mi 2° b 1,44 92,28
- "Werder Bremen geht mit Bayern München ..." Nachrichten WDR 3 . Die Rasenrotzer, Lotto und ähnliche Prekariatsnachrichten, die es zu Zeiten Adenauers nach den Nachrichten gab, sind nunmehr fester Teil der WDRnachrichten. Die res publica verlangt politische Informationen: seit Brandt werden die Nachrichten zunehmend solche des Prekariats.
- Intelligenzen: Bei Lebewesen aus Fleisch und Blut, also aus Proteinen (und Wasser), wird natürlich auch die Intelligenz, werden die verschiedenen Intelligenzen fleischlich vererbt. Was sonst. Zu 50 % oder mehr. Aber nicht linear. Siehe Mendel. Jede zugeheiratete DNS bringt alles durcheinander. Die nächste Generation kann intelligenter sein. Oder anders intelligent. Oder weniger intelligent. Das ist eine Lotterie. Aber es gibt eine Tendenz: die Regression zur Mitte. Sehr dumme Eltern haben wahrscheinlich, im Mittelwert, intelligentere Kinder. Sehr intelligente Eltern haben, wahrscheinlich, im Mittelwert, weniger intelligente Kinder. Die Individualwerte können jedoch immer ganz anders ausfallen, sie sind unberechenbar. (Vgl. Hans Jürgen Eysenck , Die Ungleichheit der Menschen, Ist Intelligenz erlernbar? Dt. 1984/ engl. 1973, S. 117)
- Quartär
Die Welten trinken und tränken
sich Rausch zu neuem Raum.
Und die letzten Quartäre versenken
den ptolemäischen Traum.
Verfall, Verflammen, Verfehlen,
in toxischen Sphären, kalt,
noch einige stygische Seelen,
einsame, hoch und alt.
Gottfried Benn
- Quartär, seit 2 Mio. Jahren: o Weh: Wechsel ausgeprägter Warm- und Kaltzeiten; eine Oszillation von 10 -15° (!) Temperaturdifferenz; viele Arten sterben durch den Einfluß der Eiszeiten aus; während der Warmzeiten leben Nashörner und Flußpferde in Nordrhein-Westfalen.
Samstag, 15. Dezember 2007
Freitag, 14. Dezember 2007
Mindestlohn, Erziehung, warmes Tertiär
mi 4° 7.954
- Mindestlohn würde 1,9 Millionen Jobs kosten. Der Mindestlohn gefährdet Arbeitsplätze. Doch wie viele Stellen wären eigentlich betroffen? Das ifo-Institut schätzt, dass bei einem flächendeckender Mindestlohn von 9,80 Euro 1,9 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen würden. Selbst bei 7,50 Euro wären es noch 1,1 Millionen Stellen. "
- "Dem Aufschwung geht die Luft aus
Das Wachstum in Deutschland wird sich 2008 deutlich verlangsamen, sagen führende Wirtschaftsforscher. Dafür machen sie die Politik mitverantwortlich. Gleichwohl rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosen. ... Der deutschen Finanzpolitik sprechen die Wirtschaftsfachleute auch weiterhin einen negativen Einfluss auf die Konjunktur zu. Für dieses Jahr erwartet das Ifo-Institut einen ausgeglichen Staatshaushalt; das IfW sogar einen leichten Überschuss. Im kommenden Jahr falle aber wieder ein leichtes gesamtstaatliches Defizit an.
Es würden zusätzliche Sozialausgaben beschlossen, aber wachstumsförderliche Steuersenkungen verweigert, kritisieren die IfW-Ökonomen. Es gelte, „eine schleichende Erhöhung der Steuerbelastung zu vermeiden“. Das Ifo-Institut betont, „die massive Anhebung der Mehrwertsteuer, die Verteuerung wichtiger Grundnahrungsmittel und zuletzt der neuerliche Höhenflug der Rohölpreise schmälerten in erheblichem Umfang die Kaufkraft und die Konsummöglichkeiten“. Trotz der günstigen Arbeitsmarktentwicklung habe sich daher die Konsumentenstimmung wieder verschlechtert." FAZ 14.12.
