Donnerstag, 10. Dezember 2009

Klima-Erwärmung live: Wintereinbruch in USA und Kanada, 120 cm Schnee; Grünland auf Grönland




Klima-Erwärmung live: Wintereinbruch in USA und Kanada, 120 cm Schnee, hunderte Flüge von Missouri bis New York fielen aus und Schulen blieben geschlossen. Eine Frau kam auf eisglatten Straßen ums Leben. Der Verkehr wurde lahmgelegt.

- Grünland auf Grönland (Komm. auf faz.net zu "Warum sollten maximal zwei Grad die Welt retten? " Von Joachim Müller-Jung : Überzeugend an diesem Artikel ist nicht einmal der Titel - in den letzten 4,5 Mrd. Jahren hat niemand die Erde gerettet, es war offenbar auch nicht nötig. Oder meint Müller-Jung etwa mit "Welt" den Kosmos? Wäre dem IPCC zuzutrauen, gleich als nächstes Etappenziel die Milchstraße mitzuretten. Aber vielleicht meint er die Menschen? Die haben immerhin ohne Zentralheizung die letzten Eiszeiten überstanden, Rettung nicht nötig, inzwischen sind es sogar 6 Mrd. geworden. Die fanden es prima, als in Grö(ü)nland die Schmetterlinge flogen:
" Sattgrüne lichte Wälder mit Kiefern, Fichten und Erlen, ein glasklarer See, in dem sich der blaue Sommerhimmel spiegelt und an dessen warmen Ufern bunte Schmetterlinge herumflattern - so idyllisch erscheint eine Region im Süden Grönlands auf dieser künstlerischen Darstellung. Das Bild ist aber nicht einer überschäumenden Phantasie entsprungen, sondern es beruht auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die bei der molekulargenetischen Analyse von Eisbohrkernen gewonnen wurden.
Die virtuelle Landschaft spiegelt nicht das heutige Grönland, sondern jenes vor 450.000 bis 800.000 Jahren. So alt ist nämlich das Eis, in dem eine internationale Forschergruppe um Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen nach molekularen Spuren früheren Lebens gesucht hat. Was dabei herausgekommen ist, lässt die Geschichte Grönlands in grünerem Licht erscheinen.
Schmutziges Material mit molekularen Fossilien
Schätzungsweise zehn Prozent der Landmassen auf der Erde sind von Gletschern und Eisschilden bedeckt und somit für Fossiliensucher praktisch nicht zugänglich. Entsprechend dürftig ist das Wissen über früheres Leben in diesen Regionen. Auch in dem Gebiet im südlichen Grönland, für das sich die Forscher um Willerslev interessiert haben, wären Grabungen illusorisch, denn es liegt unter einem zwei Kilometer dicken Eispanzer.
Bei einer Bohrung („Dye 3“) im Dienste der Klimaforschung ist man aber im Jahr 1981 bis zu dessen Grund vorgedrungen. Für den untersten Teil des Bohrkerns hatten die Wissenschaftler keine Verwendung, denn er war zu schmutzig. In diesem Material, das im Kopenhagener Niels-Bohr-Institut aufbewahrt wurde, ist man jetzt auf molekulare Fossilien gestoßen - auf Stücke von Desoxyribonukleinsäure (DNS), die sich Pflanzen und Tieren zuordnen ließen.
Existenz von Schmetterlingen belegt
Trotz der Konservierung im Eis ist die Erbsubstanz längst in ungezählte Bruchstücke zerfallen. In diesem Gemisch fahndeten die Forscher nach bestimmten DNS-Sequenzen, die in Chloroplasten vorkommen. Nach Angaben von Michael Hofreiter vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der an den Untersuchungen beteiligt war, handelt es sich hierbei um stammesgeschichtlich besonders variable Abschnitte. Das erleichtert es, die Fragmente einzelnen Pflanzenfamilien und -gattungen zuzuordnen. Bei der Suche nach genetischen Spuren von Tieren konzentrierte man sich auf ein in den Mitochondrien enthaltenes Enzym-Gen.
Wie jetzt in der Zeitschrift „Science“ (Bd. 317, S. 36 u. 111) berichtet wird, fanden sich Hinweise auf insgesamt acht Pflanzenfamilien, darunter Korbblütler und Gräser. Bis auf Gattungsebene ließen sich die Bruchstücke den Fichten, Kiefern und Erlen zuordnen. Ebenfalls nachweisbar war Erbsubstanz von Steinbrech.
Pflanzen dieser Gattung gedeihen häufig in Bergregionen. Was die Tierwelt betrifft, war die Ausbeute dürftiger. Zwar wiesen etliche der uralten Genbruchstücke auf das Vorkommen unter anderem von Käfern, Fliegen und Spinnen hin. Mit einer Sicherheit von mindestens 90 Prozent - diese hatten die Forscher als Messlatte gewählt - war aber nur die Existenz von Insekten aus der Ordnung der Schmetterlinge zu belegen.
Grönland war bewaldet
Durch die molekularen Fossilien unter dem zwei Kilometer dicken Eisschild ist jetzt erstmals bezeugt worden, dass der Süden Grönlands in jener Zeit bewaldet war. Diese Erkenntnis ist auch für die Klimaforschung und die Prognosen zu den Folgen der globalen Erwärmung bedeutsam.
Denn anders als weithin angenommen, überstand der Eispanzer offenbar die Zwischeneiszeit vor 130.000 bis 116.000 Jahren. Damals war es um rund fünf Grad wärmer als heute. „Wenn unsere Daten korrekt sind“, meint Willerslev, „bedeutet das, dass die Eiskappe im Süden Grönlands stabiler ist als vermutet.“
Grünland auf Grönland. Molekulare Fossilien. Reinh. Wandtner FAZ 5.7.07

