Montag, 15. August 2016

Neue Sicherheitsfragen

University of Texas Professors Sue Over Concealed Guns Allowed in Their Classrooms (http://tinyurl.com/j7xwhez)


Killer dringen in Paris in eine Redaktion ein und erschießen 12 Redakteure. Killer dringen in Paris in einen Konzertsaal ein und ermorden 80 Menschen. Killer dringen in Züge ein und bringen Passagiere bestialisch mit Beil und Messer um. 
Die Lage ist alarmierend. Was tun?
Studenten der University of Texas in Austin haben sich dafür entschieden, eine Waffe verdeckt bei sich zu tragen. Auch im Seminar. Sie hätten mutmaßlich einen Killer wie Robert Steinhäuser, der 2002 in Erfurt 15 Menschen in seiner Schule ermordete, sofort nach seinem Auftauchen zur Strecke bringen können. 
Gegen das verdeckte Waffentragen in der Uni haben 3 Professorinnen geklagt. Ein interessanter Fall in Austin, weil bei einer Killerattacke vor 50 Jahren an der Uni erst ein Zusammengehen von Polizei und bewaffneten Bürgern und Studenten den Attentäter ausschaltete.
















Sonntag, 14. August 2016

Geht!


Immer wieder stellt sich die Motor-Öl-Frage, inwieweit man zB vollsynthetisches und mineralisches Öl beim Nachfüllen mischen darf. Ich denke, es verhält sich so: "Mischen possible!
Also synthetisches Öl ist eigentlich auch "nur" Öl, dass chemisch auseinander genommen wurde und dann definiert wieder zusammengesetzt. Dadurch wird eine Reinheit der Eigenschaften erzeugt, die beim "normalen" Öl nicht gegeben ist. Das bedeutet, dass nach einer Mischung zweier unterschiedlichen Ölsorten die evtl. schlechtere Eigenschaft zu berücksichtigen ist. Das Öl wird durch Zugabe eines höherwertigen Öls also nicht verbessert, wie schon von den Anderen berichtet.
Nach eigenen Erfahrungen gibt es beim Umstieg von Ölsorten und Viskositäten keine Probleme. Weder von Synthetik auf Mineral noch umgekehrt. Selbst wirre Mischungen haben selbst bei langen Wechselintervallen von über 30.000km keine Schäden oder Ablagerungen erzeugt. Bei Undichtigkeiten sollten eher die Dichtungen als das Öl gewechselt werden, weil im betriebswarmen Zustand auch ein 15W40 so dünnflüssig wie ein 5W40 ist.
Ich verwende seit einigen Jahren fast ausschließlich vollsynthetisches 5W40 vom Praktiker mit Mercedes-Spezifikation 229.3. (und das ist nach Mercedesangaben was ganz tolles!) Das kostet momentan etwa 14 EURO pro 5Liter (wenn die nicht grad eine -20% Aktion haben) Es leistet gute Dienste in verschiedenen Motoren wie: 2 Liter Mercedes Diesel BJ. 1963 ; 6,3 Liter Cadillac V8 Benziner BJ. 1963 ; 2,4Liter Mercedes Diesel BJ. 1983 ; 5Liter Mercedes V8 Benziner BJ. 1991 ; 5Liter Chevrolet V8 Benziner BJ. 1986 ; 1L Honda Motorrad Benziner 136PS BJ.1991 ; 4,3Liter V6 GM-Bootsmotor BJ.1996 …um die laufleistungsstärksten zu nennen. Keiner der Motoren wird geschont und muss regelmäßig seine Maximalleistung bringen. Es wird immer vernünftig warm gefahren und nach etwa 15 bis 20.000 km das ÖL gewechselt.
Das kann alles Zufall oder Glück sein, also Nachahmung immer auf eigene Gefahr!
Mit meinen Experimenten habe ich jedenfalls für mich alle Gruselgeschichten von schlimmen Gefahren der falschen Ölsorten widerlegt. Selbst Motoren mit Laufleistungen von über 300.000km und Motoren mit einem Alter von über 40 Jahren haben hochwertiges Öl vertragen. Mein Motorrad hat schlimmste Drehzahlen mit billigstem 15W40 aus einem Billigbaumarkt schon über 40.000 km schadlos überstanden.
Ich vermute daher, dass alle angebotenen Öle die Mindestanforderungen erfüllen und nach behutsamen Warmfahren und regelmäßigem Wechsel keine Schäden verursachen.


Besseres Öl kann meiner Meinung nach auch für alte Motoren nur gut sein." t137/autoplenum










Samstag, 13. August 2016

Legendäre Aufnahme. /// I got My Mojo Working - Fathers and Sons(1969)

Von Fasern zu Gefühlen



Serotoninspiegel zu niedrig? 
Dürers Stich von 1514 Melencholia I (aus Wikip.)




