Montag, 19. September 2022

Zwei verschiedene Zeitgenossen der frühen Industrialisierung im Ruhrgebiet

Alfred Krupp und Fritz Harkort waren Zeitgenossen, Harkort lebte von 1793 bis 1880, er war der jüngere, Krupp von 1812 bis 1887. Beide verschrieben sie sich dem technischen Fortschritt, wurden Unternehmer, beide waren Nachbarn im Ruhrgebiet und beide waren Protestanten. Damit enden aber die Gemeinsamkeiten. Krupp machte das kleine, verschuldete Gußstahlwerk zu einem Weltunternehmen mit 21000 Mitarbeitern, er war technisch so begabt wie unternehmerisch, eine Doppelbegabung. Harkort dagegen mit seiner soliden und für die Zeit langen Schulausbildung von etwa 12 Jahren erlitt wiederholt unternehmerischen Schiffbruch und starb - anders als Alfred Krupp in seiner pompösen Villa Hügel - in bescheidenen Verhältnissen. Allerdings besaß auch er eine Doppelbegabung als Politiker und Publizist. 

(vgl. https://thschmitz.de/index.php/historisches-wetter-ruhr/persoenlichkeiten/friedrich-harkort)  

Mittwoch, 14. September 2022

Zeittakt von Eiszeiten: Was steht uns bevor?

Sehr informativer Vortrag des AWI-GEOMAR-Gründers Jörn Thiede! 

Die Eiszeiten dauerten länger, als bisher gedacht, die Wechsel von warm zu kalt verliefen schneller, teilweise nur 10-20 Jahre, und die Geometrie der Erdbahn spielt möglicherweise eine entscheidende Rolle.


Montag, 12. September 2022

Überraschende Wendung: Immer weniger Wirbelstürme - Klimaschau 126

Besteht die Gefahr, daß die Hurrikane aussterben? Eine Welt ohne Hurrikane? 
Da sollten wir den blutrünstigen Robbenfressern unseren Schutz entziehen und den Hurrikanen angedeihen lassen!
Der Windartenvielfalt wegen.

Sonntag, 28. August 2022

Sarrazin braucht Klima-Nachhilfe


„Im Rahmen der aktuellen Debatten um den Umgang mit dem Klimawandel geht es um die besten Methoden, den CO2-Ausstoß auf der Welt schnell und möglichst effizient zu senken. Dabei geht es auch um eine international abgestimmte Bepreisung des CO2-Ausstoßes, unterstützt durch einen funktionierenden Handel mit CO2-Zertifikaten. Das ist eine politisch gestaltete Rahmenbedingung im Sinne des Marktmodells von Hayek.“

Sarrazin, Thilo. Die Vernunft und ihre Feinde (S.118). Langen-Müller. Kindle-Version. 

Nachdem Sarrazin sich länger in Kapitel 2 mit den menschlichen Erkenntnismöglichkeiten beschäftigt hat, wobei er sich auf Poppers „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ 

bezieht, und mit diesem feststellt, daß eine sichere Erkenntnis grundsätzlich nicht möglich ist (Schwarzer-Schwan-Phänomen), sondern nur vorläufige, kommt er dann leider zu dieser Einschätzung. Er hat sich offenbar nicht mit Wetter und Witterung beschäftigt. Nicht mit den Klima-Modellen des politischen Weltklimarates. Nicht mit der Handreichung der Klimatologin Judith Curry mit dem Titel „Climate Models for the Layman“ (auf Currys Seite), nicht mit den vielen Arbeiten Richard Lindzens, nicht mit den Beiträgen auf der Seite des Meteorologen Anthony Watts (WUWT) und auf der Seite von EIKE. Das ist enttäuschend. Bei der Klima-Frage geht es um Billionen von Steuergeldern im Westen, denn Indien, Rußland und China machen nur nominal bei den CO2-Maßnahmen mit, während sie ständig ihren CO2-Ausstoß vergrößern, Rotchina ist längst der größte Emittent. Aber nicht nur die Kostenbelastung drückt die Länder des Westens, insbesondere auch Deutschlands, es drohen auch ökologische Zwangsmaßnahmen für die Bürger, es droht eine Ökodiktatur. Daß diese große Gefahr für die bürgerliche Freiheit von Sarrazin nicht gesehen wird, ist sehr bedauerlich.  


Donnerstag, 25. August 2022

FAUST wird aussortiert in deutschen Landen

 Das Kanonlesen in der Schule hat seine sehr problematischen Seiten, bei Goethes FAUST jedoch noch am wenigsten. Da wird ein kultureller Fundus geboten in solcher Reichhaltigkeit und Dichte, daß nichts anderes auch nur in die Nähe kommt, wiewohl Lessing, Schiller, Fontane und andere auch etwas bieten. Kein Stoff erreicht jeden Schüler, in keinem Fach, damit muß man leben. 

Man freut sich, wenn ein zeitgenössischer Autor aus dem FAUST zitiert:

“der neue Trieb erwacht, Ich eile fort, ihr ew’ges Licht zu  trinken, vor mir den Tag und hinter mir die Nacht, den Himmel über mir und unter mir die Wellen.”

Sarrazin, Thilo. Die Vernunft und ihre Feinde (S.89).(Ende Osterspaziergang im FAUST) 

Angesprochen ist die Verlockung, zu neuem Wissen zu gelangen, eingekleidet in die Licht-Metapher der Sonne.

Im Leistungskurs Deutsch sollte der FAUST seinen festen Platz behalten. Zumindest in den noch ernstzunehmenden Gymnasien.