Mittwoch, 9. Dezember 2009

McIntyre on CNN, Depression




Sind so nette Tierchen, fressen auch gerne mal ihresgleichen in klein (Bild FAZ)

Wenn 6 Mrd. Menschen das Atmen einstellen ...

- Video Klimaverschwörung? : McIntyre on CNN
CNN’s Campbell Brown & John Roberts with Chris Horner, Stephen McIntyre, Michael Oppenheimer.
bei http://wattsupwiththat.com/ 8 12 2009

- Schneider : Erst globale Abkühlung, dann Klimakatastrophe
Dem Bericht fehlen einige wichtige Punke.
So gab es einen Kreis um Margeret Mead, Kulturantropologin, die sich mit der Schilderung der angeblich so friedlichen Welt der Südsee-Bewohner einen weltbekannten Namen machte. Leider stellten sich ihre Forschungsergebnisse als falsch heraus. Die Süd-See Bewohner waren zumindest so kriegerisch wie die übrigen Bewohner des Globus. Der Kreis befürwortete Geburtenkontrolle im globalen Massstab.
Dem Kreis gehörten auch heute noch sehr einflussreiche Wissenschaftler an, so. z. B. Holdren, oberster Wissenschaftsberater Obamas, aber auch Stephen Schneider, der zuerst eine Globale Akühlung durch CO2 proparierte, dann auf Temperaturerhöhung umschaltete. Von ihm ist der Inhalt des folgenden Interviews bekannt.
" To capture the public imagination,
we have to offer up some scary scenarios,
make simplified dramatic statements
and little mention of any doubts one might have.
Each of us has to decide the right balance
between being effective,
and being honest."
- Leading greenhouse advocate, Dr Stephen Schneider
( in interview for "Discover" magagzine, Oct 1989) "
Schneider ist heute noch als Wissenschaftler tätig. Sein Einfluss scheint ungebrochen. Bernd Stroeher ,
Komm. auf faz.net zu "Eine kurze Geschichte des Klimawandels"

- Stets trieben 2 Motive die Politiker an: Führungsziele und Beutemachen, oft kaum unterscheidbar vor der Wahl. Hinterher aber klarer.

