Montag, 6. Juli 2009

Lichtenberg, ThyssenKr kann Preiserhöhungen durchsetzen




Kein humorloser Schwafler und gar nicht verzopft: Lichtenberg

Regen und Abkühlung auf 16°C

- «Die schönste Stelle im ‘Werther’ ist die, wo er den Hasenfuß erschießt.» Georg Christoph Lichtenberg

Auch da hat er recht, der alte Lichtenberg.
Ach, gäbe es nur den Zehnten solchen Witzes und Urteilsvermögens auch in der Lichtenberg-Gesellschaft, die sich dem Andenken des Meisters widmet (was löblich ist), man wäre glücklich. Sie tagte dieses Jahr in Stade, wie immer völlig humorlos, aber sehr diszipliniert. Gerade in Stade, weil es den Vereinsheiligen auch einmal dahin verschlagen hatte zu einem Vermessungsauftrag. Stade ist eine hübsche, wasserdurchzogene Kleinstadt mit vielen Terrassenrestaurants; sie gefällt sich vielleicht allzusehr in sanierten, alten Puppenstubenhäusern, unter denen sich aber recht ansehnliche Schmuckstücke befinden. Solche Schmuckstücke gab es unter den neun Tagungsvorträgen leider nicht; nur ein einziger war gut und frei vorgetragen, inhaltlich allerdings von nur mäßigem Interesse, drei waren völlig geistfrei, einer erreichte nicht einmal Proseminarniveau; ein junger Amerikaner versuchte sich immerhin an eigenständiger begrifflicher Arbeit, was mit demonstrativem Schlafen des heimlichen Pontifex quittiert wurde; der hatte zuvor eine junge Referentin wegen einer sehr uneleganten, adjektivischen Verwendung von 'unhintergehbar' rüde gerügt. Er selbst trägt übrigens elegante Birkenstock-Sandalen. Zu denen würden neue, noch nicht abgestandene Vortragsformate möglicherweise nicht passen und wahrscheinlich auch nicht eine Auswahl nach Klasse statt Masse. Das hätte der geistreiche Alte aus Göttingen aber verdient, der allzeit der gewürzten Kürze den Vorzug gab und nie ins akademische Schwafeln verfiel.

- ThyssenKr kann Preiserhöhungen durchsetzen, Sandvik Coromant sieht den Boden erreicht, der Einkaufsindex der US-Einkaufsmanager stieg von 42,8 Punkten auf 44,8 (ab 50 P. Wachstum); Lanxess sieht keine Aufschwungsanzeichen.

Sonntag, 5. Juli 2009

Heinz Schlaffer und die Germanistik

Abkühlung auf 16°C, Wolkenbruch

- Wenn die Banken auf Kreditwürdigkeit achten (die HAUPTLEHRE AUS DER FINANZKRISE!), dann posaunt ein Bube wie Steinbrück gleich: "Angst vor Kreditklemme
Steinbrück droht Banken mit Sanktionen.
Im Wahlkampf treibt die Bundespolitiker die Angst vor einer Kreditklemme um. Die Sorge ist derzeit noch größer als die Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe. In einigen Banken wird von einer „gefühlten Kreditklemme“ gesprochen." FAZ

- " Heinz Schlaffer zufolge wird die Germanistik aus Gewohnheit betrieben und aus Irrtum studiert.
Kurz sei unser Lesen
Säkularisierung und Selbstdarstellung: Prägnante Beiträge zur Quellenkunde der deutschen Literatur ... Mit seiner 'Kurzen Geschichte der deutschen Literatur' verärgerte Schlaffer vor sechs Jahren sowohl die Schriftsteller wie auch die Germanisten: die einen, weil sie nicht vorkamen, die andern, weil sie sich sagen lassen mußten, die meisten Schriftsteller, mit denen sie sich abgäben, seien der Mühe nicht wert. ... " 15.6. FAZ // Dem ist wenig hinzuzufügen!

