Donnerstag, 21. März 2013

Leise rieselt der Schnee



Man kann sich den Frühlingsanfang noch lustvoller vorstellen!













Mit 95% Sicherheit, so die Klimamodellbastler des Weltklimarates, müßte es viel wärmer sein.

Da blamiert sich die Realität ganz schön.




Quelle: DAYLY MAIL 16./18.3.13 dailymail.co.uk/news/article-2294560/The-great-green-1-The-hard-proof-finally-shows-global-warming-forecasts-costing-billions-WRONG-along.html   / IPCC

Mittwoch, 20. März 2013

Geschichte ist langwierig








Extremes Traditionsbewußtsein an der Börse von Kuweit - im August 1990 griff Saddam Hussein Kuweit an und annektierte es   



Saddam Hussein war wohl der widerlichste und blutigste Diktator der Region, in der es noch andere, weniger brutale Diktatoren gab und noch immer gibt. Er hat sich seinen Tod redlich verdient. In Damaskus regiert heute eine Demokratie. Und die archaische Gewalt, die seit dem 7. Jahrhundert (657 Schlacht von Siffin) zwischen Sunniten und Schiiten herrscht. 

Drangsalierten zu Saddams Zeiten die Sunniten die Schiiten, so ist es heute umgekehrt. Allerdings gibt es mehr politischen Spielraum, mehr Meinungsfreiheit, mehr unzensierte Medien.  
Die Hoffnung, daß die Demokratie das Land befrieden und zivilisieren würde, hat sich bisher nur ansatzweise erfüllt. Auch nicht in Tunesien, Marokko, Ägypten und Libyen. In Anlehnung an das Böckenförde-Diktum (Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist.”) könnte man vermuten, daß die freiheitliche Demokratie nur dort eine substantielle Chance besitzt, wo die individualfreiheitlichen und individualrechtlichen Voraussetzungen für einen freiheitlichen, säkularisierten Staat existieren. Das ist nirgendwo im islamischen Kulturraum der Fall. Dort herrscht ein extremer Kollektivismus, der nur die religiöse Eigengruppe gelten läßt, andere religiöse Gruppen aber beherrschen oder gar vernichten will, wie im Irak die Schiiten die Sunniten, oder Iran Israel. 
Daher gibt es im Orient prinzipiell nur Stabilität, wenn absolute Monarchen oder säkulare Diktatoren die Macht besitzen. Pakistan ist seit langem eine Demokratie, aber ebenso lange instabil mit einer zunehmenden Verfolgung nicht-sunnitischer Gruppen, die aus der Mitte der Gesellschaft heraus erfolgt. 
Den größten individuellen und religiösen Freiheitsrahmen gewährte die Assad-Diktatur, weil sie sich selbst auf eine offenere religiöse Minderheitengruppe, die Alewiten, stützt, und andere Minderheiten, wie die Christen, gegenüber den aggressiven Sunniten braucht. Letzteren Waffen zu liefern, heißt, die brutalsten Kräfte an die Macht bringen zu wollen. 
Im Irak wird es noch lange dauern, bis die säkularen Kräfte stark genug sein werden, den destruktiven religiösen Kräften eine individualfreiheitliche Grundordnung abzuringen.   

Dienstag, 19. März 2013

Gauck oder Gaukler?





Der britische Regierungschef Cameron als Puppe an den Fäden der Merkel - ziemlich grotesk!




  
Ob in England oder in Griechenland, Italien oder Portugal, und jetzt gerade im Politganovenstäätchen Zypern - überall sorgt die Verschuldung der Stimmenkäuferdemokratien und der vertraglich verbotenen “Rettungsaktionen” für Unmut. In primitiven Gehirnen werden dann solche Bilder entworfen: Merkel als Strippenzieherin, Merkel mit Nazi-Symbolen, Merkel mit Vampirzähnen. Die wachsende Schuldenmacherei der politischen Kasten und die ständigen Verletzungen des Maastricht-Vertrages (Haftungsverbot) haben zu einer unguten Entwicklung geführt. Der Euro, eigentlich eine gute Sache, erscheint durch die politischen Unverantwortlichkeiten der Staatsschuldenmacherei, im Falle Zyperns wohl auch staatlich organisierter Geldwäsche (Rubel), als Spaltpilz. (Vgl. Das dunkle Kapitel der Geldwäsche auf Zypern, FAZ 19.3.13)
Darauf muß man reagieren mit einem Rückzug aus dem Euro. Da hat Bernd Lucke von der ALTERNATIVE für DEUTSCHLAND recht.
Stattdessen schlägt der sog. deutsche Bundespräsident vor, Deutschland in der EU aufgehen zu lassen. Nicht nur das: 

