Sonntag, 25. Januar 2009

Areva, Qimonda: Politikversagen? Managementfehler? Gewerkschaftsdestruktion?

Strizz, Reiche, FAZ
Nichts ist schlechter zu ertragen als eine Reihe von guten Jahren. Oder: Rock it, baby, till it breaks.

- "Servus, Zukunft. Von Carsten Knop.
24. Januar 2009 Schon wieder verabschiedet sich Deutschland von zwei Zukunftstechnologien, und beide Nachrichten stammen von ein und demselben Tag: Siemens wird sich aus dem deutsch-französischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP zurückziehen, in dem seit acht Jahren die verbliebene Kompetenz des Konzerns (und damit der Deutschen) rund um die zivile Nutzung der Kernenergie gebündelt ist. Und der Speicherchiphersteller Qimonda, ebenfalls ein ehemaliger Teil von Siemens, hat einen Insolvenzantrag gestellt.
Es wird viele Leute geben, die über beide Fälle nicht traurig sind. Wer ohnehin gegen Atomkraftwerke ist, darf sich über eine konsequente Entscheidung von Siemens freuen, die sich schon lange abgezeichnet hat. Und wer sich in der Chipindustrie auskennt, wird einem Unternehmen, das Halbleiter-Massenware zu teuer hergestellt hat, ebenfalls keine Träne nachweinen. Insofern ist es gut, dass die öffentliche Hand nicht bereit ist, in das Subventionsgrab Qimonda noch mehr Steuergeld zu werfen.
Deutsche Technik in asiatischer Hand.
Aber es gibt noch eine andere Wahrheit. So ist Qimonda dabei, eine hochmoderne Chiptechnologie zur Serienreife zu bringen, die dem Wettbewerb wieder voraus gewesen wäre und die nun wahrscheinlich vollständig in asiatischer Hand landen wird. Siemens wiederum steigt zu einem Zeitpunkt aus der Kernkraft aus, in dem diese Energiequelle eine Renaissance erlebt - jedenfalls jenseits der deutschen Grenzen. Fachleute erwarten, dass mittelfristig rund 400 neue Kernkraftwerke in der Welt gebaut werden.
Nun sind bei Qimonda vor allem Managementfehler an der Misere schuld, und die werden eben manchmal bestraft. Im Fall der Kraftwerkstechnik hingegen handelt es sich um das Ergebnis einer gesellschaftlichen Entwicklung, für welche die Deutschen jetzt die Zeche zahlen müssen. Das Gemeinschaftsunternehmen mit den Franzosen, das bei der Gründung noch Framatome hieß, hätte nie gebildet werden müssen, wenn man wenigstens einen kleinen gesellschaftlichen Konsens über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland gefunden hätte. Jetzt muss sich Siemens mit der Brennelementtechnik völlig vom "heißen" Teil dieser Energiequelle verabschieden und sich in den nächsten Jahren einen neuen Partner suchen, möglicherweise gar einen aus Russland. So etwas sollte Deutschland nicht mehr zu oft passieren.- " FAZ 24.1.
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Politikversagen? Managementfehler? Gewerkschaftsdestruktion?
Dem Tenor des Kommentars kann man nur beipflichten! Handelt es sich da bei Siemens um einen Managementfehler? Ob solche bei Qimonda vorliegen, vermag ich nicht zu beurteilen, da Managementfehler in einem komplexen Hochunsicherheitsbereich stattfinden. Managementfehler sind eben keine Montagefehler oder KfW-300-Millionen-Überweisungen aus Nachlässigkeit. Öffentliche Hilfmittel verbieten sich generell, besonders, wenn die Belegschaft, der größte Kostenblock eines Unternehmens, keine Lohnsenkungen angeboten hat, wie das dringend geboten gewesen wäre.

- Apropos O. : - Trau keinem unter fünfzig. Daß Obama inzwischen Michael Jackson als King of Pop abgelöst hat, daran kann kein Zweifel bestehen. Daß er etwas von Kosmetik versteht, mag man glauben. Was aber ist mit seiner Lebenserfahrung? Mit Handelskriegstönen zu spucken, und hier geht es um ein ganz großes ökonomisches und zugleich bedeutendes außenpolitisches Thema, das kündigt keinen Meister an.

