Mittwoch, 20. Mai 2015

Merkwürdig



Der geständige Mörder an der hochschwangeren Rebecca Wagner, Jens M., wird dem Haftrichter von Kopf bis Fuß in einen Spurensicherungsanzug eingetütet vorgeführt, Presse-Bilder zeigen ihn nur von hinten. Auf einem Video ist allerdings kurz zu sehen, daß der Mann ein schwarzes Gesicht besitzt. 

Wenn es sich dabei nicht um eine Tarnbemalung handelt, ist Jens M. offenbar ein Schwarzer. Erklärt das die ungewöhnliche Eintütung? Der Komplize kommt ohne Spurensicherungsanzug. Nun sucht die Polizei in Aschaffenburg nach Zeugen. Ohne anzugeben, daß es sich um einen auffälligen Schwarzen handelt. Oder ist es gar kein Schwarzer? Nur Bemalung? Warum die merkwürdige Eintütung? Wenn es sich aber um einen Schwarzen handelt, warum wird von der Polizei nicht danach gefragt, wer einen Neger in Aschaffenburg-Strietwald zur fraglichen Zeit gesehen hat? Das wäre doch eine Erinnerungshilfe.















Dienstag, 19. Mai 2015

Gottfried Benn hat keinen Koffer in Berlin













     „Berliner Straßen: Gottfried Benn muss draußen bleiben       Nächstes Jahr ist ein Gottfried-Benn-Jubiläumsjahr. Am 7. Juli 2016 ist sein sechzigster Todestag. In Berlin, der Stadt, der er wie keiner anderen verbunden war, erinnert an ihn die Stadtbibliothek in Zehlendorf sowie zwei Gedenktafeln; als es noch eine Landespostdirektion Berlin gab, erschien 1986 eine Sondermarke. Eine nach ihm benannte Straße gibt es nicht. Jetzt wagt Rainer Schmelzeisen den Vorstoß. Er ist wie sein Lieblingsschriftsteller approbierter Arzt, allerdings Zahnarzt, Professor und seit 1997 ärztlicher Direktor der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universität Freiburg. Seit 2010 ist er Vorsitzender der Gottfried-Benn-Gesellschaft und dabei nicht ohne Erfolge; in Eltville gibt es seit letztem Jahr einen Gottfried-Benn-Turm. Jetzt fordert der rührige und gebildete Dentist eine Gottfried-Benn-Straße für Berlin, am besten im Bayerischen Viertel im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, wo Benn bis zu seinem Tod wohnte und praktizierte. …“ 13.05.2015  FAZ

Mal sehen, was daraus wird. Benn war keine Frau, nicht schwul, kein Neger, kein Sozialist - da stehen die Chancen schlecht. Wir zitieren ihn jedenfalls: 

Gottfried Benn
WORTE

Allein: du mit den Worten
und das ist wirklich allein,
Clairons und Ehrenpforten
sind nicht in diesem Sein.

Du siehst ihnen in die Seele
nach Vor- und Urgesicht,
Jahre um Jahre - quäle
dich ab, du findest nicht.


Und drüben brennen die Leuchten
in sanftem Menschenhort,
von Lippen, rosigen, feuchten
perlt unbedenklich das Wort.

...  

Montag, 18. Mai 2015

Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt





Grab von Constantin Frantz in Dresden 
(Foto: Paulae/Wiki.)







„Manches habe ich auch Giscard zuliebe getan. Zum Beispiel habe ich dem Beitritt Griechenlands zur Europäischen Gemeinschaft zugestimmt - gegen meine Überzeugung ... Ich hatte mich etwas mit der griechischen Ökonomie befasst und konnte mir schlecht vorstellen, dass einer der milliardenschweren Reeder je auch nur eine Drachme Steuern nach Athen überwiesen hatte. Dennoch habe ich dem überzeugenden Argument von Giscard nachgegeben: Nachdem alle drei Staaten ( gemeint: Spanien, Portugal und Griechenland - WB ) aus eigener Kraft ihre Diktaturen abgeschafft hatten, mussten wir ihnen beistehen …“ Schmidt-Schnauze, alias Helmut Schmidt-Großschuldenmacher, Was ich noch sagen wollte, S. 212-14, 2015
Da hätte doch Schmidt-Schnauze einfach französischer Politiker werden sollen, könnte man lapidar anmerken. Doch ist die EU heute eine nicht ungefährliche Brüsselkratie geworden, und eine gefährliche Euro-Kratie, und daran ist nicht Griechenland schuld, sondern Politiker wie Giscard und Schmidt-Schnauze. Weder de Gaulle noch Adenauer hätten diesen Weg beschritten zur sanften EU-Diktatur und zur Transferunion. 

