Freitag, 25. Dezember 2015
Donnerstag, 24. Dezember 2015
Gewählt wie genagelt
Günter hat wieder genagelt, so festlich wie nie.
Allen Nägeln festliche Momente!
Peter Müller? Kennen Sie den? Den Boxer? Nein, den Verfassungsrichter, seit 2011. Ach, der! War saarländischer Ministerpräsident. Wurde vom Bundesrat einstimmig gewählt. Weil er besonders wenig Qualifikation für die Verfassungsgerichtsbarkeit mitbrachte. Am liebsten läßt das Parteienkartell halt Politiker wählen, die der Politik passen und keine Probleme erwarten lassen. Müller war nicht der erste Politprofi als Verfassungsrichter, sogar einen Politiker Müller gab es schon, Gebhard Müller, und der war ebenfalls Ministerpräsident. Für die Parteien sind Ministerpräsidenten die beste Wahl. Die wissen einfach besser, was die Politik vom Bundesverfassungsgericht erwartet.
Mittwoch, 23. Dezember 2015
Man muß nur dran glauben
Abwehrzauber im 21. Jahrhundert!
Gegen Wühlmäuse.
“Was aber soll man davon halten, dass selbst ein freier Geist und großer Gelehrter wie Gottfried Wilhelm Leibniz geweihte Gegenstände des katholischen Kults im Abwehrzauber instrumentalisierte? Wie er seinem Adlatus berichtete, habe er bei einer Seefahrt auf dem Mittelmeer 1689/90 mit Erfolg einen Rosenkranz räuberischen Mördern entgegengehalten. Doch, so grübelte noch vor einiger Zeit Hans Blumenberg, wieso führte Leibniz die geweihten Perlen überhaupt mit sich?
Dem vielbehandelten Thema "Magie im Mittelalter" widmet der Wiener Germanist Helmut Birkhan eine Darstellung mit weitgestreuten Beispielen.”
S. Rezension Borgolte, “Der Abwehrzauber hat nichts von seinem Reiz verloren
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2010 Helmut Birkhans Darstellung der Magie im Mittelalter zeigt auch, wie lebendig deren Denkmuster blieben.”
Der Mensch ist nicht besonders rational, und viele Menschen lieben das Irrationale in vielen Formen. Ob der Franzl, der Linksaußen aus Argentinien, oder der Leibniz aus Hannover. Letzterer besitzt allerdings nur als Mathematiker Format, hat er doch u.a. die Infinitesimalrechnung gefunden, zeitgleich mit Newton. Und die Mathematik als eine besondere, realitätsferne Geisteswissenschaft verträgt sich gut mit Aberglauben aller Art.Montag, 21. Dezember 2015
Frans de Waal und die Gesellschaft
“Alle Primaten sind Konformisten. Sie ahmen andere nicht nur nach, sondern mögen es auch, wenn andere sie imitieren.”
Frans de Waal hat recht. Allerdings ist das keine neue Erkenntnis. Für den Primaten Mensch hat das schon der französische Soziologe Gabriel de Tarde in seinem Buch “Gesetze der Nachahmung” beschrieben, das 1890 erschien. Diese stammesgeschichtliche Anlage dient dem Zusammenhalt und der Eitelkeit von Vorbildern.
“...Was die Empathie betrifft, so verdanken wir der Neurowissenschaft zwei grundlegende Erkenntnisse: Sie hat uns gelehrt, dass es zwischen den Emotionen von Menschen und Tieren keine klare Trennlinie gibt. Und sie hat nachgewiesen, dass Empathie von Körper zu Körper stattfindet...Da Empathie auf der körperlichen Schiene völlig unbewusst abläuft, neigen wir dazu, sie zu unterschätzen.” Frans de Waal, Der Mensch, der Bonobo und die 10 Gebote, S. 188/191
Die Hirnforschung hat einen uralten Befund bestätigt: Menschen verhalten sich unterschiedlich empathisch. Bei Mördern stellte man hirnliche Spezifika fest, u.a. James H. Fallon, Niels Birbaumer. 3 Promille von türkisch-arabischen Intensivtätern verüben 20% aller Straftaten in Berlin. Nur Männer. Diese Unterschiede ignoriert Waal, um seine Bonobo-Beobachtungen des Nahbereichs, der Gemeinschaft, auf die Gesellschaft zu übertragen.
In der großen Gesellschaft geht es aber anders zu als in der kleinen Gemeinschaft (vgl. F. Tönnies, Gemeinschaft und Gesellschaft). Poppers WELT 3 der Theorien und Ideen spielt hier eine Rolle, es wird gekämpft um Macht und Ideen gesellschaftsweit, Parteiapparate werden dafür positioniert. Für Ideologien werden auch Kriege geführt. Die Empathie des Nahbereichs kann hier völlig ausfallen. Sogar in den Unterkünften für Asylbewerber in Deutschland werden viele Angriffe auf Christen von mohammedanischer Seite verübt - also selbst in en-face-Beziehungen obsiegt die Tradition einer Ideologie.
Waal sieht die Bedeutung von gesellschaftlichen Traditionen und Ideologien nicht.Samstag, 19. Dezember 2015
Geburtenrate und Entwicklung
Wie hoch ist die Traglast eines Landes? Die chinesische Diktatur bestimmte diktatorisch die Geburtenrate. Und verursachte die hohe Altenlast der Gegenwart und Zukunft. Vermied aber das Elend der weit überschrittenen Traglast in Indien, Arabien und Afrika. Die Bevölkerungsexplosionen dort zehren sofort jeden Fortschritt auf. Dem ist Rotchina entgangen.
Jetzt schaltet Peking auf die 2-Kind-Familie um, und die etwa 13 Millionen "Schwarzchinesen" aus Zeugungsübertretungen der Vergangenheit sollen legalisiert werden.
(Vgl. Kleine sozialpolitische Reform in China
Jedem sein Hukou
Der Status von 13 Millionen Chinesen, die nicht im Hukou-System registriert sind, soll legalisiert werden. Den Wanderarbeitern nützt das aber wenig." NZZ 10.12.15, Beat Wieser)
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