- "Die Vandalen (oder auch Wandalen, Vandili, Vanduli, Vandali) waren ein germanisches Volk, gewöhnlich zu der ostgermanischen Gruppe gerechnet. Geschichte der Vandalen: Die Frühzeit
Nach Plinius dem Älteren und Tacitus siedelten Vandalen in den ersten Jahrhunderten nach Beginn der christlichen Zeitrechnung östlich der Oder, aber südlich der Burgunden.
Eine Zugehörigkeit zum Kultverband der Lugier ist möglich. Im 2. Jahrhundert sind unterschiedliche Teilstämme der Vandalen nachweisbar: Die Silingen in Schlesien und die Asdingen oder auch Hasdingen in Ungarn und Rumänien, von wo sie unter Mark Aurel während der Markomannenkriege ins Römische Reich eindrangen. Allerdings ist - wie bei fast allen germanischen gentes der Völkerwanderungszeit - unklar, welche Verbindungen zwischen den Völkern dieses Namens und jenen Verbänden, die dann in der Spätantike in den Quellen erscheinen, bestanden. Unter Konstantin ist jedenfalls eine Ansiedlung der Hasdingen in Pannonien bezeugt. ..." (Wiki.) // Was mag einen klugen Ingenieur dazu bewegen, sich im Netz VANDALE zu nennen?

Samstag, 4. Juli 2009

Machtkonkurrenz zwischen verschiedenen Fraktionen der Mullah-Diktatur



Automontage in China

- Chinas BAIC hätte gerne die Technikkompetenz Opels und bietet mehr.

- KGB oder KOMSOMOL? Machtkonkurrenz zwischen verschiedenen Fraktionen der Mullah-Diktatur: " Mussawi. Der islamische Revolutionär. Von Wolfgang Günter Lerch
Ein "Liberaler" im europäischen Sinne war auch er nie: Mir Hussein Mussawi
FAZ 14. Juni 2009 Man sah ihm den Zorn an, mit dem er das für ihn enttäuschende Wahlergebnis kommentierte: Mir Hussein Mussawi hatte, wie seine Anhänger, fest damit gerechnet, dass es gelingen werde, den im Ausland, aber auch bei vielen Iranern unbeliebten Mahmud Ahmadineschad bei der Präsidentenwahl zu schlagen. Vor allem der Westen hatte sich angesichts eines als lebhaft beschriebenen Wahlkampfes und nach der Rede des amerikanischen Präsidenten Obama an die Muslime der Illusion hingegeben, wenn Mussawi gesiegt habe, breche auch in Iran eine neue Ära an, zunächst im Verbal-Atmosphärischen, dann vielleicht auch in der Politik. Das erinnerte ein wenig an die Stimmung des Jahres 1997, als Chatami gewählt worden war und ebenfalls große Hoffnungen geweckt hatte.
Mussawi, der im Wahlkampf spektakulär Hand in Hand mit seiner Frau auftrat, versprach - trotz seiner vielen positiven Ankündigungen - in Wirklichkeit nur, das kleinere Übel zu sein - mehr nicht. Ein „Liberaler“, wie man das in Europa versteht, war er nie und ist er nicht. Er gehört vielmehr ebenfalls zu den islamischen Revolutionären der ersten Stunde und ist selbstverständlich dem vom Gründer der Islamischen Republik, Ajatollah Chomeini, ausgearbeiteten Prinzip des Welajat-e faghih verpflichtet, der Herrschaft des Obersten Religionsgelehrten. Das ist Ajatollah Chamenei. Dieser Revolutionsführer, dazu der Wächterrat, der Expertenrat und die Revolutionsgardisten (Pasdaran) tragen das Regime und hätten auch Mussawi, wenn er gewonnen hätte, alsbald in seine Schranken verwiesen. ..." 15.6. FAZ

- " Vom Aussterben der orientalischen Christen
Wo Jesus lebte, wird es bald nur noch Pilger geben / Von Rainer Hermann
Syrien bildet die Ausnahme in einer Welt, die für die Christen mehr und mehr zu einer Bedrohung wird. / / ABU DHABI, im Mai / / Die Reise Papst Benedikts ..." 22.5. FAZ

