Freitag, 14. März 2014
Donnerstag, 13. März 2014
Her mit Finnland und Kongreßpolen!
Schirinowski bekommt 2011 von Putins Puppe Medwedjew den Vaterländischen Verdienstorden umgehängt. Schließlich tritt er mit seiner Liberal-Demokratischen Partei für Rußlands Grenzen von 1917 ein - mit Finnland, Kongreßpolen, Weißrußland und der Ostukraine.
(Bild: kremlin.ru/Wiki.)
Putin gleicht eher einem Monarchen als einem Lenin. Er setzt auf seine eigene Allmacht, auf Nationalismus und die russisch-orthodoxe Kirche, die reaktionärste Abteilung des Katholizismus. Er strebt keine Vergesellschaftung der Produktionmittel an, sondern läßt, wie Hitler, diejenigen Unternehmer unbehelligt arbeiten, die unpolitisch sind oder der Macht in Moskau ergeben.
In der Opposition gegen das Regime Putin befinden sich viele Parteien und Gruppen, von JABLOKO bis Pussy Riot, von Sjuganows Kommunisten bis zu Schirinowskis Nationalisten.
Seit dem Untergang des britischen Empire gibt es keine Imperien mehr und keine imperialistischen Doktrinen. Die Ausnahme bildet vielleicht die absolute Monarchie des Vatikans mit einer dezidierten universalistischen Ideologie, die missionarisch verbreitet wird, jedoch nicht auf Landgewinn ausgerichtet ist. Und das russische Imperium, wie es seit dem 18. Jahrhundert zusammengeraubt wurde, darunter auch die Krim.
Geblieben sind die Rivalitäten und Konkurrenzen zwischen den Ländern mit vielfältigen Motiven. Dies kann auch grundsätzlich nicht anders sein, erscheint aber weitgehend eingehegt durch das Völkerrecht. Das schließt viele kleine Kriege und militärische Aggressionen wie derzeit auf der Krim nicht aus. Putin verfolgt aber nationalistische Ziele zur Sicherung des alten russischen Imperiums.Es geht darum, daß die Bürger der Ukraine ihren eigenen Weg bestimmen, ohne Putins Einreden und ferngesteuerte Politgangster wie Janukowitsch.
JABLOKO-Emblem
Mittwoch, 12. März 2014
Dienstag, 11. März 2014
Opfer
Gedenkpark in Madrid für die 191 Gemordeten
(Bild: Tickle/Wiki.)
Das Tohoku-Erdbeben vor Ostjapan vor drei Jahren mit seinem verheerenden Tsunami tötete rund 19.000 Menschen und richtete riesige Zerstörungen an. Es ist so erstaunlich wie erfreulich, daß die Japaner die schlimmen Schäden schon zu einem guten Teil behoben haben. Viel bleibt aber noch zu tun. Der Toten der bis zu 20 Meter hohen Riesenwelle wird heute gedacht.
Ebenfalls an einem 11. März starben in Spanien 191 Zugpassagiere, 1900 wurden verletzt, als 2004, vor 10 Jahren, nordafrikanische Islamisten zehn Bomben in 4 Madrider Vorortzügen zündeten. Die Bombenleger-Gruppe der großsprecherisch so genannten “Marokkanischen Islamischen Kampftruppen” war im Vorhinein nicht entdeckt worden.
Ein Jahr später, 2005, gab es ein ähnliches Zug-Attentat in London, bei dem 56 Pendler starben. Gedenkpark in Madrid für die 191 Gemordeten
Montag, 10. März 2014
Langer Weg zur Empathie
Der Mensch sei sein eigener letzter Zweck, schreibt Kant in der Vorrede zu seiner “Anthropologie in pragmatischer Hinsicht”. Alles könne als bloßes Mittel gebraucht werden, dies verbiete sich jedoch beim Menschen (“Kritik der praktischen Vernunft”, 1/I/3).
Das ist schön gesagt, hält jedoch keinen Putin davon ab, seine Truppen in Bewegung zu setzen.
Aber solche Formulierungen haben dennoch eine Wirkung im PROZESS DER ZIVILISATION. Sie selbst haben bei Kant einen pietistischen und schottisch-calvinistischen Hintergrund, und sie wirken auch auf Personen dieses Denkkreises. Während die Sklaverei außerhalb Europas und der USA immer noch praktiziert wird, und teilweise nicht einmal verboten ist, engagierten sich Evangelikale wie Wilberforce vehement gegen die Sklaverei. Mit aufhebender Folge. In den katholisch-spanisch beeinflußten Südstaaten der USA bestand sie länger als im calvinistischen Norden.
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