Montag, 20. April 2009

Goldman, Wells Fargo, Citigroup und BoAmerica mit guten Zahlen



August Sander (1876-20.4.1964), eines seiner stets strengen, eindrücklichen Porträts

- USA: die Umweltbehörde erklärt das Kohlendioxid, das alle Pflanzen lebensnotwendig brauchen, ein Gas, ohne das es also kein Leben auf der Erde gäbe, weil es am Beginn der Nahrungskette steht, zum umweltschädlichen Gas ! !

- Goldman, Wells Fargo, Citigroup und BoAmerica mit guten Zahlen, Sony und Arcandor mit schlechten und GE mit gemischten; Woolworth Deutschland pleite.

- Alles so hübsch belanglos hier. Modigliani: Ein Leben voller Liebe, Suff und romantischer Tragik, sagt der Ausstellungstext. Ich würde hinzufügen: ein bißchen wenig Inhalt für ein ganzes Leben.

- Mit 15: Schüler erschlägt Mutter eines Kleinkindes : "Tatverdächtiger hatte Grube ausgehoben.
BAD BUCHAU, 19. April (dpa). Das Verbrechen im baden-württembergischen Bad Buchau, bei der eine 26 Jahre alte Frau getötet wurde, war möglicherweise detailliert vorbereitet. Zumindest hat der 15 Jahre alte Tatverdächtige schon vor dem Einbruch bei seiner Nachbarin im Garten der Eltern eine etwa ein mal einen Meter große Grube ausgegraben, wie die Ravensburger Staatsanwaltschaft am Wochenende mitteilte. "Diese hatte offensichtlich den Sinn, eine Leiche darin verschwinden zu lassen", sagte ein Behördensprecher. Die Entdeckung steht im Widerspruch zu den bisherigen Aussagen des Tatverdächtigen. "Die Grube spricht gegen die geschilderte Kurzschlussreaktion", sagte der Sprecher. Die Behörde ermittelt gegen zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche wegen Mordes. Der Jüngere soll am vergangenen Mittwoch bei seiner Nachbarin eingebrochen sein und sie umgebracht haben. Laut Staatsanwaltschaft hat der Fünfzehnjährige gestanden, die Frau getötet zu haben, weil sie ihn bei seinem Einbruch trotz Maskierung erkannt hatte. Darum habe er sie gefesselt und mit einem Brecheisen erschlagen. Der Nachbarjunge soll ihm dabei geholfen haben, die Tote zu verstecken. Auch bei der Tat sei er dabei gewesen und habe den Fünfzehnjährigen zumindest nicht davon abgehalten, die Frau zu töten." FAZ 20.4.

- "Weg mit Deutschland, her mit dem schönen Leben! Für die soziale Revolution!" Aus einem Flugblatt in Unterstützung von Erfurter Hausbesetzerkriminellen. (S.a. pyranha.blogsport.de/ )

Sonntag, 19. April 2009

Illusion zentralen Verstehens, Wirtschaftslektüre


Das Schleierkraut hat wenig Schleierhaftes an sich. Erste Schwalben.

- Illusion zentralen Verstehens: Die Informations- und Wirkungsketten sind lang und unüberschaubar geworden und stecken voller Überraschungen. Wer kann in Frankfurt wissen, daß in Kalifornien und Florida Häuserkredite vergeben werden wie der Weihnachtsmann Geschenke verteilt? Und daß sich viele Hypothekennehmer auch verhalten haben wie kleine Kinder? Und die staatsnahen, riesigen Hypothekenfinanzierer Freddie und Fannie Mac gerechnet haben wie Freddie und Fannie um die Ecke? Die Unübersichtlichkeit ist global geworden, Zentralen und Regierungen haben weiter an Wissen und Bedeutung verloren, posieren aber als Retter, obwohl ihre künstliche Niedrigzinspolitik den Banken einen Teil ihrer traditionellen Betätigungsfelder verdarb. Ideologen wie Krugman ficht so etwas nicht an. Man müßte dem verschwätzten Nobelpreisträger mal den Erhard-Klassiker "Wohlstand für alle" schenken.- Krisen sind nicht zu vermeiden. Aber je mehr der Staat herumfummelt mit Steuern, Zinsen und Subventionen, desto schlimmer fallen sie aus.