' In des zukünftigen EU-Staates „europäischer Öffentlichkeit“, so stellte Gauck seinen Vorschlag vor, sollte nur Englisch gesprochen werden, „für alle Lebenslagen und Lebensalter“! Bei der Aufzählung „europäischer Verkehrssprachen“ durch das Staatsoberhaupt kam Deutsch gar nicht mehr vor. Nur Englisch und Französisch. ' (Peter Gauweiler zur Gauck-Rede, FAZ 16.3.13)


Der Mann kann wahrscheinlich selbst keine 3 Sätze fehlerfreies Englisch hervorbringen, mutet aber das Englische als EU-Sprache seinen Landsleuten zu. Macht er einfach mal so aus eigener Überheblichkeit heraus, was haben denn die Untertanen damit zu tun. Sollen sie Englisch lernen!
Ja, das sollen sie auch. An Englisch führt kein Weg vorbei. Aber wer das lausige Deutsch vieler Radio-Redakteure hört, denkt doch eher daran, daß sie das Deutsche nicht weiter verlieren. Die deutschen EU-Fanatiker juckt das aber nicht. Bedauerlich. Man sollte ihnen etwas Wahljuckpulver in den Kragen schütten.  

Montag, 18. März 2013

Der hinterhältige Prof




Die Kraniche kommen zurück, hier einhaltend und kreisend - haben sie sich in der Route verrechnet?  
 



Wenn der Bildungsforscher rechnet  
“ Sie haben 3000 Euro Schulden. Sie zahlen einen Nominalzinssatz von 12 Prozent im Jahr. Jeden Monat zahlen Sie 30 Euro ab. Wann haben Sie die Schulden getilgt?
In a) weniger als fünf Jahren (15 Prozent) (b) fünf bis zehn Jahren (31 Prozent) c) 11 bis 15 Jahren (18 Prozent) d) 16 bis 20 Jahren (10 Prozent) e) nie (26 Prozent)?
Diese Frage stellten wir mehr als 1000 Deutschen, die 18 oder älter waren. Die Zahl in Klammern gibt an, wie viel Prozent von ihnen sich für die jeweilige Antwort entschieden haben. Fast die Hälfte glaubte, die Schulden würden in weniger als fünf oder zehn Jahren abgezahlt sein. Tatsächlich würde es den Schuldnern nach Unterzeichnung dieses gerissenen Vertrags nie gelingen, ihre Schulden loszuwerden. Eigentlich lässt sich das ziemlich leicht herausfinden. Die Bank nimmt 12 Prozent Zinsen auf die gesamte Schuldsumme, das sind jedes Jahr 360 Euro. Der Schuldner zahlt 30 Euro pro Monat, die addieren sich ebenfalls zu 360 Euro im Jahr. Beide Summen sind gleich, was heißt, dass der Schuldner nur die Zinsen zurückzahlt und nie in der Lage sein wird, mit der Abzahlung der Schuld zu beginnen. Nur ein Viertel der Deutschen begriff, dass sie ewig zahlen würden. ...“ (Gerd Gigerenzer, Bildungsforscher, Menschen können nicht mit Geld umgehen, FAZ 16.3.13)


