Samstag, 11. Mai 2013

Wir malen mal ein Menschenbild











"Das allgemeine Menschenbild des psychoanalytischen Paradigmas überbetont aufgrund seiner klinischen Orientierung irrationale auf Kosten rationaler Prozesse und sexuelle und aggressive Motive auf Kosten anderer Motive."

Jens B. Asendorpf -  Psychologie der Persönlichkeit, 
Kap. 2.2.1,
Springer Medizin 2007




Das ist recht freundlich ausgedrückt, zutreffend ist vor allem der Ausdruck “Bild” in ‘Menschenbild’ der freudianischen Psychoanalyse. Im Mai 1923 erschien Freuds “Das Ich und das Es”, in dem er das ‘System des Unbewußten’ in Bilderbuchpsychologie ummodelt. Das ES ist die Instanz des Lustprinzips und für alle Schweinereien zuständig. Das leuchtet auch jedem Physiker sofort ein. Das ICH als zweite psychische Instanz muß dafür sorgen, daß alles einigermaßen unauffällig und die Realität nicht völlig unbeachtet bleibt. Das ICH ist zu einem harten Leben verdammt, denn es wird ständig vom sogenannten ÜBER-ICH, der dritten Instanz, mit Geboten bedrängt, während auf der anderen Seite dauernd das ES die Sau heraushängen lassen will.
Die große Leistung Freuds besteht darin, diese kindischen Annahmen im Dreierbild als Wissenschaft verkauft zu haben. Vermittelt über die Phil. Fak. verfügt heute jeder Dummie und jeder Triebtäter über freudianische Dampfmaschinen-Ausreden. Das Dreigestirn ES-ICH-ÜBERICH befindet sich nämlich in einer Art Schnellkochtopf unter Druck. Schiebt das ES etwas in das ICH, dann entsteht im ICH ein Überdruck, der abgebaut werden muß - so sagte der Kindermörder Olaf H. (Fall Mirco), die Chef-Rüge habe ihn unter Druck gesetzt, was zum Mord an dem Kind geführt habe; das war allerdings erstunken und erlogen. So könnte man auch das Menschenbild des S. Freud benennen, denn Freud hat nicht nur phantasiert, wo saubere, überprüfbare Untersuchung notwendig ist, er hat auch alles weggelassen und ausgeblendet, was nicht zu seinen fixen Ideen paßte. Für seinen gesammelten Blödsinn erhielt er zahlreiche Ehrungen.  

Freitag, 10. Mai 2013

Religionen sind außerordentlich unterschiedlich


Stimmt: alles neu macht der Mai





"Was haben Wein, Weißbrot, Ingwer, Salbei und Pfeffer auf dem Tisch des Refektoriums zu suchen? Wenn man arbeitet, anstatt zu faulenzen, gelten auch Gemüse und Grütze als Leckerbissen."
So der französische Abt Bernhard von Clairvaux (1090-1153). Das waren andere Töne als bei dem arbeitsscheuen Franziskus. Und dann wollte er " ... immer vom Guten zum Besseren vorwärtsschreiten". (Brief 254) Und nicht abgeleierte Ritualgymnastik schien ihm wichtig, sondern das subjektive Bewußtsein: "Der Höchste wohnt nicht in von Menschen gemachten Stätten, sondern ihm muss man in der Seele einen Tempel bauen. Denn Gott gehört nicht zu den Dingen, die außer uns sind."
Einmal abgesehen davon, daß es einen Höchsten gar nicht gibt, erare humanum est, so sind das doch Motive, die aus dem Mittelalter herauszuführen geeignet waren und insbesondere im Arbeitsmotiv, das im antiken Athen der Arbeitsverachtung fehlte, fruchtbar wurden. Und vielleicht noch bedeutender, weil in der außereuropäischen und außeramerikanischen Welt noch immer unbekannt und angefochten, das Motiv der Subjektivität, das den Einzelnen in seinem Sosein rechtfertigt und bestärkt. Die vielen Erfinder und Erfindungen, die die industrielle Revolution ermöglichten, wie auch die Autoren der subjektiven Betrachtung von Montaigne über Luther bis Stirner wurden quasi vorgebahnt. Auch in praktischen Fragen unterschied sich Bernhard von Spinnern wie Franziskus. Er setzte sich für die von den Sunniten eroberten Gebiete des Urchristentums ein, ein Problem, das auch heute noch aktuell ist. Durch die Machtübernahmen der Islamisten sind im Nahen Osten überall neue Christenverfolgungen aufgeflammt. Die Sunniten berennen jetzt Damaskus, um dort eine die Christen duldende Diktatur durch eine völlig brutalisierte islamistische Scharia-Diktatur zu ersetzen. Wie es scheint, leistet nur die russische orthodoxe Kirche den syrischen Orthodoxen Hilfe im Entstehungsgebiet des Urchristentums. Katholiken und EKD beschäftigen sich offenbar mit rotgrünen Seifenblasen.    
(Vgl. Serie "Bernhard von Clairvaux und die Zisterzienser", dradio.de)