Teures grünes Spielzeug: Im Praxistest durchgefallen


Nachtfrost, -2 bis 3°, s

- "Im Praxistest durchgefallen.
Ihr Leitartikel „Im schiefen Dreieck“ sowie die Daten im Brief von Leser Professor Dr. Horst-Joachim Lüdecke „EU-Klimapaket als gelungener Faschingsbeitrag“ (beide in der F.AZ. vom 9. Januar) treffen genau ins Schwarze. Aus eigener Erfahrung möchten wir sie um drei Beispiele aus der Praxis ergänzen.
Für unseren Betrieb haben wir zwei Hybridfahrzeuge angeschafft, einen Honda und einen Lexus 400h, die in Bad Homburg und im Umkreis von zehn Kilometern eingesetzt werden. Der Honda verbrauchte etwa zehn Liter Superbenzin im Kurzstreckenbetrieb, im Winter noch mehr. Der Lexus zirka 15 bis 16 Liter.
Für die Beheizung eines Wintergartens haben wir eine Wärmepumpe installieren lassen. Die Heizleistung geht bei Temperaturen unter null Grad so stark zurück, dass der Raum nur mit zusätzlicher Beheizung durch einen Elektroheizkörper bewohnbar ist.
Die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage auf unserem Dach ging im Winter gegen Null, da die Module schon bei geringem Schneefall verschneit wurden. Wenn man die Energieeinsparung-/Erzeugung am nötigsten hat (Kfz im Stadt-/Kurzstreckenbetrieb, Wärmepumpenbeheizung bei Temperaturen unter Null, Stromerzeugung auf dem Dach bei Schnee/Kälte), versagt die alternative Energieerzeugung fast total und man ist auf Benzin beziehungsweise Heizöl oder Gas angewiesen.
Hoffentlich erzeugen wir mit der Schilderung unserer Praxiserfahrungen einen Denkprozess bei all den Wählern, die durch gegenteilige Behauptungen verunsichert sind. "
Erika und Ernst Günter Fischer, Bad Homburg. LB FAZ 22. Januar 2009

- "Zinslose Staatspapiere für die schlechten Banken.
Jetzt wird über eine „Bad Bank“ nachgedacht. Sie soll den Geschäftsbanken faule Kredite abkaufen. Mit etwas Glück könnte die Bad Bank später zumindest einen Teil doch noch zu Geld machen. Finanzminister Steinbrück ist gegen eine solche Lösung - und zwar zu Recht. Ein Standpunkt von Ulrich van Suntum. ..." FAZ 23.1. //
Recht überzeugend: Aus einer größeren Krise kommt man nicht völlig elegant heraus, aber van Suntums Vorschlag scheint mir einer der besten zu sein, die auf dem Tisch liegen, weil in der Tat das Bonitätsproblem schnell lösbar wäre und die Banken nicht aus der Verantwortung entlassen würden. Die Beruhigung könnte schnell eintreten. Viele Detailprobleme der Bewertung blieben schwierig zu klären. Auch die Bilanzrichtlinien sollten eine Zeitlang weiter gelockert werden in Richtung des alten HGB.

- Eine gute Adresse in Berlin: http://www.humboldtgesellschaft.de/index.php

- Popper in der Nußschale:

Alles Wissen ist Vermutungswissen. Wir wissen nicht, wir raten.

Es gibt keine sicheren Wahrheiten. Es gibt nur Hypothesen, zu deren Aufgabe man jederzeit bereit sein muß.

Die Kritik ist wichtiger als das Dogma.

Es gibt Wahrheiten, aber keine Sicherheit.

Beispiel: Der Induktionsschluß (Der Weg vom Einzelnen zum Allgemeinen): Bei der Beobachtung eines Sees sieht der Betrachter eine große Anzahl von weißen Schwänen. Er schließt: Alle Schwäne sind weiß! Doch plötzlich sieht er einen schwarzen Schwan. Die Hypothese muß als falsch gelten.

Alle Theorien sind vorläufig.

Man muß naturwissenschaftliche Hypothese so gestalten, daß man die Ereignisse benennen kann, nach deren Eintreten die Theorie als falsch zu gelten hat. (Falsifikation)

Lernen durch Versuch und Irrtum.

Falsifikation statt Verifikation.

Mutmaßung statt Anmaßung .