- "Kaum irgendwo Wirtschaftslektüre in den Regalen.
Nahezu immer gut gemacht sind die Montags-Rezensionen im Wirtschaftsteil; solch spezielle Lektüre wird selten genug öffentlich behandelt. Ein Buch über die Österreichische Schule und der Rückblick auf Ludwig Erhards "Wohlstand für alle" wurden passend eingebettet in einen auch in Ihrer Zeitung geführten Streit zwischen ordnungspolitisch und mathematisch orientierten Ökonomen (F.A.Z.-Wirtschaftsteil vom 30. März).
Dies alles hat viel mit dem Vermitteln von Wirtschaftswissen zu tun. Ich vermute, dass die zum Beispiel auch bei Schülern zu beobachtenden Wissensdefizite in Sachen Wirtschaft über das Medium Buch kaum zu beheben sind. Mein Versuch, den Erhard-Klassiker über Buchhandel und Großhandel kurzfristig zu beschaffen, schlug fehl, während sich das verfügbare Standard-Sortiment des Händlers auf dem Boulevard zwischen "Was eine Chefsekretärin alles im Aufzug erfährt", "Mein Chef ist ein Arschloch" und "Reich werden in 30 Tagen" bewegt. Aktuelle Beimengungen unter den Stichworten "Crash", "Krise" und "Abzocke" runden das Angebot zwischen Lexika und Rechts- und Casting-Ratgebern ab. Ein Einzelhändler wird weder Keynes noch Marx in sein Regal stellen, aber mit Dale-Carnegie-Variationen, Heldensagen und Räubermärchen aus der Wirtschaft anzutreten, wirft doch Fragen auf, was das Agieren und das Interesse von Verlagen und Lesern anbelangt.
Wirtschaftslektüre findet sich im Übrigen auch kaum in den Regalen von Studenten, die an einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät das Fach Wirtschaftsmathematik studieren, auch hier dominiert die mathematische Methode das Fach. Als in den neunziger Jahren der erste deutsche Ökonomie-Nobelpreisträger, der Mathematiker und Volkswirt Reinhard Selten aus Bonn, den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern der Republik sein Instrumentarium erklären wollte, gingen die erschöpft und ohne Erkenntnisgewinn nach Hause."
Hans-Peter Büttgenbach, Langenfeld, LB F.A.Z., 18.04.09, S. 38

- Pop-Blüten und Luhmann: "Terror-Mädchen drohen "Tokio Hotel". Eine Gruppe Stalkerinnen verfolgt die Band wohl seit sechs Monaten. "
// Kann man Warhol und Kaulitz anders als systemtheoretisch begreifen? Es handelt von marginalen, aber nicht schwächlichen Bewußtseinszuständen, die recht unbeeinflußt von vitalen Systemen walten. Mit wechselseitigen Anschlußpunkten.

- Auch Selbsttötung macht Spaß: Wenn es den Buben zu langweilig wird: "Absichtliche HIV-Infektionen. Eine Art von Todessehnsucht.
Homosexualität, Leichtsinn und mehr - ein schwer erklärbares Phänomen. Doch es existiert.
18. April 2009 „Endlich!“, dachte Richard, als er im Sommer 2006 erfuhr, dass er sich mit HIV angesteckt hatte. „Ich war froh, erleichtert, glücklich, euphorisch“, erinnert er sich an den Moment nach der Diagnose. Jahrelang hatte er russisches Roulett gespielt, bewusst versucht, sich anzustecken. Er schlief ohne Kondom mit Männern, die er flüchtig über das Internet kannte. Von denen er wusste, dass sie positiv waren. Von denen er hoffte, dass sie ihm das Virus geben würden. Er tat es erst aus Fatalismus und weil die Todesgefahr reizte. Und schließlich aus unendlicher Liebe.
„Bug chaser“ nennen sich Suchende wie Richard (Name geändert), die sich absichtlich mit HIV infizieren wollen. „The gift“, das Geschenk, heißt das Virus in der Szene zynisch – und wer es absichtlich weitergibt, adelt sich zum „gift giver“. In Deutschland nennen sich diese Leute auch „Pozzer“ von „pozzen“ – jemanden „positiv machen“. Eine bizarre Sprache hat sich da in einer Nische innerhalb der Schwulenszene entwickelt, von der umstritten ist, ob sie groß genug ist, um überhaupt als Szene zu gelten: Es gibt kaum belastbare Statistiken, obwohl sich Sexualforscher und Soziologen damit beschäftigen. Nur in einem sind sie sich einig: Das Phänomen existiert – und mit dem Internet breitete es sich aus. ..." FAZ

