Dienstag, 3. Juli 2018
Sonntag, 1. Juli 2018
Guten Geburtstag, Herr Lichtenberg
Lichtenberg vor der alten UB in Göttingen
“Weiser werden heißt immer mehr und mehr die Fehler kennen lernen, denen dieses Instrument, womit wir empfinden und urteilen, unterworfen sein kann. Vorsichtigkeit im Urteilen ist was heutzutage allen und jeden zu empfehlen ist, gewönnen wir alle 10 Jahre nur eine unstreitige Wahrheit von jedem philosophischen Schriftsteller, so wäre unsere Ernde immer reich genug.” Georg Christoph Lichtenberg (1.7.1742-1799), Sudelbücher Heft A 128 (137)
Der Umgang mit dem Gehirn ist wahrlich nicht einfach. Oft sieht das so aus:
“Wenn er seinen Verstand gebrauchen sollte, so war es ihm als wenn jemand, der beständig seine rechte Hand gebraucht hat, etwas mit der linken tun soll.” Lichtenberg, Heft B 1
Samstag, 30. Juni 2018
Alles Einbildung!
Buchempfehlung HEIKO LUHMANN, Alles Einbildung:
"Was ist Wirklichkeit? Was nehmen wir wahr? Was ist Bewusstsein und wie wird es beeinflusst oder verändert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hirnforschung und kommt zu dem Ergebnis, dass unser Gehirn die Wirklichkeit nicht abbilden kann. Persönliche Erfahrungen und die Umwelt prägen unsere Wahrnehmung, durch Schlaf, Meditation und Krankheit wird sie verändert. Wir nehmen die Realität nicht so wahr, wie sie ist, sondern so, wie wir sind und was unsere Neuronen mit ihr machen. Jeder Mensch anders und ganz individuell. Heiko J. Luhmann gibt einen Überblick zu den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften – vom Aufbau des Gehirns, über die verschiedensten Einflüsse auf die Wahrnehmung bis hin zu deren zukünftiger Nutzung."
(WBG)
Luhmann promovierte bei Wolf Singer und lehrt heute an der Uni Mainz Neurophysiologie; er ist außerdem Chefredakteur des Neuroforums der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft.
Eine neurowissenschaftlich gestützte Erkenntnistheorie kann zu der Einsicht verhelfen, daß sämtliche Erkenntnisgegenstände konstruiert sind - besser oder schlechter, angemessener oder fehlgeleitet.
Freitag, 29. Juni 2018
Sehr bedenkenswert in der Hauptsache. Das ökonomische Denken ist unverzichtbar, liefert aber nur einen Maßstab unter anderen: Individuelle Grundrechte. Überindividueller, familiärer und nationaler Bezug. Stabile Institutionen. Ökologische Orientierung. Zivilisierte Standards vom Schul- und Hochschulwesen bis zu Ästhetik im öffentlichen Raum und Tierschutz. Sie sind allesamt zu berücksichtigen und stehen auch in einem Spannungsverhältnis zueinander; es gilt der antike Satz: nichts zu sehr, also Maßhalten. Die völlige Übertreibung des Ökonomischen hat uns eine konsumistische Barbarei zugezogen, begleitet von Multikulti-Anbeterei und Vergötterung internationaler Orientierung als infantile Selbstvergessenheit deklariert als "Weltoffenheit". /// Was bedeutet heute Wohlstand? Diskussionsrunde der Schader-Stiftung am 6...
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