- "Erziehung ist auch eine Frage der Bildung FAZ 11.12.07
Zum Artikel "Pisa: Soziale Herkunft noch immer entscheidend - Streit über Vorveröffentlichung und Prämien für neue Studie" in der F.A.Z. vom 3. Dezember: Pisa-Tests können sich darauf verlassen, in Deutschland aufgewühlte Reflexe auszulösen. Das ist auch jetzt wieder so. Dabei haben diese Tests nur eine bescheidene Aussagekraft. Zum Beispiel deshalb, weil einzelne Länder ihre Prüfungskollektive spezifisch ergebnisorientiert zusammenstellen. Dass es Leute gibt, die solche Untersuchungen gern veranstalten, weil sie sich damit den Anschein von Wichtigkeit geben können, ist eine Sache. Eine ganz andere ist es, ob man bei der Analyse jeder neuen Messung immer gleich bildungs- und sozialpolitisch grundsätzlich werden muss. Man kennt das ja inzwischen: Einmal sind die Lehrer schuld, einmal ist es die Sozialstruktur. Oder beide.
Der Unfug wird dadurch vermehrt, dass die Analysten, die am lautesten räsonieren und am selbstverständlichsten die Interpretationsherrschaft an sich reißen, am ehesten Ursache und Wirkung verwechseln. Oder die wahren Kausalzusammenhänge unterschlagen. Dazu gehört, dass kein anderes Land derart wahllos so viele bildungsferne Kulturfremdlinge angesiedelt hat wie Deutschland. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf die Effizienz des Unterrichts bleiben. Die Kollateralfolge, dass Privatschulen wie Pilze aus dem Boden schießen, spricht Bände. Neben den Plätzen, die Deutschland beim Pisa-Test in der Regel belegt, steht die Beobachtung unter Mängelrüge, dass der Sozialstatus den Bildungserfolg beeinflusst. Die Ursache entzieht sich sozialreparativem Schwarmgeist. Sie ist vor allem darin zu sehen, dass Sozialstatus und Erziehungssorgfalt positiv korrelieren. Mehr Erziehungssorgfalt führt zu besserem Bildungserfolg. Der Bildungserfolg aber entscheidet maßgeblich über den zu erlangenden Sozialstatus. So schließt sich der Kreis. Dieser Mechanismus ist nicht nur nicht korrekturfähig, er ist auch nicht korrekturbedürftig. Für die Tatsache allein, dass minderer Sozialstatus mit geringerer Erziehungssorgfalt einhergeht, gibt es freilich keine zwingenden Gründe.
Bildungsbezogene Erziehungssorgfalt beginnt zum Beispiel damit, dass man sein Kind konsequent zum regelmäßigen Schulbesuch anhält. Sie drückt sich darin aus, dass man mit seinem Kind so oft wie möglich in der Sprache des Gastlandes spricht, in dem zu leben man so begierig ist. Oder darin, dass man etwa als Vater die Lehrerin, die sich besorgt über Verhalten und Leistung des Kindes äußert, nicht mit der kulturwidrigen Replik brüskiert: "Wenn Sie wären Mann, dann ich vielleicht ernst haben Sie."
PETER PIETSCHMANN, BLAUSTEIN, LB Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2007, Nr. 288, S. 10
- - Schön: Tertiär: Vor 65 Mio. bis 2 Mio. Jahren: Die Warmzeit des Erdmittelalters mit tropischer Vegetation in Mitteleuropa dauert während des Alt-Tertiärs Paläogen weiter an. Alle Pole wunderbar eisfrei.