Samstag, 18. April 2009

Schamloses Stimmenkaufprogramm, Antarktisches Eis wächst, Friedrich Wilhelm I.


Das antarktische Eis nimmt zu.

In O. wieder eine kalte Woche - heute 9-10°C .

ICE is expanding in much of Antarctica, contrary to the widespread public belief that global warming is melting the continental ice cap." http://wattsupwiththat.com/2009/04/17/revealed-antarctic-ice-growing-not-shrinking/

- KORRUPTION: Schamloses Stimmenkaufprogramm: "SPD verteidigt Steuerbonus. Reiche belasten, auch ohne Vermögensteuer.
Die SPD will Geringverdiener steuerlich entlasten und Wohlhabende höher besteuern." // Wohlhabende sind bei der SPD alle ab Facharbeiter.

- Gerhard Prause: T wie Tabakskollegium:
Rauchen um besser Zeitung zu lesen.

Vom „Soldatenkönig“, Friedrich Wilhelm I. von Preußen, haben sich im allgemeinen Bewusstsein vor allem Narreteien erhalten. Zum Beispiel des Königs übertriebene Leidenschaft für die Langen Kerls. Oder seine angeblich so aberwitzigen Erziehungsmethoden: „Lieben sollt ihr mich, Kanaillen!“ soll er seinen Landeskindern zugerufen haben, während er sie mit dem Stock traktieren ließ.
Oder sein Jähzorn, der ihn auch die eigene Familie tyrannisieren, die Kinder brutal prügeln und ihnen – wie Tochter Wilhelmine in ihren verlogenen Memoiren behauptete – ins Essen speien ließ.
Oder seine Freßsucht, die er aber nur mit Hammelfleisch und Kohl zu befriedigen wußte, weil es ihm eben in jeder Beziehung an gutem Geschmack gefehlt habe.
Und nicht zuletzt – wovon hier die Rede sein soll – sein berühmt-berüchtigtes Tabakskollegium, in dem er seine Gäste gezwungen habe, mit ihm maßlos zu rauchen und zu trinken, Abend für Abend bis tief in die Nacht oder gar in den Morgen hinein – immer nur zu seinem eigenen Amüsement.
Vor allem in Biographien des ruhmvollen Sohnes, die den Vater nur allzu gern als tyrannischen Narren zeigen, wird das Tabakskollegium immer wider als eine Arena für die Groben Possen des Königs und seiner ungebildeten Offiziersfreunde geschildert. Da wurden – hei es – Stühle angesägt, damit Ehrengäste mit ihnen zusammenbrächen; da machte der König aus lauter Schabernack Leute sinnlos betrunken. Und vor allem habe er seinen Sohn Fritz gequält, indem er den ohnehin durch zu hartes Exerzieren körperlich überforderten Knaben zu den Pfeifenrauchern befahl, obwohl Fritzchen den Qualm nicht ausstehen konnte. Einen „Hasenfuß“ habe Friedrich Wilhelm seinen Sohn geschimpft, der „an männlichen Vergnügungen keinen Geschmack“ finde (während Fritz erzählte, die Kollegiumsteilnehmer husteten in ihrem eigenen Qualm „wie eine Herde von Märzschafen“).
Dies und das mag wirklich vorgekommen sein, denn freilich wurde da geraucht und getrunken, aber in Wahrheit war das Tabakskollegium eine für damalige Verhältnisse, im Zeitalter des Absolutismus, einzigartige und höchst fortschrittliche Einrichtung.
