Weiß eigentlich jeder, Journalisten aber weniger. Deswegen erklärte es Prof. Dr. Jürgen Herget (Uni Bonn) heute morgen im DLF: Im engen Tal steigt das Wasser schnell, weil es nicht in die Ebene ausweichen kann. Alles nahe am Fluß wird mitgerissen, Häuser, Bäume, Autos etc. und kann - bei Widerständen - zu Aufstauungen führen.
Samstag, 24. Juli 2021
Mittwoch, 21. Juli 2021
1944, Stauffenberg und Hayek
Claus von Stauffenberg gebührt Respekt für den Versuch, den charismatischen Hitler aus der Welt zu schaffen.
Stauffenberg muß man den Respekt versagen für seine Kriegskarriere. Er war ein unbedarfter konservativer Katholik, der als Zeitgenosse nicht begriff, was die Nazis an Verbrechen von Anfang an begingen. Er war geblendet wie viele von den Erfolgen Hitlers, wie sie Sebastian Haffner, der Emigrant, in seinen „Anmerkungen zu Hitler“ darstellt. Es fehlte ihm aber jede freiheitliche Einstellung und jedes politische Verständnis.
Er war staatsgläubig, so wie das heute wieder ganz große Mode ist.
Daher ist er als Vorbild leider ungeeignet.
Vorbildlich dagegen der spätere Nobel-Preisträger
Friedrich A. v. Hayek mit seiner frühen Analyse von 1944 "Der Weg in die Knechtschaft", erschienen als englische Originalausgabe „The road to serfdom“.
Daraus:
"Elftes Kapitel
Die Rolle der Propaganda – Das Volk muß dahin gebracht werden, sich nicht nur 8 die der Planwirtschaft zugrunde liegenden Wertvorstellungen, sondern auch die Interpretation der darauf bezüglichen Tatsachen zu eigen zu machen – Einschmuggelung der neuen Werte unter dem Namen der alten – Totalität der Propaganda – Wahrheit und Denkfreiheit
Zwölftes Kapitel: Die sozialistische Wurzel des Nationalsozialismus Die Sozialisten vollenden den Sieg des Antiliberalismus in Deutschland – Sombart – Plenge – Lensch – Spengler und Moeller van den Bruck – Der Sozialismus als Waffe gegen den liberalen Westen
Im Netz frei verfügbar:
Dienstag, 20. Juli 2021
Montag, 19. Juli 2021
Kansas Joe McCoy and Memphis Minnie When the Levee Breaks - Famous 1927 ...
Platon und Nietzsche Un-Zeitgenossen im Gespräch
Sie haben ziemlich viel gedacht und geschrieben, diese beiden, der Adelssproß Platon und der Pastorensohn Nietzsche; insgesamt sind mehr Mißverständnisse herausgekommen als gültige Erkenntnisse. Oder ist das beschönigend? Immerhin hat Platon mit seinen „Politeia“ die Vorlage für Stalin und Hitler geliefert. Und hat nicht Nietzsche solche Gedankenblasen losgelassen wie „Was fällt, das soll man auch noch stoßen!“*
Zuviel haben sie gewollt, zuwenig Kenntnisse besaßen sie, zu unbescheiden waren sie.
Denn für diese Welt ist der Mensch nicht schlau genug, niemals merkt er eben allen Lug und Trug, den er auch selbst produziert.
*Nietzsche, Zarathustra, 20:
„Oh meine Brüder, bin ich denn grausam? Aber
ich sage: was fällt, das soll man auch noch stossen!
Das Alles von Heute — das fällt, das verfällt: wer
wollte es halten! Aber ich — ich will es noch stossen!“