Freitag, 16. Mai 2008

Sartre, Religion, Biokraftstoffe


STRIZZ, Reiche, FAZ
... und wenn es köstlich gewesen ist, so war es Mühe und Arbeit.

mo 14°, mi 20° b

- Gemeingefährliche Spinner-Riege von 68: "Der Tote der Maoisten. Wen Sartre und andere auf dem Gewissen haben.
PARIS, 13. Mai / / Den ersten Toten gab es erst vier Jahre danach. Die Autos brannten, von den Barrikaden flogen die Pflastersteine ... war July Maoist wie Sartre, Foucault, Courtois ... Dutzende von mißbrauchten Mitstreitern, die sie in die ideologische Irre führten und die sich im normalen Leben nicht mehr zurechtgefunden hätten. ... " Morgan Sportes, SIE HABEN PIERRE OVERNEY UMGEBRACHT, 2008 / FAZ

- " Viele meiner Patienten leiden unter Höhenkrankheit und Arthrose. Sie haben in 5000m Höhe den heiligen Berg Kailash umrundet. Manchmal ist Religion auch nicht so gut." Sagt die junge tibetische Ärztin, die in China westliche Medizin studiert hat und jetzt in ihrer Heimat als ambulante Ärztin von der chinesischen Verwaltung bezahlt wird. (Tibet-Doku Teil 1, 3sat 15.5.08) // So etwas interessiert den DL natürlich nicht.

- " Standpunkt: Horst Siebert. Die verfehlte Subvention der Biokraftstoffe. Nur wenige Jahre ist es her, da wurden Biosprit und Biodiesel als umweltpolitische Lösungsansätze auf das Wärmste begrüßt. Ihre steuerliche Vorzugsbehandlung und der Beimischungszwang - so war die Erwartung - sollte die Industrieländer von den Erdölimporten unabhängiger machen, Kohlendioxidemissionen vermeiden helfen und damit einen wichtigen Beitrag zur Abschwächung der Klimaerwärmung leisten. Es schien so, als ließen sich mit diesem gut gemeinten Eingriff zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Inzwischen stellt sich heraus, dass erhebliche Folgewirkungen eintreten, und zwar äußerst unerwünschte. Die steuerliche Vorzugsbehandlung, bei der der Finanzminister auf Steuereinnahmen verzichtet, und der Beimischungszwang, bei dem der Autofahrer die Kosten trägt, stellen einen kräftigen Produktionsanreiz für die Landwirte dar, der eine Umwidmung der Anbauflächen zur Folge hat. Biokraftstoffe verdrängen die Erzeugung von Nahrungsmitteln. In den OECD-Ländern werden die Subventionen für Biosprit und Biodiesel im Jahr 2006 auf mindestens 11 Milliarden Dollar veranschlagt, davon knapp 6 Milliarden in den Vereinigten Staaten und 4,5 Milliarden Dollar in der EU. ..." FAZ (http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_437f3krs8c3)

- - "Südafrika. Einheimische gegen Fremde.
16. Mai 2008 Der ganze Besitz von Busisiwe besteht aus zwei billigen Koffern. Das ist alles, was die junge Frau hatte retten können, als in dem Johannesburger Slum Alexandra Schwarze begannen, Jagd auf Schwarze zu machen, die nicht Südafrikaner sind. Als gebürtige Zimbabwerin war Busisiwe eines der ersten Opfer. „Die Zulus haben mir alles abgenommen, meine Möbel und mein Geld, und dann haben sie mich zur Tür meiner eigenen Wohnung hinausgejagt“, erzählt sie, während das fünf Monate alte Mädchen, das sie sich mit einem Handtuch auf den Rücken gebunden hat, unaufhörlich schreit. „Was wollen die eigentlich von mir?“

Seit vergangenem Montag toben in dem Armenviertel in der Nähe des von reicheren Südafrikanern bewohnten Stadtteils Sandton Straßenschlachten zwischen Einheimischen und Fremden. Die London Road ist ein Schlachtfeld, die Vasco da Gama Road übersät von zerfleddertem Hausrat, faustgroßen Steinen und den Überresten verbrannter Reifen. Was genau die Ursache der Unruhen war, vermag niemand zu sagen. Die Südafrikaner sagen, die Fremden nehmen ihnen die Arbeit weg, deshalb müssen sie gehen. Vier Menschen kamen bislang ums Leben, vielleicht auch zehn. Genau weiß das keiner. Die Zahl der Vergewaltigungen geht in die Dutzende. Die Polizei tat zwar ihr Bestes und rückte in Bataillonsstärke an. Aber wenn es Nacht wird, traut sie sich nur noch mit gepanzerten Fahrzeugen auf die Straßen.
Südafrikanische Regierung versucht Gewalt herunterzuspielen