- Walser, Wellershoff und der gräßliche Fatalismus der Geschichte: "Leserbrief FAZ : Sich selbst von der Liste gestrichen.
Im F.A.Z.-Feuilleton vom 10. Juni findet sich im Beitrag "Dieter Wellershoff: NSDAP-Mitgliedskarte entdeckt" der Satz: "Nach dem Stand der historischen Forschung gibt es bislang keinen Beweis für Kollektivaufnahmen in die NSDAP ohne Zustimmung der Beteiligten." Ist die historische Forschung der Neuzeit wirklich so ahnungslos, gab oder gibt es keine Zeitzeugen aus jener Zeit?
Im Herbst 1943 war ich stellvertretender Gefolgschaftsführer der HJ im Bann 324 Fürth in Bayern. Ich hatte unter anderem die Aufgabe, eine Liste der Personen des Jahrgangs zu erfassen, der für die Übernahme in die Partei fällig war, bevor dieser den Wehrdienst antrat. In dieser Zeit waren für uns der automatische Eintritt in das Jungvolk, dann der Übertritt in die Hitlerjugend und schließlich der Eintritt in die Partei selbstverständlich. Dieser Vorgang ist mir deshalb unvergesslich, weil ich nach dem Krieg und nach meiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in die amerikanische Besatzungszone meinem ehemaligen Gefolgschafts- und Stammführer (in Personalunion) auf der Straße in der Innenstadt Fürths begegnet bin. Auf meine Frage, wieso er sich in der Zeit des amerikanischen "automatic arrest" so frei zu bewegen getraue, bekam ich zur Antwort, ihm könne nichts passieren, er sei ja nicht in der Partei gewesen.
Meinen Hinweis auf die Liste seines Jahrgangs entgegnete er mir, dass er ja die Liste aller Gefolgschaften seines Stammes zusammenzustellen hatte und sein Vater - der Generaldirektor der Deutschen Tafelglas AG und Wehrwirtschaftsführer - habe ihm empfohlen, sich selbst von der Liste zu streichen, da der Krieg verloren sei. Wort- und grußlos habe ich ihn damals stehen lassen. Sein Trick half ihm nicht viel, wenige Tage später wurde er von Polen erschossen, als er auf dem Familiensitz in Miesbach seiner Mutter beistehen wollte, als "displaced persons" sie bedrohten. " Professor Dr. Heinz Sucker, Basel

Freitag, 3. Juli 2009

Immer mehr junge Engländer ohne Arbeit und Ausbildung. Kinderkrippe, Largo: Zeit, Bindung und Bildung

Schwüler Hochsommer bis 29°C!

- "Immer mehr junge Engländer ohne Arbeit und Ausbildung.
Anteil unter einheimischen Weißen höher als bei ethnischen Minderheiten / Frauen stärker als Männer betroffen
Lt. LONDON, 30. Juni. In England wird die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die weder arbeiten noch in Lehre oder Schulausbildung ... Die Studie gibt an, die Zahlen zeigten ' die zentrale Bedeutung der Familie' und die Wichtigkeit 'früher, positiver Erfahrungen in der Erziehung ...' " FAZ 1.7.

- - "Die Schere öffnet sich schon in der Kinderkrippe
Zum Leitartikel "Auf dem Zahnfleisch" von Stefan Dietrich (F.A.Z. vom 23. Juni): Acht Uhr in einer kommunalen Krippe in Mittelhessen - Erzieherinnen hetzen vorbei, Kinder schreien, mürrische Eltern in Arbeitskleidung galoppieren die Treppen hoch und runter. Im Büro wartet eine Mutter, die einen Krippenplatz sucht. Die Leiterin kommt verspätet ins Büro gerannt. Sorry, eine Erzieherin ist schwanger, eine andere krank, der Zivi zur Schulung. Die größeren Kinder wurden in fremde Gruppenräume aufgeteilt, eine "Springerin" gibt es hier schon lange nicht mehr, eine Sekretärin auch nicht. So etwas nennt man eine "dünne Personaldecke". Die Erzieherinnen wirken schon zu dieser Uhrzeit gestresst und unzufrieden, die Kinder überdreht.
Im pädagogischen Konzept des Kindergartens steht für die Morgenstunden etwas von "Ankommen" und "sich selbst in der Gruppe erleben". In einem Baby-Gruppenraum steht die einzige anwesende Erzieherin am Wickeltisch, ein Baby rollt brüllend auf seiner Spieldecke hin und her. In der "Kuschelecke" weint ein etwa anderthalbjähriges Mädchen zusammengekauert und murmelt immer wieder, dass es pullern muss. Die im Büro wartende Mutter wendet sich mit Grausen ab. Sie wird sich nun doch bei der Elterninitiative engagieren, wo die Eltern am Wochenende selbst putzen und handwerkern, um den Betreuungsschlüssel aufzubessern. Besonders beliebte Erzieherinnen haben sich hier beworben, weil sie sich trotz höherer Arbeitsbelastung zufriedener und anerkannter fühlen. In der kommunalen Krippe bleiben dann die Kinder zurück, die schon zu Hause erleben, dass die Organisation des Lebens für ihre Eltern schwierig ist. Das nennt man dann die "soziale Schere" - sie öffnet sich tatsächlich schon in der Kinderkrippe.
Julia Upmeier, Ilmenau, LB FAZ 2.7