Simon Eickhoff vom Jülicher Institut für Neurowiss. und Medizin sprach an der TU Dortmund (Koll. “Biologie und Gesellschaft” 10.6.13 ) über “Von Fasern zu Gefühlen”. Aus seiner Inhaltsangabe: “... So selbstverständlich beide Aspekte, biologische Struktur und mentale Leistungen erscheinen, so waren sie doch in der gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Betrachtung der letzten Jahrzehnte oft getrennt. Das Denken und Fühlen lag vor allem in der Domäne der Psychologie, während sich die Anatomie mit dem Feinbau des Gehirns beschäftigte. Gerade über die neuen Möglichkeiten der funktionellen Bildgebung haben sich beide Perspektiven in den letzten Jahren wieder stark aufeinander zu bewegt. Und so ist es ein zentrales Anliegen der heutigen neurowissenschaftlichen Forschung, den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion des Gehirns besser zu verstehen. … Dieser Vortrag bietet einen Einblick in die moderne Hirnforschung und soll dabei Antworten auf folgende Fragen liefern: Wie lassen sich die Struktur, Funktion und Interaktion im menschlichen Gehirn untersuchen? Worüber lassen sich heute schon Aussagen treffen? Wo liegen weitere Perspektiven einer integrierten Betrachtung des Organs Gehirn und seiner Leistungen?” Zur Bedeutung seiner Arbeitsrichtung präsentierte Eickhoff eine eindrucksvolle Statistik über die Krankheiten, die die Lebenszeit beschweren und verkürzen: 1. Depression 2. Alhoholabhängigkeit 3. Osteoarthritis 4. Demenz 5. Schizophrenie 6. Bipolare Erkrankungen 7. Schlaganfall 8. Lungenleiden 9. Unfälle 10. Diabetes
Mag es so sein, daß die Depression heute öfters diagnostiziert wird, während die vor hundert Jahren populäre Diagnose “Hysterie” völlig verschwunden ist, so ist doch beachtlich, welche Bedeutung sie bei den Krankschreibungen erlangt hat. Gut verstanden ist die Depression aber immer noch nicht und es gibt verschiedene Modellvorstellungen (Beck/Ellis, Seligman u.a.) Bei schweren Formen spielen die Botenstoffe eine besondere Rolle, zuvörderst Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin (Monoamine). Insbesondere das Serotonin steigert nicht nur die Kontraktionskraft des Herzens und seine Schlagfrequenz, auch die Darmmotorik beeinflußt es und - die Stimmungslage. Antidepressiva suchen entsprechend den Serotoninspiegel zu beeinflussen.

Freitag, 12. August 2016

Heikler Monotheismus






Trübe Frage: wann wird der Monotheismus nicht dogmatisch oder fanatisch?
Nur, wenn er stark geschwächt ist. Ansonsten droht immer von monotheistischen Vereinen, was der Römling Nieheim (1345-1418) so anmerkt:  s. Zitat-Foto links (aus Sarrazin, Der neue Tugendterror, 2015)

Daher sollte man vielleicht monotheistische Vereine grundsätzlich nicht anerkennen und ihnen keinerlei Vergünstigung einräumen oder gar Hilfsdienste leisten. Eine geheimdienstliche Überwachung empfiehlt sich als Standard.
Zugleich sollte man klarer unterscheiden zwischen Religionen, Kulten und Okkulten.
Als Religion wäre nur anzuerkennen, wo eine Individualbeziehung zu dem vorgestellten Gott vorgesehen ist. Dies ist in der Hauptsache nur im Christentum der Fall, teilweise auch im Mosaismus, speziell im Protestantismus.
Kulte dienen vor allem der Machtausübung über Kollektive, die durch äußerlich Rituale gelenkt werden; die metaphysische Anbindung dient den Führern zur Dekoration und zur Herstellung von weihevoller Stimmung.

Vergl. auch:
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2015, Nr. 39, S. 12
Wie auch Christen und Buddhisten metzeln
Das Gewaltpotential von Religionen steht nach den Anschlägen in Paris und Kopenhagen im Zentrum der Aufmerksamkeit und prägt die Wahrnehmung des Islams. Aber die anderen Weltreligionen stehen nicht zurück.

Von Gerd Althoff, Thomas Bauer und Perry Schmidt-Leukel

Als Saladin mit dem Kampf gegen die Kreuzfahrer beschäftigt war, verfasste der Historiker Ibn Schaddad im Jahre 1188 für ihn ein Buch mit dem Titel "Die Vorzüge des Dschihad". Das Buch ist keine Aufstachelung zum Kampf, sondern ein juristisches Werk, in dem ausführlich diskutiert wird, was im Krieg alles erlaubt ist und was nicht, bis hin zur Frage, ob man Pferde der Feinde töten darf. Saladin hat das Buch studiert und sich als frommer Mann, der er war, auch an die Regeln gehalten, was viel zu seinem Ruf als besonnener Herrscher beigetragen hat.

Hieran zeigt sich die zweischneidige Konsequenz der oft erwähnten Tatsache, dass der Religionsstifter des Islams selbst Kriege geführt hat. Einerseits machten es die Feldzüge des Propheten relativ einfach, kriegerische Handlungen gegen Nichtmuslime zu rechtfertigen, andererseits verlangt das Vorbild des Propheten aber auch, Regeln und Grenzen einzuhalten, die man aus dessen Verhalten im Krieg ableiten kann. Dies führte früh zu einer Verrechtlichung des Krieges. Dabei war es nicht genug, einzelne Koranstellen herauszupicken. Bekanntlich finden sich im Koran sowohl versöhnliche als auch kriegerische Passagen. Hinzu kommen Hadithe, also mehr oder weniger zuverlässige Überlieferungen über die Taten und Aussprüche des Propheten, die die koranischen Stellen erklären und ergänzen, aber selbst wiederum nicht frei von Widersprüchen und Unklarheiten sind. ..."