Busisiwe gehört zu den drei Millionen zimbabwischen Flüchtlingen, die sich mittlerweile in Südafrika aufhalten; diese Zahl ist jedoch nur eine Schätzung. Fünf Jahre ist es her, dass sie durch den Grenzfluss Limpopo geschwommen ist, um dem Hunger in ihrem Land zu entgehen. Sie hatte Arbeit als Hausangestellte gefunden und ein Kind zur Welt gebracht. Sie dachte, ihr Leben werde nun besser sein. Seit Montag aber hockt sie mit 2000 anderen Ausländern aus Zimbabwe, Malawi und Moçambique in einer hastig errichteten Notunterkunft auf dem Gelände der Polizeistation von Alexandra und weiß nicht mehr weiter. Das Rote Kreuz bringt zwar Lebensmittel, es gibt ausreichend Wasser und sogar ärztliche Versorgung. Aber der Blick über den Zaun der festungsartigen Polizeistation hinaus lehrt sie, dass es kein Zurück gibt: Die Sicherheitskräfte mussten gleich Dutzende der „Hippos“ genannten gepanzerten Truppentransporter aufbieten, um zu verhindern, dass die Polizeistation gestürmt wird. ... Genaugenommen rächt sich in Alexandra gerade der fahrlässige Umgang der südafrikanischen Regierung mit den Flüchtlingsmassen aus Zimbabwe. Drei Millionen Menschen sollen es sein, die aus schierer Not nach Südafrika geflohen sind. Gleichwohl weigert sich die Regierung von Präsident Thabo Mbeki hartnäckig, Flüchtlingslager etwa auf Militärstützpunkten einzurichten. Denn die Existenz solcher Lager wäre das Eingeständnis, dass Zimbabwe unter einer schweren Krise leidet. Genau das will Mbeki verhindern, weil er ansonsten gezwungen wäre, den zimbabwischen Präsidenten Robert Mugabe öffentlich zu kritisieren. Daher überließ man das Problem der Flüchtlinge der eigenen Bevölkerung in der Hoffnung, dass die drei Millionen Zimbabwer in der Masse unsichtbar werden." FAZ 16.5.

Donnerstag, 15. Mai 2008

CO2, Kiefern, Stickoxid, Schnabeltier, Das realexistierende Monster


STRIZZ, Reiche, FAZ
Mehr Gas ins Blut!

Schauer u. Gewitter, mo 22°, na 14°. Die Kiefern stauben heuer stark. Keine Maikäfer.

- "... Kohlendioxid als entscheidender Faktor?
Wie die beiden Forscher jetzt in der Zeitschrift „Geosphere“ (Bd. 4, S. 401) schreiben, sinkt die globale Durchschnittstemperatur, wenn man bei den Rechnungen eine vollständige Vereisung unterstellt, auf unter minus 68 Grad. Selbst in Äquatornähe herrschen noch Temperaturen von unter minus 40 Grad. Die beiden Forscher halten diese Werte nicht für realistisch. Sie meinen, dass damals auf der Erde weniger extreme Bedingungen geherrscht haben müssten, die nicht zu einer vollständigen Vereisung des Planeten geführt hätten. In dem Fall wäre den Modellrechnungen zufolge zumindest ein enges Band um den Äquator eisfrei geblieben.

Überraschend ist noch ein anderes Ergebnis. In den verschiedenen im Computer berechneten Szenarien setzte die weitgehende Vereisung nämlich unabhängig von der Konzentration des Kohlendioxids in der Atmosphäre ein. Sowohl unter dem vorindustriellen Wert von 280 ppm (Teilen pro Million) als auch mit einer hohen Kohlendioxid-Konzentration von 510 ppm führten die Modellrechnungen stets zu einer weitgehend vereisten Erde. Ob daraus geschlossen werden kann, dass der Anteil an Kohlendioxid in der Luft möglicherweise doch nicht der entscheidende Faktor im Klimawandel ist, lassen die Forscher offen." Erdklima: Die Erde ist wohl nie ein Schneeball gewesen, Horst Rademacher, FAZ 14.5. (http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_435hh5fvrhj)

- Hätten die Brüsselkraten 50 Jahre geprüft und dann doppelt nicht zugelassen: "Erbgut des Schnabeltiers analysiert. Ein recht verrücktes Tier.
Das Schnabeltier ist ein Säugetier, zeigt aber auch Eigenschaften der Reptilien und Vögel. Mit der Analyse seines Erbguts ist einer internationalen Forschergruppe nun ein wichtiger Schritt für das Verständnis der Säugetier-Evolution gelungen." FAZ 14.5.