(den Weltklimapropheten gewidmet)

- - Linksliberale und Linke haben eine deutliche Präferenz für Jazz, klass. Musik, Motorrad fahren, Gedichte lesen, Tagebuch schreiben; Konservative und Rechte präferieren deutlich TV-Dokumentationen, Country Music, Komödien, Barbesuch. (John Jost, NYU, "Die geheimen Leben von Linken und Konservativen", Focus 7/2007 // Wenn denn die Studie sauber gearbeitet wäre, könnte die Enthaltsamkeit bei Dokumentationen den linken Hang zum Irrealismus beleuchten. Ganz im Sinne des Al.-v.-Humboldt-Wortes: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."

- Die Traumtänzerei des Feuilletons: "Jochen Schmidt hat sich länger mit Proust befaßt, als dieser gelebt hat."

Samstag, 24. Januar 2009

Eichendorff und Caspar David Friedrich, zwei gleichgestimmte Zeitgenossen

Caspar David Friedrich (1774-1840), Der Wanderer über dem Nebelmeer (ca. 1817)

Letzte Heimkehr

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Der Wintermorgen glänzt so klar,
Ein Wandrer kommt von ferne,
Ihn schüttelt Frost, es starrt sein Haar,
Ihm log die schöne Ferne,
Nun endlich will er rasten hier,
Er klopft an seines Vaters Tür.

Doch tot sind, die sonst aufgetan,
Verwandelt Hof und Habe,
Und fremde Leute sehn ihn an,
Als käm er aus dem Grabe;
Ihn schauert tief im Herzensgrund,
Ins Feld eilt er zur selben Stund.

Da sang kein Vöglein weit und breit,
Er lehnt' an einem Baume,
Der schöne Garten lag verschneit,
Es war ihm wie im Traume,
Und wie die Morgenglocke klingt,
Im stillen Feld er niedersinkt.

Und als er aufsteht vom Gebet,
Nicht weiß, wohin sich wenden,
Ein schöner Jüngling bei ihm steht,
Faßt mild ihn bei den Händen:
»Komm mit, sollst ruhn nach kurzem Gang.« -
Er folgt, ihn rührt der Stimme Klang.

Nun durch die Bergeseinsamkeit
Sie wie zum Himmel steigen,
Kein Glockenklang mehr reicht so weit,
Sie sehn im öden Schweigen
Die Länder hinter sich verblühn,
Schon Sterne durch die Wipfel glühn.

Der Führer jetzt die Fackel sacht
Erhebt und schweigend schreitet,
Bei ihrem Schein die stille Nacht
Gleichwie ein Dom sich weitet,
Wo unsichtbare Hände baun -
Den Wandrer faßt ein heimlich Graun.

Er sprach: Was bringt der Wind herauf
So fremden Laut getragen,
Als hört ich ferner Ströme Lauf,
Dazwischen Glocken schlagen?
»Das ist des Nachtgesanges Wehn,
Sie loben Gott in stillen Höhn.«

KROONENBERG, Demokratie, Raus aus der Bewertungsfalle

Jobs und Wozniak

- 24. Januar 1984 . Apple stellt den Macintosh-Computer vor. Guter Job, Jobs. Aber der Mann hat ja nicht einmal studiert.- Seit der Mac eine Unix-Version verwendet, stürzt er nicht mehr ab, was er vorher auch nur selten tat.

- Kathederphilosophengeseire: "Armut, Werteverfall, Klimaerwärmung - die Menschheit befindet sich in einer kapitalen Krise, vielleicht sogar an einem entscheidenden Wendepunkt: Die von der Evolutionsbiologie Darwins und der Wirtschaftstheorie Smiths beeinflusste Philosophie von Gewinnmaximierung auf der Basis eines immer währenden Wirtschaftswachstums ist vom Motor zivilisatorischer Entwicklung zu deren Problem geworden. Abhilfe und damit Rettung für die Erde, so der Philosoph und Biologe Andreas Weber, kann nur ein neues konsequent Denken bewirken: Die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie unter Berücksichtigung einer Philosophie des Glücks. Wie lassen sich Ökologie und Ökonomie versöhnen? ..." Das philosophische Radio mit Andreas Weber über Biokapital 23.1.09 // Was an den Philosophischen Fakaultäten an Unsinn produziert wird und dann seinen Weg in die einschlägigen Medien nimmt, wird zu einer immer größeren Bedrohung für Rationalität und Kenntnisvermittlung.

