Samstag, 4. Januar 2014

Weiter so






Die Schneeglöckchen lassen sich bereits sehen, sie sind "gut aufgestellt", wie der  Kaufmann heute schwätzt; wie Zähne schieben sie sich aus der Erde. 



-2°Fahrenheit vermeldet Elmer Beauregard (m4gw) als Tageshöchsttemperatur in Minnesota, also  -19°Celsius. Da versteht man besonders gut, warum er seinen Blog "Minnesotans for global warming" genannt hat. 
Aber auch die gesamte Ostküste leidet unter Schneesturm und Kälte.


Da freut man sich, daß der Winter im Rheinland bisher angenehm verlaufen ist: erst ein einziges Mal mußte Schnee geschaufelt werden! Weiter so!  

Freitag, 3. Januar 2014

Nee, Nietzsche


Nietzsche, amor fati, Die Fröhliche Wissenschaft, Aphorismus 276

“Zum neuen Jahre. – Noch lebe ich, noch denke ich: ich muß noch leben, denn ich muß noch denken. Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum. Heute erlaubt sich Jedermann seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich sagen, was ich mir heute von mir selber wünschte und welcher Gedanke mir dieses Jahr zuerst über das Herz lief, – welcher Gedanke mir Grund, Bürgschaft und Süßigkeit alles weiteren Lebens sein soll! Ich will immer mehr lernen, das Nothwendige an den Dingen als das Schöne sehen: – so werde ich Einer von Denen sein, welche die Dinge schön machen. Amor fati: das sei von nun an meine Liebe! Ich will keinen Krieg gegen das Häßliche führen. Ich will nicht anklagen, ich will nicht einmal die Ankläger anklagen. Wegsehen sei meine einzige Verneinung! Und, Alles in Allem und Großen: ich will irgendwann einmal nur noch ein Ja-sagender sein!”


Ach, Nietzsche! Wieviel Zutreffendes hast du gedacht, wieviel Anregendes, wieviel Falsches, Irreführendes und Verführendes!
Er ging so durch den Wald hinter Sils und streute seine Gedanken in die Welt.


„Das Nothwendige an den Dingen als das Schöne sehen“, was soll denn das heißen? Was soll notwendig an den Dingen sein? Darüber wird kein Einvernehmen zu erzielen sein. Denn was soll schon notwendig sein? Die 7 Milliarden Menschen sind nicht notwendig, vor zweihundert Jahren gab es nur eine Milliarde. Die vielen unterschiedlichen Lebensformen der Menschen sind nicht notwendig, sie sind einfach da. Die 6000 Sprachen, die es geben soll, sind ebenfalls durch Zufall entstanden und mit ihnen fertigen sich die Sprachgemeinschaften ihre Erzählungen, Kommunikationen und Weltsichten. Oft sehr seltsame. Sehr gemischte und ambilvalente wie die des Mose, sehr häßliche wie die von Kali und andere mehr. Das alles mit Ästhetizismus zu überformen, scheint mir kein so  guter Gedanke zu sein. Und das Schicksal lieben und umarmen, „amor fati“? Zuzeiten kann man auch das machen, wenn’s beliebt.
Aber Goethes kompakten Hinweis nicht ausblenden, denn viele sind stets emsig am Werk für ihren Vorteil:


Ein Andres
Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.

(I/91 Berl. Ausg.)

Donnerstag, 2. Januar 2014

Wogegen und für was kämpfte eigentlich Ghandi?

"2.01.2014

IndienMissbrauchte Frau erliegt Brandverletzungen

Eine mehrfach missbrauchte Inderin ist an ihren Brandverletzungen gestorben. Zunächst nahmen die Behörden an, das Mädchen habe sich selbst umbringen wollen. Eine Polizeiaussage, die das Opfer vor seinem Tod aufgab, widerlegt das. "   Reuters/FAZ

Nachdem diese vieltausendfache Praxis bekannt wurde in den letzten Jahren, ist der zivilisatorische Status von Hinduismus und Buddhismus, damit auch Indiens, verdeutlicht worden. 
Interessant, wie unwichtig die Demokratie ohne aufklärerische Fundierung tatsächlich ist, obwohl die Briten den Gedanken der individuellen Freiheit und den Rechtsstaat nach Indien brachten. Angekommen ist davon sehr wenig, auch nach 60 Jahren nicht. 

Dienstag, 31. Dezember 2013

Roter Ilex

Dieses Rot begrüße ich. Der Ilex fruchtet dieses Jahr besonders stark, allerdings nur an dieser Stelle.





Die Autonome Antifa Freiburg freut sich auf ihrer Internetseite über Brandstiftung in zwei Kirchen in Baden und feiert die „sympathischen“ Brandstifter! https://autonome-antifa.org/?breve4820


In Südbaden wurden dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit gleich zwei Kirchen angezündet. In Eimeldingenwurde beim Brand am 26. November die Orgel vollständig zerstört, ohne dass der zündelnde Schlingel erwischt worden wäre. In Ühlingen-Birkendorf verursachte ein sympathischer Brandstifter einenRiesenschaden an der Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Margareta. Im mittelbayerischen Beilngriesbrannte am 7. Dezember die Stadtpfarrkirche St. Walburga lichterloh und farbenfroh, ein Beichtstuhl und die Orgel wurden schwer beschädigt. Ob der Brand am 22. Dezember in der Herz-Jesu-Kirche inAschaffenburg vorsätzlich gelegt wurde, ist zwar leider noch unklar, jedoch liegt der Verdacht erfreulich nahe, da bereits am 9. Dezember der Opferstock in der Kirche angezündet worden war. Die segensreichen Taten wurden ganz im Geiste von Papst Johannes XXIII. verübt, der einst sagte: „Tradition heißt: Das Feuer hüten, nicht die Asche aufbewahren.“


Unter Vettern ist der Haß oft am größten
Die menschliche Dummheit sei unendlich groß, meinte Einstein. Er übersah dabei aber, daß die menschliche Niedertracht genau so groß, aber weitaus gefährlicher ist. Die Niedertracht verteilt sich nicht gleichmäßig, sondern konzentriert sich bei Sadisten und Moralisten. Die einen empfinden eine individuelle sinnliche Lust an der Qual anderer, die Moralisten eine allgemeine Freude an der Vernichtung und Zerstörung von Menschen, die sie für moralisch minderwertig erachten. Während die Christen das Verbrennen von Ketzern aufgaben und sich zivilisierten, trieben es die Marxisten, ein Zweig vom Stamme des christlichen Utopismus (Morus, Campanella), auf ungeahnte und für unmöglich gehaltene Höhen noch bis 1979 in Kambodscha. Anhaltend in Nordkorea. Die Reste ihrer intellektuell unterfütterten Niedertracht leben gut in den westlichen Sozialstaatsnischen, geschont von ihren Journalistenfreunden.