- Mehr Gas ins Blut. Sport unterstützt Stickoxid und schützt so die Gefäße
Ein schlichtes Gas, Stickmonoxid, gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Botenstoffe im Körper. Ein Gas mit Heilungspotential. Inzwischen ist klar, dass es sogar noch wirksamer vor der Gefäßverkalkung - Arteriosklerose - schützen kann als lange vermutet. Das schließen japanische Wissenschaftler aus neueren Beobachtungen an Mäusen. Sie haben Hinweise darauf erhalten, dass ein Mangel an diesem die Blutgefäße erweiternden Signalmolekül nicht nur zu arteriosklerotischen Veränderungen und deren Folgen wie Herzinfarkt und Nierenversagen führt, sondern darüber hinaus auch ein sogenanntes metabolisches Syndrom hervorruft.

Das metabolische Syndrom hängt eng mit einem ungesunden Lebensstil zusammen. Der Begriff beschreibt eine immer weiter verbreitete Stoffwechselstörung, bei der mehrere Risikofaktoren zusammenkommen und so die Arteriosklerose fördern. Hierzu zählen hoher Blutdruck, ein vermindertes Ansprechen der Zellen auf Insulin - eine Insulinresistenz -, zu viel Bauchspeck und übermäßige Mengen an Blutfetten, den Triglyzeriden. Die Kombination dieser vier Risikofaktoren gilt als besonders bedrohlich. Sie mündet häufig in einen auch als "Alterszucker" bezeichneten Typ-2-Diabetes und bereitet Herzinfarkten und anderen arteriosklerotisch bedingten Leiden den Weg.

Für ihre Untersuchungen griffen die Forscher um Sei Nakata und Masato Tsutsui von der Universität für Arbeitsmedizin in Kitakyushu auf Mäuse zurück, deren Organismus genetisch bedingt nur wenig oder gar kein Stickoxid herstellt. Wie die Autoren in der Zeitschrift "Circulation" (Bd. 117, S. 2211) berichten, erkrankten die Tiere mit vollständig brachliegender Stickoxid-Produktion innerhalb weniger Monate. In der Folge kam es zu Herzinfarkten und Nierenschäden. Jene Mäuse, die noch über kleine Mengen des flüchtigen Signalmoleküls verfügten, erlitten weniger starke Störungen. Untersuchungen der Körpergewebe förderten ausgeprägte Ablagerungen und Zellwucherungen in den Gefäßwänden zutage.

In einem nächsten Schritt gingen die Forscher der Frage nach, welche Ursachen den Stoffwechselentgleisungen und den arteriosklerotischen Erkrankungen zugrunde liegen könnten. Bei ihrer Suche stießen sie auf Angiotensin, ein unter anderem an der Entstehung von hohem Blutdruck und dem Fortschreiten einer Herzschwäche beteiligtes Hormon. Dieser die Gefäße verengende Botenstoff lag in umso höheren Konzentration vor, je weniger Stickoxid die Nager zu erzeugen vermochten. In weiteren Versuchen erhielten die Forscher dann Belege für die Mittäterschaft des von ihnen verdächtigten Kreislaufhormons. Behandelten sie Nager nämlich frühzeitig mit einem die Aktivität von Angiotensin unterdrückenden Medikament, konnten sie den Beginn der Erkrankung hinauszögern und deren Fortschreiten verlangsamen. Abwenden ließen sich die Störungen allerdings nicht. Unklar blieb, auf welche Weise der Mangel an Stickoxid die Aktivität von Angiotensin erhöht.

Auch die Erkenntnisse anderer Forscher legen den Schluss nahe, dass Stickoxid ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Schutz gegen arteriosklerotische Einflüsse ist. So scheint körperliche Bewegung unter anderem deshalb einem metabolischen Syndrom und anderen die Gefäßverkalkung beschleunigenden Risikofaktoren entgegenzuwirken, weil sie die Ausschüttung von Stickoxid anregt. Umgekehrt sprechen etliche Beobachtungen dafür, dass das Fortschreiten der Arteriosklerose mit dem Alter auf einem zunehmenden Mangel an Stickoxid beruht.

Wie deutsche Wissenschaftler kürzlich nachgewiesen haben, führt körperliche Aktivität - ein starker Stimulus für die Bereitstellung von Stickoxid in den Gefäßen - bei älteren Personen zu einer weniger starken Freisetzung des schützenden Signalmoleküls als bei jüngeren ("Basic Research in Cardiology", Bd. 103, S. 291). Daher wäre für ältere Menschen ein regelmäßiges körperliches Training besonders angeraten.
NICOLA VON LUTTEROTTI

- - Das realexistierende Monster: "Das fatale Gesetz stetig steigender Staatsausgaben. Die Steuereinnahmen des Staates sollen bis 2012 jedes Jahr um 20 bis 25 Milliarden Euro steigen. Was macht der Staat mit dem Geld? Das fragt ..." 14.5. FAZ