- - Die 'Ungleichheitsforscherin': Dr. Claudia Schuchart, Jahrgang 1974 , Universität Wuppertal,
Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung
„Der beste Beweis für Geist und Wissen ist Klarheit.“
Petrarca.
Claudia Schuchart ist wissenschaftliche Assistentin am Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Universität Wuppertal. Sie studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Romanistik an den Universitäten Erfurt, Jena und Reading (Stipendiatin des Cusanuswerkes).
Ihre zentrale Forschungstätigkeit liegt im Bereich der Ungleichheitsforschung. Insbesondere befasst sie sich mit Fragen der sozialen und migrationsspezifischen Bildungsbeteiligung und Bildungsmotivation unter institutionellen Bedingungen. In ihrer Promotion leistet sie amBeispiel der Orientierungsstufe einen wichtigen Beitrag zur Frage der Bedeutung von schulstrukturellen Innovationen für den Ausgleich von sozialen Ungleichheiten in der Bildungsbeteiligung. Daran anschließend beschäftigte sie sich mit herkunftsspezifischen Entscheidungsprozessen zum Erwerb von Schulabschlüssen im Rahmen von strukturellen Veränderungen des deutschen Schulsystems.
2007 wurde ihr von der DFG das Forschungsprojekt „Aufwärtsmobilität von Hauptschülern unter der Bedingung einer strukturellen Öffnung in der Sekundarstufe I“ bewilligt.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Frage der institutionellen und kontextuellen Bedingungen von Bildungsmotivation und Schulbesuch in Drittweltländern.
Im Rahmen mehrerer Forschungsaufenthalte in Brasilien verfolgt sie dieses Interesse anhand von qualitativen Einzelfallstudien sowie Sekundäranalysen von leistungsbezogenen Large-Scale-Erhebungen."

- - "Erziehung, Erziehung!
Gordon Brown will die Schulen umkrempeln ...Die Regierung strebt in direktem Widerspruch zu den Blair-Reformen eine weniger zentralisierte Schulpolitik an. Auch der Verzicht auf Zielvorgaben für Rechnen und Schreiben stellt einen Bruch dar. Obwohl Balls versichert, dass die Ausgaben seines Ministeriums trotz Wirtschaftskrise steigen werden, hat er sein Weißpapier nicht mit Zahlen belegt. Das Kernübel der pädagogischen Mängel, die aus der Ablehnung des Ausleseprinzips und der Verdummung des Lehrplanes erfolgen, wird nicht in Angriff genommen. Kein Wunder, dass Britannien in den Labour-Jahren immer wieder zurückgefallen ist in den internationalen Ranglisten. GINA THOMAS F.A.Z., 02.07.2009


