Freitag, 16. Oktober 2009

Immer wieder tödliches Justizversagen, Putin möchte Atombomben auch gegen Georgien, Lettland etc. einsetzen, Lasst Euch nicht sozialdemokratisieren!



Ermordete Läuferin

- Entführt und ermordet von einem Wiederholungstäter kurz nach der vorzeitigen Haftentlassung (wg. "guter Führung") : " Enlèvement à Milly-la-Forêt .
NOUVELOBS.COM | 29.09.2009 | La femme de 42 ans a été enlevée alors qu'elle faisait son jogging. Elle a pu contacter la police depuis le coffre de la voiture de son ravisseur. Un homme est en garde à vue. ..."
(beim Waldlauf entführt und ermordet, s. "Gefängnispsychiatrie am Pranger", NZZ 3.10.09, "sieht Ministerin Alliot-Marie die Möglichkeit, die pharmazeutische 'Kastration' auch ohne Zustimmung des Betroffenen anzuordnen.")

- Kriminalität und Staatsversagen: "Seit Anfang 2000 haben 217 Straftäter den Ausbruch aus deutschen Gitterburgen geschafft. Nicht mitgezählt sind Kriminelle, die aus dem offenen Vollzug entwichen (etwa der Mehrfachmörder Dieter Zurwehme), die aus dem Maßregelvollzug türmten (wie der Kinderschänder Frank Schmökel) oder die sich auf dem Transport in Kliniken absetzten. 29 der „klassischen Ausbrecher“ – darunter üble Kapitalverbrecher – laufen bis heute frei herum (siehe Grafik Seite 60). ..." Focus 45/2007

- Abwracken, bevor die 30% unterschritten werden: Die Frau Dr. Merkelmeier und ihr Hausmeier Rüttgers werden nicht aufhören, die CDUSPD zu bauen. Man muß jetzt ihren Sturz einleiten. Bravo Junge Union.

- Bravo, bravissimo, lasst Euch nicht sozialdemokratisieren!
Dieter Spethmann, Komm. auf faz.net:
Bravo, bravissimo. Das erst würde meiner Stimmabgabe für die CDU neuen Inhalt geben, und so empfinden und denken viele meiner Freunde. Die EU, von der Frau Merkel meint, sie sei durch den Euro unumkehrbar geworden, bedarf der Überprüfung. Dazu die FAZ: „Die Kommissionsprojektionen (der EU für die Staatsschuld) für 2060 belaufen sich für die Gesamt-EU auf rund 480 Prozent des BIP, für den Euro-Raum auf 420 Prozent. Überdurchschnittlich stark ausfallen würde der Anstieg in Lettland (2060: 900 Prozent), Spanien (880 Prozent), Griechenland (850 Prozent).“ Meinen jungen JU-Freunden rufe ich zu: Erstens vermeidet die Überschuldung Eurer Kinder schon bei der Geburt, und zweitens erinnert den bis 1989/90 in Deutschland geltenden Dreiklang „Schaffen – leben – sparen,“ von der CDU mit dem Grundgesetz erfunden und von ihr mit dem Maastricht-Vertrag (1992) de facto wieder abgeschafft. „Pumpen“ ist an die Stelle von „Schaffen“ getreten. Das ist die Wahrheit in der EU, von der Frau Merkel meint, sie sei durch den Euro unumkehrbar geworden. Möge die JU mutig bleiben

- Obama-Erfolg: "Neue Militärdoktrin. Moskaus Liebe zu Atomwaffen.
Russland arbeitet mit Hochdruck an einer neuen Militärdoktrin. Die wichtigste Änderung: Die Schwelle für den möglichen präventiven Einsatz von Nuklearwaffen soll weiter gesenkt werden. Mit ihnen könnte Moskau künftig auch bei regionalen und sogar lokalen Konflikten drohen. ..."
15.10.09 FAZ

- Sarrazin: "Nachttöpfe , Leserbrief FAZ 16.10.2009
Die Kritik an den Äußerungen Sarrazins erinnern mich an einen Satz von Günter Kunert: "Weil ich gesagt habe: Hier stinkt's, wurden über meinem Kopf einige Nachttöpfe entleert: als Gegenbeweis."
Isolde Nimmerrichter, Friedrichshafen

- Wilde, Oscar (* 16. Oktober 1854): Den "Dorian Gray" mußte ich einmal im Nachhilfeunterricht machen, ich kannte ihn zuvor nicht und fand ihn abgeschmackt und plüschig, das Englisch völlig ungeeignet für spätere Zwecke des Schülers, was ja für die meisten englischen Lektüren gilt. Non vitae, sed scholae discimus, meinte schon Seneca. Schulgerümpel.