- Mindestlohn würde 1,9 Millionen Jobs kosten. Der Mindestlohn gefährdet Arbeitsplätze. Doch wie viele Stellen wären eigentlich betroffen? Das ifo-Institut schätzt, dass bei einem flächendeckender Mindestlohn von 9,80 Euro 1,9 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen würden. Selbst bei 7,50 Euro wären es noch 1,1 Millionen Stellen. "
- "Dem Aufschwung geht die Luft aus
Das Wachstum in Deutschland wird sich 2008 deutlich verlangsamen, sagen führende Wirtschaftsforscher. Dafür machen sie die Politik mitverantwortlich. Gleichwohl rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosen. ... Der deutschen Finanzpolitik sprechen die Wirtschaftsfachleute auch weiterhin einen negativen Einfluss auf die Konjunktur zu. Für dieses Jahr erwartet das Ifo-Institut einen ausgeglichen Staatshaushalt; das IfW sogar einen leichten Überschuss. Im kommenden Jahr falle aber wieder ein leichtes gesamtstaatliches Defizit an.
Es würden zusätzliche Sozialausgaben beschlossen, aber wachstumsförderliche Steuersenkungen verweigert, kritisieren die IfW-Ökonomen. Es gelte, „eine schleichende Erhöhung der Steuerbelastung zu vermeiden“. Das Ifo-Institut betont, „die massive Anhebung der Mehrwertsteuer, die Verteuerung wichtiger Grundnahrungsmittel und zuletzt der neuerliche Höhenflug der Rohölpreise schmälerten in erheblichem Umfang die Kaufkraft und die Konsummöglichkeiten“. Trotz der günstigen Arbeitsmarktentwicklung habe sich daher die Konsumentenstimmung wieder verschlechtert." FAZ 14.12.
- "Erziehung ist auch eine Frage der Bildung FAZ 11.12.07
Zum Artikel "Pisa: Soziale Herkunft noch immer entscheidend - Streit über Vorveröffentlichung und Prämien für neue Studie" in der F.A.Z. vom 3. Dezember: Pisa-Tests können sich darauf verlassen, in Deutschland aufgewühlte Reflexe auszulösen. Das ist auch jetzt wieder so. Dabei haben diese Tests nur eine bescheidene Aussagekraft. Zum Beispiel deshalb, weil einzelne Länder ihre Prüfungskollektive spezifisch ergebnisorientiert zusammenstellen. Dass es Leute gibt, die solche Untersuchungen gern veranstalten, weil sie sich damit den Anschein von Wichtigkeit geben können, ist eine Sache. Eine ganz andere ist es, ob man bei der Analyse jeder neuen Messung immer gleich bildungs- und sozialpolitisch grundsätzlich werden muss. Man kennt das ja inzwischen: Einmal sind die Lehrer schuld, einmal ist es die Sozialstruktur. Oder beide.
Der Unfug wird dadurch vermehrt, dass die Analysten, die am lautesten räsonieren und am selbstverständlichsten die Interpretationsherrschaft an sich reißen, am ehesten Ursache und Wirkung verwechseln. Oder die wahren Kausalzusammenhänge unterschlagen. Dazu gehört, dass kein anderes Land derart wahllos so viele bildungsferne Kulturfremdlinge angesiedelt hat wie Deutschland. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf die Effizienz des Unterrichts bleiben. Die Kollateralfolge, dass Privatschulen wie Pilze aus dem Boden schießen, spricht Bände. Neben den Plätzen, die Deutschland beim Pisa-Test in der Regel belegt, steht die Beobachtung unter Mängelrüge, dass der Sozialstatus den Bildungserfolg beeinflusst. Die Ursache entzieht sich sozialreparativem Schwarmgeist. Sie ist vor allem darin zu sehen, dass Sozialstatus und Erziehungssorgfalt positiv korrelieren. Mehr Erziehungssorgfalt führt zu besserem Bildungserfolg. Der Bildungserfolg aber entscheidet maßgeblich über den zu erlangenden Sozialstatus. So schließt sich der Kreis. Dieser Mechanismus ist nicht nur nicht korrekturfähig, er ist auch nicht korrekturbedürftig. Für die Tatsache allein, dass minderer Sozialstatus mit geringerer Erziehungssorgfalt einhergeht, gibt es freilich keine zwingenden Gründe.
Bildungsbezogene Erziehungssorgfalt beginnt zum Beispiel damit, dass man sein Kind konsequent zum regelmäßigen Schulbesuch anhält. Sie drückt sich darin aus, dass man mit seinem Kind so oft wie möglich in der Sprache des Gastlandes spricht, in dem zu leben man so begierig ist. Oder darin, dass man etwa als Vater die Lehrerin, die sich besorgt über Verhalten und Leistung des Kindes äußert, nicht mit der kulturwidrigen Replik brüskiert: "Wenn Sie wären Mann, dann ich vielleicht ernst haben Sie."