- - Zeit, Bindung und Bildung: "... Hier haben wir die wohl wichtigste Ursache der Erziehungskrise: Eine beziehungsorientierte Erziehung ist zeitlich aufwendiger als eine autoritäre, doch genau an der Zeit mangelt es den meisten Eltern und Lehrern. Mehr als achtzig Prozent der Mütter und Väter in Deutschland sind gemäß dem Bundesministerium für Familie insgesamt weniger als eine Stunde pro Tag mit Kindern im Schulalter zusammen. Die Zeit, welche Eltern mit ihren Kindern täglich im direkten Kontakt verbringen, liegt im Minutenbereich. In der Schweiz beschränken sich die gemeinsamen Aktivitäten des Vaters mit dem Kind auf zwanzig Minuten pro Tag. Mit der gleichzeitigen Anwesenheit unter demselben Dach ist es nicht getan.
Man kann nicht alleine erziehen
Es geht um die Verfügbarkeit der Eltern, also darum, mit den Kindern zu reden, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, gemeinsam etwas mit ihnen zu erleben, sei das zu Hause, im Wald oder beim Baden. Wenn die Kinder erzieherisch aus dem Ruder laufen, dann sollten die Eltern nicht in erster Linie die Disziplin verschärfen, sondern sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen. Aber nicht mehr Zeit zur Kontrolle der Hausaufgaben, sondern für Aktivitäten, die dem Kind Freude machen und seine Beziehung zu den Eltern stärken. Jede gemeinsam verbrachte Minute ist Gold wert und erspart nervenaufreibende Auseinandersetzungen und Strafaktionen. Etwas vom Kostbarsten, das Eltern und Lehrer den Kindern geben können, ist ihre Zeit.
Doch allein können die wenigsten Eltern ihre Kinder erziehen. Das haben sie auch früher nicht geschafft. Zu keiner Zeit und in keiner Kultur lag die erzieherische Verantwortung ausschließlich bei den Eltern, gar nur bei der Mutter. Die erweiterte Gemeinschaft, in der die Kinder leben, aber auch die Gesellschaft muss sich vermehrt für die Kinder einsetzen, indem sie die Eltern bereits im Vorschulalter und während der ganzen Schulzeit mit Angeboten wie Krippen und Tagesschulen unterstützt. Wenn wir es schaffen, die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Kinder in Familie und Schule ausreichend zu befriedigen, werden sie nicht zu kuschenden Bürgern, sondern zu selbstbestimmten und beziehungsfähigen Menschen heranwachsen." Kinder als Tyrannen. Eine liebevolle Erziehung kostet mehr Zeit. Von Remo H. Largo.
Largo ist Professor für Kinderheilkunde und Autor des Buches „Schülerjahre. Wie Kinder besser lernen“.
FAZ 1.7.09

Donnerstag, 2. Juli 2009

Rating-Agenturen, Shalchi, EZB, NEETS


Shalchi

- Junges Kolleg: "PD Dr. rer. nat. Andreas Shalchi
Jahrgang 1976
Ruhr-Universität Bochum,
Fakultät für Physik und Astronomie,
Theoretische Weltraum- und Astrophysik, NB 7/30
Ruhr-Universität Bochum
Andreas Shalchi ist Leiter einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Physik in Ulm und Siegen und promovierte in Bochum über den Transport kosmischer Strahlung im Sonnensystem. Diese Arbeit wurde 2004 mit dem Ruth Massenberg Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet.

Anschließend arbeitete er als Post Doctoral Fellow am Bartol Research Institute der University of Delaware (USA) und beschäftigte sich dort mit der Messung der Anisotropie kosmischer Strahlung mit einem Neutronenmonitor-Netzwerk.

2004 kehrte er als wissenschaftlicher Assistent nach Bochum zurück und wurde 2006 in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungs-gemeinschaft aufgenommen.
Sein Forschungsschwerpunkt ist der Transport und die Beschleunigung kosmischer Strahlung in astrophysikalischen Plasmen wie dem Sonnenwind. Des Weiteren ist er seit März 2006 Mitglied der H.E.S.S.-Kollaboration, die sich mit der Messung hochenergetischer Gammastrahlung beschäftigt. Das H.E.S.S.-Experiment, das sich in der Khomas-Hochebene in Namibia befindet, wurde 2006 mit dem Descartes Preis der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

- Warm war's vor 6 Mio. Jahren in Europa: "Uralte Kamelspuren haben spanische Wissenschaftler in Europa entdeckt. Wie der Leiter des Forscherteams, Félix Pérez Lorente von der Universität ..." FAZ 30.6. // So warm ist's heute nicht, aber das aktuelle Hochsommerwetter dauert an: 20-29°C . 6. Zecke .