- Depression: "Die Schwermut überdenken. FAZ 03. Dezember 2009 Die biologische Depressionsforschung glich viele Jahre einem riesigen Tross, der kaum noch von der Stelle kam. Seit Jahrzehnten beherrschte das Paradigma von der Depression als einer Balancestörung der Nervenbotenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin alle Denkkonzepte, aber es unterdrückte auch wie ein Dogma alle abweichenden Meinungen. Plötzlich gewinnen jedoch neue Forschungsansätze immer mehr Terrain. Davon zeugt nicht zuletzt das wissenschaftliche Programm der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, die bis zum Wochenende in Berlin stattfand.
Gliazellen im Gehirn beteiligt
Selten war auf einem Psychiatriekongress das Thema Depression so präsent. Insbesondere die Grundlagenforschung wartete mit ganz ungewohnten Hypothesen und Konzepten auf. Eine davon betrifft die Rolle der Gliazellen des Gehirns, die lange Zeit als lediglich passive Stützzellen der eigentlichen Nervenzellen, der Neurone, wenig Beachtung fanden. Gliazellen ummanteln nicht bloß Neuronenfortsätze, sie nehmen auch wichtige Funktionen bei der Entgiftung wahr, sie unterstützen die neuronale Regeneration, sie dirigieren die Immunantwort, doch sie können auch den Neuronen erheblichen Schaden zufügen. Und damit ist man bei der Bedeutung der Gliazellen für die Depression. Die Untersuchungen von Gehirnschnitten verstorbener Patienten haben übereinstimmend gezeigt, dass die Dichte der Gliazellen im Vergleich zu nicht depressiv Kranken erheblich vermindert ist. Johann Steiner von der Psychiatrischen Universitätsklinik zählt zu der Handvoll Forscher in Deutschland, die sich vorgenommen haben, diese Hypothese weiterzuverfolgen. Er stellte in Berlin seine Untersuchungen vor, wonach die Dichte der Mikrogliazellen statistisch sogar eng mit vollendeten Suiziden unter Depressiven verknüpft ist. Matthias Schroeter vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig lenkte das Augenmerk auf einen entscheidenden Marker der Gliazellaktivität: das Kalzium bindende Protein S100B.
Es befindet sich innerhalb der Gliazellen. Ist im Blut seine Konzentration erhöht, gilt dies als Hinweis auf eine krankhafte, pathologische Veränderung dieser Zellgruppe. Erste Hinweise stützen die Vermutung, dass die Veränderungen der Konzentration an S100B - zumindest bei bestimmten Patienten - mit Erfolg oder Misserfolg einer antidepressiven Behandlung einhergehen. Dass den Gliazellen überdies eine erhebliche Bedeutung zukommt, wenn es darum geht, schädliche entzündliche Prozesse entweder einzudämmen oder gar aufrechtzuerhalten, erläuterte Matthias Rothermundt von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik in Münster. Er schlug damit den Bogen zu der immer bedeutsamer werdenden Entzündungshypothese der Depression.
Enzündungsmarker bei Depressiven
Zahlreiche Leiden, denen massive Entzündungen zugrunde liegen, gehen offensichtlich auch öfter mit einer Depression einher. Das liegt, wie inzwischen eindeutig gezeigt wurde, keineswegs daran, dass die körperlichen Beschwerden die Psyche der Betroffenen belasten. Es gibt Patienten, die "nur" depressiv sind und ebenfalls eine Erhöhung von Entzündungsmarkern im Blut aufweisen. Andere Beweise liefern Medikamentenstudien. So werden zum Beispiel Hepatitiskranke, die mit Entzündungsmediatoren wie Interferon behandelt werden, in bis zu 45 Prozent der Fälle depressiv. Umgekehrt hat sich gezeigt, dass die Immunsuppression bei Psoriasispatienten depressive Symptome vermindert, und zwar unabhängig davon, ob sie auf die eigentliche Krankheit, die Schuppenflechte, selbst wirkt oder nicht. Dazu passt, dass inzwischen nicht nur eine eigene, entzündungshemmende Wirkung gängiger Antidepressiva entdeckt wurde - inzwischen werden Entzündungshemmer sogar als Medikamente für Depressive getestet.
Die Arbeitsgruppe um Norbert Müller an der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München hatte bereits vor einiger Zeit eine Studie veröffentlicht, wonach der gegen Rheuma und Arthrose zum Einsatz kommende Cox-2-Inhibitor Celecoxib die Wirkung einer antidepressiven Basistherapie deutlich zu steigern vermag. ... " FAZ 3.12.09
/// Was immer neue Forschungen erbringen werden, kein Autor wird seinem Aufsatz mehr etwas wie das folgende Zitat voranstellen:
" Was ist jede Krankheit anders als in seiner Freiheit gehemmtes Leben? " Im Text dann: " Den Klassenstandpunkt des Proletariats einzunehmen heißt nicht, an die Stelle 'sachbezogener Wissenschaft' eine der Sache äußerliche 'Ideologie zu setzen. Seine Perspektive ist die einzig wissenschaftlich ausweisbare ... " (Karl Marx, zit. bei Wolfgang Maiers, Normalität u. Pathologie d. Psychischen, ARGUMENT 91, Juni 1975; November 2001 : Berufung zum Professor für Allgemeine Psychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal; auch heute noch dem ARGUMENT verbunden: Haug, F., Maiers, W. & U. Osterkamp (Hrsg.).(2005, im Druck). Holzkamp Schriften. Band III: Wissenschaft als Handlung. Versuch einer neuen Grundlegung der Wissenschaftslehre. Hamburg: Argument; in seiner Publikationliste weist Maiers weiterhin diesen marxistischen Blödsinn aus, offenbar ein Ewiggestriger, der da Studenten indoktriniert. )