Worum es Friedrich Wilhelm dabei eigentlich ging (und was noch heute ausgesprochen modern anmutet), war die tägliche Presseschau. Am späten Nachmittag zwischen fünf und sechs (nur sonntags nie) setzte sich der König – ganz gleich, ob er sich in Berlin in Potsdam oder während des Sommers in Wusterhausen aufhielt – mit ein paar Generälen und Obersten, mit Ministern und einigen der ausländischen Gesandten ganz unförmlich in einer der nur sparsam möblierten Tabakstuben zusammen, um gemeinsam Zeitungen zu lesen, beziehungsweise sich aus Zeltungen vorlesen zu lassen und dann darüber zu diskutieren.
Vorleser oder vielmehr Referierender, zugleich Übersetzer und Erläuterer, eine Art Pressechef also, war der hochgelehrte, hochgepriesene und allerdings vom König auch vielgefoppte Professor Freiherr Jakob Paul v. Gundling, Geheimer Rat, Oberzeremonienmeister, seit 1718 (als Nachfolger von Leibniz Präsident der Akademie der Wissenschaften, außerdem noch königlicher Historiograph und schließlich Kammerherr.
Besonderes in seiner Eigenschaft als ‚Pressereferent war Gundling, der den König fast ständig begleitete und ihm oft auch schon mittags während des Essens aus Zeitungen vorlesen mußte, ein wichtiger Mann. Graf Seckendorf, der kaiserliche Gesandte am preußischen Hof, der (obwohl Nichtraucher) fast ständig am Tabakskollegium teilnahm (weil er da gut informiert wurde) schrieb nach Wien an den Prinzen Eugen, dem Geheimen Rat Gundling werde „geglaubet als einem Orakel in publicis“, und deswegen schlug Seckendorf der Wiener Regierung vor, den preußischen Pressereferenten mit einer kaiserlichen Medaille und (vor allem) mit „etlichen hundert Gulden“ auszuzeichnen, ihn also zu korrumpieren (was Eugen dann sogleich in die Wege leitete).
Die für das Tabakskollegium gehaltenen Zeitungen waren die Berliner, die Hamburger, die Leipziger, die Breslauer, die Wiener die Frankfurter Blätter, außerdem noch französische und holländische. Friedrich Wilhelm war überzeugt, dass der Genuß von Tabak die Konzentrationsfähigkeit verbessere und folglich ein leichteres Verständnis der vorgetragenen Artikel bewirke.

Diese tägliche Pressebesprechung, während der sich die Teilnehmer an einer Art kalten Büfetts mit Brot und aufgeschnittenem Braten sowie Ducksteiner Bier selbst versorgen konnten (auf Bedienung wurde verzichtet), ging meistens bis neun Uhr, manchmal aber auch bis Mitternacht. Jeder der Teilnehmer, zu denen oft auch auswärtige Besucher zählten durfte in diesem Kreis frei seine Meinung sagen.
Aus: Gerhard Prause, Tratschkes Lexikon für Besserwisser, 1984, S. 142f.

- In China geht das BIP auf +6% zurück, aber starke Autokäufe (+29) im Februar; VW setzt im März +9% mehr Autos in China ab und wird größter Autobauer weltweit.

Freitag, 17. April 2009

Gewalt, BERUFSFINDUNGsleitfragen



Das ist in O. zur Kirschblütenzeit.

Der Regen auf dem neuen Blätterdach hört sich gut an, ist aber auch naß.

