Freitag, 23. Januar 2009

Erdsystem-Wissenschaften, Mindestlohn, OECD, Verbriefungsprodukte, Leonardo, Photovoltaik

Heimhofer
Leonardo

- Sehr erfreulich: PD Dr. Ulrich Heimhofer. Jahrgang 1971: "Seine Forschung im Bereich der Erdsystem-Wissenschaften beschäftigt sich mit der Rekonstruktion von biogeochemischen Stoffkreisläufen und den paläoklimatischen Umweltbedingungen im jüngeren Mesozoikum. Für die Untersuchung der sedimentären Archive wird ein kombinierter Ansatz gewählt, der moderne isotopen- und organisch-geochemische Analytik mit paläobotanischen und sedimentologischen Methoden verbindet. Ein Schwerpunkt seiner derzeitigen Forschungsarbeit liegt auf Untersuchungen zum zeitlichen Ablauf der Diversifikation der frühen Blütenpflanzen sowie einer möglichen Verknüpfung dieses evolutionären Ereignisses mit zeitgleichen Veränderungen im globalen Ozean-Atmosphäre- System." Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=181&Itemid=284


- Arbeit an der Arbeitslosigkeit: " Union verliert Auseinandersetzung. Staatliche Lohnfummelei. Die Union hat die Auseinandersetzung um den Mindestlohn auf ganzer Linie verloren. Der letzte Widerstand ist gebrochen. Gescheitert ist die Union an ihrer schleichenden Sozialdemokratisierung. ..." 22.1. Göbel

- Was treiben die denn eigentlich so? Die OECD (Org. für wirtsch. Zusammenarbeit und Entw.), der IWF (Intern. Währungsfond), das FSF (Financial Stability Forum), die Zentralbanken, die BIZ (Bank für intern. Zahlungsausgleich), die Weltbank - sie alle haben von der aufziehenden Finanzkrise nichts bemerkt, obwohl sie für Supervision und Aufsicht bezahlt werden und seit Jahren an Größe zunehmen. Ihre Unfähigkeit liegt sicher zum einen darin begründet, daß das Personal aus Laufbahnbeamten besteht, die außer einer guten akademischen Ausbildung nicht viel aufzuweisen haben und ihr Berufsleben von 9-17h in bequemen Büros verbringen und dort vor allem an ihrer Karriere basteln (Modell Horst Köhler). Zum anderen sind die menschlichen Erkenntnismöglichkeiten auch der aktiven Bankkaufleute zu gering, als daß man von einem früheren Erkennen der nächste Krise ausgehen könnte.

- Strukturierte Verbriefungsprodukte: 'Fragen an den Sanierungsexperten Peter Mauritz. "600 Seiten starke Kreditverträge" .
Der Wirtschaftsprüfer Peter Mauritz ist geschäftsführender Gesellschafter des auf Sanierungen spezialisierten Beteiligungsunternehmens Prolimity. ..." 19.1. FAZ // Da könnte man auch ohne ak. Ausbildung stutzig werden!

- Rückblick, Leonardo da Vinci (1452-1519) : "Klein: Natürlich funktionierte nicht alles, was er entwarf – so versuchte er 30 Jahre lang vergeblich, mit einer Flugmaschine den Erdboden zu verlassen. In seinen Forschungen fehlte es oft an Systematik, er konnte auch wirklich nicht gut rechnen. Belegt ist, dass er an einfachsten Divisionen scheiterte. Aus heutiger Sicht gravierender ist, dass er nicht publiziert hat und sich wenig mit anderen Forschern und Erfindern ausgetauscht hat. Durch seine anatomischen Studien hätte die Medizin einen großen Sprung gemacht. Leider blieb vieles in seinem unsortierten, chaotischen Nachlass verborgen. ..." Focus 14.10.08 / Stefan Klein: „Da Vincis Vermächtnis“ vom S. Fischer-Verlag 2008 // Die starke Rechenschwäche ist auch wieder ein Hinweis auf den modularen Aufbau der Intelligenz, bekannt sind die computerhaften Rechenleistungen von IDIOT SAVANTS, die außerhalb des Rechnens weitgehend schwachsinnig sind.