- "Vor zehntausend Jahren nimmt der Frühling seinen Anfang. Die glitzernde Eiskappe, die Skandinavien bedeckt, schmilzt wie Schnee in der Sonne ... Jetzt herrscht Hochsommer. Wir Menschen haben uns zu einer erfolgreichen, allerdings sorgenvollen Art entwickelt. Das Klima ist so gut wie stabil, aber wir fürchten uns trotzdem davor, daß es in hundert Jahren ein Grad wärmer sein wird. Der Meeresspiegel steigt kaum noch, aber wir benehmen uns, als seien wir in Lebensgefahr ... Wir sorgen uns um die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere um uns herum, obwohl die noch nie so groß war wie heute. ... Aber in zehntausend Jahren beginnt der Herbst ... Das Wetter können wir auch nicht weiter als zehn Tage vorhersagen ... Aber wenn wir auch das Wetter in einem Monat nicht vorhersagen können, so können wir doch prophezeien, daß nach dem Sommer der Herbst kommt. ... Uns genügt das Wissen um eine längerfristige Zyklizität: die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ... kann man berechnen, wann die nächste Eiszeit sein wird: in 23000 Jahren sind wir mitten drin. ..." (SAL. KROONENBERG, DER LANGE ZYKLUS, DIE ERDE IN 10000 JAHREN, wb 2008, S. 7-11, KROONENBERG lehrt Geologie an der TU Delft) -

- Der größte Vorzug der Demokratie ist zweifellos der reibungslose und unblutige Machtwechsel. Ihr größtes Problem ist wohl die Verflachung, die von großen Teilen der Bevölkerung ausgeht und die sich vor allem in sozialistisch gestimmten Staaten unkontrolliert ausbreitet. Die USA ohne ihre wettbewerblich organisierten Schulen und Hochschulen hätten andernfalls so abgewirtschaftet wie Deutschland, wo es vor allem noch die Unternehmen sind, die sich noch erfolgreich um Leistung bemühen neben einzelnen akademischen Initiativen und engagierten Hochschullehrern.

- "Marius Reiser, Neutestamentler, Universitätsreform:
Warum ich meinen Lehrstuhl räume. Aus Protest gegen die Verwandlung der Universität in eine Lernfabrik entschloss sich der Theologieprofessor Marius Reiser zu einem bisher einmaligen Schritt. Mit Ende des Wintersemesters tritt er von seinem Lehrstuhl zurück, und das, obwohl er noch viele Jahre vor sich gehabt hätte. Ein Fanal. ..." 20.1.09 FAZ // Probleme der Sozialdemokratisierung alias Bildungstonnenideologie: Wer massenhaft studierunfähige Abiturienten in die Unis lockt, muß für diese lernunwilligen Studenten die Hochschule zur Schule machen (heuchlerisch BOLOGNA-PROZESS genannt); wo aber die Faulen, die Untüchtigen und die Störer die Mehrheit bilden, kann keine universitäre Atmosphäre mehr entstehen.

- Alles, was nicht der Unterhaltung dient und kein Massenpublikum interessiert, wird auf die Seite gedrängt: aus der Kabelanlage verschwindet zuerst Musique 3 aus Brüssel, dann Bloomberg. Letzteren Sender kann man dann wieder empfangen, wenn man auf digitalen Empfang umstellt.- Selbst der Vorspann der Tele-Akademie des SWR setzt jetzt zwei Nackte ein. Die Albernheit kennt keine Grenzen. Wunderbar gegenüber WDR und RTL: das Internet!

- Eine sehr schöne Initiative der FAZ: " Fazit-Preise "Jugend schreibt" verliehen .
Junge Intensivtäter, schrullige Kräutersammler, pensionierte Kampfpiloten, Kammerjäger, Wachkomapatienten, Hiphopper - die Themen, mit denen ..." 23.1.

- Noch einmal : "Raus aus der Bewertungsfalle. Von Holger Steltzner. ...