- Novemberwetter 3-7°C, Schauer, gusts of wind (in welcher Kurzgeschichte kommt das vor?)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Einwanderung und Einwandererfamilie Sarrazin



Kommt ein Vöglein geflogen,
Setzt sich nieder auf mein' Stuhl
Ist dort wärmer
Als da draußen
Wenn auch nicht ein warmer Pfuhl

-2 bis 6°C, vier Frosttote in Polen

- Einwanderung und Einwandererfamilie Sarrazin: Es wäre ja so einfach: Ein Einwanderungsland wie Kanada (USA, Australien) sucht sich aus, wen es brauchen kann. Wen es nicht brauchen kann, der bleibt draußen. Das gilt es ganz einfach nachzumachen. Man braucht nur die Einwanderungsgesetze der klassischen Einwanderungsländer zu übernehmen. Es wäre wirklich ganz einfach. So verstehe ich den Ex-Sarazenen (Ex-Sabäer? Jedenfalls schon länger her.) Sarrazin, der als SPD-Finanzsenator Unglaubliches geleistet hat.- In der Regel macht man ja Karriere auf dem Bauch kriechend, als Opportunist, der den nassen Finger in den Wind hält - das kann man sicher Sarrazin nicht vorwerfen. Den Bereich 'Bargeldumlauf' kann man jedem Bankvorstand übertragen, aber der Blick über den Berufshorizont hinaus erfordert etwas mehr als Karrierebewußtsein.

- Das Ende der ersten Belagerung Wiens durch die Türken:
15. Oktober 1529

Vom Mittelalter an dehnte sich das osmanische Reich von seinem Zentrum in Nordwestanatolien nach allen Seiten hin aus. Nachdem die Türken die Balkanvölker unterworfen hatten, versuchten sie 1529 unter Sultan Süleyman mit der Eroberung Wiens endgültig das Tor ins Herz des Abendlandes aufzustoßen." (Zz)
Wien gab nicht auf, aber Budapest und Belgrad blieben erobert.
"Die Zweite Wiener Türkenbelagerung fand vom 15. Juli bis 12. September 1683 statt, wobei sich die Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und seiner Verbündeten abermals behaupten konnten. Österreich, der Staat der Habsburger, stieg zur europäischen Großmacht auf. Die sogenannte Türkengefahr, die seit der Niederlage von Nikopolis 1396 und dem Fall Konstantinopels 1453 Europa in Bann hielt, war endgültig vorbei.
Bereits 1529 war es im Zuge der Ersten Wiener Türkenbelagerung zu einer ähnlichen Situation gekommen. Damals konnte das knapp 100.000, nach manchen Quellen 150.000 Mann starke osmanische Heer, das vom Wintereinbruch überrascht wurde, abgewehrt werden. Diesmal bestand die Streitkraft des Osmanischen Reichs aus rund 120.000[1] Soldaten. Nach anderen Angaben sollen es rund 150.000[3] oder 350.000[2] Soldaten gewesen sein." (Wiki.) Der polnische König Jan III. Sobieski spielte mit seinem Heer in der Schlacht am Kahlenberge eine entscheidende Rolle.

/// Die heutigen Probleme des Balkans einschließlich Griechenlands und Süditaliens haben in direkter Weise etwas zu tun mit der jahrhundertelangen islamischen Besatzung durch die Türken; im Machtbereich des Islams wurde jeder Ansatz von rationaler Aufklärung mit Verfolgung und Tod geahndet. Der geistigen Sklerose, die dem Islam inhärent ist, fiel schließlich auch die kalifatische Türkei zum Opfer. Mustafa Kemal ("Atatürk") verjagte mit der Maschinenpistole die Imame. Seit den neunziger Jahren schleichen sich diese zurück zur Macht.