- Hybridfahrzeuge, Wärmepumpe, Solarzellen auf dem Dach: " Im Praxistest durchgefallen . Ihr Leitartikel "Im schiefen Dreieck" sowie die Daten im Brief von Leser Professor Dr. Horst-Joachim Lüdecke "EU-Klimapaket als gelungener Faschingsbeitrag" ..." FAZ 22.1.09 LB E. u. Ernst Günter Fischer, Bad Homburg

- Es lebe der Sport: Wenn einer bei der Zwischenzeit
sich zwanglos von an Ski befreit
und es ihn in die Landschaft steckt
das jeder seine Ohrn anlegt.
wenn er es überleben tut,
dann wird er nachher interviewt.
Es lebe der Sport
der is gesund und mocht uns hoart
er gibt uns Kraft er gibt uns Schwung
er is beliebt bei alt und jung (Rainhard Fendrich - Es lebe der Sport)
- "stürzte er bei der Abfahrt in Kitzbühel bei rund 140 Kilometern pro Stunde im Zielhang, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und musste ins künstliche Koma versetzt werden." MP Althaus fährt als Geisterfahrer Skiläuferin tot.

- Speicherchiphersteller Qimonda beantragt Insolvenz; gute Zahlen: Google, Voßloh (V. auch guter Ausblick); FIAT will mit Chrysler zusammengehen, erwirbt 35% (und das nach der Daimler-Katastrophe!)
- Dax 4.100 -2,8% Dow 8.077,56 -0,6% WTI Öl 45,88 6,0%

Donnerstag, 22. Januar 2009

Deutschland drohen energiepolitische Sackgassen


Um den Gorgonenkopf ertragen zu können, braucht es ein attraktives Gegengewicht: Condoleezza Rice (2005 im Weißen Haus, rechts als Pianistin mit dem Cellisten Yo-Yo Ma bei einem Konzert in Washington D.C., 2002)

Wer würde von dem ein gebrauchtes Auto kaufen? UN-Klimaratsvors. und Klimaprophet Pachauri (von Hause aus Volkswirt)

Standpunkt: Alfred Schüller: Schlechte Tradition. FAZ 21.1.09
Deutschland drohen energiepolitische Sackgassen, auch durch eine zunehmende Energieabhängigkeit von Russland. Das hat eine schlechte Tradition seit den zwanziger Jahren, als Deutschland im Verhältnis mit Russland das Wirtschaftliche vom Politischen zu trennen versuchte. Wer das versucht, verkennt aber die (ordnungs-)politische Bedingtheit des Wirtschaftens.
Ein kurzer Blick in die Geschichte mag verdeutlichen, wie wirtschaftliche und politische Interessen ineinandergreifen: Schon die junge Russische Sowjetunion, die um Wirtschaftshilfe und politische Anerkennung kämpfte, schlug 1922 auf der Konferenz von Genua ein "umfassendes pazifistisches Programm" mit einer planmäßigen internationalen Verteilung der Roh- und Brennstoffe vor. Nach 1945 wollte Josef Stalin mit Hilfe des vereinten Ressourcenpotentials aller Comecon-Staaten eine Roh- und Brennstoffversorgung für ganz Europa schaffen. Vor allem Westdeutschland suchte er für eine enge und langfristige Zusammenarbeit im Energie- und Rohstoffbereich zu gewinnen. 1971 warb Alexej Kossygin abermals für die Schaffung eines gemeinsamen Energiesystems für Europa. Auch später regte die Sowjetunion immer wieder gesamteuropäische Konferenzen mit dem Schwerpunktthema Energie an - vorgeblich immer als politisch neutrale Versorgungsstrategie.