PETER PIETSCHMANN, BLAUSTEIN, LB Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2007, Nr. 288, S. 10
- - Schön: Tertiär: Vor 65 Mio. bis 2 Mio. Jahren: Die Warmzeit des Erdmittelalters mit tropischer Vegetation in Mitteleuropa dauert während des Alt-Tertiärs Paläogen weiter an. Alle Pole wunderbar eisfrei.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Intelligenz, Kultur, Vietnam, warme Kreide, Benn
mi 6° s
a -1° klar Uhu-Rendevous (Gibts bei denen auch die Ei-Ruhe?)
- Intelligenz: "Ein biopsychisches Potenzial zur Verarbeitung von Information". (Howard Gardner, Intelligenzen, 2002)
- Benjamin Franklin notierte :
Tell me, and I forget
Teach me, and I may remember
Involve me, and I learn.
(Allen Schulgläubigen gewidmet)
- Die Kultur macht's: "Das Unternehmergespräch: Ghassan Nuqul, Vorstandsvorsitzender des Papierherstellers Nuqul. "Die Deutschen bringen uns Kultur". Jordanien ist klein und hat keine Rohstoffe. Aber es hat umtriebige Unternehmer. AMMAN, 9. Dezember / ... In der Weise, wie sie mit den Maschinen arbeiten und sie warten, wie sie nach Arbeitsschluß aufräumen, bringen sie uns Kultur."
- "Wie weiß muss ein weißes Hemd sein? Deutsche Hemdenschneider zieht es nach Vietnam. Die Arbeit dort ist schwierig und aufreibend. Aber es ist der richtige Ausgleich zur riskanten Produktion in China ..." FAZ // Wo könnte ganz Vietnam heute stehen, wenn die nordkommunistische Invasion erfolglos geblieben wäre? Das anschließende Hungerregime und die Terrorherrschaft, die die boat people aus dem Land trieb, hätte es nicht gegeben.
- Wie schön warm war's während der Kreidezeit (vor 143 - 65 Mio. Jahren): feuchtwarmes, subtropisch-mediterranes Klima in Düsseldorf (Deutschland noch winzig im Thetys Ozean).
- Dem Ex-Deutschlehrer Gabriel zur Lektüre empfohlen: " Ihr kennt die wahren Gründe nicht. Am Freitag erscheint der zweite Teil des Weltklimaberichts - Warum ich Einspruch erhebe / Von Augusto Mangini, Paläoklimatologe Heidelberg : siehe http://docs.google.com/Doc?docid=dfxbprhp_187g8w6jr&hl=de
- "Wie groß fing das an", schrieb Gottfried Benn 1934, "und wie dreckig sieht es heute aus. Aber es ist noch lange nicht zu Ende." (Zit. nach Enzensberger, Hammerstein, FAZ-Vorabdruck) Lyrik macht nicht scharfsinnig. Schade. Der schaurige Kollektivismus von KPD und NSDAP währte ja schon viele Jahre, Massenstraßenschlägereien inbegriffen.- Den Einflüsterungen des phylogenetischen Programms kann man schwer entkommen. Zwischen Atavismus und individualistischer Zivilisation (von den Kollektivisten immer als dekadent verschrieen) liegt eine größere Schwelle, und zahlreiche Mischformen verzerren die Anmutung.
a -1° klar Uhu-Rendevous (Gibts bei denen auch die Ei-Ruhe?)
- Intelligenz: "Ein biopsychisches Potenzial zur Verarbeitung von Information". (Howard Gardner, Intelligenzen, 2002)
- Benjamin Franklin notierte :
Tell me, and I forget
Teach me, and I may remember
Involve me, and I learn.