- " Vural Öger musste nicht gehen.
Zu "Rücktrittsforderungen an Sarrazin" (F.A.Z. vom 5. Oktober): Muss Sarrazin wirklich gehen? Zunächst ist festzustellen, dass keiner der Kritiker Sarrazins bestritten hat, dass seine Darstellung und die Analyse der Berliner Lage richtig ist. Da diese leider nicht nur auf Berlin, sondern auf alle Ballungsgebiete der Bundesrepublik zutreffen, handelt es sich um ein wirtschaftlich und finanzpolitisch bedeutsames und ständig wachsendes Problem, das nicht so schnell zu beheben ist wie der Reputationsschaden für die Bundesbank, den ihr Präsident Weber sehen will. Für Risiko-Controlling ist Sarrazin in seinem Amt zuständig. Genau darum geht es, wenn diese Aufgabe nicht zu eng definiert wird. Schon lange warten viele Menschen in unserem Land darauf, dass die Eliten in Politik und Wirtschaft ehrlich mit ihnen umgehen, ohne Rücksicht auf die "political correctness".

Man muss feststellen, dass sich die Einwanderung in der jetzigen Form in allen Schulen und Erziehungseinrichtungen als ein Programm zur Senkung des Bildungsniveaus auswirkt. Diese Misere ist ein Fass ohne Boden, und sie birgt für die Entwicklung unseres Landes erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Risiken. Auch andere Lösungsvorschläge, die Sarrazin in dem Interview nur andeutet, sind richtig, zumindest aber bedenkenswert: Familienzusammenführung dort, wo der kulturelle Mittelpunkt beider Ehepartner liegt. Die Entwicklung der Parallelgesellschaft in Deutschland zeigt, dass der kulturelle Mittelpunkt für viele Familien nicht in Deutschland, nicht einmal in Europa liegt.
Längst ist in den Köpfen vieler arabischer und türkischer Einwanderer Zielvorstellung geworden, was Vural Öger 2004 ironisch gemeint haben will: Was der Sultankalif Süleyman 1683 vor Wien nicht geschafft habe, schafften heute die geburtenfreudigen Türkinnen in der Bundesrepublik. Neue Mehrheiten werden in jedem Fall neue Realitäten schaffen, spätestens wenn alle in Deutschland Geborenen wahlberechtigt sind.
Übrigens: Der damalige Spitzenkandidat der SPD für die Europawahl in Hamburgs, Vural Öger, musste nicht gehen, nachdem er gesagt hat, was Sarrazin jetzt nur mit anderen Worten wiederholte."
Josef Heinz, Rüsselsheim, LB, Text: F.A.Z., 10.10.2009

- Integration und Migration im Spiegel harter Daten: " So beträgt beispielsweise der Anteil von Personen ohne Schulabschluss bei der männlichen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund 1,4 Prozent und 1,3 Prozent bei der weiblichen. Für die Bevölkerung mit Migrationshintergrund als Ganzes ist das Niveau mehr als fünf- beziehungsweise siebenmal so hoch: 8 Prozent Männer und 10,3 Prozent der Frauen haben keinen Abschluss.

Die besten Werte nach den Deutschen haben Zugewanderte aus Polen (Männer und Frauen je 3,3 Prozent). Für die aus Herkunftsländern der EU-27 Zugewanderten sind es 6,5 beziehungsweise 6,8 Prozent, für Europa als Ganzes 9,9 beziehungsweise 13 Prozent bei den Frauen. Überraschend schlecht schneiden Zuwanderer aus Griechenland (12,3 beziehungsweise 16,2 Prozent) und Italien (11,2 beziehungsweise 13,1 Prozent) ab, ihre Zahlen liegen viel näher bei denen afrikanischer Migranten (16,5 für Männer und 19,1 Prozent für Frauen) als bei denen für die Deutschen.