Das sowjetische Russland war nicht auf eine vertrauensvolle Kooperation, sondern stets darauf ausgerichtet, alles Wirtschaftliche zu politisieren. Der Westen war eingedenk der Einheit von politischer und wirtschaftlicher Ordnungsidee des Kollektivismus gut beraten, den jahrzehntelangen Verlockungen einer russischen Politik der paneuropäischen Versorgung mit Roh- und Brennstoffen nicht zu erliegen, obwohl es auch von Seiten der westlichen Wirtschaft immer wieder Stimmen gab, die eine Trennung des Wirtschaftlichen vom Politischen als pragmatischen Weg der (Ost-)Handelspolitik ansahen.

Erst im Gefolge der Reformansätze von Michail Gorbatschow kamen Ende der achtziger Jahre ernsthafte und hoffnungsvolle Bestrebungen zur Integration Russlands in die Weltwirtschaft auf. Vor diesem Hintergrund mag der 1985 geschaffene paneuropäische Erdgasverbund mit Russland als Ausdruck des Vertrauens in die Hinwendung dieses Landes zu größerer Liberalität gewertet werden.

Unter Wladimir Putin ist die Wirtschaft in Russland wieder zunehmend in den Griff des Staates gekommen. Eine Regierung, die trotz hoher Zustimmungsraten für ihre Herrschaftssicherung eine enge Verfilzung von Politik, Militär, Justiz und Wirtschaft nutzt, muss darauf bedacht sein, über das marktwirtschaftliche Geschehen ein politisches Entscheidungsnetz mit potentieller Schlüsselgewalt zu spannen - damit aus dem Marktsystem keine unerwünschten oppositionellen Bestrebungen entstehen. Der über den Marktaktivitäten schwebende politische Staatswille bleibt nach Bedarf verdeckt. Besonders die privatrechtlich verfassten staatlichen oder quasistaatlichen Unternehmen und Finanzeinrichtungen (mit verschleierter Eigentümerstruktur) können für politökonomische Zwecke tätig werden. Westliche Außenstehende haben dennoch den Eindruck, man habe es mit selbständigen Konkurrenten zu tun, mit freien und ausschließlich gewinnorientierten "Marktteilnehmern". Das ist oft eine Täuschung.

Wenn die russische Regierung sich vorbehält, Souveränität auf wichtigen gesellschaftlichen Gebieten nach politischem Bedarf auszuüben, dann ist es fraglich, ob ein ernsthaftes Interesse besteht, im äußeren Einflussbereich eine von Freiheit und Gleichberechtigung bestimmte internationale Ordnung zu akzeptieren. Umso berechtigter erweisen sich deshalb die Bedenken erstens gegen eine starke Abhängigkeit von russischen Energielieferungen (Öl und Gas) und zweitens gegen die Versuche, hierin den Ausweg aus der hausgemachten energiepolitischen Sackgasse zu sehen.

Die Art und Weise, wie unter der Regierung Schröder mit Hilfe der von Russland präferierten Ostsee-Pipeline versucht worden ist, Deutschland (auf Kosten der Interessen osteuropäischer Staaten und Schwedens) in Moskau eine energiepolitische Vorzugsposition zu verschaffen, erinnert in mancher Hinsicht an die deutsche Osthandelspolitik seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, welche ebenfalls die (ordnungs-)politische Bedingtheit ökonomischer Prozesse ignorieren wollte. Wenn zu Recht immer wieder hervorgehoben wird, dass Russland bisher ein verlässlicher Gaslieferant war, so sind politische und wirtschaftliche Risiken folgender Art zu bedenken: 1. Gegenüber einem politisch unsicheren Handelspartner mit großer Autarkiebegabung kann eine hohe einseitige Versorgungsabhängigkeit zur vorauseilenden politischen Gefügigkeit und Nachgiebigkeit verleiten. 2. Aus marktwirtschaftlicher Sicht interessiert nicht nur die mengenmäßig zuverlässige und ausreichende, sondern auch eine vergleichsweise preisgünstige Versorgung. Und die ist nicht garantiert.
Mit der Beteiligung russischer Staatsunternehmen an der leitungsgebundenen, vertikal integrierten Elektrizitäts- und Gasversorgung treffen Vertragspartner zusammen, die auf je eigene Weise weitgehend der Wettbewerbskontrolle entzogen sind und sich um eine erfolgreiche Stärkung ihrer monopolartigen Privilegien bemühen. Russland sperrt alle seine als strategisch wichtig eingeschätzten Industriezweige gegen Einflüsse ausländischer Investoren weitgehend ab, versucht andererseits aber, zum Beispiel auf dem Gebiet der Gasversorgung in den Abnehmerländern verfügungsrechtliche Strukturen zu schaffen, die es erlauben, den Monopolrentenanspruch bis zu den Letztverbrauchern durchzusetzen. Hierdurch dürften die Möglichkeiten einer wettbewerblichen Öffnung unserer traditionell vermachteten Energiemärkte und die Ingangsetzung dynamisch ablaufender Marktprozesse in diesem Bereich erheblich verschlechtert werden.
Eine starke Energieabhängigkeit von Russland ist das Gegenteil einer ordnungspolitisch neutralen Strategie. Diese Erkenntnis gibt den Stimmen zusätzliches Gewicht, die in der Abkehr vom Atomausstieg einen wichtigen Beitrag sehen, um der energiepolitischen Sackgasse zu entkommen.
Alfred Schüller ist emeritierter Wirtschaftsprofessor an der Universität Marburg.