- Unverändertes Rekordtief
EZB belässt Leitzins bei 1,0 Prozent


- Die Bewertungsagentur S&P bewertet Argentinien mit B- ! Die regierende Politgaunerfamilie Kirchner hat vor zehn Jahren die Gläubiger auf 20% gesetzt und quasi enteignet. Da fragt man sich, wieso S&P nicht den Müllstatus C- verleiht. Arbeiten b


- - " Rating-Agenturen: Bundesbank reitet Attacke.
01. Juli 2009 Die Bundesbank hat auf einer Tagung zur Bankenaufsicht die Ratingagenturen attackiert. Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler sagte vor einigen hundert Bankmanagern, die Ratingagenturen hätten vor allem strukturierte Wertpapiere „dramatisch herabgestuft“, obgleich die tatsächlichen Ausfälle relativ gering seien. Von dieser „Achterbahnfahrt“ gingen prozyklische Effekte aus.
Die Bundesbank dringt auf einen geringeren Einfluss der Ratings auf die Kapitalanforderungen der Banken. Im Baseler Ausschuss, in dem neue Aufsichtsregeln entwickelt werden, habe die Bundesbank angeregt, dass für Verbriefungen und andere strukturierte Finanzprodukte Agenturen wie Fitch, Moody's oder Standard&Poor's keine bevorzugte Stellung mehr zugesprochen wird, berichtete Erich Loeper, Zentralbereichsleiter Banken und Finanzaufsicht. Bisher müssen Banken bei der Ermittlung der Risikogewichtung externe Ratings verwenden, auch wenn sie die Wertpapiere mit eigenen Verfahren selbst bewerten.

Übergangsweise Standardrisikogewichtung?

Es habe eine Welle von Herabstufungen gegeben, weil viele Verbriefungen gar nicht verlässlich bewertet werden könnten. „Wenn das so ist, warum sollte ich den Ratings der Agenturen weiter vertrauen?“, fragt Loeper. Er schlägt vor, dass bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs übergangsweise eine Standardrisikogewichtung für Verbriefungen verwendet wird. Herabstufungen hätten dann keinen unmittelbaren Einfluss mehr auf den Kapitalbedarf der Banken.
Eine andere Schwierigkeit resultiere daraus, dass nach den derzeitigen Regeln bei niedrigen Ratings eine weitere Verschlechterung zu einem sprunghaften Anstieg des Kapitalbedarfs führe. Falle die Note für eine Verbriefung um einen Schritt von „BB-“ auf „B+“, vervierfache sich der Kapitalbedarf. Diese Regel sei eingeführt worden, um zu riskante Anlagen der Banken zu verhindern. Aber viele Verbriefungen seien vor der Krise als erstklassige Titel gekauft worden und seien erst durch die Finanzkrise zu Risikopapieren geworden. Deshalb sollten die Regeln entschärft werden, forderte Loeper." 1.7. FAZ

- - Arbeiten bei den Ratingagenturen NEETS (No employment, no education, no training)? Kann nicht sein. Aber die NEETS nehmen zu in GB, eine Mio. werden erwartet, besonders stark bei den jungen englischen Eingeborenen, weniger bei den ethnischen Minderheiten. Das erstaunt. Könnte das am erodierenden Familienmodell liegen (Mama und Papa arbeiten und sehen abends fern)? Bei den Ratingagenturen dürften eher die OWUEMB arbeiten, die Overworked Undereducated Modelbelievers.

- - "Immer mehr junge Engländer ohne Arbeit und Ausbildung.
Anteil unter einheimischen Weißen höher als bei ethnischen Minderheiten / Frauen stärker als Männer betroffen
Lt. LONDON, 30. Juni. In England wird die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die weder arbeiten noch in Lehre oder Schulausbildung ..." FAZ 1.7.

- - Das erinnert an den Buchtitel " Marktwirtschaft ist nicht genug
Neue Literatur von und über Wilhelm Röpke " (ed. Jörg Hennecke). Die Marktwirtschaft funktioniert auf einem kulturellen Fundament, das brüchig werden kann. Das wahrscheinlich schon recht strapaziert ist, wenn die Abschiebung der Kleinstkinder in die Obhut von Staatsangestellten mit aggressiver Streikbereitschaft als gesellschaftspolitisches Programm verkündet wird. Wenn sich die Bildungsorientierung auf die Schwachen, Untüchtigen und Faulen einstellt. Wenn in den Nachrichten Dämlichkeiten wie der Fußbalbundesligafahrplan ausgebreitet und in historischen Rückblicksendungen Tennisspieler als porträtwürdig erachtet werden.