Bei diesem und bei allen folgenden Vergleichen fallen türkische Migranten durch extrem ungünstige Werte auf, sie übertreffen sogar die ohnehin hohen Zahlen afrikanischer Migranten: Von den Männern haben 17,4 Prozent und von den Frauen 25,9 Prozent keinen Schulabschluss. Für eine kleine Teilgruppe türkischer Migranten (Eingebürgerte und hier Geborene ohne eigene Migrationserfahrung) sind die Werte zwar "nur" doppelt bis dreimal so hoch wie bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Aber für die wesentlich größere Hauptgruppe mit eigener Migrationserfahrung, darunter viele mit türkischer Staatsangehörigkeit, übertreffen die Zahlen die der Deutschen um das Zwanzigfache bei den türkischen Männern und sogar das Fünfunddreißigfache bei den Frauen. ..." Integration und Migration im Spiegel harter Daten.
Zuerst leugnete die Politik die Existenz demographischer Probleme. Dann wollte man sie durch Zuwanderungen aus dem Ausland lösen. Inzwischen wird behauptet: Zuwanderung, Alterung, Schrumpfung sind große Chancen. Aber man entgeht der demographischen Zukunft nicht, indem man sie überholt. Von Herwig Birg; Birg ist Volkswirt und Professor emeritus für Bevölkerungswissenschaft der Universität Bielefeld. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Text: F.A.Z., 09.04.2009 (s. http://docs.google.com/Doc?docid=0Af1zNho8N6c8ZGZ4YnByaHBfNzY4ZGY3Y25xZms&hl=de )

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Nicht Keynes hatte recht, sondern Hayek, Kopftuchstreit am Nil



Klimaerwärmter Eiseshauch auch am Rande der Kölner Bucht - 0 bis 6°C, sonnig.

- Also, ich bin ja ein bißchen enttäuscht, kein Preis für mich dieses Jahr, nicht mal den Friedensnobelpreis, hätte ich weniger geschwätzt als Obama?

- " Was immer Konrad Adenauer an neuen, zum Teil geradezu revolutionären Konzepten auf den Weg brachte – stets war es dem Kanzler darum zu tun, seinen Landsleuten, die er für politisch verwirrt und wenig talentiert erachtete, ein Gefühl wachsender Sicherheit zu vermitteln. ..." Eckart Conze: Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart. Siedler-Verlag, München 2009. 1071 S., Fr. 68.90. / NZZ 3.10.09

- «Nicht Keynes hatte recht, sondern Hayek»
Eine Replik auf die Thesen von George Akerlof zur Finanz- und Wirtschaftskrise
In der NZZ vom 5. 9. 09 führte George Akerlof aus, die Finanzkrise sei durch das Überschiessen «spekulativer Märkte» zu erklären. Joachim Starbatty sieht die Hauptursache dagegen in der zu lockeren Geldpolitik.
Joachim Starbatty ist emeritierter Professor der Universität Tübingen und Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft.
«Diese Krise zeigt, dass Keynes recht hatte», behauptet George Akerlof, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft. Er drückt damit auch die Überzeugung der meisten Ökonomen aus. Ganz in diesem Sinne wird die zweite Weltwirtschaftskrise der Moderne therapiert: «deficit spending» und Billiggeldpolitik. Die Durchsicht des Hauptwerkes von John Maynard Keynes – «The General Theory of Employment, Interest, and Money» (1936) – zeigt, dass er die Ursache dauerhafter Arbeitslosigkeit auf die Annahme einer sinkenden Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals gründet: «Heute und vermutlich auch in Zukunft ist die Tabelle der Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals aus verschiedenen Gründen viel niedriger als im neunzehnten Jahrhundert.» Die Ertragskraft zusätzlicher Investitionen sei zu gering, um die ersparten Einkommen ganz zu absorbieren. Und daraus entstehe Arbeitslosigkeit. ... Wiener Erklärungsmuster:

Der Nachfrageeinbruch kann vielmehr mit Hilfe des Wiener Erklärungsmusters erklärt werden, das wir auf Eugen von Böhm-Bawerk, Knut Wicksell, Joseph Schumpeter, Ludwig von Mises und F. A. von Hayek zurückführen können. Ich konzentriere mich hier auf die entscheidenden Punkte in F. A. von Hayeks Analyse zur Entstehung gesamtwirtschaftlicher Fehlentwicklungen: Ein künstlich niedrig gehaltener Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken bei den grossen Zentralbanken haben refinanzieren können, und die «perverse Elastizität des Kreditangebotes» (Hayek) des Geschäftsbankensektors haben zu einer Verzerrung des gesamtwirtschaftlichen Produktionsaufbaus geführt und so Blasen entstehen lassen. Alle Blasen seit 1989/90 lassen sich mit Hilfe des Hayekschen Ansatzes erklären: die japanische Immobilien- und Aktienblase aufgrund der Billiggeldpolitik der Bank of Japan (auf Druck der US-Regierung, um den Dollar aus einem Abwertungssog herauszuhalten), die Südostasien-Blase – vor allem durch die Billiggeldpolitik der Bank of Japan finanziert –, die New-Economy-Blase in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa, und schliesslich die Immobilienblase in den USA und in der Peripherie der EU, hervorgerufen durch die Billiggeldpolitik der US-Zentralbank und der Europäischen Zentralbank. In den Peripheriestaaten der Europäischen Währungsunion lag der Refinanzierungssatz unter Berücksichtigung des harmonisierten Verbraucherpreisindexes zeitweise unter dem US-Niveau." 3. Oktober 2009, Neue Zürcher Zeitung

- Überraschung: "Ägypten. Kopftuchstreit am Nil.
Der Großscheich der Azhar-Universität in Kairo hat den Niqab, den Vollschleier, als unislamisch verboten. Ägypten steckt nun in einer religiösen Kontroverse. Zuvor waren solche Verbote fast immer gescheitert. ..." 13.10.09 FAZ

Dienstag, 13. Oktober 2009

Schnee und Eis in Mecklenburg-Vorpommern, Erzgebirge, Wisconsin, Minnesota und Nebraska, Kernkraft





So sieht ein klimaerwärmter Briefkasten heute im Erzgebirge aus, Schnee und Eis in Mecklenburg-Vorpommern, Erzgebirge, Wisconsin, Minnesota und Nebraska. Zwischen D'dorf und Köln 2-12°C, sonnig.

- Italien hat den (Gesetzes-)Weg für den Bau neuer Kernkraftwerke freigemacht.
- Weißt du wieviel Reaktoren stehen in dem Frankenland? Jemand hat sie alle gezählet zwischen Seine und Nizza-Strand: 58
- Belgien verlängert die Laufzeit seiner älteren Reaktoren bis 2025. Nachmachen!

- Kernkraft: Trittin Lindner 16.7.09
Zwölf falsche Behauptungen über die Kernenergie

Zu "Die Realitäten der Kernenergie" (F.A.Z. vom 16. Juli): Die von Jürgen Trittin dargestellten Realitäten der Atomenergie sind in vielen Punkten falsch, unsachlich oder überzogen.

Behauptung: Kein Kernkraftwerk ist vor einem Super-GAU sicher. Trittin hat sich offenbar nicht ausreichend mit den Mehrfachabsicherungen der deutschen Kernkraftwerke befasst. Der häufig geäußerte Hinweis auf Tschernobyl zieht bei deutschen Kernkraftwerken nicht.

Zweite Behauptung: Fast nirgends ist die Entsorgung gelöst. In Deutschland könnte dies längst erledigt sein, wenn Trittin und Gabriel die Weitererkundung von Gorleben nicht seit neun Jahren sabotiert hätten. In der Vereinbarung vom 14. Juni 2000 steht, dass bisher nichts gegen die Eignung von Gorleben spricht. Das hat die rot-grüne Bundesregierung mit dem damaligen Umweltminister Trittin unterschrieben. Die ganze Welt beneidet uns um unsere Salzstöcke.

