Sonntag, 3. Mai 2015

Faktor IQ










Das Krächzen der Raben
ist auch ein Stück −
dumm sein und Arbeit haben:
das ist das Glück.”
So Gottfried Benn in seinem Gedicht “Eure Etüden”.

In unserer Dumm-und-dreist-Gesellschaft wird aber “dumm” anders gehandelt, ja, verleugnet. Sinnvoll ist das nicht. Denn es gibt die Dummen, man begegnet ihnen täglich. Sie sind schwer von Begriff. Ihr Gedächtnis ist schlecht, ihr Arbeitsgedächtnis klein, sie haben Probleme mit dem Abstrahieren etc. In den allgemein gehaltenen Intelligenztests erzielen sie niedrige Punktwerte. Und sie fallen in Tabellen wie der oben in die Kategorie “dull”, dumm, schwer von Begriff. Das Gegenteil bezeichnet “bright”, helle, intelligent.

Diese Tabelle bei Herrnstein/Murray (Bell Curve, S. 132) beruht auf der US-Langzeitstudie National Longitudinal Survey of Youth (NLSY), sie begann 1979 mit 12686 Teilnehmern im Alter von 14 bis 22 und verwendet den Armed Forces Qualification Test (AFQT), der sehr valide auf generelle kognitive Fähigkeiten abgestellt ist.

Die Tabelle weist aus, daß 2 Prozent der sehr intelligenten Weißen später, im Alter von 30 Jahren, unter die Armutskategorie fallen, 3% der Intelligenten, 6% der Normal-IQs, dann aber schon 16% der dummen Weißen, und 30% der sehr dummen Weißen.
Das erstaunt nicht. In modernen Gesellschaften spielt die Intelligenz eine große Rolle in den Berufstätigkeiten. Allerdings kann man allein auch mit den Fäusten oder den Beinen Millionen verdienen.

Samstag, 2. Mai 2015

60% - das verstehen die meisten gar nicht





Diese Darstellung zeigt die dramatische Abnahme der absoluten Armut, definiert in einer stabilen Zahl, bzw. die Zunahme des Wohlstands in den USA von 1940 bis 1990.

In Amerika wird die Armutsschwelle von der Regierung definiert - derzeit 23.850 USD jährlich (rund 2000 USD monatlich) für eine vierköpfige Familie. 
Die Festsetzung in konkreten Zahlen ist natürlich auch der Manipulation zugänglich, aber ehrlicher als die “relative Armut”, die von der OECD und der EU verwendet wird; wenn zum Beispiel die Bürger in der EU alle 2000 Euro monatlich mehr Einkommen erzielen, so verändert sich der Wert der relativen Armut (unter 60% des Durchschnittseinkommens) nicht.

(Diagramm aus Herrnstein/Murray, Bell curve, S. 128)


Armut hat den Vorteil, daß man sich nicht sorgen muß um Besitz und Geldanlage - daher kennen viele Mönchsorden das Armutsgelübde. Die Mönche - in der Regel überdurchschnittlich intelligent - wollen sich auf das für sie Wichtige konzentrieren.
Armut hat aber auch Nachteile, weil sie Wahlchancen einschränkt.
Der Mönch entscheidet sich freiwillig für die Armut und trägt jeden Tag die gleiche Nichtmarkenkleidung. Auch weltliche Menschen können sich für die Armut entscheiden, und Goethe schrieb ihnen ein Gedicht:


Vanitas! Vanitatum vanitas! (Eitelkeit! Eitelkeit der Eitelkeiten!)
Ich hab' mein Sach' auf Nichts gestellt,
Juchhe!
Drum ist's so wohl mir in der Welt.
Juchhe!  …
Ich stellt' mein Sach' auf Geld und Gut.
Juchhe!
Darüber verlor ich Freud' und Mut.
O weh!
Die Münze rollte hier und dort,
Und hascht' ich sie an einem Ort,
Am andern war sie fort.  …   


Die Armut eignet sich aber auch gut, um daraus eine Neidideologie herzustellen. Besitzunterschiede gibt es immer, und neidisch sind viele Menschen auch immer. Für die herrschenden Cliquen liegt es also nahe, das Thema auf Dauer zu stellen und das Stimmvieh damit abzulenken. Entsprechend kommen regelmäßig Meldungen aus Instituten und Armutsbereicherungsvereinen wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Arbeiterwohlfahrt und der Caritas, daß da und dort das Armutsrisiko und die Einkommensunterschiede zunähmen. 
Besonders in Deutschland. Das ist Propaganda, denn die statistische 60%-Grenze bedeutet rein gar nichts, sondern ist ein sozialistischer Trick. 
Mangel - um den geht es bei der echten, nicht statistischen Armut, findet man eher in Ländern mit wenig Einkommensunterschieden wie der Tschechei. Dort wurden die Einkommensklassen der Stalin-Husak-Zeit fortgeschrieben, die Arbeiter verdienen so viel wie Akademiker, es fehlen die Qualifizierungsanreize und so geht es allen im Land ähnlich schlecht. Wie das eben in den kommunistischen Diktaturen war, nur damals auf noch niedrigerem Niveau.

Mittwoch, 29. April 2015

Es geht auch mit Brötchen! Bravo! - Was ist die Normalverteilung, Gauß-Verteilung, Schaubilder, Übersicht

Kurvig






Die Glockenkurve gibt's auch schön bunt!




Ernst Haeckel zählt sie nicht zu den Welträtseln, aber bemerkenswert ist die Glockenkurve allemal. 
Man sieht gleich, da gibt es die Hauptmasse in der Mitte - zum Beispiel die Körpergröße - und an den Rändern befindet sich der Rest, links unter 1,60 Meter, rechts über 1,90 Meter, das sind jeweils weniger Personen. 
Das gilt auch für Schulnoten, früher jedenfalls, die meisten Schüler haben eine Drei, und es gilt auch für den IQ oder die Zeiten beim 1000m-Lauf. 
Nach ihrem Konstrukteur Carl Friedrich Gauß heißt die Glockenkurve auch Gaußsche Normalverteilung.