Constantin Frantz fällt einem da ein, der publizistische Gegenspieler Bismarcks, und sein Buch von 1851 „Deutschland und der Föderalismus“. Der SPD-Parteihistoriker Wehler nannte Frantz einen “mediokren Kritiker”, aber wer den Kopf voller Sozialismusmuff hat, wie Wehler (Deutsche Gesellschaftsgeschichte ), ist nicht besonders urteilsfähig. Frantz jedenfalls stellte sich ein föderales Europa vor in den Grenzen des alten lateinischen Europas. Auch darüber hinaus entlang der Donau, wie die Türkei ihre Besatzungen aufgab. Föderal, subsidiär. Friedrich Naumann hegte ähnliche Vorstellungen. Polen wollte er als Staat wiedererstehen lassen gegen den “rastlosen russischen Eroberungstrieb”, denn Polen hatte lange die katholische, also lateinische Ostgrenze gebildet und die russisch-orthodoxe Barbarei und den russischen panslawistischen Imperialismus abgewehrt. Bismarck war unfähig, das zu sehen, sowenig, wie er sich die Auflösung Preussens in Deutschland und den schließlichen Untergang vorstellen konnte. Schmidt und seine Nachfolger wollen heute Deutschland in der Brüsselkratie versenken. 


Niemand sieht allerdings die Zukunft voraus, und was sich die Politiker und Publizisten so denken, stellt sich meist als falsch heraus. Doch der Gedanke eines föderalistischen Europas, subsidiär, wie von Frantz imaginiert, besitzt eine größere Realitätstauglichkeit als der Brüsseler Zentralismus. Das gilt auch für die Einschätzung Rußlands als einer für das lateinische Europa seit jeher gefährlichen Macht. 




Sonntag, 17. Mai 2015

Anthropologische Spuren








Kriminalbiologe Benecke auf einer Bühne (Foto: Raschka/Wiki.)




Da findet sich allerhand auf S. 9 der FAZ v. 28.4.15, betitelt „Deutschland und die Welt“. Den Aufmacher der Seite bildet Mark Benecke, skurriler forensischer Biologe, ganzkörpertätowiert mit zwei Ohrringen und Totenkopf auf dem Kittel. Solche Existenzen finden sich inzwischen vermehrt in Akademia, signalisierend, daß die Wissenschaftslandschaftsbewohner zu einem großen Teil keine Bürger mehr sind, sondern akademisch geschulte Angestellte. Damit entfällt auch der hergebrachte bürgerliche Ehrenkodex und macht allerhand Vielfalt Platz, pöbelhaftes Verhalten - man denke nur an den SDS - inbegriffen.

Mit dem Tod hat auch Aiman O. zu tun, denn er verschaffte seinen Patienten auf der Organtransplantationsliste einen Vorteil; im ganzen Orient gilt das archaische Prinzip: dein Nächster steht dir näher als irgendein Listenfremder. 

Zwei Schüler ereilte der Tod vor den Abiturprüfungen durch eine Kohlenmonoxidbelastung, die ihre Sauerstoffaufnahme blockierte. Sie „feierten“ auf einem Boot mit Propangasheizung, wobei offenbar Sauerstoffmangel auftrat und unvollständige Verbrennung. REIFE wird zwar von den Schulbürokraten als Ziel des Unterrichts ausgegeben, ist aber nicht so gemeint, sonst hätten die Gymnasiasten, es waren insgesamt 4, gewußt, wie das mit unvollständiger Verbrennung und Sauerstofftransport im Blut geht.  

Mit welcher Hand schlug der bosnische Asylbewerber Sanel M. zu? Die Ohrfeige brachte der angetrunkenen Türkin T.A. bekanntlich den Unfalltod. Die nächtlichen Streitereien der besoffenen Jugendlichen fanden morgens zwischen drei und vier Uhr statt! Während die Streitenden volljährig waren, wenn auch ohne jede Reife, so waren auch zwei betrunkene Mädchen von 13 und 14 Jahren am Rande beteiligt. 13 und 14! Wie wurde der Erziehungsgedanke von Rotgrün destruiert. 