(Allen Schulgläubigen gewidmet)
- Die Kultur macht's: "Das Unternehmergespräch: Ghassan Nuqul, Vorstandsvorsitzender des Papierherstellers Nuqul. "Die Deutschen bringen uns Kultur". Jordanien ist klein und hat keine Rohstoffe. Aber es hat umtriebige Unternehmer. AMMAN, 9. Dezember / ... In der Weise, wie sie mit den Maschinen arbeiten und sie warten, wie sie nach Arbeitsschluß aufräumen, bringen sie uns Kultur."
- "Wie weiß muss ein weißes Hemd sein? Deutsche Hemdenschneider zieht es nach Vietnam. Die Arbeit dort ist schwierig und aufreibend. Aber es ist der richtige Ausgleich zur riskanten Produktion in China ..." FAZ // Wo könnte ganz Vietnam heute stehen, wenn die nordkommunistische Invasion erfolglos geblieben wäre? Das anschließende Hungerregime und die Terrorherrschaft, die die boat people aus dem Land trieb, hätte es nicht gegeben.
- Wie schön warm war's während der Kreidezeit (vor 143 - 65 Mio. Jahren): feuchtwarmes, subtropisch-mediterranes Klima in Düsseldorf (Deutschland noch winzig im Thetys Ozean).
- Dem Ex-Deutschlehrer Gabriel zur Lektüre empfohlen: " Ihr kennt die wahren Gründe nicht. Am Freitag erscheint der zweite Teil des Weltklimaberichts - Warum ich Einspruch erhebe / Von Augusto Mangini, Paläoklimatologe Heidelberg : siehe http://docs.google.com/Doc?docid=dfxbprhp_187g8w6jr&hl=de
- "Wie groß fing das an", schrieb Gottfried Benn 1934, "und wie dreckig sieht es heute aus. Aber es ist noch lange nicht zu Ende." (Zit. nach Enzensberger, Hammerstein, FAZ-Vorabdruck) Lyrik macht nicht scharfsinnig. Schade. Der schaurige Kollektivismus von KPD und NSDAP währte ja schon viele Jahre, Massenstraßenschlägereien inbegriffen.- Den Einflüsterungen des phylogenetischen Programms kann man schwer entkommen. Zwischen Atavismus und individualistischer Zivilisation (von den Kollektivisten immer als dekadent verschrieen) liegt eine größere Schwelle, und zahlreiche Mischformen verzerren die Anmutung.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Intelligenz, multimodular
mi 5° Hochnebel
- Multimodulare Intelligenz.
In dem Buch ABSCHIED VOM IQ (1985/91) postulierte der Harvard-Psychologe Howard Gardner, daß jeder Mensch mehrere ‚Intelligenzen’ entwickeln könne, die von Tests gar nicht erfaßt werden könnten. Gardner kam auf zunächst sieben, dann neun Intelligenzen:
Sprachliche Intelligenz, logisch-mathematische, musikalische, körperlich-kinästhetische, räumliche, interpersonale und intrapersonale.
Im Buch INTELLIGENZEN von 2002 fügt er eine naturkundliche Intelligenz und die Lebensintelligenz hinzu.
Ich würde zudem noch eine Prioritätenintelligenzform als zehnte annehmen, die mir wie alle anderen recht selbständig und unabhängig von den anderen zu sein scheint, wobei sie aber eine Metaform darstellt, die sämtliche anderen Module im Sinne der antiken Kardinaltugend „Maß“ zu beeinflussen vermag.
Die Redeweise von einer "Intelligenz" stellt immer eine starke Verkürzung dar, die unterschiedlichen Intelligenzen können sehr verschieden stark entwickelt sein; eine homogene Intelligenz gibt es nicht. Zudem streuen Individualwerte viel stärker als Gruppenmittelwerte.
Wahrscheinlich auch bei Menschen mit blütenweißen Westen und reinen Herzen wie Müller-Jung.
Kommentar zu: "Watsons Erbmaterial. Schwarze Seele, schwarzes Genom.
