Sonntag, 17. November 2019

Hallo Neue Zürcher!



Am 30.3.19 schrieb ich der NZZ: 
Große Artikel gibt es zu drittrangigen Themen: “In Dänemark jagt ein Velo Parksünder”. Der neue Chefredaktor Gujer glaubt an den Klimaklamauk und schreibt lang und breit über Klimapubertierer als Aufmacher; dann folgt ein langer Artikel zum 2. kaliforn. Bayer/Glyphosat-Urteil ohne inhaltliche Infos (In Kalifornien war eine fachfremden Jury am Werk, der man jedes x für ein u verkaufen könnte. Die Abzocker-Anwälte gehen oft zuerst ins grüngewickelte Kalifornien, weil sie dort Rückenwind verspüren. Es war zu lesen, daß die  Urteile des "Ninth Circuit", zu der dieses Gericht gehört, zu über 80% in nächster oder höchster Instanz gekippt werden.) Und zu wenige Unternehmensnachrichten von Schweizer Firmen werden abgedruckt. Das schrieb ich am 30.3.19 als Leserbeschwerde. 

Heute nun füge ich hinzu, daß mir in der Ausgabe v. 16.11.19 besonderen Ärger bereitete, daß der linke Zeichner Gut Donald Trump als Mistkäfer abbildete und sich der der linke Ökonom Persson verschwätzte unter dem Titel “Der Populist ist oft ein Verlierer - und sein Wähler ebenso”. Wenn ich solches Linksgeschwurbel lesen möchte, dann kaufe ich die Süddeutsche. Die ist voll davon.
In der ganzen Samstagausgabe international hat mich nur der Kirgistan-Artikel interessiert.
Das ist mir zu wenig. Die anhaltende Linksentwicklung der NZZ  gefällt mir nicht. Ich kündige das Abo zum nächsten Termin und bitte um Bestätigung.




















Samstag, 16. November 2019

Medizinchemie. Wo das blaue Blut herkommt - und die große Sauerstoffkatastrophe vor gut 2 Mrd. Jahren. Da hätte Kobold Bärbock gestaunt. /// Chymiatrie - #003 - Hämocyanin & Tyrosinase

Einheit und Spaltung


Nach dem Zerfall der Römischen Republik übernahmen - meist nach blutigen Bürgerkriegen - die Kaiser das Regiment. Sie pflegten sich einen speziellen Gott für ihre Regierungszeit zu erwählen als eigene religiöse Duftmarke. Im Bürgerkrieg gegen Maxentius probierte 312 Constantin an der Milvischen Brücke einen neuen Gott aus, und siehe da, er gewann mit Christus. Hernach ging es mit dem Christentum aufwärts und mit Rom abwärts. Constantin zog nach Konstantinopel, das er begründete. 



Wenn der Häuptling ein Spaltpilz ist, dann gibt es schnell neue Gruppen und Erlebnis-Milieus, ob bei den Pythagoräern, den Montanisten, den Waldensern, den Lutheranern, Calvinisten etc. Wenn es ähnlich Wehrhafte sind, gibt es Bürger- und Religionskriege. Am Ende bleiben Pluralismus, Herkunfts- und Berufsmilieus sowie Freizeit- und Erlebnismilieus. Allerdings nur relativ friedlich in den freiheitlich verfaßten Staaten, dort treten jedoch  immer auch rivalisierende Jugendgruppen auf (vgl. „Westside Story“, Rocker und Mods etc.). 
Von jeder Großideologie sondern sich kleinere Gruppen ab wie Marxisten, Maoisten, Nationalsozialisten, RAF, PLO u.a.m.

Einheit gibt es nur vorübergehend, wenn zB die Perser angreifen; dann finden sich rivalisierende Stämme und ideologisch differente Poleis zusammen wie Sparta und Athen. Oder die NATO. Einheitliche Verfassungen und supranationale Ordnungen tragen nur zeitweilig, dann erfolgen Zusammenbrüche wie im antiken Rom oder der Sowjetunion oder Austritte wie der Brexit. 
Der Nationalstaat aufsitzend auf einer nationalen Orientierung hat bisher relativ lange gehalten ohne eine absolute Monarchie oder Diktatur. Dem Nationalstaat setzen heute Multilateralismus, Globalismus und Multikulturalismus arg zu, speziell in Europa, aber ähnlich auch in den USA. Schwächlich erscheint auch das russische Imperium, während das neue hypernationale China noch an Macht gewinnt.  
















Wenn der Papa für den Sohn komponiert. /// Für Wolfgang van Leopold Mozart