Mittwoch, 14. Mai 2008

Kreditkrise ist eine Regulierungskrise: Nachhilfe für Köhler


STRIZZ, Reiche, FAZ
Da hat Frau Regel Amrain wieder recht

Sonne, bis 25°

- Kapitalismus-Kritik. Köhler kritisiert Weltfinanzsystem als „Monster“ . :
"Die Kreditkrise ist eine Regulierungskrise.
Stabilitätsrisiken einer fatalen Gleichschaltung
Die Kreditkrise hat wesentlich mit falschen Regulierungen des Bankensektors zu tun. Sie setzen falsche Anreize und führen zu einem unerwünschten Parallel-Verhalten der Institute.
Von Yvan Lengwiler*
10. Mai 2008, Neue Zürcher Zeitung

Die Finanzmärkte sind in Aufruhr. Der Markt für die schlechtesten Tranchen der verbrieften Hypothekarkredite ist implodiert. Das hat zu einem Versiegen der Liquidität auch bei den sicheren Tranchen dieses Marktes geführt. In der Folge mussten viele Banken aussergewöhnliche Abschreibungen vornehmen. Heute stehen wir als Folge dieser Verwerfungen vor einer Situation anziehender Inflation und sich abkühlender Konjunktur. Viele Investoren haben viel Geld verloren. Die Folgen sind Verunsicherung und Ärger. Noch wichtiger ist jedoch der Verlust an Vertrauen in die Kompetenz der Risikomanager, in die Nützlichkeit von Ratings und in die Wirksamkeit der Bankenaufsicht und -regulierung.
Vom Put zum Airbag

Die Politik des Fed und der Bank of England (BoE) in dieser Krise ist ungewöhnlich: Sie nehmen illiquide, verbriefte Kreditpapiere als Sicherheit im Austausch gegen Zentralbankgeld an. So soll auf dem Markt, auf dem sich fast nur noch Verkäufer finden, eine Nachfrage manifestiert werden, um die weitere Ausdehnung der Krise zu verhindern. (Daneben gibt es Anzeichen dafür, dass einige Hedge-Funds oder Private-Equity-Gesellschaften inzwischen als Käufer dieser illiquiden Papiere auftreten, weil sie unter dem inneren Wert gehandelt werden.) Die Strategien der beiden Notenbanken sind innovativ; sie offerieren so etwas wie eine «lender of last resort»-Fazilität – nicht für eine notleidende Bank, sondern für die gesamte Branche. Das ist eine wirksame und mutige Massnahme. Aber sie birgt Gefahren.

In den 1990er Jahren ging der Begriff des Greenspan-Put durch die Medien. Damit wurde die Strategie des Fed bezeichnet, die monetären Zügel zu lockern, wenn die Börse stark zu fallen drohte, besonders nach der LTCM-Krise. Dadurch schenkte das Fed in einem gewissen Umfang den Aktieninvestoren eine Gratis-Versicherung (einen Put), ohne eine Prämie darauf zu kassieren. Dieses Vorgehen kann Anleger zu erhöhtem Risiko verleiten. Die heutigen Massnahmen des Fed und der BoE sind im Vergleich dazu spektakulärer — und gefährlicher. Sie kommen einer allgemein verfügbaren «bail out»-Strategie nahe. Das ist nicht nur ein Put, sondern eher eine Art Rundumschutz — ein Airbag, der die Banken in Zukunft zu noch weniger Sorgfalt verleiten könnte. Zudem birgt die Strategie eine makroökonomische Gefahr: Weil das Fed damit beschäftigt ist, dem Markt Liquidität einzuflössen, kann es kaum den Zinssatz anheben, wie es nötig wäre, um die keimende Inflationserwartung zu brechen.
Was produziert eine Bank?

Um die Ursachen der Krise zu verstehen, muss man einen Schritt zurücktreten und die einfache Frage stellen: Was produziert eine Bank? Die klassischen Bankgeschäfte sind die Entgegennahme von Depositen, die Gewährung von Krediten und die Vorfinanzierung öffentlicher Emissionen. Gemeinsam ist diesen Aktivitäten, dass die Bank illiquide Vermögenswerte in liquide umwandelt: Aus verstreuten, kleinen Depositen werden grössere Kredite gezogen, die dann produktiv eingesetzt zu Kapital werden; aus illiquiden, privat gehaltenen Gesellschaften werden öffentlich gehandelte Publikumsgesellschaften. Man kann also sagen, dass Banken eigentlich Liquidität produzieren. Aus diesem Grund stehen in einer klassischen Bankbilanz liquide Verbindlichkeiten illiquiden Forderungen gegenüber. Insofern widerspricht die goldene Bankbilanz-Regel eigentlich dem Geschäftsmodell der Bank. Eine Bank, die auf der Aktiv- und der Passivseite dieselben Laufzeiten, also dieselben Liquiditäten, aufweist, produziert keine Liquidität und ist deshalb keine Bank. Das ist der Grund, weshalb Banken inhärent einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt sind.