- Schreibgeräte: So ein Bundestagsabgeordneter schreibt nicht mit den Fingern, auch nicht mit dem eigenen Stift. Er und seinesgleichen bestellen bei der Bundestagsverwaltung, besonders vor dem Ausscheiden, teure Montblancs, für 68.000 Euro (9/09)

Dienstag, 8. Dezember 2009

15 % CO2 im Kambrium, heute nur noch 0,038 %




Zugspitznähe, Bild von heute - auf der höheren Zugspitze Neuschnee, 135 cm

In Kopenhagen treffen sich die Klimaspesenritter

- Wie war das im Kambrium? 15 % CO2? Wo kamen die denn her? Und warum gab es da die "
Kambrische Explosion", die offenbar viele neue Tierarten hervorbrachte?

- Bei Eiszeit vor 635 Millionen Jahren viel mehr CO2 in der Luft
Max Muster ,
Aus der "Wienerzeitung" vom 02.01.2009:
Vor 635 Millionen Jahren könnte die Erde einem "Super-Treibhaus" geglichen haben. Ein internationales Team fand erstmals "starke geochemische Hinweise" auf extrem hohe CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre, berichtet der beteiligte Geologe Christoph Spötl von der Uni Innsbruck. Das sogenannte "Neoproterozoikum" (vor etwa 1000 bis 542 Millionen Jahren) gilt als eine der ausgeprägtesten Eiszeit-Ären der Erdgeschichte. Einige Forscher glauben sogar, dass sich zeitweise ein zusammenhängender Eisschild rund um den Globus bildete.
Damit einher ging eine extrem hohe CO2-Konzentration. Einerseits wurde das Kohlendioxid von Vulkanen emittiert, andererseits aufgrund der Eisdecke sei viel weniger davon der Atmosphäre entzogen worden. Anhand von Isotopenanalysen haben die Forscher nun für die Atmosphäre vor 635 Millionen Jahren einen CO2-Gehalt von mindestens 12.000 Teilchen pro einer Million Teilchen Luft (ppm) errechnet – 2008 betrug die Konzentration 386 ppm."
Komm. auf faz.net " Die Erde erwärmt sich schneller"

- Ab in die Thermosphäre: Man hört, Captain Beefheart soll morgen in Kopenhagen vorbeikommen und die ganze Spesenritterbagage in sein Tarotplane laden - da darf man gespannt sein!

- Zum Tode von Otto Graf Lambsdorff
Kein Apparatschik: Er verfügte über Führungskraft, er besaß Orientierung, er hing sein Mäntelchen nicht in den Wind - von seiner Statur gibt es in der derzeitigen Regierung weit und breit niemanden.