- Gewalt: "Herr Reemtsma, der Harvard-Psychologe Steven Pinker hat vor einiger Zeit auf einen, wie er glaubt, unterschätzten Trend der Menschheitsgeschichte die Aufmerksamkeit gelenkt: Die Gewalt nehme ab; wir lebten heute vermutlich in der friedlichsten aller bisherigen Epochen. Pinker macht sogar eine Rechnung auf. Er behauptet: Wenn in den Kriegen des 20. Jahrhunderts ein gleich grosser Bevölkerungsanteil umgekommen wäre wie in den Kriegen einer typischen – zu Gewalt neigenden – Stammesgesellschaft von einst, dann wären zwei Milliarden und nicht hundert Millionen Tote zu beklagen. ..." Der dünne Firnis der Zivilisation, NZZ 4.4.09

- Gewalt: Eislingen: "Vierfachmord aufgeklärt. Freund des Sohnes: „Wir waren das zusammen“.
Ein Polizeisprecher zeigt auf einem Foto eine der beiden Tatwaffen, mit denen die Familie erschossen wurde
FAZ 17. April 2009 Eine Woche nach dem Vierfachmord von Eislingen ist das Verbrechen weitgehend aufgeklärt. Der 18 Jahre alte Sohn der Familie erschoss zusammen mit einem 19 Jahre alten Freund seine Eltern und seine beiden Schwestern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Ulm mitteilten. Der Freund des Sohnes gestand demnach die Tat und gab den Ermittlern das Waffenversteck bekannt. Das Motiv der Tat ist allerdings noch völlig unklar, die Ermittlungen dazu und zum konkreten Tatablauf dauern an. Der Sohn hat die Tat nicht gestanden und schweigt zum Tatgeschehen. ..."
// Ein Motiv? Was für ein Motiv sollte das sein? Die satte Katze tötet nicht mehr, weil das ihre Weise der Ernährung ist, sondern weil in ihrem Kopf Gewalt und Lustempfindung eng miteinander verknüpft sind. Aus diesem Grund tötet auch der Fuchs alle Hühner im Stall.

- Sie töten gerne: "Mord in Afghanistan
Taliban erschießen Liebespaar
14. April 2009 Radikalislamische Taliban haben in der südwestafghanischen Provinz Nimros nach offiziellen Angaben ein unverheiratetes Liebespaar öffentlich erschossen. Provinzgouverneur Gholam Dastagir Asaad sagte am Dienstag, die 19 Jahre alte Frau und der etwa 23 Jahre alte Mann seien von zu Hause weggelaufen, als ihre Eltern ihnen die Heirat verweigert hätten.
Die Familie der Frau habe die beiden im Distrikt Khosh Rud aufgespürt und an die Taliban ausgeliefert, um über sie zu richten. „Die Extremisten haben sowohl den Jungen als auch das Mädchen durch Schüsse vor einer Ansammlung von Dorfbewohnern sinnlos getötet“, sagte Asaad. ..." FAZ 17.4.

- Höchststand 09: 14 Mrd.$ sog. Entwicklungshilfe zahlt Deutschland für Zwecke, die in der Vergangenheit völlig nutzlos waren.

- - BERUFSFINDUNGsleitfragen:
1. Was kann ich?
2. Was möchte ich?
3. Kann ich damit auch verläßlich Geld verdienen?
4. Wie ist meine Persönlichkeit beschaffen?
5. Paßt der Beruf zu meiner Persönlichkeit?

Donnerstag, 16. April 2009

Genveredelung, Klimaunsinn, Soziale Systeme



Ranunkel

- Genveredelung: "Peinlich. Von Heike Göbel. Das Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais legt offen, wie es um die Innovationsfreudigkeit der Union in Wirklichkeit bestellt ist. Es reicht eben nicht, Innovationsräte im Dutzend einzuberufen, wenn, auf wackeligste Gutachten gestützt, die wirtschaftliche Nutzung neuer Verfahren verboten wird. ..." FAZ

- Klimaunsinn: "In recent days, the French media have been reporting that President Nicholas Sarkozy is considering a cabinet reshuffle after the European Elections in June and that Claude Allègre is considered a possible ministerial candidate who may replace environment minister Jean Luis Borloo. Allègre is France's most eminent climate sceptic. He has also been a CCNet subscriber for many years. The very fact that he is a serious contender for the post of environment minister in itself is a clear signal that climate politics in Europe are changing rapidly.
--Benny Peiser, 16 April 2009 , CCNet