- "Für RWE-Chef Großmann wäre die dringendere Lehre aus dem Gas-Streit, die politischen Anreize für Erdgas in der Grundlaststromerzeugung zu prüfen. Statt die Abhängigkeit vom Gasimport immer weiter zu erhöhen, müsse das Ziel ein breiter Energiemix aus allen verfügbaren Quellen sein. ..." FAZ 21.1.

- An der geringen Energiedichte der Windenergie kann niemand etwas ändern, selbst dann nicht, wenn man alle einschlägigen Journalisten als Windmacher einsetzt - der Material-, Lohn- und Energieeinsatz für diese Landschaftsverschandeler wiegt einfach zu schwer, dazu kommen Unzuverlässigkeit und Netzinstabilitäten und die teure parallele Vorhaltung von schnell anfahrenden Gaskraftwerken. Das Gleiche gilt für die noch teurere Sonnenenergie.
Und auch wenn man veranschlagt, daß Juristen vielleicht Probleme mit dem Ablesen von Thermometern haben könnten, so kann man doch spüren und fühlen, daß die viel zu leichte Klimaerwärmung inzwischen stagniert (http://wattsupwiththat.com/?s=hadley)
und man in Washington Stein und Bein friert und es in Köln ebenfalls kalt ist und es auch im Sommer war. Komm. zu: Obamas Amerika. Jetzt beginnt das grüne Zeitalter. FAZ 21.1.09, Phantasien Von Joachim Müller-Jung

- Zu teurer Strom: "Hydro-Aluminiumhütte in Neuss droht das Aus.
Ein Ende für die Metallerzeugung könnte viele Verarbeiter in der Region gefährden
St. DÜSSELDORF, 21. Januar. Die Hydro-Aluminiumhütte in Neuss steht möglicherweise vor der Schließung. Der norwegische Hydro-Konzern will in ..." 22.1. FAZ

Mittwoch, 21. Januar 2009

Flöel, Freiheit und Sozialismus, Bundesbank sieht keine Zeichen für Kreditklemme

IBM trotzt der Krise, gute Zahlen für 2008, guter Ausblick

Flöel

Washington -10°C , Kölner Bucht -2 bis 4°

- Sehr erfreulich: Dr. med. Agnes Flöel, Jahrgang 1973. "In ihrer Forschung verwendet sie vielfältige Methoden aus der Neuropsychologie, der Epidemiologie und der Gehirnforschung, von Verhaltensmessungen über die transkranielle Magnetstimulation, die funktionelle Kernspintomographie und die Positronenemissionstomographie bis hin zu pharmakologischen Inter-ventionen beim Menschen. ..." Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option

- Zum Wimmern: Willy Wimmer, CDU, Ex-Staatssekretär, schlägt Merkel als nächsten Wahlkampftitel vor: Freiheit und Sozialismus. Oh, Obama, hilf!