Die Verbriefung von Krediten bedeutet, dass die Bank die illiquiden Forderungen, die sie gegenüber ihren Kreditkunden hat, in ein Wertpapier verpackt und dieses am Markt verkauft. Typischerweise sind es institutionelle Investoren, die solche Wertpapiere kaufen. Für die Bank ist die Verbriefung das Gegenteil des klassischen Bankgeschäftes, praktisch eine Storno-Buchung des Bankgeschäftes. Wenn eine Bank einen Kredit spricht, ihn aber in verbriefter Form an eine dritte Partei weiterverkauft, ist nicht mehr die Bank selbst der Liquiditätsproduzent; sie fungiert nur als Zwischenhändler zwischen dem Kreditnehmer (dem Liquiditätskäufer) und dem institutionellen Investor (dem Liquiditätsproduzenten). Die Hedge-Funds ihrerseits haben das Geld, mit dem sie den Banken die illiquiden Forderungen abkaufen, zu einem grossen Teil von den Banken selbst erhalten. Diese sind nämlich Teilhaber der Hedge-Funds oder stellen diesen Fremdkapital zur Verfügung. Damit verkaufen sich die Banken faktisch ihre eigenen Kreditportfolios.
Notverkäufe

Ein wichtiger Faktor, der die Banken zu diesem Verhalten bewegt, ist «regulatorische Arbitrage» – man könnte es auch «window dressing» nennen. Weil die Bank nun Forderungen gegen institutionelle Investoren in den Büchern hat und nicht mehr gegen eine Vielzahl kleiner Kreditnehmer zweifelhafter Güte, erscheint die Bilanz schöner. Der Regulator begnügt sich mit einer kleineren (sogenannt risikoadjustierten) Eigenkapitalquote. Faktisch hat sich aber kaum etwas geändert: Die Bank hat die Kredite immer noch in den Büchern, man sieht sie nur nicht mehr. Schlimmer noch, die Bank hat nicht nur jene Kredite faktisch in den Büchern, die sie am besten kennt, weil sie sie selber gesprochen hat, sondern auch viele andere Kredite, die andere Banken den Hedge-Funds verkauft haben. Am Schluss weiss niemand mehr, wer genau welche Risiken trägt, und die Komplexität der Bilanz hat deutlich zugenommen. Dies scheint ein Grund zu sein, weshalb das Risikomanagement mancher Bank so spektakulär versagt hat. Der CEO der UBS, Marcel Rohner, sagte an der GV vom 23. April, das Management der Bank habe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen. Die Komplexität der eigenen Bank ist den Verantwortlichen offenbar über den Kopf gewachsen. Diese öffentlich vorgetragene Einsicht ist die beste Grundlage für Besserung.

Als Mitte letzten Jahres einzelne Hedge-Funds in finanzielle Schieflage gerieten, zählte dadurch plötzlich ein Teil der Aktiven der Banken nicht mehr zur ersten Bonitätsklasse. Die Banken mussten aufgrund der Regulierung, der sie unterworfen sind, entweder neues Eigenkapital unterlegen oder die Forderungen loswerden. Dadurch wurde eine koordinierte, weltweite Verkaufswelle losgetreten, was die Preise ins Bodenlose stürzen liess. Verbriefte Hypothekarkredite sind heute wohl unter dem inneren Wert zu haben; wer die guten Forderungen von den wirklich schlechten zu unterscheiden vermag und über einen langen Atem verfügt, kann damit viel Geld verdienen. Deshalb sind diese Papiere für die Hedge-Funds interessant. Aber weshalb können die Banken die zurzeit illiquiden Papiere nicht behalten, wo es doch sozusagen zur Natur einer Bank gehört, dass sie nicht-liquide Forderungen in ihrer Bilanz stehen hat? Der Grund ist, dass der Regulator quartalsweise ein «true and fair view»-Reporting verlangt. Weil aber nicht klar ist, was der faire Wert einer Forderung ist, für die es keinen Markt mehr gibt, kommen diese Papiere mit einem grossen Abschreiber in die Bücher. Das Fazit lautet, dass die Hedge-Funds die unterbewerteten Papiere kaufen können, weil sie nicht der Bankenregulierung unterworfen sind, die Banken müssen sie dagegen aus genau diesem Grund verkaufen.
Krisenverschärfende Effekte

Der heutige Regulierungsrahmen weist drei Problembereiche auf:
– Erstens verlangt er zu viel Transparenz in einem Bereich, in dem diese Transparenz gar nicht verfügbar sein kann. Illiquide Assets zu bewerten, ist schwierig, weil keine verlässlichen Marktpreise zur Verfügung stehen. Um die illiquiden Assets alle drei Monate zu bewerten, werden vorhandene Marktdaten mit Modellen (und vielen Annahmen) verbunden. Wenn sich die Liquidität in einem Teilmarkt massiv verschlechtert, müssen die Banken einen grösseren Abschlag vornehmen. Die Bilanz sieht dann schlechter aus, als sie womöglich ist. Das ist alles andere als ein Beitrag zur Überwindung der Krise.

