Samstag, 24. September 2016
Dawkins oder Tarde?
Trübe Frage, welche Chance Kinder gegen Indoktrination besitzen.
Woran liegt das?
An Ideologie-Viren und Memen, die in das Kinderhirn eindringen?
So ähnlich wird man sich das am besten vorstellen können. Wobei natürlich alle Vergleiche hinken.
Alle Gruppentiere besitzen ein Stammeserbe, das sie besonders disponiert, die Signale und Mitteilungen ihrer Führungstiere aufzunehmen, zu beantworten und zu befolgen.
Dawkins nennt beim homo s.s. ein albernes Beispiel für eine schnelle Verbreitung: die Schildmütze, die mit dem Schild nach hinten aufgesetzt wird. Man wird annehmen dürfen, daß ein Alpha-Tier damit begonnen hat und die Rangplatzniederen es kopierten, wobei die Verbreitungsgeschwindigkeit zunahm mit dem Massenmedienecho, das einflüsterte, daß die Gruppenmehrheit so verfährt. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine Mütze, um Hip-Hop oder Heilslehren handelt. Es gibt weder einen freien Willen, noch besitzen die meisten Herdentiere die Möglichkeit, nach rationalen Kriterien auszuwählen. Ihr Gefühlshirn (Limbisches System) prüft und sigalisiert Wohlgefühl bei Übereinstimmung mit der Mehrheit. Jahrhundertelang schrieben fromme Mönche den Blödsinn des Hippokrates und Galenos ab, ehe in der Renaissance Männer wie Paracelsus daherkamen und begannen, den tradierten Unsinn in Frage zu stellen. Noch Mozart starb durch Ärzte, die den Aderlaß für Medizin hielten, und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die echte, die naturwissenschaftliche Medizin in Europa - nur in Europa und in den USA - und verlängerte das Leben der Menschen dramatisch.
Mit Gabriel Tarde („Gesetze der Nachahmung“, 1890) läßt sich das bereits gut verstehen, mit der Soziobiologie, und mit Maturanas und Luhmanns Systemtheorie. Leider halten die meisten Geistes- und Sozialwissenschaftler denkfaul an abgestandendenen und schon stinkenden Denkmustern fest.
So sind sie eben, die Gruppentiere. Man muß es zur Kenntnis nehmen. Zugute halten kann man ihnen, daß es mitunter sehr schwierig ist, abgestandenen Denkmüll von der Sorte Platon und Aristoteles von alten, aber dennoch gültigen - weil genetisch gestützten - Figuren der Tradition (Familie) zu unterscheiden.
Na, ja. Hauptsache, es kommt keine Kaltzeit.
Freitag, 23. September 2016
Nur den Friedlichen Frieden
Zwangseingemeindung wehrloser Kinder
2. Gebot: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.
Auch das 2. Gebot (von den 10, Formulierung EKD) ist völlig unerheblich. Es ist Unsinn, weil es keine Götter gibt zwischen Erde und Sirius.
Aber natürlich darf auch jeder an den Weihnachtsmann glauben. Und auch an den Osterhasen. Die Gedanken sind frei, und die Meinungsäußerung muß frei bleiben, obwohl die Gläubigen das nicht wollen.
Neulich hörte ich von einer Krankenschwester, daß sie als junge Frau aus der evangelischen Kirche ausgetreten sei, dann aber, später, wieder eintreten mußte, weil sie eine Stelle in einem evangelischen Krankenhaus antreten wollte. Die konfessionellen Krankenhäuser werden zu praktisch 100% aus Steuermitteln finanziert, trotzdem zwingen Oberpriester wie Bedford-Strom Angestellte unter ihr Diktat! Schon übel. Sehr übel. Religionsfreiheit wird von den Oberpriestern stets und immer mißbraucht.
Ich kann selbst ein Lied davon singen. Zwangsweise wurde ich der katholischen Kirche einverleibt. Im Religionsunterricht gab es keine Meinungsfreiheit, dafür aber Kopfnüsse und Übergriffe. Übel, sehr übel.
Daher ist Religionsfreiheit so eine Sache. Die Kinder bekommen nämlich eine Gehirnwäsche. Und die Freiheit, aus dem Glaubensverein auszutreten, wird nicht respektiert, oder nur widerwillig, oder sogar mit schweren Strafen bedroht, sei es die Hölle oder die Todesstrafe.
Daher sollte die uneingeschränkte Religionsfreiheit im laizistischen Staat nur solchen Religionen eingeräumt werden, die auf Kinderindoktrination verzichten, die Freiwilligkeit gewährleisten, allein spirituelle Ziele verfolgen und gewalttätigen und gesundheitsfeindlichen Ritualen entsagen.
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