Dritte Behauptung: Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt viel schneller voran als gedacht: Möglich macht es das von Trittin durchgesetzte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die unwirtschaftlichen Stromvergütungen für Wind- und Solarstrom bezahlen wir als Bürger über den Strompreis. Das ist eine massive Subvention. Mit solchen Subventionen könnte man auch Ananas am Nordpol anbauen.

Vierte Behauptung: Die Regierung veranschlagt die bisher geflossenen staatlichen Subventionen für die Kernkraftwirtschaft auf 30 Milliarden Euro. Jede neue Technologie braucht Anschubfinanzierung. In den vergangenen acht Jahren sind fast 22 Milliarden Euro in die Solarstromerzeugung geflossen und rund 30 Milliarden Euro in die Förderung der Windenergie. Während jetzt mit der Kernkraft echtes Geld verdient wird, werden die erneuerbaren Energien weiter subventioniert.

Fünfte Behauptung: Die ältesten laufenden Kernkraftwerke kommen im Laufe ihres Betriebes je auf 400 Störfälle. Das sind nach der Internationalen Ines-Skala meldepflichtige Ereignisse, keine Störfälle. Alle kleinsten Vorfälle müssen gemeldet werden, wie der Ausfall einer Pumpe.

Sechste Behauptung: Die Energieversorger haben die Vereinbarung zum Kernkraftausstieg nicht in einer Art Blackout, sondern auf Basis einer nüchternen Kalkulation unterschrieben. Falsch! Das war damals fast eine Erpressung der rot-grünen Bundesregierung. Die EVUs erwarteten damals mit der Zustimmung zum Atomausstieg eine Beruhigung der Situation.

Siebte Behauptung: Die ältesten sieben deutschen Atomkraftwerke sind schlecht ausgerüstet, so dass es bei einem Absturz eines Verkehrsflugzeuges auf das Kraftwerk zu einer Freisetzung von Radioaktivität kommen würde. Wenn das stimmt, dann gilt das erst recht für die mehr als hundert Atomkraftwerke rundherum um Deutschland. Aber nur in Deutschland wird das Spiel mit der Angst getrieben.

Achte Behauptung: In der EU-27 ist die Zahl der Atomkraftwerke rückläufig. Waren 1988 noch 177 Anlagen in Betrieb, so sind es heute nur 145 Anlagen. Diese Aussage ist unseriös. 1988 gab es die EU-27 noch nicht, damals existierte noch der Ostblock. Dort wurden Kernkraftwerke stillgelegt wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur.

Neunte Behauptung: Statt der vereinbarten drei Milliarden Euro wird das neue Kernkraftwerk in Finnland 4,5 Milliarden Euro kosten. Das ist für die Offshore-Windanlagen ähnlich. Deren Strom wurde zunächst mit Erzeugungskosten von 10 Cent je Kilowattstunde veranschlagt, inzwischen hat die Windstromlobby durchgesetzt, dass die Vergütung 15 Cent betragen muss, um kostendeckend zu sein.

Zehnte Behauptung: Gerade 2,5 Prozent der weltweit genutzten Endenergie stammen aus der Kernspaltung. Da wird mit unzutreffenden Begriffen gerechnet. Die Endenergie beinhaltet auch den Verbrauch an Wärmeenergie und den Kraftstoffverbrauch für den Verkehrssektor. Das ist ein Trittin'scher Taschenspielertrick. Man muss hier die Stromproduktion betrachten, diese beträgt weltweit 12 Prozent aus Kernenergie.

Elfte Behauptung: Die erneuerbaren Energien kosten die Bevölkerung 1,50 Euro pro Person und Monat. Das wären 72 Euro pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt. Diese Zahl ist viel zu niedrig. Für einen Vier-Personen-Haushalt liegt sie heute bei 500 Euro pro Jahr mit steigender Tendenz bei weiterem Ausbau des Solarstroms.

Zwölfte Behauptung: Die Grundlast sei bereits erneuerbar. Der Strom, der zuerst eingespeist werde, sei aus erneuerbaren Energien. Dies ist eine falsche Argumentation. Grundlast heißt: Dies ist Strom, der immer verfügbar ist. Wind- und Solarstrom sind wetterabhängig und nicht kalkulierbar.
DR. LUDWIG LINDNER, MARL
/// Danke, Herr Lindner!