- "Bundesbank sieht keine Zeichen für Kreditklemme.
Unternehmen kommen nicht mehr so leicht an Kredite, vor allem größere Firmen stoßen auf Schwierigkeiten. Ein Zeichen für eine allgemeine Kreditklemme sieht die Bundesbank in Deutschland aber nicht. ..." FAZ 20.1.

- Erfreulich: Glos will Beweisumkehr bei öffentl. Bauvorhaben in Sachen "Naturschutz" (der meist ein Naturfanatismus ist). Viel Glück!

- Es soll sich nicht um einen Karnevalsorden gehandelt haben: "Putin in Dresden. Eine Nacht mit dem heiligen Georg.
Wladimir Putin, Dresdens größter Adoptivsohn, erhielt in der Semperoper einen „Dankesorden“ für den sächsisch-russischen Kulturaustausch. Und erklärte in seiner liebsten deutschen Stadt die „absolut gerechte“ Position Russlands im Gasstreit. ... Aufgeregt hat das nur wenige, den ehemaligen Bürgerrechtler Schulz etwa. Da spiele eine „Blockflöte für einen Tschekisten“ schimpft er, in Erinnerung rufend, dass Tillich eben zu jener späten DDR-Zeit, als Putin noch persönlich als KGB-Mann über Dresden wachte, in die Ost-CDU und eine Kreisverwaltung eingetreten war. ..." 19.1.
- "Menschenrechts-Anwalt getötet. Kopfschuss auf offener Straße. In Moskau sind der Menschenrechts-Anwalt Markelow und eine regierungskritische Journalistin auf offener Straße erschossen worden. ..."

Dienstag, 20. Januar 2009

Bernd J. Hartmann, „Faust“, Dow 7.949 -4,0%

Hartmann
Strizz, Reiche

- Sehr erfreulich: Dr. Bernd J. Hartmann, Jahrgang 1973: "Das Öffentliche Recht (Verfassungs- und Verwaltungsrecht) bildet den Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Interessen, ohne dass intradisziplinäre Fragen des Zivil- oder Strafrechts deshalb ausgeblendet würden. Weiter gilt seine Aufmerksamkeit dem Rechtsvergleich und der Verfassungsgeschichte. Der Blick auf politikwissenschaftliche, ökonomische und andere nachbarwissenschaftliche Erkenntnisse hat sich für seine Forschung ebenfalls als fruchtbar erwiesen. ..."
Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=180&Itemid=283

- Eule der Minerva: Bei Herrn Minkmar fehlt eigentlich nur noch die Vermutung, daß Bush auch noch Analphabet sei. Die Historiker werden die Regierung Bush, der übrigens auch die exzellente Cond. Rice angehört, zu analysieren wissen, vermutlich kompetenter als das Feuilleton. Es gilt, daß die Eule der Minerva ihren Flug erst mit etwas Zeitverzögerung beginnt. Beim Thema Klima-Wahn könnte man aber vielleicht schon feststellen, daß Bush den CO2-Phantasmagorien der Klimaprophetenvereinigung IPCC nicht auf den Leim gekrochen ist und unsinnige und teure Maßnahmen weitgehend vermieden hat. Mein Freund Hadschi Halef Omar übrigens freut sich heute noch über Saddams Sturz, obwohl ich ihm stets sage, daß man nur lange genug mit Saddam hätte diskutieren müssen, was sind da schon fünfzig Jahre, um aus dem Irak eine Demokratie ohne Saddams große Dissidentenfleischwölfe zu machen. Komm. zu: Minkmar, Das Rätsel, FAZ 18.1.

