Samstag, 22. Februar 2014

Gabriele Münter in Murnau








Traveller, will you come across Murnau in the South of Bavaria, spent a visit to the Münter-Haus, where Gabriele Münter (geb. 19.2.1877 in Berlin) and her friend Kandinsky dwelled and painted. It's worthwile. House and garden offer a charming, animating atmosphere. 

Freitag, 21. Februar 2014

Blut in Kiew






Quartett der Ungleichen, von links nach rechts: Cesare Borgia - Kardinal Pedro Luis de Borja Llancol de Romani - Niccolò Machiavelli - Michelotto Corella.
Gemälde um 1500 (Wikip.)



Hallo Niccolo! Wenn du so hinter Florenz in Percussina die europäische Politik verfolgst, was geht dir da durch den Kopf, nach diesem Blut-Donnerstag gestern in Kiew? Du liest doch Zeitung?

Ja, natürlich. Die Zeiten haben sich geändert seit den Medici in Florenz, und ich muß sagen, zum Positiven. Die Trennung von Politik und Religion, wie ich sie in den DISCORSI vorgeschlagen habe, ist weitgehend durchgeführt. Die meisten Republiken haben keine Fürsten mehr, und die, die noch einen haben, wie Rußland, sind doch recht moderat geworden und nicht mehr mit Cesare Borgia und anderen Renaissance-Fürsten meiner Zeit vergleichbar. Jedenfalls in Europa, in Nordkorea sieht das anders aus.
In Kiew herrscht ein bürokratischer Zwitterfürst, eine Zwergausgabe des Cesare Borgia, raffgierig, erbarmungslos, skrupellos, verschlagen, raffiniert, betrügerisch, als parlamentarischer Bürokrat geschickt.
Kann man mit einem solchen Mann einen echten Dialog führen? Ich denke, seit er die Wahlen manipuliert, die Gegnerin Timoschenko ins Gefängnis weggeschlossen und die Verfassung frisiert hat, das liegt alles schon Jahre zurück, seitdem muß jedem klar sein, daß Janukowitsch kein Wort zu glauben ist. Westeuropa konnte sich lange auf den Zwerg-Cesare einstellen. Leider wurde die Zeit nicht genutzt, sondern dialogisiert, also Appeasement betrieben. Nicht einmal die Konten der Regimestützen wurden bei der Verhaftung Timoschenkos blockiert, heute sind die Gelder längst weitergeleitet.
Nach dem Blutbad gestern kann nur ein bedingungsloser Rücktritt des Pokerspielers in Frage kommen. Vielleicht sollten große Manöver an der polnisch-ukrainischen Grenze stattfinden? Die Opposition könnte dann schnell bewaffnet werden, denn Janukowitsch glaubt fest an Castros und Maos Wort, daß die Macht aus den Gewehrläufen komme. Eine Unabhängigkeitserklärung der Westukraine, der früheren polnischen und österreichischen Gebiete, muß ins Auge gefaßt werden. Die Opposition wäre gut beraten, Fallschirmjägerkommandos aufzustellen. Wenn der Cesare fällt, fallen die Mitläufer ab. Die Timoschenko-Partei stünde dann vor der schwierigen Aufgabe, die Opposition zu einigen. Aber sie hätte mit Timoschenko und Klitschko, der in kurzer Zeit offenbar viel gelernt hat, zwei Galionsfiguren, die das vielleicht schaffen könnten. Mit dem ehemaligen Außenminister und Parlamentspräsidenten Jazenjuk steht ein weiterer erfahrener Politiker bereit, der Ministerpräsident werden könnte. Der IWF wäre dann dran, insbesondere der Bau neuer Kernkraftwerke; die ohnehin auf der Tagesordnung stehen, müßte für Impulse sorgen, hier könnten sich auch die Franzosen besonders engagieren. Und alles schnell beginnen, denn die Sotschi-Spiele des Fürsten Putin gehen zu Ende. So lange sie dauern, wird Moskau nichts unternehmen. Mit der rückständigen Ostukraine kann er recht zufrieden sein. Sie paßt zu Rußland.

Ei, ei, Niccolo, siehst du das nicht zu sehr aus der Renaissance-Perspektive?

Donnerstag, 20. Februar 2014

Im schönen Monat Oktober war's, die Blätter fielen vom Baum, da hat sich des Thomas' Telefon mal ganz zufällig verhau'n






Im Oktober 2013 - 

wie kommt das gelbe Gingko-Blatt unter den roten japanischen Zierahorn?