– Zweitens ist die Bankenregulierung insofern kartellfördernd, als sie die Eigenkapitalerfordernisse der ganzen Branche koordiniert. Sie zeigt den Banken, bis wohin sie gehen dürfen. Der Wettbewerb bringt dann die Banken dazu, tatsächlich in die Nähe dieser Grenze zu gehen. Früher, als es noch keine derart detaillierte Bankenaufsicht und -kontrolle gab, waren sowohl der Anteil der Privatbanken als auch die Eigenkapitalquote viel höher als heute. Ich behaupte daher, dass die Regulierung faktisch zu einer Senkung des Eigenkapitals geführt hat, nicht umgekehrt.

– Drittens werden die Banken in ihrem Verhalten in einer Krise gleichgeschaltet, was das Systemrisiko verschärft. Der Regulator verlangt von allen Banken, die ein notleidendes oder illiquid gewordenes Papier in der Bilanz haben, dieses mit einem höheren Disagio zu bewerten und mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. Dies führt zu koordinierten Notverkäufen und verschärft den Preiszerfall. Ich behaupte deshalb, dass die Regulierung das System als Ganzes nicht sicherer, sondern unsicherer gemacht hat.

Nach den massiven Verlusten, die viele Anleger erlitten haben, ist der Ruf nach strengerer Regulierung in aller Munde. Das ist verständlich, aber fatal. Womit haben die Regulatoren unser Vertrauen verdient? Ich schlage stattdessen vor, die Krise für eine Lockerung der Regeln zu nutzen. Vermutlich würden die Banken ohne die Koordination, die ihnen die Vorschriften auferlegen, mehr Eigenkapital halten, weniger verbriefen und mit Risiken sorgsamer umgehen. Damit würde das System als Ganzes an Stabilität gewinnen.

* Prof. Dr. Yvan Lengwiler ist an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel tätig.

Europa: St. Veit am Flaum, Fiume und Rijeka: Europa ohne Kommissare

Wolf Doleys
St. Veit am Flaum, Fiume und Rijeka: Europa ohne Kommissare
oder: der Euro reicht als europäische Verfassung