Kürzlich hatte James Watson behauptet, Afrikaner wären weniger intelligent als „wir“. Jetzt zeigt eine Analyse seines Genmaterials: In dem Genpionier und Nobelpreisträger schlummert mehr afrikanisches Erbmaterial, als ihm wohl selbst lieb ist. Von Joachim Müller-Jung"
Ein "schwarzes Genom" haben wir natürlich alle, so wie auch ein "Zwergschimpansen-Genom", und auch mit dem eleganten Wurm Caenorhabditis verbinden uns noch einige Gene, sogar noch mit dem Salat, wenn ich nicht irre, weil die Evolution bewährte Gene nicht dauernd neu hervorbringt. Die Zelle bleibt der Grundbaustein seit den ältesten Lebensspuren, die über 2,5 Mrd. Jahre zurückzuliegen scheinen. Das hat der homo s. alles intus, denn den homo s. gibt es ja erst seit neulich, seit etwa 0, 000 012 000 Mrd. Jahren.
Daß sich der Bursche so schnell entwickelt hat und seinen Schimpansenbrüdern, die im Kurzzeitgedächtnis-Zahlen-Vergleich auch so blöd nicht sind, über die Schulter spucken kann, hat offenbar mit seiner Gehirn-Genetik zu tun. Da gibt es winzige Genotyp-Unterschiede, die sich gewaschen haben. Sogar offenbar zwischen Tokyo und Timbuktu.
Not the sky is the limit: "Das Milieu oder Gewebe des Lernens findet sich in den Veränderungen großer Moleküle der Nervenzellen." Heinz v. Foerster, Biologe, Physiker, Mathematiker, Philosoph
"Lernen ist daher ein prinzipiell subjektabhängiges Geschehen." Humberto Maturana, Neurobiologe (H. M., Erkennen, 1985)
- Multimodulare Intelligenz.
In dem Buch ABSCHIED VOM IQ (1985/91) postulierte der Harvard-Psychologe Howard Gardner, daß jeder Mensch mehrere ‚Intelligenzen’ entwickeln könne, die von Tests gar nicht erfaßt werden könnten. Gardner kam auf zunächst sieben, dann neun Intelligenzen:
Sprachliche Intelligenz, logisch-mathematische, musikalische, körperlich-kinästhetische, räumliche, interpersonale und intrapersonale.
Im Buch INTELLIGENZEN von 2002 fügt er eine naturkundliche Intelligenz und die Lebensintelligenz hinzu.
Ich würde zudem noch eine Prioritätenintelligenzform als zehnte annehmen, die mir wie alle anderen recht selbständig und unabhängig von den anderen zu sein scheint, wobei sie aber eine Metaform darstellt, die sämtliche anderen Module im Sinne der antiken Kardinaltugend „Maß“ zu beeinflussen vermag.
Die Redeweise von einer "Intelligenz" stellt immer eine starke Verkürzung dar, die unterschiedlichen Intelligenzen können sehr verschieden stark entwickelt sein; eine homogene Intelligenz gibt es nicht. Zudem streuen Individualwerte viel stärker als Gruppenmittelwerte.
Wahrscheinlich auch bei Menschen mit blütenweißen Westen und reinen Herzen wie Müller-Jung.
Kommentar zu: "Watsons Erbmaterial. Schwarze Seele, schwarzes Genom.
Kürzlich hatte James Watson behauptet, Afrikaner wären weniger intelligent als „wir“. Jetzt zeigt eine Analyse seines Genmaterials: In dem Genpionier und Nobelpreisträger schlummert mehr afrikanisches Erbmaterial, als ihm wohl selbst lieb ist. Von Joachim Müller-Jung"
Ein "schwarzes Genom" haben wir natürlich alle, so wie auch ein "Zwergschimpansen-Genom", und auch mit dem eleganten Wurm Caenorhabditis verbinden uns noch einige Gene, sogar noch mit dem Salat, wenn ich nicht irre, weil die Evolution bewährte Gene nicht dauernd neu hervorbringt. Die Zelle bleibt der Grundbaustein seit den ältesten Lebensspuren, die über 2,5 Mrd. Jahre zurückzuliegen scheinen. Das hat der homo s. alles intus, denn den homo s. gibt es ja erst seit neulich, seit etwa 0, 000 012 000 Mrd. Jahren.