Die ungenaue Fragestellung des Psychologen Gigerenzer läßt Zweifel an dem Frageresultat aufkommen. Er verschweigt auch, ob die Frageaktion überfallartig auf der Straße bei Passanten stattfand, die dann im Kopf rechnen mußten, am Telefon - oder ob das Ganze schriftlich ablief mit Überlegungszeit sitzend im Labor. Der Mann ist lässig. Zur Schlamperei wird die Sache des Professors, wenn er, sozusagen wie ein Psychologe, bei der Fragestellung schludrig formuliert und nicht zwischen Tilgungszahlung und Zinszahlung differenziert. Auch die Ausdrucksweise “Zinsen zurückzahlt” verwirrt bzw. läßt die Frage an den Prof aufkommen, ob er überhaupt weiß, wovon er redet. Als wohlversorgter Beamter hat er vielleicht noch nie einen Kredit aufgenommen und getilgt.  
Wenn der Kreditnehmer monatlich 30 € abbezahlt, also tilgt, Herr G., dann vermindert sich die Schuldsumme jeden Monat. Wenn der effektive Jahreszins, den G. offenbar meint, 12 % beträgt, dann sind das monatlich knapp 1%, da ein Zinseszinseffekt entsteht. Für den ersten Monat sind dann über den Daumen 28,50 € Zinsen fällig, ca. 1,50 € sind dann also schon getilgt.  Der effektive Tilgungsbetrag steigt ständig, die effektiven Zinskosten fallen hingegen kontinuierlich, ebenso die Schuldsumme. Die Schulden sind nach rund 30 Jahren gänzlich getilgt. Die Aufgabe ist wegen des Zinseszinseffektes nicht einfach, auch nicht im Überschlag, und wer hätte denn jederzeit die Formeln parat? In der Bank rechnet das der Computer aus. Die Antwortkategorien sind unfair, mit der Überschlagsrechnung kann man nur sagen, daß es mit der Abbezahlung länger dauere als 5 Jahre, aber irgenwann sei der Kredit getilgt.   
Bildungsforscher Gigerenzer liegt also falsch mit der Behauptung der ewigen Zahlung, er hat wohl den ganzen Mittelstufenstoff vergessen. Macht nichts, das haben andere auch, aber die lehnen sich nicht so weit aus dem Fenster und wollen ihre Zeitgenossen examinieren. 
Auch die Höhe des Zinssatzes ist dubios gewählt für einen Ratenkredit, die Bank nimmt keine 12%, die nimmt ein Kredithai - Gigerenzer ist offenbar ein 68er. Es gibt bei der Konsumfinanzierung sogar viele O%-Finanzierungs-Angebote als Absatzstrategie. 12% liegt in der Höhe eines kurzfristigen Überziehungskredites. 
Bei den US-Sub-Prime-Hauskrediten ist Gigerenzer ebenfalls nicht darüber informiert, daß dieses Geschäft von freien Kreditvermittlern betrieben wurde, nicht von den halbstaatlichen Hypo-Banken direkt.  
Zielführender ist allerdings seine Frage: “Warum unterrichten wir dann keine Finanzkompetenz in der Schule?” Nachdem die Bildungsausgaben seit 1970 explodiert sind, wäre allerdings zu fragen, warum die Prozent- und Zinsrechnung, die ja seit jeher Teil des Unterrichtsstoffes Mittelstufe sind, möglicherweise, darauf gibt es auch andere Hinweise, nicht mehr beherrscht wird. Und welche Rolle hätten dann beim Niveauabbau Bildungsforscher Gigerenzer und seine Kollegen gespielt?  
Könnte mal jemand die Dissertation des Professors durchsehen?

Sonntag, 17. März 2013

Trauerseeschwalben, Fuggar und Lutha





Die Fuggar und die Gesamtschule Klasse 9 gegen Ende - Anmerkung der Lehrerin (sie sei bedankt): "Der Schüler rechnet mit eine Fachoberschul-Reife (FOR), und seine Chancen stehen nicht schlecht. Die GS (Gesamtschule) macht es möglich."


Da kümmert sie sich erst einmal um die Trauerseeschwalben am Niederrhein. Nicht nach Feierabend, nein, hauptberuflich sozusagen, wenn hier von Berufstätigkeit die Rede sein könnte. Sie nimmt erst einmal ein Jahr “Auszeit” nach dem Abitur. Andere, so hört man immer wieder, machen es ähnlich, indem sie eine lange Weltreise unternehmen, Aushilfstätigkeiten übernehmen, in der Uni dies und jenes hören, allerdings ohne spezielle Studienabsichten. Einer entsprechenden DLF-Sendung zufolge soll es sich um nennenswerte Prozentzahlen handeln. Auch aus dem Nahbereich hört man immer wieder, daß Abiturienten mit 19 Jahren, da hatte Alfred Krupp schon 5 Jahre die Firma Krupp geleitet, ohne Reife, Orientierung und Lebensplan dastehen. In erster Linie spielt dabei natürlich das Erziehungsversagen der Eltern eine Rolle, aber nach 13 (!) Jahren (!) Schule muß ebenfalls ein gravierendes Schulversagen vermutet werden. 


Mit dem drastischen Niveauabbau und der immer weiter verlängerten Schulzeit betreibt die Schule als Hauptfach die Infantilisierung der Schüler, die Reifeentwicklung wird im Spielraum Schule, wo Inhalte und Noten immer gefälliger werden, verzögert. Die gute-Noten-Inflation hat auch längst an den Hochschulen Einzug gehalten (vgl. “Einser für alle”, FAZ 16.3.13), denn auch dort nehmen ernsthafte Lehrkräfte seit Jahren ab. Ohnehin leidet die Lehrerzunft, der Verfasser ist übrigens Studienassessor vom zweiten Bildungsweg, an ihrem Berufsweg, der geht nämlich nur durch Schulen.
Fazit: So wenig Schule und Lehrerbegegnung wie möglich stärkt die Reife-Entwicklung des Schülers. Eine ernstgemeinte Schulreform würde zuerst die Schulzeiten verkürzen. Ein Stoffproblem ergibt sich daraus nicht, denn Gerhard Roth, der Hirnforscher, behauptet, daß nach 5 Jahren das Schulwissen, wenn es nicht beruflich angewendet werde, aus dem Gedächtnis entschwunden sei.
Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, daß die Schüler das, was sie nicht interessiert, schon nach Monaten vergessen haben.