Man fragt sich, wie die das früher in Europa gemacht haben - ohne 50.000 Brüsselkraten, Gipfelspesentreffen, Subventionsdschungel und sanfte Agrardiktatur - die machten das offenbar einfach. Und die alte Kirche St. Veit stellt die neue, herrschaftliche Bundeskanzlei, wieder in Berlin, trotzdem in den Schatten. An Dezenz, nicht an Bombast.
Die machten das einfach, und es wob sich im Laufe der Jahrhunderte eine wunderschöner Flickenteppich, wie ihn Architekt Schultes nicht in der Berliner Bombastkanzlei geduldet hätte und wie man ihn im Brüsseler Euro-Kommissionsquartier nicht finden wird. Da hängt vielleicht Warhols Mao schön rosa in sinnfälligem Einheitskittel. Natürlich nur in der Etage der Kommissare, unten gibts Campbell’s Tomatensuppe aus der Dose.
Die machten das einfach, weil es in Venedig schon zu teuer war, weil das Mittelmeer bis Kairo reicht, weil es gerade in Landschaft, Konstellationen und Absichten paßte. Ohne Zertifizierungsbehörde. Und sie konnten es ohne die Milliarden des Regionalstrukturfonds, ohne Baugenehmigung für die neue Mole, ohne Besetzung der Baustelle durch grüne Wegelagerer - es muß ein Heldengeschlecht im Goldenen Zeitalter gewesen sein; allerdings mußten sie ihre Schulen selbst und sogar die Schnupfenmittel aus eigener Tasche bezahlen.
Dann kam der Fortschritt und der Nationalismus, die Eroberer und Interventen wechselten nun schneller als die Hemden, den letzten Zuschlag bekam Kroatien und demnächst gehört St. Veit am Flaum, pardon, dieser Name wurde inzwischen aus dem Brockhaus gestrichen, demnächst gehört Rijeka wohl gar zum richtigen Europa, zur Europäischen Union, und kann dann den Milliardenweg des Mezzogiorno beschreiten in einem Reich von Kommissaren, Zahlern und Zahlungsempfängern.
Es kann sich einstellen in einen großen, schönen Stall, für den eine große, einheitliche Stallhasenordnung im Gespräch ist.
Ob St. Veit Lust dazu hat? Der Regionalstrukturzaster lockt. So eine Kommissarsabfütterung ist pünktlich und zuverlässig, der Stall hat stattliche Ausmaße und auf dem Dach weht eine Fahne mit goldenen Partikeln auf blauem Grund.
Die goldenen Partikel glänzen sehr verlockend. Die rechten oberen Stallkammern zahlen für die links unten. Rund ums Mittelmeer sitzt man tagsüber gern im Kaffeehaus. Das ist menschlich.
Andererseits ist der Klub der Kommissare noch unschlüssig. Der Erhöhung der Zahl der Untertanen steht natürlich nichts entgegen, Cyril Northcote Parkinson läßt grüßen, doch ungesittetes Verhalten wie zollfreier Bananentausch und die Unterbietung sozialer, moderner und vernünftiger Karottennormen treffen bei ihnen auf große Feinfühligkeit. Und sind neue Kolonien nicht oft unbotmäßig, wollen alles besser wissen, bringen nicht genügend Plandisziplin mit und richten gar manchmal nicht einmal ihre Wahlergebnisse nach der Brüsseler Mildtätigkeit aus? Gut, daß der Dienst- und Aufnahmeweg lang und verschlungen ist und dergestalt die Entscheidungen ihrer Reife langsam auf jedem zu passierenden Schreibtisch entgegenlagern können.
Dies hat allerdings den Nachteil, daß Frondeure und übelwollende Elemente Zeit für Subversionen gewinnen und Gelegenheit entsteht, unsinnige und unharmonische Forderungen auszubrüten wie Steuerwettbewerb, (Arbeits-) Vertragsfreiheit, Subsidiarität, direkte Demokratie sowie Abstimmungen über Währungswechsel und ähnliche Kinkellitzchen.
Der neue Zentral-Euro, obwohl auf dem Verwaltungswege geboren und zur Nivellierung auserkoren, könnte solche unamtlichen Überlegungen und Bewegungen in der unübersehbaren europäischen Ebene auf Graswurzelniveau sogar begünstigen, macht er doch zwischen Portugal und Schweden alle Faktorpreise, Steuern und Subventionen direkt vergleichbar und stärkt damit den Wettbewerbsgedanken. Solche fadenscheinigen Vergleiche haben bereits Unsummen an Investitionen nach Irland und Spanien gelenkt, statt in ordentlichen Hochsteuerländern die soziale Harmonie der Bequemlichkeit und die Verwaltungsherrschaft zu fördern. Der Euro könnte so gefährlich segensreich werden wie die römische Zentral-Sesterze, mit der dann ohne Zentralerlaubnis auf Teufel komm’ heraus gehandelt und gewandelt wurde. Das schwächt die Zentralbürokratie, die mit mehr Regulierung antwortet, erstarrt und so ihr eigenes Grab schaufelt. Am Ende ging es ganz ohne Rom, nur ein Römchen blieb übrig, das sich heute von Mailand aushalten läßt.
Aus solchen ungeordneten Entwicklungen im vereinfachenden Rahmen der Einheitswährung könnten noch einmal viele St. Veits am Flaum, Fiumes und Rijekas entstehen. Von Brüssel blieben dann als fast einzig positive Erinnerung die Pralinen übrig. Und vom nicht mehr weggesteuerten Wohlstand ließe sich ein zentrales Büro für Allgemeines der Europäischen Föderation bezahlen, nicht zu groß natürlich, nicht zu nah - vielleicht in Liechtenstein, damit der Sinn für solides Rechenwerk erhalten bleibt und die Aufsicht leichter fällt. Eine Hauptstadt wie in Zeiten des Nationalismus ist nicht mehr nötig im Zeichen der dezentralen Weltvernetzung; das Geschacher um Stimmenblöcke, um anderen Ländern den eigenen Willen aufzuzwingen, erscheint übel anachronistisch. Die Freiheit des kleinen Dänemarks ist als eher kostbarer einzuschätzen als die der großen Massenländer. Der alte Staat stellt sich als Spinnennetz dar, in dem die Staatsbürokratie in der Hauptstadt die klebrigen Fäden zieht, in denen die Bürger gefangen sind. Das neue Europa sollte frei schweben zwischen Bundesstaat und europäischem Völkerbund und so deutsch sein wie italienisch, so kroatisch wie ungarisch, bei freiem Eintritt für alle Freunde der Gewaltenteilung, der Freiheit des Individuums und der Marktwirtschaft. Die Euro-Kriterien verstehen sich für verantwortliches und solides Finanzgebaren von selbst. Sie sind für die verantwortungslosen Schuldenmacher und Konkursverschlepper Athen, Rom, Berlin und Brüssel verbindlicher zu formulieren. Eintritt spesenfrei, ohne Warteschlange und ohne Subventionsknechtschaftsverheißung. Das hieße ein Europa. Frei schwebend zwischen Bundesstaat und europäischem Völkerbund - so ähnlich schlug es Constantin Frantz (Deutschland u. der Föderalismus) schon einmal vor, bevor die Nationalismen Europa verheerten und zerstörten. (Frantz wurde inzwischen ebenfalls zugunsten eines zeitgeistigen Musikanten aus dem „großen“ Brockhaus gestrichen.)
Da könnte auch die Schweiz mitmachen, das einzige europäische Land mit ungebrochener freiheitlicher Tradition und deswegen kontinuierlicher Prosperität und dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen Europas.
Das Büro fürs Allgemeine, vielleicht in Anlehnung an den Schweizer Bundesrat zu gestalten, könnte dann das koordinieren, was die einzelnen Freistaaten wirklich nur zusammen unternehmen wollen, z. B. eine gemeinsame Raketenabwehr. Die Büroordnung sollte mit ganz wenigen Paragraphen auskommen. Dann lasten sie nicht zu schwer auf dem europäischen Geist und lassen sich schlechter für die ungeschlechtliche Vermehrung von Beamten verwenden.
Und jedes Land des Bundes könnte weiterhin sagen: Es lebe Frankreich! Es lebe Deutschland! Etc.
(2001; es gab bis 1998 den Außenminister Klaus Kinkel, der, wie sein vormaliger Chef Genscher, offenbar nicht sah, daß man Jugoslawien/Serbien unbedingt an Westeuropa anbinden mußte.)