- "Steven Chu, designierter Leiter des Obama Energie-Ressorts: Kohle: Eine großartige, natürliche Ressource!
Große Hoffnungen lasten auf dem designierten US Präsidenten Obama. In der Öko-Szene sind es allen voran die Retter des Weltklimas, die von Obama einen Richtungswechsel in der US Klimapolitik und ein Abkehren von der Ablehnung des Kyoto-Protokolls erhoffen. Diese Hoffnungen werden zusehends untergraben. Haben doch bereits einige Berater Obamas durchblicken lassen, dass sie Klimaschutzmaßnahmen so lange auf die Reservebank setzen wollen, bis die US Wirtschaft wieder aus der aktuellen Krise erholt hat.
Diese Woche gab es noch deutlichere Rauchzeichen aus Washington, welche den Himmel der Umweltschützer und Klimaretter deutlich verdunkeln dürften. Das Wall Street Journal berichtete in der gestrigen Ausgabe, dass Obamas designiertes Kabinett ausgerechnet die von Klimarettern verteufelte Kohle zu einem Eckpfeiler der zukünftigen Energiepolitik machen wollen. Lisa Jackson, zukünftige Leiterin der US Environmental Protection Agency, bezeichnete am Mittwoch im Senat Kohle als “eine wichtige Ressource für das Land”.
Am Tag zuvor hatte der Physiker Steven Chu, designierter Leiter des Energie-Ressorts, Kohle als “großartige Natürliche Ressource” bezeichnet (vor zwei Jahren bezeichnete er den Ausbau von Kohlekrafterken noch als “schlimmsten Alptraum”).
Solche Aussagen lassen erahnen, dass die zukünftige US Regierung unter Obama die Erwartungen der Klimaretter eher enttäuschen, als erfüllen wird.
In den USA wird die Hälfte der elektrischen Energie in Kohlekraftwerken erzeugt. Massive Restriktionen in Bezug auf Emissionen würden eine drastische Reduktion des Energieverbrauches erfordern, was offensichtlich auch der zukünftigen Regierung der USA derzeit als nicht zielführend erscheint.
mit Dank an Hans G. Bronik erschienen auf Ökologismus.de "

-"Thomas Riedel auf faz.net
Ich kann die "Berichterstattung" über den Teufel Bush und den Messias Obama einfach nicht fassen. Die FAZ hat für mich viel Vertrauen verspielt, auch wenn andere Zeitungen ebenso "berichten". Ich möchte nur noch einmal die USA-Eindrücke des Autors um meine eigenen ergänzen: ich habe vor einigen Jahren an einer amerikanischen Top-10 law school studiert, einer der Professoren dort ist eine nationale Autorität auf dem Gebiet Verbriefung. Ich durfte ihn näher kennenlernen. Von dieser Erfahrung her weiß ich, daß dieser Mann dem Bild eines Menschen nicht entspricht, den die Gier um seinen überlegenen Verstand gebracht hat, wie der Autor den gegenwärtigen Mythos von der Ursache des credit crunch widergibt. Der Professor verdiente nur einen Bruchteil an der Uni von dem, was er an der Wall Street bekommen hätte. Auch moralisch hat er mein Vertrauen. Waren die Banken also wirklich so dumm, Kredite an wenig solvente Menschen zu vergeben? Die Antwort: nein, die Vergabe wurde 1996 von den Demokraten erzwungen, die Banken haben dann nur zu rational gehandelt, als sie die bad loans sich selbst per Verbriefung vom Hals schafften. Man lese http://www.americanthinker.com/2008/09/barack_obama_and_the_strategy.html. Nichts wäscht so weiß wie die Printmedien."

