Mittwoch, 1. Juli 2015

Gute Unterhaltung



So’ne Kreuzfahrt, die ist lustig. Na ja, wem’s gefällt. Auf der Donau? Egal. Ein Unterhalter ist immer an Bord. Oder fünf. 
Eine Radfahrerin bekam Malaria. In Duisburg. In Duisburg? Welche kälteliebenden Mücken hätten die übertragen? Ein Rätsel. Im Duisburger Krankenhaus war ein Entertainer. Ein mobiler, der in Afrika seine Scherze anbot. Malariakrank aus Afrika. Der wurde im Krankenhaus gestochen. Die Mücke, nicht träge, stach auch die Radfahrerin. Und übertrug die Malaria-Erreger des Unterhaltungsbolds. In Duisburg. So geht’s. Gute Unterhaltung.













Montag, 29. Juni 2015

Geschichtensucht und Wissenserwerb


„Weil der Grad der Überzeugung von der Kohärenz abhängt, spiegelt sich in dem subjektiven Überzeugtsein von unseren Meinungen die Kohärenz der Geschichte wieder … Die Menge an Informationen und deren Qualität spielen keine große Rolle, da sich auch aus dürftigen Informationen eine sehr gute Geschichte erarbeiten läßt.“ (Kahneman, Denken, S. 259)
Dies stellt Kahneman für den Alltag fest, ob Familie, Ereignisse, Unternehmenshandeln, Politik - stets ist die Kohärenzsucht am Werk; das gilt in gesteigerter Form für Erzählungen und Romane.


Da sind wir ja schon drei. Nach Wanka fordert auch Julia Klöckner ein Schulfach ALLTAGSWISSEN. Daran fehlt es in der Tat. Ob medizinische Kenntnisse oder Gebrauchsanweisungen, Haushaltskunde und Geldanlage, einfache Mechanik und Elektrik, Medienkunde und Alltagsphysik, Persönlichkeitspsychologie und Verhaltenbiologie - solche Themen kommen zu kurz oder gar nicht vor.

Daher würde ich das ALLTAGSWISSEN sogar zum Hauptfach machen, denn es wird zuviel Unnützes gelehrt und als „Bildung“ verklärt. Der Bildungsbegriff hat aber nur Sinn in der Verhaltenserziehung im Sinne einer Korrektur und Unterstützung bereits angelegten Verhaltens.

In die Irre führen besonders erzählende Texte, weil sie eine Geschlossenheit von Handlungen einflüstern, wo in der Wirklichkeit der Zufall regiert. Insbesondere verführen auch Romane dazu, subjektive Darstellungen völlig überzubewerten. Sachtexte müssen daher im Mittelpunkt des Schulunterrichts stehen.







Die schönen Tage von Aranjuez kommen hoffentlich noch! /// Paco de Lucía Concierto Aranjuez - Adagio

Samstag, 27. Juni 2015

Glaube nur den Experimentalphysikern








Viele Klimaphysiker gebärden sich als Orakel und stiften viel Unheil mit ihrem Kaffeesatzmodellen. Sie arbeiten auch mit den alten delphischen Tricks. Sie blamieren sich trotzdem, wie man täglich auf WUWT u.a. nachlesen kann und haben inzwischen glücklicherweise viel an Glaubwürdigkeit verloren. Jetzt kommt ein Kaku daher und läßt uns wissen:

“Wenn wir heute auf irgendeinem Wege die Menschen des Altertums besuchen und ihnen die Fülle der modernen... Errungenschaften zeigen könnten, würde man uns als Magier betrachten...Um 2100 werden wir so mächtig wie die Götter sein, die wir einst verehrten und fürchteten...Ich bin Quantenphysiker....die Gleichungen der Quantentheorie...können auch dazu dienen, die Umrisse der Zukunft zu entschlüsseln...Der Höhepunkt all dieser Umwälzungen ist die Bildung einer planetaren Zivilisation...Dieser Übergang markiert vielleicht den größten Übergang in der Geschichte der Menschheit.” (Michio Kaku, Die Physik der Zukunft, Unser Leben in 100 Jahren. S.24f.)(Walter Beck,TASK)


Mit Verlaub: die Quantenphysik hat den Zufall schon entdeckt: wann ein radioaktiver Zerfall stattfindet, ist unbestimmt. Und wie die Geschichte weitergehen wird, ist so unbestimmt wie vor 100 Jahren. Wir dürfen gespannt sein. Hoffentlich gibt es nicht so viele furchtbare Überraschungen wie in den letzten hundert Jahren. Aber das Überraschungsei Putin und der "Isl. Staat" (IS) sind ungute Zeichen.
















Freitag, 26. Juni 2015

Dylann Roof und seinesgleichen bezeichnen manche Amerikaner despektierlich als „white trash“, „weißen Müll“; der praktische Philosoph Stefan Molyneux bleibt weitgehend beschreibend, führt aber vor, aus welch elendem Milieu dieser Sozio- und Psychopath Dylann stammt. Vor allem stammt er von seinem biologischen Vater Benn Roof ab, einem typischen Vertreter dessen, was manche Amerikaner despektierlich als „white trash“ bezeichnen. Das bedeutet natürlich nicht, daß Dylann Roof zum Massenmörder bestimmt war, aber die genetische Belastung mindestens durch den verantwortungslosen und gewalttätigen Vater und dessen verheerendes Vorbild hätten es dringend nötig gemacht, Dylann Roof einer besonderen Erziehungsbehandlung zu unterziehen. Die Schule kann nirgendwo so etwas leisten. Sie kann aber durch frühzeitige Persönlichkeitsgutachten Verfahren einleiten, um Jugendliche aus dem „Müll-Milieu“ herauszunehmen, wozu allerdings erst eine entsprechende Jugendgesetzgebung geschaffen werden müßte. Dieses Milieu muß natürlich auch beim Waffenkauf entsprechend behandelt werden. Daß Dylann Roof trotz dieser sozialen und genetischen Belastung nicht zu dem Verbrecher werden mußte, der er wurde, liegt auf der Hand, denn er war 21 und hatte viele positive Angebote in der Schule bekommen. Er war außerdem intelligent genug, im Internet Seiten einzurichten. Der Zufall wollte es auch, daß niemand seiner Freunde, auch nicht die schwarzen, die er hatte, seine diversen verwirrten und wechselnden Redereien angemessen beantwortete. Das muß jetzt erst das Gericht tun. Molyneux gibt dem Milieu aber zu viel Verantwortung, kein Milieu determiniert, und sein Appell an Frauen, sich nicht mit asozialen Männern einzulassen, wirkt etwas wirklichkeitsfremd, ist aber deswegen nicht falsch. Molyneux’ verdientvolle, informative Darstellung sucht im deutschen Bereich ihresgleichen. WD /// The Truth About Dylann Roof | Charleston Church Shooting