- Sparta oder Lakedaimon
Militanz als Lebensform und Polisordnung oder erste frühkommunistische NS-Polis
In "Lakonischer" (von lakedaimonischer) Rede:
Strenger Kollektivismus ab 7 Jahren
Brutale körperliche Erziehung mit bedingungslosem Gehorsam
Strenge Eugenik
Strenge Exklusion
Strenge Autarkie
Strenger Männerbund
Sittenstrenge
Herrenmenschentum gegenüber Heloten und Periöken
Gleichheit der Krieger in "Herde" und Zeltgemeinschaft
Verbot von Arbeit, Gewerbe, Handwerk, Wissenschaft, Kunst, Individualismus
Gemeinsamkeit Tag und Nacht
> Die Spartiaten alias homoioi, also die 'Gleichen', besaßen Rituale und Regeln, für alles andere hatten sie keine Zeit, da sie sich fast ständig im militärischen Training oder im Krieg befanden. " Die Spartiaten sind in der griechischen Geschichte das extremste Beispiel für die völlige Ablehnung wirtschaftlicher Betätigung. Es war ihnen strengstens untersagt, eine wirtschaftliche Tätigkeit jeglicher Art aufzunehmen; zur Befriedigung ihrer wirtschaftlichen Bedürfnisse stützten sie sich auf die anderen Bevölkerungsgruppen, auf die Perioiken und insbesondere auf die Heloten." (M. Austin/P. Vidal-Naquet, Gesellschaft u. Wirtsch. im alten Griechenland.) Fortsetzung bzw. Antwort der Diskussion auf faz.net "Nichts geht mehr", Kloepfer; nach hundert Beiträgen schließt die Datei.

- Bildung und so: Seit Jahrzehnten fließt mehr Geld in die Schulen und nimmt der Analphabetismus zu. Das scheint auf den ersten Blick nicht einleuchtend. Aber einen Hinweis liefert die hiesige Hauptschule: Sie verteilt Flugblätter und Broschüren für ein neues Wahlpflichtfach, für das sie Geldspenden eintreiben will. Für ein neues Mikroelektroniklabor? Für einen Chemiezusatzkurs? Oder ein Unternehmensgründungsspiel? Nein, nein. Etwas ganz Anderes, etwas, was wirklich gebraucht wird, etwas wirklich Weiterführendes: SKIFAHREN soll es sein, ein SKIKURS als Wahlpflichtfach, dafür sucht sie Geldspenden.
Das spiegelt im Kleinen den geistigen Zustand vieler Schüler UND Lehrer wieder. (s. www.schmitz-rosenfelder.de/ )
- - Was Tante Clara aus dem wohlhabendsten Landstrich Deutschlands sagte :
" Zur Umdeutung dessen, was eine schwäbische Hausfrau ausmacht, durch Bundeskanzlerin Merkel im Interview mit der F.A.Z. vom 14. November möchte ... " LB 7.12.09 . Sie sagte : Bub, wenn du etwas brauchst, dann sag' mir bescheid, ich zeige dir dann, wie du ohne es auskommen kannst.
- Wer wird denn von den Schülern so blöd sein, eine halbe Stunde im Wald herumzulaufen? Das kostet ja nichts, und die Beine kann man sich dabei auch nicht brechen. -
- - " Ausdauer-Fitness mit 18 macht Karriere .
Körperliche Fitness, nicht aber unbedingt Muskelmasse, fördert bei jungen Erwachsenen offenbar die Intelligenz und trägt nachhaltig zum beruflichen Erfolg bei. ... 1,2 Mio. Männern - darunter 3100 Zwillingspaare - zeigt die Analyse, daß offenbar weniger die genetischen Voraussetzungen den Ausbildungsweg und die beruflichen Erfolge beeinflußt als die Ausdauerfähigkeit im jungen Erwachsenenalter. " Schwedische Studie von Georg Kuhn u.a.,
FAZ 2.12.09
///
Das könnte darauf hindeuten, daß Vitalität, Disziplin, Zähigkeit und Leidensbereitschaft, wie sie bei Dauerläufen eingeübt werden, für das soziale Fortkommen eine größere Rolle spielen als die stark genetisch beeinflußte Intelligenz. Das deckt sich mit der Lebenserfahrung, viele 1968er scheiterten im bürgerlichen Leben, weil es ihnen an Disziplin, Zähigkeit und Leidensbereitschaft fehlte. Die Schulen der Gegenwart fördern den Abbau von Disziplin, Zähigkeit und Leidensbereitschaft.

Montag, 7. Dezember 2009

31,000 scientists have signed a petition saying that they don't believe in global warming




Die Klima-Scharlatane Mann und Jones amüsieren sich bei der Vernichtung der Rohdaten, aus denen sie ihren Klima-Hokuspokus destilliert haben ( http://wattsupwiththat.com/ 5.12. )

Using their own numbers, the warmmongers keep saying that there are 2,500 scientists who still believe in global warming. On the other hand 31,000 scientists have signed a petition saying that they don't believe in global warming. So there may be a Consensus, just not the one you were told. If this were a toothpaste commercial there would be some kind of graphic saying "12 out of 13 scientists agree, global warming is a hoax!" ( www.minnesotansforglobalwarming.com/m4gw/ 4.12.)