Im Ergebnis wirken in dieser Krise die neuen Bilanz- und Aufsichtsregeln wie Brandbeschleuniger. Um den Teufelskreis aus Notverkauf, Kursverlust, Abschreibung, Eigenkapitalschwund und neuem Notverkauf zu durchbrechen, sollten die starren Regeln gelockert werden. Weil die Zeit für ein international abgestimmtes Vorgehen fehlt, muss ein eigener Weg gefunden werden. Wenn die Banken sich selbst in einen guten und schlechten Teil aufspalteten, blieben die Träger und die Manager der Risiken dieselben. Aber die Schrottpapiere könnten für eine gewisse Zeit zum Buchwert auf eine einzurichtende Institution des Bundes übertragen werden, für die die Regierung andere Aufsichts- und Bilanzregeln definiert. Das Risiko bliebe wie bei einer Abspaltung bei den bisherigen Eigentümern, der Bund müsste keine weiteren Rettungsmilliarden aufbringen. Die Banken gewönnen mehr als nur Zeit. Befreit von der Last der Unsicherheit, wüchse wieder das Vertrauen in den guten Teil der Bank, neue Kredite könnten vergeben werden. Und wenn sich irgendwann die Märkte wieder erholen, könnten die Eigentümer vielleicht sogar Bewertungsgewinne einstreichen." 24.1.09

- 'Debatte um „Bad Bank“ . „Wir haben das Geld wiedergesehen“ Wie gründet man eine „Bad Bank“? Bo Lundgren, Generaldirektor der schwedischen Finanzagentur Riksgälden, hat damit Erfahrung. Er war stellvertretender Finanzminister Schwedens und einer der wichtigsten Akteure während der Bankenkrise des Landes ...' FAZ 13.1.

- " Gerry Weber will trotz der Krise zweistellig wachsen
Der Modekonzern verdient 21 Prozent mehr / Immer mehr eigene Geschäfte
B.K. DÜSSELDORF, 12. Januar. Der Modekonzern Gerry Weber aus dem ostwestfälischen Halle demonstriert Zuversicht. Basis ist das abgelaufene Geschäftsjahr ..." FAZ

- " Obama will an Erbschaftsteuer festhalten .
ctg. WASHINGTON, 12. Januar. Der künftige amerikanische Präsident Barack Obama will verhindern, dass die Erbschaftsteuer wie bisher geplant ..." FAZ // Das ist natürlich zweitklassig für die USA, Bush wollte sie im Hinblick auf kleinere und mittlere Familienunternehmen abschaffen, wie dies auch für Deutschland wohlstandsfördernd wäre und wie etwa Österreich es vorgemacht hat. Allerdings wäre Obama mit den geplanten Freibeträgen von 3,5 Mio. bzw. 7 Mio. für Verheiratete erstklassig für das neidzerfressene Deutschland.
- " Den Erben droht eine Doppelbelastung
Unzureichende Regelung bei Erbschaftsteuer / Von Hans Flick und Frank Hannes
FRANKFURT, 19. Januar. Nach der Reform der Erbschaftsteuer werden vermehrt Fälle auftreten, in denen zu einer Belastung mit Erbschaft- oder ..." 20.1.
- " Die persönliche Finanzkrise der Erben
Banken geben nur ungern Kredite für die Begleichung der Erbschaftsteuer. Deshalb ist die Liquiditätsplanung wichtig. Fünfter Teil der Serie. ..." 13.1.

Freitag, 23. Januar 2009

Erdsystem-Wissenschaften, Mindestlohn, OECD, Verbriefungsprodukte, Leonardo, Photovoltaik

Heimhofer
Leonardo

- Sehr erfreulich: PD Dr. Ulrich Heimhofer. Jahrgang 1971: "Seine Forschung im Bereich der Erdsystem-Wissenschaften beschäftigt sich mit der Rekonstruktion von biogeochemischen Stoffkreisläufen und den paläoklimatischen Umweltbedingungen im jüngeren Mesozoikum. Für die Untersuchung der sedimentären Archive wird ein kombinierter Ansatz gewählt, der moderne isotopen- und organisch-geochemische Analytik mit paläobotanischen und sedimentologischen Methoden verbindet. Ein Schwerpunkt seiner derzeitigen Forschungsarbeit liegt auf Untersuchungen zum zeitlichen Ablauf der Diversifikation der frühen Blütenpflanzen sowie einer möglichen Verknüpfung dieses evolutionären Ereignisses mit zeitgleichen Veränderungen im globalen Ozean-Atmosphäre- System." Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=181&Itemid=284


- Arbeit an der Arbeitslosigkeit: " Union verliert Auseinandersetzung. Staatliche Lohnfummelei. Die Union hat die Auseinandersetzung um den Mindestlohn auf ganzer Linie verloren. Der letzte Widerstand ist gebrochen. Gescheitert ist die Union an ihrer schleichenden Sozialdemokratisierung. ..." 22.1. Göbel

