Verfällt ein Mensch erst einmal einer fixen Idee, wird es schwierig. Der Jugendliche muß sich meist ohnehin durch sein Pubertätschaos hindurchkämpfen. Gern entflieht er dann in einfache Muster, die auch ein Spatzenhirn faßt. Das wächst sich oft aus nach der Abfolge: wer mit zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz; wer mit vierzig noch immer Sozialist ist, hat keinen Verstand. Das gilt für andere fixe Ideen ähnlich.
Durch Erziehung und Gewohnheit können jedoch Verstetigungen auftreten, aus denen sich der Verstand nicht mehr befreien kann, und es gibt auch den “fanatischen Charakter”, wie Kleist ihn in seinem “Michael Kohlhaas” skizziert. Hat jemand genug Aggressivität im Leibe (Testosteron) und gesellt sich eine fixe Idee dazu, dann kann es sogar lebenslang gefährlich werden.  
Dann gibt es kaum noch eine Chance auf das ERKENNE DICH SELBST!

Freitag, 3. August 2012

Mahd ahoi





Schon seit etwa zwei Wochen schweigen die Vöglein  im Walde, die Brutsaison ist vorbei, und die Mahd auch. Mit dem Sommer weiß man es nicht so genau, das bleibt abzuwarten; gerade schauert es wieder. 

Wenn der Kuckuck im August noch schreit, so gibt's im Winter eine teure Zeit.”
Das sind zumindest annehmbare Aussichten für den Winter.