Montag, 12. Oktober 2009

Die Natur und nicht menschliche Aktivität bestimmt das Klima




Winter wirft schon seinen Schatten, 7-12°C, windig, heiter

- Gilt auch 2009: "Nature, not human activity, rules the climate" (Die Natur und nicht menschliche Aktivität bestimmt das Klima), der z.B. unter http://heartland.temp.siteexecutive.com/pdf/22835.pdf aus dem Internet heruntergeladen werden kann, haben 24 Wissenschaftler aus 15 Ländern direkt und mehrere hundert weitere indirekt beigetragen. Der Bericht soll in Kürze auch ins Deutsche übersetzt werden. Während der Weltklimarat der UNO (IPCC) von der Beherrschbarkeit des Klimas überzeugt ist und milliardenschwere Regierungsprogramme fordert, um die menschlichen Emissionen von Treibhausgasen (vor allem CO2) zu beschränken, damit er Anstieg der globalen Temperatur im 21. Jahrhundert auf weniger als 2°C begrenzt bleibe, kommt der NIPCC-Bericht zu einem anderen Ergebnis:
Die Antriebskräfte von Klimaveränderungen werden noch lange nicht vollständig verstanden. Wir sind in diesem Punkt weit von einem wissenschaftlichen Konsens entfernt.
Die Behauptung, für die gegenwärtige Erderwärmung sei der Mensch verantwortlich, wird nicht von empirischen Beobachtungen und wissenschaftlichen Analysen getragen. Daher ist jeder Versuch, die globale Erwärmung durch die Reduzierung von Emissionen von Treibhausgasen abmildern zu wollen, zwecklos und teuer.
Es kann heute kaum mehr ein Zweifel daran bestehen, daß die Sonnenfleckenaktivität für Klimaschwankungen in Dekadenzeiträumen verantwortlich ist. Wenn der IPCC erst einmal diesen (bisher stillschweigend übergangenen) Zusammenhang anerkennt, wird er zugeben müssen, daß die Variabilität der Solaraktivität eine viel bessere Erklärung für den Temperaturverlauf im 20. Jahrhundert abgibt, als Treibhausgaseffekte.
Computermodelle sind unzuverlässig. Sie erfassen nicht die danze chaotische Komplexität des Wetter- und Klimageschehens. Sie können keine verläßlichen Langzeitvorhersagen machen. Es wäre unverantwortlich, politische Entscheidungen darauf zu gründen.
Der Meeresspiegelanstieg hat sich trotz Temperaturanstieg seit 1990, wenn überhaupt, nur insignifikant beschleunigt. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß der Meeresspiegel in naher Zukunft weiter als aus historischen Zeiträumen bekannt, ansteigen wird.
Der Kohlenstoffkreislauf wird nur unvollständig verstanden. Es besteht erhebliche Unsicherheit über die natürlichen und menschengemachten Quellen und Senken von CO2.
Der IPCC hat zukünftige Trends von anthropogenen CO2-Emissionen übertrieben. Einschlägige wissenschaftliche Literatur über die positiven Effekte von CO2 für Menschen, Pflanzen und Tiere wurde unterdrückt.
(s. www.klimaskeptiker.info/beitraege/glatzle_nipcc.html)

- Alcoa, Philips: 12. Oktober 2009 Als überraschend stark bewertete Quartalszahlen von Philips sorgen am Montag für gute Stimmung auf dem deutschen Aktienmarkt. Der Dax steigt um 1,4 Prozent auf 5790 Punkte und notiert damit auf einem Jahreshoch. Der MDax legt um 1,2 Prozent auf 7621 Zähler zu und erreicht damit ebenso einen neuen Höchststand wie der TecDax, der 2,2 Prozent auf 777 Punkte hinzugewinnt . „Alcoa legte bereits überraschend gute Zahlen vor, und jetzt kommt Philips mit einem Gewinn, das gibt Zuversicht für die Quartalssaison“, sagt ein Händler. FAZ