Daß sich der Bursche so schnell entwickelt hat und seinen Schimpansenbrüdern, die im Kurzzeitgedächtnis-Zahlen-Vergleich auch so blöd nicht sind, über die Schulter spucken kann, hat offenbar mit seiner Gehirn-Genetik zu tun. Da gibt es winzige Genotyp-Unterschiede, die sich gewaschen haben. Sogar offenbar zwischen Tokyo und Timbuktu.
Not the sky is the limit: "Das Milieu oder Gewebe des Lernens findet sich in den Veränderungen großer Moleküle der Nervenzellen." Heinz v. Foerster, Biologe, Physiker, Mathematiker, Philosoph
"Lernen ist daher ein prinzipiell subjektabhängiges Geschehen." Humberto Maturana, Neurobiologe (H. M., Erkennen, 1985)
Dienstag, 11. Dezember 2007
Energie, 68, Jura
mi 4° regn.
- "Das F.A.Z.-Gespräch: Paolo Scaroni, Chef des italienischen Öl- und Gaskonzerns Eni
"Europa bleibt auf lange Zeit abhängig vom russischen Gas"
In den kommenden Jahren wird es eine Versorgungslücke mit Gas in Europa geben, ist die Prognose Scaronis. Zugleich wächst die Abhängigkeit von Russland. Was man dagegen machen kann, weiß er auch nicht. Die gute Nachricht: Öl wird wohl billiger. ... 'Europa steht vor einem großen Dilemma', lautet die Schlussfolgerung von Scaroni zum Thema Erdgas. Die Vorteile dieses Brennstoffs hätten dazu geführt, dass viele Länder und Akteure unabhängig voneinander auf Gas gesetzt hätten, ohne irgendwelche Koordination. In Brüssel habe man sich mehr um den Biegungsgrad der Bananen gekümmert als um eine langfristige Versorgungsstrategie für Energie. Vor wenigen Tagen, beim Weltenergiekongress in Rom, war der Eni-Chef in einer öffentlichen Rede noch deutlicher gewesen, als er sagte, Europa sei in Fragen der Energieversorgung bis 2006 als Schlafwandler unterwegs gewesen, während sich die Mitgliedsländer in Richtung Erdgas orientierten." 8.12.07 // Die Brüsselkraten sind nicht nur völlig überbezahlt, sondern auch völlig verantwortungslos. Das paßt zusammen.
- Der Kern von 68: Inflationierung der Ansprüche und Absenkung der Verantwortlichkeit.
- "Einen Lichtblick in einem eher düsteren Gemälde hat Scaroni jedoch zu bieten: "Der Ölpreis wird in Zukunft wieder sinken." Öl werde zwar relativ teuer bleiben, aber das könne auch einen Ölpreis von 60 Dollar je Barrel (159 Liter) bedeuten, sagt der Eni-Chef. Die Szenarien vom Ende des Öls treffen aus seiner Sicht nicht zu, vielmehr werde die Ölförderung noch Jahrzehnte auf hohem Niveau bleiben. Eni verfolge diverse Projekte zur Erschließung neuer Ölfelder. "Die ganze Ölbranche war noch nie so aktiv, doch die Ölbranche arbeitet mit langen Investitionszyklen." Hohe Preise und geringe Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt von heute seien die Folge der niedrigen Ölpreise Ende der neunziger Jahre, derentwegen die Investitionen gedrosselt worden seien. Damals sei der Ölpreis zeitweise auf unter 10 Dollar je Barrel gefallen. Heute werden bei Eni Förderprojekte genehmigt, wenn sie bei einem Ölpreis von 45 Dollar Erträge bringen. Damit öffne sich für die Ölbranche ein breites Spektrum von Möglichkeiten. "Bei 45 Dollar je Barrel wird es dann schon rentabel, kanadischen Ölsand zu verarbeiten." Mit Blick auf den Ölmarkt warnt Scaroni vor simplifizierten Szenarien. "In der Vergangenheit haben beim Ölmarkt alle Experten mit ihren Prognosen falsch gelegen." Das Gespräch führte Tobias Piller.