- Die Klagen der Skeptiker
In Kopenhagen stützt sich die Politik auf die Erkenntnisse, die der UN-Klimarat bündelt. Eine Minderheit der Forscher hält dessen Modellrechnungen aber für unzulänglich. Viele von ihnen wollen es gar nicht besser wissen. Sie legen aber Wert darauf, dass es keiner so genau wissen könne. Von Siegfried Thielbeer
KOPENHAGEN, 6. Dezember. Der moderne Mensch produziert "Treibhausgase". Sie verursachen einen "Treibhauseffekt". Das Erdklima wird wärmer. Dadurch steuert die Welt in eine Klimakatastrophe. So sehen es viele Forscher aus vielen Staaten. So sieht es der Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC). So sehen es die meisten Politiker, die von diesem Montag an in Kopenhagen über Gegenmaßnahmen beraten.
Wer es anders sieht, heißt "Klimaskeptiker". Einen UN-Klimaskeptikerrat gibt es nicht. Aber auch die Forscher, die von der Mehrheitsmeinung abweichen (und den sie vertretenden Kollegen teils unterstellen, ihnen gehe es eher um Drittmittel als um die Wahrheit), nutzen das politische Großereignis in Kopenhagen, um ihre Positionen zu bekräftigen.
Einigermaßen einig sind sich die Forscher, dass der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre gestiegen ist. Betrug die CO2-Konzentration im Mittel der vergangenen 100 000 Jahre zwischen 180 und 280 ppm (Teile pro Millionen Teilen Luft), liegt sie derzeit bei 385 ppm.

Doch schon die Feststellung, dass es in den vergangenen 150 Jahren eine leichte globale Temperatursteigerung um gemittelt 0,6 Grad gegeben habe, stellen einzelne Klimaskeptiker in Frage. Diese Erwärmung ist nach den vorhandenen Angaben auf der Nordhälfte des Globus stärker ausgeprägt und zeigt sich besonders signifikant in der Arktis. Dort werden Temperatursteigerungen von gut zwei Grad beobachtet. Diese Werte wurden von Thermometern abgelesen - und doch gibt es methodische Zweifel. Werden die Ergebnisse nicht unvergleichlich, weil sich viele Messstationen inzwischen in verstädterten Lagen befinden?

Es gibt, etwa in ländlichen Gegenden Großbritanniens, Irlands oder auch Kaliforniens, Wetterstationen, deren Messungen zum Teil bis ins Jahr 1659 zurückgehen und die dennoch keine langfristige Temperatursteigerung ausweisen, sondern - abgesehen von leicht wärmeren Wintermonaten - nur Schwankungen um einen konstanten Mittelwert. Alles ein "Urbanisierungseffekt"? Eine globale Standardstation gibt es nicht. Klima-Großinstitute erhalten die Daten der Wetterstationen rund um den Globus und setzen sie miteinander in Beziehung. Anders als in der Dritten Welt gibt es im Westen wenigstens schon lange ein dichtes Netz von Wetterstationen. Allerdings wurden viele geschlossen, weil Satellitenmessungen möglich wurden. Das, sagen die Skeptiker, beeinträchtige die Vergleichbarkeit mit früheren Daten. Die von den Großinstituten ausgewerteten Bodenstationen befinden sich oft auf Flughäfen, sind also dem Urbanisierungseffekt besonders ausgesetzt.

Ballon- und Satellitenmessungen der Temperatur in der mittleren und niederen Troposphäre liegen wiederum erst seit den siebziger Jahren vor. Hier zeigen sich, mit leichten Differenzen zwischen den verschiedenen Institutsserien, "Temperaturanomalien" von plus 0,18 bis 0,28 Grad. Unstrittig ist, dass das Jahr 1998 ein extrem warmes Jahr war. Dies wird fast einhellig auf einen El-Niño-Effekt zurückgeführt, eine Veränderung von Meeresströmungen. Aber manche Skeptiker bemängeln, dass 1998 ein Ausreißer gewesen sei, der nun die statistische Mitteltemperatur über Gebühr erhöhe.