Recht erstaunlich eine kleine Meldung von großem Nachdenklichkeitsgewicht am Ende der Seite: Ein 65jähriger läßt sich zur Frau umwandeln. In einem Alter jenseits der Reproduktionsspanne bei sinkendem Sexualhormone-Spiegel. Und keiner, der schon immer ein halbes Mädchen war, sondern Bruce Jenner, 1976 Zehnkampf-Olympiasieger. Wer den körperlich ruinösen Hochleistungssport betreibt, besitzt sicher keine Urteilsreife. Aber daß sie auch nicht mit 65 zugenommen hat, wirft ein trübes Licht speziell auf die große Desorientierung durch Triebe. 

Samstag, 16. Mai 2015

Kopf hoch!




Dieser Herr Aristoteles sah die Funktion des Gehirns in der Wärmeableitung; vielleicht brachte ihn die Rundform des Kopfes darauf, von der er fälschlich annahm, sie habe die größte Oberfläche zur Abstrahlung. Mit Glatze fällt der Effekt in jedem Fall größer aus. 
(Bild: https://www.dasgehirn.info/entdecken/Kopf_und_Inhalt/aristoteles-2013-das-gehirn-als-kuehlsystem-1174)

Mitgelesen:
... danke für Deine realen Beobachtungen, die ich teile - aber in Kurzform noch etwas zuspitzen will.
Die Wissenschaft hat verloren wegen vier massiven Ursachen im System:
- Turbokapitalismus, der von der Politik in alle Lebensbereiche von machtbesessenen Politik-Clowns planwirtschaftlich
reingetreten  wird;  
- korrupte und ergomane Institutsleiter;
- willfährige Rechner und Schrauber, die den Gutsherren hörig ausgeliefert sind;
- politisch eingefärbter wissenschaftlicher Nachwuchs, als Wegwerfprodukt eines ungeeigneten Bildungssystems.
Das ist meine selbsterklärende Kurzform zur Systemanalyse der Wissenschaftsmisere ..."


Aber, aber! Jahrhundertelang wurde der Blödsinn von Aristoteles, Hippokrates und Galenos nur hirnlos abgeschrieben. 
Dagegen leben wir heute im Wissenschaftsparadies! Natürlich gibt es korrupte und egomane Institutsleiter, aber zu Zeiten von Semmelweis gab es davon die doppelte Menge! Heute gibt es davon so viele, wie es dem Durchschnitt der Berufe entspricht. Ein großer Fortschritt!
Und willfährige Rechner und hörige Schrauber gab es früher fast nur! Es regierte der Fürst, auch in der Wissenschaft. Wenn der Fürst Leistung zeigte, war’s gut, der zog oft gute Leute an wie Straßmann.
Politisch eingefärbten Nachwuchs gab es ebenfalls immer, Lyssenko und Stalin lassen Grüßen, Heidegger auch.
Dagegen wird ein wichtiger Punkt nur sehr vage angesprochen: das „ungeeignete Bildungssystem“.
Dazu wäre viel auszuführen, doch ist der Hauptfaktor die maßlose Aufblähung des Schulsystems und die Erstickung der Talente durch lernfaule Mitschüler und Kommilitonen. Die zu mittelmäßigen Lehrern und Hochschullehrern werden.
Es ist durchaus kein Zufall, daß dort, wo es viele private Schulen und Hochschulen gibt, an denen der Wettbewerbsgedanke noch nicht plattgetreten wurde, auch die größte Wissenschaftsvielfalt und das höhere Wissenschaftsniveau anzutreffen ist.
In England und Amerika denken nicht so viele Bürger an das Abschalten von Kernkraftwerken, und der Klimaklamauk findet den meisten Widerstand in den USA.
In Deutschland herrscht derzeit die Linke. Das geht vorbei. Von “Turbokapitalismus” spricht die Linke gern, sie will alles beamtenhaft beherrschen und unter ihr sollen alle gleich sein, und gleich arm.
Kopf hoch! Früher war fast alles schlechter! 
Kann man auch an der Lebenserwartung ablesen.