Text: F.A.Z., 08.12.2007, Nr. 286 / Seite 16
- Neulich, vor 200 bis 150 Mio. Jahren, also nach rund 4,3 Mrd. Jahren, im Jura, waren die Pole eisfrei und der Äquator verlief durch Mittelamerika und Nordafrika; „Deutschland“ lag nördlich der größten Landmasse Gondwana als eine winzige Insel im Thetys Ozean. Die Saurier erreichten den Höhepunkt ihrer Entwicklung.
- "Das F.A.Z.-Gespräch: Paolo Scaroni, Chef des italienischen Öl- und Gaskonzerns Eni
"Europa bleibt auf lange Zeit abhängig vom russischen Gas"
In den kommenden Jahren wird es eine Versorgungslücke mit Gas in Europa geben, ist die Prognose Scaronis. Zugleich wächst die Abhängigkeit von Russland. Was man dagegen machen kann, weiß er auch nicht. Die gute Nachricht: Öl wird wohl billiger. ... 'Europa steht vor einem großen Dilemma', lautet die Schlussfolgerung von Scaroni zum Thema Erdgas. Die Vorteile dieses Brennstoffs hätten dazu geführt, dass viele Länder und Akteure unabhängig voneinander auf Gas gesetzt hätten, ohne irgendwelche Koordination. In Brüssel habe man sich mehr um den Biegungsgrad der Bananen gekümmert als um eine langfristige Versorgungsstrategie für Energie. Vor wenigen Tagen, beim Weltenergiekongress in Rom, war der Eni-Chef in einer öffentlichen Rede noch deutlicher gewesen, als er sagte, Europa sei in Fragen der Energieversorgung bis 2006 als Schlafwandler unterwegs gewesen, während sich die Mitgliedsländer in Richtung Erdgas orientierten." 8.12.07 // Die Brüsselkraten sind nicht nur völlig überbezahlt, sondern auch völlig verantwortungslos. Das paßt zusammen.
- Der Kern von 68: Inflationierung der Ansprüche und Absenkung der Verantwortlichkeit.
- "Einen Lichtblick in einem eher düsteren Gemälde hat Scaroni jedoch zu bieten: "Der Ölpreis wird in Zukunft wieder sinken." Öl werde zwar relativ teuer bleiben, aber das könne auch einen Ölpreis von 60 Dollar je Barrel (159 Liter) bedeuten, sagt der Eni-Chef. Die Szenarien vom Ende des Öls treffen aus seiner Sicht nicht zu, vielmehr werde die Ölförderung noch Jahrzehnte auf hohem Niveau bleiben. Eni verfolge diverse Projekte zur Erschließung neuer Ölfelder. "Die ganze Ölbranche war noch nie so aktiv, doch die Ölbranche arbeitet mit langen Investitionszyklen." Hohe Preise und geringe Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt von heute seien die Folge der niedrigen Ölpreise Ende der neunziger Jahre, derentwegen die Investitionen gedrosselt worden seien. Damals sei der Ölpreis zeitweise auf unter 10 Dollar je Barrel gefallen. Heute werden bei Eni Förderprojekte genehmigt, wenn sie bei einem Ölpreis von 45 Dollar Erträge bringen. Damit öffne sich für die Ölbranche ein breites Spektrum von Möglichkeiten. "Bei 45 Dollar je Barrel wird es dann schon rentabel, kanadischen Ölsand zu verarbeiten." Mit Blick auf den Ölmarkt warnt Scaroni vor simplifizierten Szenarien. "In der Vergangenheit haben beim Ölmarkt alle Experten mit ihren Prognosen falsch gelegen." Das Gespräch führte Tobias Piller.
Text: F.A.Z., 08.12.2007, Nr. 286 / Seite 16
- Neulich, vor 200 bis 150 Mio. Jahren, also nach rund 4,3 Mrd. Jahren, im Jura, waren die Pole eisfrei und der Äquator verlief durch Mittelamerika und Nordafrika; „Deutschland“ lag nördlich der größten Landmasse Gondwana als eine winzige Insel im Thetys Ozean. Die Saurier erreichten den Höhepunkt ihrer Entwicklung.
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