Warum die Temperaturen in der Arktis so viel schneller steigen, ist unklar. Das Abschmelzen des Inlandeises von Grönland soll dazu führen können, dass der Meeresspiegel um bis zu sieben Meter steigt - was katastrophale Folgen für manche auch dicht besiedelte Küstenregionen hätte. Doch selbst Dorthe Dahl-Jensen, Dänemarks führende Glazialforscherin vom Niels Bohr Institut, die sich keineswegs den "Klima(wandel)skeptikern" zurechnet, wiegelt ab: Ein völliges Abschmelzen des Inlandeises würde tausend Jahre dauern, sagt sie. Zwar schmilzt im Sommer der Gletscher, aber im Winter nimmt er durch Niederschläge mehr zu als er durch Schmelze verliert. Die Gletscher schrumpfen trotzdem, weil Eisberge kalben und immer rascher in den Ozean gleiten.

In der viel größeren Antarktis nimmt die Eismenge wegen höherer Niederschläge dagegen zu. Nur im kleinen Westteil der Antarktis wurde eine Verringerung des Eises gemessen. Der UN-Klimarat hält sich mit Abschmelzszenarien denn auch zurück, auch wenn diese in der öffentlichen Debatte oft im Vordergrund stehen. Der IPCC sagt zwar auch einen höheren Meeresspiegel voraus, begründet das aber mit der höheren Wassertemperatur. Schlimmstenfalls, so die maßgeblichen Forscher, steige die Wasserhöhe vermutlich um 26 bis 59 Zentimeter; günstigstenfalls um 18 bis 38 Zentimeter. Geologen sagen, seit dem Ende der vorigen Eiszeit habe sich der Meeresspiegel um durchschnittlich ein bis zwei Millimeter pro Jahr erhöht.

Die vielleicht größten Kontroversen zwischen IPCC und "Skeptikern" aber beziehen sich auf den angenommenen Kausalzusammenhang der höheren Kohlendioxidkonzentration und der Erderwärmung. Das CO2 entsteht nicht nur durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern in unzähligen biologischen Kreisläufen. Ozeane, Carbonat-Verwitterung, Atmung von Lebewesen, Verwesung, Vulkanismus - für rund 97 Prozent der Kohlendioxidproduktion ist die Natur verantwortlich. Nur rund drei Prozent werden dem Menschen (seiner Industrie, seiner Land- und Viehwirtschaft, der Brandrodung und so weiter) angelastet.

Die Skeptiker rechnen auch gern vor, wie winzig der Anteil dieses anthropogenen Kohlendioxids an der Atmosphäre ist. Sie kommen auf 0,0011 Prozent am Volumen der sogenannten reinen Atmosphäre (also ohne Wasserdampf). Sie wenden sich gegen die graphischen Darstellungen, auf denen die Temperaturkurve und die der Kohlendioxidkonzentration meist parallel verläuft. Doch sei es häufig so, dass die CO2-Kurve der Temperaturkurve folge, oft mit hunderten Jahren Verzögerung.

Geologen jedenfalls sind sich sicher, dass selbst in Zeiten des Erdaltertums die CO2-Konzentration höher gewesen sein müsse als heute. Demnach hätte über die letzten 570 Millionen Jahre nicht die Kohlendioxid-Konzentration die Lufttemperatur gesteuert, sondern beide wären (wie auch gravierende Meeresspiegelschwankungen) durch tektonische Großereignisse, die Auffaltung von Gebirgen und das Auseinanderbrechen von Kontinenten, beeinflusst worden.

Der Klimaforscher Richard Lindzen vom Massachusetts Institute of Technology beklagt, die Treibhausgase gälten nur deshalb als Ursache der Erwärmung, weil man keine andere plausible Erklärung habe. Die Modelle könnten aber weder die hochmittelalterliche Erwärmung erklären noch die kurzfristigen Variationen des El Niño. Solche Phänomene illustrierten aber gerade, wie die Klimasysteme signifikanten Wandlungen unterworfen seien, ohne dass es externe Ursachen gebe.

