Montag, 10. Februar 2014

Kann sich immer sehen lassen








Die Schneerose (Helleborus niger) ist eine interessante, frühblühende Pflanze - und in allen Phasen schön. Rechts die weiße Blüte, die sich nach der Bestäubung grünlich verfärbt, bis sie nach Ausbildung der Samen (Balgfrüchte) ganz in Grün erscheint. Die Blütenblätter werden zuletzt Laubblätter, eine ebenso schöne wie ökonomische Metamorphose.

Sonntag, 9. Februar 2014

Maß zählte im antiken Athen zu den Kardinaltugenden (verdammt lang her)






Abstimmungsplakat der Schweizer Volkspartei (SVP) zur heutigen Abstimmung



Bei Karstadt macht man immer wieder die Erfahrung, jedenfalls ich habe sie gemacht, daß das Personal nicht sehr engagiert ist, und nicht sehr freundlich. Das deutsche Personal. Auch bei Schlemmermeyer ist es nicht anders. Korrekt, sachlich, manchmal uninteressiert. Der Neuzugang dort schlägt völlig aus der Art: Freundlich, sehr freundlich, charmant. Die Frau Ferrante. Aus Argentinien. Sproß einer Italienerin und eines Spaniers. Ein Gewinn für alle Beteiligten. Zweifellos ist die Frau ein Naturtalent, so wie Merkel von Natur aus mopsig ist. Aber die Erfahrung zeigt doch, tendenziell, daß Südländer im Verkauf freundlicher sind, so wie auch Deutsche älterer Bauart und deutsche Angestellte in gehobenerer Stellung. Am freundlichsten im hiesigen Supermarkt ist der deutsche Chef. Die geborene Unfreundlichkeit praktiziert der deutsche Hofarbeiter im Raiffeisenmarkt. Insgesamt könnte man die These aufstellen, daß Unhöflichkeit, Unfreundlichkeit und Rücksichtslosigkeit seit den 70er Jahren zugenommen haben. Da ist es gut, wenn etwas Ferrante einwandert.

Eine andere Geschichte ist die von Eisenheim in Oberhausen, eine alte Arbeitersiedlung mit kleinen Doppelhäusern, die alle einen Garten besitzen und einen kleinen Schweinekoben, der heute meist als Schuppen dient. Der Architekt Roland Günter engagierte sich dort und zog selbst in die Siedlung und schuf Begegnungsecken und ein Gemeinschaftshaus.  Roland Günter mußte die Erfahrung machen, daß die Mehrheit der Bewohner, die Türken, im Neuformierungsgeschehen Eisenheims nicht mitmachten, auch nicht in den neu geschaffenen Siedlungsorganen. Dieses Phänomen der Parallelgesellschaft findet sich andernorts bekanntlich ebenfalls und noch sehr viel stärker. Maßlose Einwanderung läßt die Einwanderer zusammenklumpen und sich abschließen. Daher ist die Betonung des Maßes sehr sinnvoll.





Eine schnuckelige alte Arbeitersiedlung:
Oberhausen-Eisenheim 1910
(Bild: Wiki./RLV)

Samstag, 8. Februar 2014

Maria Stader - Der Hirt auf dem Felsen D. 965 (Schubert) /// Spring will come soon is said in that lovely Schubert Lied - but it's pausing again at 4°C and stormy wind.

Felix Helvetia!





Anzeige NZZ 31.1.14



Sind diese Dächer nicht hübsch?
Besonders, wenn sie die Sonne reflektieren. 
Noch hübscher sind sie, wenn die Feuerwehr sie kontrolliert im Brandfall abbrennen läßt, weil die Löschung mit Wasser bei elektrischen Anlagen gefährlich ist und die Feuerwehrmänner gefährden würde. 

Morgen wird in der Schweiz abgestimmt, auch über den rotgrünen Ökozwang.
Die Schweiz leidet wie alle Westeuropäer an Energieschwachsinn, wenn auch nicht so stark wie die Deutschen und andere EU-Spinner. 
Im Unterschied zu den Deutschen dürfen die Schweizer aber über rotgrüne Vorlagen abstimmen. 

Wie sagte Frau Nuland? Jawohl. 

Freitag, 7. Februar 2014

Love you, Vicky






Wo sie recht hat, hat sie recht. 
Dämliche Jugendsprache muß aber nicht verwendet werden. “Vergiß die EU” geht doch auch, und besagt das Gleiche. 
Ob die US-Diplomatin Nuland in der Sache recht hat, kann ich nicht beurteilen, kann es mir aber vorstellen. Vielleicht wollte die EU-Diplomatin Ashton Sonnenblumen an die Janukowitsch-Regierung verteilen? 
Wer weiß. Sicher ist aber, daß die Brüsselkraten der EU eine ungute Politik ungewählt auf vielen Feldern betreiben, man denke nur an die Maastricht-Vertragsbrüche und den teuren Klimaklamauk. Das Motto für die anstehende Wahl des merkwürdigen Europaparlaments, das keine Regierung (Kommissare) wählen darf, wäre also: Schrumpf die EU.

Übrigens: Wieso kann man heute eigentlich nach Kiew reisen, ohne vom KGB verhaftet zu werden?
Das kam so: Da gab es in Polen das KOR und die Solidarnosc, die kämpften gegen Gierek und seine Kommunistendiktatur. Das fand die EU irgendwie unfein. Die amerikanischen Rüpel dagegen unterstützten die Solidarnosc mit Geld. (Typisch für Kapitalisten!) Da wurde die Solidarnosc und ihr Vorsitzender Lech Walesa immer frecher, ja, nicht zu glauben, bis zur teilweisen Entmachtung der Kommunisten durch teilweise freie Wahlen am 4.6.1989! Ohne daß die russischen Panzer rollten! Wie zuvor in Berlin und Prag! Damit begann der Zusammenbruch der osteuropäischen Diktaturen bis hin nach Moskau.

Und der Beitrag der EU? Der große Außenpolitiker Helmut Schmidt war nicht untätig:
Er segelte nach Polen und besuchte
den polnischen Kommunisten Gierek, als einzigen Ostblock-Politiker, (den, WD) zählt der Kanzler zu seinen "persönlichen Freunden".
Schmidt hält Gierek für einen Politiker von Qualität, den er, wäre dieser ein Bundesdeutscher, "auch ins Kabinett" nehmen würde, "sagen wir als Arbeitsminister". Daß er in Polen nicht nur aufs Wetter, sondern auch auf die Weltlage, wohl auch auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Polen, zu sprechen kommt, versteht sich von selbst.” (SPIEGEL 32/1979, 6.8.79)

Da hätte Nuland vielleicht gesagt: Vergiß den Gierek-Freund Schmidt und seinen Leisetreter Genscher. Na, na, na.