Donnerstag, 9. Mai 2013

200 Friends









So mancher besitzt 200 Friends auf Facebook. Und dagegen ist nichts zu sagen, andere haben 200 Flaschen im Weinkeller. Doch die Vielzahl verdeckt leicht, daß eine Bekanntschaft keine Freundschaft ist.

Schon Epikur lobte sie: “Die Fähigkeit, Freundschaft zu gewinnen, ist unter allem, was zur Weisheit und Glückseligkeit beitragen kann, bei weitem das Bedeutendste.”

Da müßte man einmal bei Schopenhauer und Nietzsche nachfragen, bei den großen Einzelgängern. Zumindest haben sie es zu einiger Weisheit gebracht, insbesondere Schopenhauer in seinen “Aphorismen zur Lebensweisheit”.
Epikur äußert sich jedoch nicht näher zur Sache selbst. Dies tut Montaigne, der zwar oft und gern an antike Autoren anknüpft, hier aber vor allem seine eigene Erfahrung reflektiert, seine Freundschaft mit Etienne de La Boetie. Im Essai “Über die Freundschaft” spricht er vom “Harmonisieren zweier Willen”, “Begehren und Genuß” gingen bei der Freundschaft “derart Hand in Hand, daß sie (die Freundschaft, WD) gerade durchs Vollziehen wächst und gedeiht, da sie geistig ist und die Seelen sich im Umgang miteinander immer weiter verfeinern.” (M.,E., S. 100)
Diese Freundschaft begann spät und fand durch den Tod Boeties ein frühes Ende. Eine überhöhende Erinnerung mag in die Formulierung Montaignes eingeflossen sein, gleichwohl dürfte mit der übereinstimmenden Denkwelt der Freunde das Wesentliche getroffen sein, das Freundschaft von Bekanntschaft unterscheidet. Verschiedene graduelle Abstufungen kann man hier annehmen. Im Unterschied zu Epikur setzt Montaigne aber den Akzent nicht auf das einnehmende Wesen einer Person, das ihn Freunde gewinnen läßt, sondern auf das Gemeinsamkeitserlebnis.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Farbenlehre






Tiger-Echse? Nicht direkt. Der Salamander hat die Winterpause beendet und ist wieder unterwegs.




Das echte Schwarz-Gelb zeigt sich bei diesem Nachtgesellen. 

Merkel changiert grün-rot-grau. Altmeier trägt giftiges Grün, während die Leyerfrau Rot bevorzugt. Westerwelle steht auf Rosa, Niebel ist jede Kirmesfarbe recht, Rösler schimmert gelblich. In der rotgrünen Einheitslandschaft des Bundestages fallen sie kaum mehr auf.

Dienstag, 7. Mai 2013

Per aspera ad astra









Sie sind doch recht menschlich, diese Maikäfer! Streben auf zum Licht in kühnem Flug - um dann auch nach dem zehnten Versuch strampelnd auf dem Rücken zu landen. Was sie aber nicht entmutigt. Nach minutenlangem Strampeln haben sie es geschafft! Haben sie sich gedreht! Heben erneut ab! Zum Lichte empor! Wer immer strebend sich bemüht …  

Während Schellnhuber wie ein Maikäfer seinen Klimaalarmismus durchhechelt, aber immer weniger Gläubige findet, die dem CO2-Aberglauben huldigen, greifen ihm Altmeier und Merkel unter die Ärmchen und schieben ihn in einen Ministeriumsbeirat. Das Wirtschaftsministerium meldete Bedenken an, denn der Mann propagiert teure Fehlinvestitionen aufgrund seiner Klimaphantasien. Nun ist leider Minister Rösler umgefallen und hat den falschen Klimapropheten akzeptiert. Könnte sein, daß es Rösler und seinen Gesellen im September so ergeht wie dem strampelnden Maikäfer auf dem Rücken.