- "Long on China, Short on the United States Daily Article by Tim Swanson , www.mises.org .| Posted on 1/20/2009 ... Emerging on Top.
As noted above, in the past year at least 67,000 factories across China have closed down and hundreds of thousands of migrant workers have moved back to family farms. [17] While this phenomenon may be painful in the short run, the Chinese are at least allowing bankruptcy to clear out ineffective business models.[18]
In the United States, failure is no longer an option. In fact, more than $8.5 trillion dollars are being used to prop up catatonic firms such as Citi, Fannie Mae, Freddie Mac, and AIG.
As a result, in the long run, China as a whole will be able to adapt to market conditions and prosper because sick companies will have been expelled from the marketplace and capital will be reallocated to the most efficient participants. Conversely, because the West has given up on bankruptcy and the freedom to fail, they will continue to flounder as they prop up poorly managed firms.
Furthermore, the Chinese not only have relatively high household savings and relatively low corporate debt ratios, but the government continues to privatize state-run firms and allow them to go bankrupt. [19]
Thus the only unknown factor for the future is just how much damage the Fed will do to the US currency, potentially driving away foreign holders of dollars.
If history is any guide, while China may be faced with uncertainty once again in 2019, it is backstopped by a nearly $2 trillion foreign reserve and solid financial ground. The same cannot be said for the United States. Perhaps foreign observers should take note."

- Man kann die Inauguration des minderjährigen neuen US-Präsidenten (unter 50) einen gelungenen Karneval nennen. In dieser Karnevalsparade von Marschkapellen aller Art aus dem ganzen Land marschieren auch Armeegruppen mit geschultertem Gewehr mit, ebenso eine Marinecorps-Highschool-Drillgroup - was mag das sein?
Juristerei: da spielt funktionales Denken keine Rolle, wie es eine funktional geordnete Gesellschaft verlangt; Clinton, auch Jurist, löste das Verstehensproblem durch kluge wirtschaftliche Zurückhaltung und Monica Lewinski. Das geplante große Konjunkturprogramm besteht übrigens zu 40% aus Steuererleichterungen - nachahmenswert.
Dax 4.240 -1,8% Dow 7.949 -4,0%

- Als es noch erwähnenswerte deutsche Schriftsteller gab: - Die Uraufführung des ersten Teils von Goethes „Faust“ am 19. Januar 1829 : "Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!"

Montag, 19. Januar 2009

"Ich stell' nie mehr jemanden ein"

Fischer
Bei der Rechtschreibung sind die Araber auch nicht führend.
- "CAIR Co-Hosts an Antisemitic Rally in Chicago." by Daniel Pipes, Mon, 19 Jan 2009, www.danielpipes.org/

- Sehr erfreulich: Dr. Saskia F. Fischer, Jahrgang 1972: "Ihre aktuellen Forschungsinteressen gelten der Herstellung und Untersuchung ferromagnetischer und Halbleiter Nanostrukturen im Hinblick auf neuartige Anwendungen in Magneto-, Nanound Spinelektronik. ..." Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=178&Itemid=286