Dienstag, 13. Mai 2008

Euro-Raum, Holland, Werbewindbeutel, 72er-Regel



STRIZZ, Reiche, FAZ // Zwei Übel, aber eines läßt wenigstens Wirtschaftswachstum, Schule und Wissenschaft zu.

Wird ja schon fast langweilig: wieder Sonne, 15-25°

- " Konstanz für den Euro-Raum. Von Werner Mussler, Brüssel ... Das relativ niedrige Wachstumspotential im Euro-Raum geht - unverändert - auf Versäumnisse der Mitgliedstaaten zurück, vor allem auf zu stark regulierte Güter- und Arbeitsmärkte. Es ist auch eine richtige - freilich nicht neue - Erkenntnis, dass falsche Politiken in einem Land unerwünschte Übertragungseffekte (Spillover) auf die gesamte Währungsunion haben können. ..." FAZ

- Interessant: 3,2% Arbeitslosigkeit in Holland (2007), 8,7% gleichzeitig im Land der flächendeckenden Sozialdemokratie von SPCU.

Übel, ganz übel: Regierung will Ökosteuer auf Kraftstoff nicht senken.

WOHIN TREIBT ... :
- Trend der Werbewindbeutel in dieser Saison: gespreizte Frauenbeine; nicht nur bei Modefotografien, auch in der Tourismuswerbung (Murcia, Spanien): Eltern mit kleinem Mädchen (Signal für Pädophile?)
- " Gleich machen wir Schluß mit der bürgerlichen Sexualmoral" , nein, nicht der Staatsanwalt Spitzer, oder Fritzl aus A., nein, Filmansage bei arte. Apropos F.: am liebsten tratscht und klatscht Jelinek und der große Haufe über Sexualverbrechen, die haben einen höheren Unterhaltungswert; bei F. scheint der normale kriminelle Werdegang vorzuliegen: früh begonnen, von der Justiz geschont. (s. Eysenck, Kriminalität u. Persönlichkeit).

- In deutschen Schulen wird ja lieber Bölls ANEKDOTE ZUR SENKUNG DER ARBEITSMORAL gelehrt:
Seerosen und die 72er-Regel : 72 dividiert durch den Zinssatz = Zahl der Jahre, bis der Zinseszins den Einsatz verdoppelt hat.
Beck-Office FAZ

- Arbeit
von Martin Luther
Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.

- In Wirklichkeit erkennen wir nichts;
denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.
Demokrit (ca. 470 v.Chr. - 380 v.Chr.)
Tiefbohrungen haben seitdem ergeben, daß die Wahrheit auch dort nicht anzutreffen ist. Es sei denn, man will unter "Wahrheit" eine Kostruktion verstehen, mit der man verläßlich rechnen und arbeiten kann.

- Religion: "Moses brachte uns die Thora vor 3000 Jahren, ich glaube, wir sind die einzige Nation, die geheiligt ist." Samaritanischer Hohepriester. Start: vor 3682 Jahren. Von Adam bis Moses 26 Generationen, bis zum jetzigen Hohepriester 162 Generationen.

- Oppitz mit den Diabelli-Var., Chopin-Phantasie, Debussy-Images, Bartok, Im Freien - ein originelles Programm, meisterlich gespielt, wie gemeißelt der Beethoven. Fast nur Zuhörer über 50.