- Soziale Systeme: vielleicht genügt es, wenn wir uns darauf einigen, daß weder soziale Systeme noch psychische Systeme lebende Systeme sind. Sie sind an der Reproduktion organischer Moleküle nicht beteiligt, sie werden nicht von elektrochemischen Impulsen durchschossen. Die wechselseitige Kenntnisnahme der wissenschaftlichen Disziplinen im Blick auf diese unterschiedenen Bereiche ist, denke auch ich, durchaus erforderlich. Festhalten will ich nur, daß Steuerung, Planung, Intervention etc. ungeklärte Begriffe sind, vor allem, wenn das, was sie bezeichnen, 'gesollt' werden soll.
## #
zu Karl Schiller und seinen Epigonen Steinbrück-Merkel haben Sie offenbar kein Verhältnis. Das geht mir ähnlich. Für die Soziologie ist das eine bemerkenswerte Zuweisung, ganz parallel zu Luhmanns Antrittsvorlesung ABKLÄRUNG DER AUFKLÄRUNG. Für das Konzert der Disziplinen scheint mir das ein sehr salomonischer Beitrag zu sein. So könnte, so sollte man es halten. Weber würde wohl nicken.

- Geschichte des 19. Jahrhunderts: "Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Das Panoramabild eines Jahrhunderts . FAZ 1. April 2009 Die jüngsten großen Nationalgeschichten der späten Neuzeit Deutschlands gefielen sich darin, mit Aussagen darüber zu beginnen, was „im Anfang“ ihrer Geschichte gewesen sei: Napoleon beziehungsweise Bismarck (Thomas Nipperdey), das Fehlen einer Revolution (Hans-Ulrich Wehler), das Reich (Heinrich August Winkler) oder Brandenburg (Christopher Clark). Jürgen Osterhammels eingängiger und gleichzeitig systematisch-komplexer großer Wurf einer Weltgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts ersetzt den Eröffnungspaukenschlag durch eine auf den ersten Blick eher kuriose Erinnerung an ein Ende: daran, dass mit dem Tod von Darwins Schildkröte Harriet 2006 in Australien die allerletzte bekannte, freilich stumme Augenzeugin des neunzehnten Jahrhunderts das Zeitliche gesegnet hat. ..." 2.4.09

- BIZ, Heise: "Brauchen wir eine bessere makroökonomische Überwachung? Vor Ausbruch der Krise lagen alle relevanten Informationen vor, und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hatte auch mehrfach vor einer Krise gewarnt. (Braunberger)
Die BIZ hat sicherlich richtig gelegen, aber hinter ihr stand keine politische Kraft, die aus den Fehlentwicklungen zum Beispiel an den Kreditmärkten politische Konsequenzen gezogen hätte. Ein solches Überwachungsgremium könnte aus dem Financial Stability Forum entstehen, in dem Vertreter von Regierungen, Geldpolitik und Aufsicht sitzen und das ja bei der BIZ angesiedelt ist. Ein solches Gremium müsste frühzeitig Fehlentwicklungen thematisieren und in die konkrete Arbeit der Finanzaufsicht einfließen lassen.
Was ist mit den Eigenkapitalregeln?
Das wichtigste Problem ist meines Erachtens die Prozyklizität. Im Boom nahm die Kapitalausstattung immer mehr zu, und es wurde in überhitzte Märkte investiert. In der Krise wird das Eigenkapital immer knapper, was zur Selbstverstärkung der Krise beiträgt. Wir brauchen für dieses Problem eine schnelle Lösung, ebenso für die Bilanzierung, die zu dieser Prozyklizität ebenfalls beiträgt. ... Die Versicherungen waren mit Ausnahme der AIG kaum am amerikanischen Subprime-Immobilienmarkt investiert. Die Versicherungen haben als Branche auch kein Liquiditätsproblem gehabt. Unsere Kurse sind unter Druck, weil der Markt im Sog der Finanzmarktkrise Abschreibungen auf Teile der Kapitalanlagen, darunter auch Bank- oder Staatsanleihen, fürchtet. Die Versicherungsbranche ist aber insgesamt stabil." FAZ 2.4.