- Das Dauerproblem des Teutonischen alias "Rheinischen Kapitalismus": ' "Ich stell' nie mehr jemanden ein".
Ein Taxifahrer versucht sich als Arbeitgeber / Von C. Bröll
NÜRNBERG, 14. Januar. Wenn Lorenz Pfatrisch am Gebäudekomplex der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg vorbeifährt und an die knapp vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland denkt, packt ihn die Wut. Zehn Zentimeter dick ist der Packen von Formblättern und Informationsunterlagen mittlerweile, den er in seiner Tasche auf dem Beifahrersitz herumfährt. Zehn Zentimeter, nur um einen einzigen Mitarbeiter einzustellen. Der gemütliche Taxifahrer hat sich geschworen: Das ist das allerletzte Mal. Dabei regt ihn nicht einmal so sehr der bürokratische Aufwand auf. Vielmehr machen ihm die Kosten zu schaffen, die nach und nach auftauchen. "Am Ende zahle ich sogar drauf", lautet seine ernüchternde Bilanz, "und das nur, damit mir am Ende jemand anderes auch noch mein Auto kaputtfährt."
Lorenz Pfatrisch hat ein eigenes Taxi, mit dem er tagsüber in der fränkischen Metropole unterwegs ist. Am späten Abend oder nachts steht das Auto ungenutzt in der Garage. So erschien ihm die Idee gar nicht schlecht, als ihn ein Freund fragte, ob er nicht ab und zu auf 325-Euro-Basis (vorher 630 DM) für ihn fahren dürfe. Gesagt, getan. Als er Ende vergangenen Jahres aber ausrechnete, was ihn das eigentlich kostet, war die Begeisterung für das Arbeitgeberdasein schnell vorbei.
Im Taxigewerbe wird der Umsatz üblicherweise zwischen Fahrer und Chef genau geteilt. Das bedeutet, daß Pfatrischs einziger Angestellter durchschnittlich einen Umsatz von 650 Euro erzielen muß. Pfatrisch selbst bleiben also von dem Zusatzgeschäft ebenfalls 325 Euro, abzüglich Umsatzsteuer von 7 Prozent sind es 279,50 Euro. Nach der Verschärfung der Richtlinien für 325-Euro-Jobs vor knapp drei Jahren muß der Kleinunternehmer nun aber auch noch 10 Prozent Kranken- und 12 Prozent Rentenversicherung abführen. Weil Pfatrisch nicht wußte, daß sein Angestellter eine Freistellungsbescheinigung benötigt, um überhaupt auf 325-Euro-Basis arbeiten zu dürfen, werden außerdem pauschal 20 Prozent Lohnsteuer fällig. Rückwirkend gilt die Freistellung nicht, auch wenn der Beschäftigte nachweisbar keinen Pfennig mehr in dem Jahr verdient hat: Netto bleiben ihm so nur noch 143 Euro. Doch damit nicht genug: Da der Taxiunternehmer jetzt einen Angestellten beschäftigt, zahlt er für die Industrie- und Handelskammer im Jahr statt 45 Euro nun 62,50 Euro Beitrag, außerdem erhöhen sich die Sätze für den ärztlichen Dienst und die Berufsgenossenschaft. Und zu guter Letzt verlangt der Steuerberater ein höheres Entgelt, da er ja nun nicht mehr nur eine Steuererklärung für einen Ein-Mann-Betrieb anfertigen muß. Kostenpunkt: 175 Euro im Jahr.
Schlußendlich bleibt dem Franken von dem Geschäft seines Angestellten also fast nichts übrig, die Kosten für Benzin, Verschleiß und mögliche Reparaturen noch gar nicht eingerechnet. "Also, bei mir kommt ganz bestimmt keiner mehr rein", brummt er, gibt Gas und läßt die Bundesanstalt für Arbeit im Rückspiegel schnell verschwinden. '
FAZ 15.01.2002 // Wer hat diese Bürokratie genährt und gezüchtet? War da nicht der Herr Helmut Schmidt dabei?
- Rentenlüge: Der Herr Helmut Schmidt versprach bis zum Ende des Wahlkampfs 1976, den er verlor, aber mit der FDP dann doch noch hauchdünn gewann, daß es keine Abkopplung der Rentenanpassung von der Entwicklung der Bruttolöhne geben werde:
"...wurde im Jahr 1977 dennoch eine Erhöhung des Beitragssatzes beschlossen. Weiterhin erfolgte nun auch eine Beitragsentrichtung für Leistungsempfänger der Bundesanstalt für Arbeit. Als weitere Leistungseinschränkungen sind die verringerte Bewertung von Ausbildungszeiten zu nennen und die Abkopplung der Rentenanpassung von der Entwicklung der Bruttolöhne. 1978 wurde die Rentenanpassung ganz ausgesetzt. ..." Notwendigkeit einer Rentenreform unter Berücksichtigung des demografischen Faktors, Juliane Nietsch, 2001, (www.grin.com/e-book/103979/notwendigkeit-einer-rentenreform-unter-beruecksichtigung-des-demografischen)

- "Fremde Federn: Klaus Lüderssen. Warnung vor neuem Finanzstrafrecht. Von sechs Schritten, die Helmut Schmidt in der Wochenzeitung "Die Zeit" vorschlägt, "um die Spekulation einzudämmen", laufen vier auf die Schaffung neuer Strafvorschriften hinaus. Erstaunlich lange hat es gedauert, bis diese in allen ... " Lüderssen ist emeritierter Hochschullehrer für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.19.1. FAZ // Für seine Rentenlüge hat Schmidt seinerzeit keine Konsequenzen gefordert.