Version 1:
Oppermann: Hallo Jörg, hier Thomas, weißt Du noch, wie wir Dich ins Amt gebracht haben?
Ziercke: Aber ja, Thomas. Wie könnte ich vergessen, wer mich auf diesen schönen BKA-Chefsessel gesetzt hat. Warum rufst Du an?
Oppermann: Du wirst doch bald pensioniert, da müssen wir doch schon ‘mal überlegen, perspektivisch, was da noch Schönes und Gemütliches kommen kann.-
Übrigens, fällt mir da gerade ein, weißt Du, wir haben doch diesen famosen Kerl, den Edathy. Prima Mann. Da wird aber geredet. Kinderpornographie. Ganz übles Geschwätz, vermutlich von Neonazis gestreut. Weißt Du da ‘was? Als SPD-Fraktionschef muß ich Schaden von meinem Mann abhalten.
Ziercke: Der Edathy? Du willst den wohl befördern. Gut so. Aber ich weiß da gar nichts. Doch ich werde den zuständigen Sachbearbeiter befragen. Der ist gerade unterwegs. Ich rufe Dich dann zurück. Leute wie Edathy brauchen wir.  


Version 2:
Oppermann: Oh, Du bist das, Jörg? Hier Thomas. Da habe ich doch versehentlich die Nummer des Bundeskriminalamts gewählt. Diese automatischen Telefone. Na, wie geht’s Dir denn, altes Haus?
Ziercke: Prima, Thomas! Habt Ihr in Berlin auch so schönes Wetter? Hier in Wiesbaden herrscht wunderbares Herbstwetter.
Oppermann: Ja, hier auch, Jörg. Ich geh gleich mal spazieren, also, bis die Tage! Tschüß.  

Welche Version mag wohl richtig sein?

Mittwoch, 19. Februar 2014

Persönlichkeitsdimensionen mit großer Selbständigkeit


Auf dem Barock-Ball verkleidete er sich als Sonne, daher sein euphemistischer Spitzname “Sonnenkönig”. Sein Enkel Ludwig 15. trat ballmäßig als Taxus auf, Bukolik war angesagt. Die Moden kommen, die Moden gehen. Mode ist heute bei bestimmten Gesellschaften in der EU, Homosexualität zu hofieren. Ein Mitglied der heutigen Hofgesellschaft, Claudia Roth, läßt sich in der WELT vernehmen, “wer die sexuelle Orientierung eines Menschen abwerte, werte den ganzen Menschen ab.”

Das trifft nicht zu, genau so wenig wie bei anderen, genetisch bedingten Variationen, gerade auf der physiologischen Ebene. Mit einem kleinen Körperwuchs muß man eben leben, man kann aber trotzdem ein großer Kriegsverbrecher werden, das Beispiel Napoleons zeigt es.
In der Hauptsache kommt es aber auf die ‘Software-Eigenschaften’ an, die “die großen 5” genannt werden. Sie besitzen natürlich auch eine genetische Anbindung, sind aber in gewissem Rahmen trainierbar. Das archaische Sex-Programm läßt sich dagegen nur in der Intensität hormonal beeinflussen, in seiner Gerichtetheit scheinbar gar nicht.

Die großen 5 werden als Faktoren aufgefaßt:


Dienstag, 18. Februar 2014

Wer bekommt eigentlich politisches Asyl?




1994 schlachteten viele Hutus in Ruanda auf unsäglich bestialische Weise mit Knüppeln und Macheten etwa 900’000 Tutsis ab. Um 2002 kam ein Ruander nach Deutschland und erhielt politisches Asyl. Dieser Mann, Onesphore Rwabukombe, erwies sich als einer der Hutu-Massenmörder, direkt oder indirekt. Als Bürgermeister hatte er 1994 zum Massenmord an den Tutsis seiner Gemeinde aufgerufen. Heute wurde er zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt.-
Wieso wurde dem Auslieferungsersuchen aus Ruanda nicht stattgegeben? (faz.net/aktuell/politik/ruanda-prozess-14-jahre-haft-fuer-beihilfe-zum-voelkermord-12807677.html)

Das erinnert an den Fall Khomeini, der in Frankreich politisches Asyl erhielt, bis er in der Lage war, den Schah zu stürzen und Persien in die islamistische Barbarei zu stürzen.