- Was treiben die denn eigentlich so? Die OECD (Org. für wirtsch. Zusammenarbeit und Entw.), der IWF (Intern. Währungsfond), das FSF (Financial Stability Forum), die Zentralbanken, die BIZ (Bank für intern. Zahlungsausgleich), die Weltbank - sie alle haben von der aufziehenden Finanzkrise nichts bemerkt, obwohl sie für Supervision und Aufsicht bezahlt werden und seit Jahren an Größe zunehmen. Ihre Unfähigkeit liegt sicher zum einen darin begründet, daß das Personal aus Laufbahnbeamten besteht, die außer einer guten akademischen Ausbildung nicht viel aufzuweisen haben und ihr Berufsleben von 9-17h in bequemen Büros verbringen und dort vor allem an ihrer Karriere basteln (Modell Horst Köhler). Zum anderen sind die menschlichen Erkenntnismöglichkeiten auch der aktiven Bankkaufleute zu gering, als daß man von einem früheren Erkennen der nächste Krise ausgehen könnte.

- Strukturierte Verbriefungsprodukte: 'Fragen an den Sanierungsexperten Peter Mauritz. "600 Seiten starke Kreditverträge" .
Der Wirtschaftsprüfer Peter Mauritz ist geschäftsführender Gesellschafter des auf Sanierungen spezialisierten Beteiligungsunternehmens Prolimity. ..." 19.1. FAZ // Da könnte man auch ohne ak. Ausbildung stutzig werden!

- Rückblick, Leonardo da Vinci (1452-1519) : "Klein: Natürlich funktionierte nicht alles, was er entwarf – so versuchte er 30 Jahre lang vergeblich, mit einer Flugmaschine den Erdboden zu verlassen. In seinen Forschungen fehlte es oft an Systematik, er konnte auch wirklich nicht gut rechnen. Belegt ist, dass er an einfachsten Divisionen scheiterte. Aus heutiger Sicht gravierender ist, dass er nicht publiziert hat und sich wenig mit anderen Forschern und Erfindern ausgetauscht hat. Durch seine anatomischen Studien hätte die Medizin einen großen Sprung gemacht. Leider blieb vieles in seinem unsortierten, chaotischen Nachlass verborgen. ..." Focus 14.10.08 / Stefan Klein: „Da Vincis Vermächtnis“ vom S. Fischer-Verlag 2008 // Die starke Rechenschwäche ist auch wieder ein Hinweis auf den modularen Aufbau der Intelligenz, bekannt sind die computerhaften Rechenleistungen von IDIOT SAVANTS, die außerhalb des Rechnens weitgehend schwachsinnig sind.

- Hybridfahrzeuge, Wärmepumpe, Solarzellen auf dem Dach: " Im Praxistest durchgefallen . Ihr Leitartikel "Im schiefen Dreieck" sowie die Daten im Brief von Leser Professor Dr. Horst-Joachim Lüdecke "EU-Klimapaket als gelungener Faschingsbeitrag" ..." FAZ 22.1.09 LB E. u. Ernst Günter Fischer, Bad Homburg

- Es lebe der Sport: Wenn einer bei der Zwischenzeit
sich zwanglos von an Ski befreit
und es ihn in die Landschaft steckt
das jeder seine Ohrn anlegt.
wenn er es überleben tut,
dann wird er nachher interviewt.
Es lebe der Sport
der is gesund und mocht uns hoart
er gibt uns Kraft er gibt uns Schwung
er is beliebt bei alt und jung (Rainhard Fendrich - Es lebe der Sport)
- "stürzte er bei der Abfahrt in Kitzbühel bei rund 140 Kilometern pro Stunde im Zielhang, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und musste ins künstliche Koma versetzt werden." MP Althaus fährt als Geisterfahrer Skiläuferin tot.

- Speicherchiphersteller Qimonda beantragt Insolvenz; gute Zahlen: Google, Voßloh (V. auch guter Ausblick); FIAT will mit Chrysler zusammengehen, erwirbt 35% (und das nach der Daimler-Katastrophe!)
- Dax 4.100 -2,8% Dow 8.077,56 -0,6% WTI Öl 45,88 6,0%