Für Lindzen und viele andere steht fest, dass die von ihnen als "Alarmisten" kritisierten Forscher nicht ergebnisoffen gearbeitet hätten. Vielmehr hätten sie die Wirkung kaum erforschter Phänomene so quantifiziert, dass die erwünschten Ergebnisse herauskamen. Dabei geht es vor allem um Modelle zur sogenannten Klimaempfindlichkeit. Berechnet werden "Strahlungshaushalte" - wie viel Sonnenlicht durch die Atmosphäre dringt und von der Erde abgestrahlt wird. Nun hätten, so Lindzen, die Klimaforscher das Problem gehabt, dass nach ihren Modellen für die langfristige Temperaturberechnung die Erwärmung der Erde in den vergangenen 150 Jahren nicht, wie tatsächlich gemessen, 0,6 Grad, sondern 1,5 bis 4,5 Grad hätte betragen müssen.

Darauf hätten die Wissenschaftler reagiert, indem sie die Rolle von Aerosolen - winzigen festen Teilchen in der Atmosphäre, die etwa auf Luftverschmutzung zurückzuführen sind - hervorgehoben hätten. Demnach wäre die Erderwärmung längst viel drastischer ausgefallen, wenn es nicht die abkühlende Wirkung der Aerosole gäbe, welche die Strahlungshaushalte beeinflussen sollen. Die Behauptung, unter Berücksichtigung der Aerosole hätten die für die Vergangenheit benutzten Klimamodelle auch die gegenwärtige Temperatur korrekt berechnet, sei ein Trick, sagt Lindzen. Tatsächlich wisse man über die Effekte der Aerosole so gut wie nichts.
" FAZ 7.12.09

Sonntag, 6. Dezember 2009

Glück, Schwefeldioxid, jahrelang brennende Tagebauflöze, Abbrennen des indo. Regenwalds; Polis, Republik, Staat und Bürger



Zugspitze -5 bis -7°C, 125 cm Pulverschnee

Am Rande des Bergischen Landes naß und kalt bis 8°C

" Sankt Nikolaus und die Städte Europas
Ein Schutzpatron der Kaufleute und der frühen Handelsstädte: Landesgeschichtliche Forschungen zu einem Festtag, dessen Hintergründe verblasst ... Er wurde zum Schutzpatron der jetzt eben als Berufsstand aufkommenden Fernhändler,die ihm in ihren neuen Kaufmannssiedlungen ihre Kirchen widmeten ... Pegau bei Leipzig 1092 ... " FAZ 2.12.

- Schwefeldioxid, jahrelang brennende Tagebauflöze, Abbrennen des indonesischen Regenwalds: China hat große Luftprobleme durch SMOG (eine Wortkreuzung aus dem engl.: smoke + fog): Giftig ist Schwefeldioxid, das bei der Kohleverbrennung frei wird, insbesondere bei schlechter, schwefelreicher Kohle. Davor müssen die Chinesen sich fürchten, denn Schwefeldioxid wirkt auf die Atemwege; es genügt ein Milligramm Schwefeldioxid in einem Kubikmeter Luft, um einen Menschen zu töten. 1952, als alle Haushalte noch mit Kohle heizten, starben in London bei einem starken Dauersmog 4000 Menschen. Vom Schwefeldioxid und den in China jahrelang brennenden Tagebauflözen erwähnt der Autor leider nichts. Ganz Südostsien liegt unter einer dauerhaften Aerosol-Glocke, zu der auch das Abbrennen des indonesischen Regenwaldes beiträgt. Kohlendioxid aber ist ein farb- und geruchloses Gas; es ist schwerer als Luft und mit 0,035 % deren Bestandteil (früher 15%). Man kann Kohlendioxid also nicht sehen, es ist wunderbar transparent. Mit dem Klima hat es auch (praktisch) nichts zu tun, das hängt vor allem mit der Sonne, aber auch noch mit vielen anderen Faktoren zusammen (siehe Klimageschichte, Wechsel zwischen Warm- u. Kaltzeiten seit Millionen Jahren). Das "Klima" war noch nie dauerhaft stabil. Die nächste Eiszeit kommt bestimmt! Komm. auf faz.net

- Polis, Republik, Staat und Bürger : Cicero, ein rechter Eklektizist in Sachen (griechischer) Philosophie, vermutete nicht zu Unrecht, daß die Grundlage für die Bildung von Gemeinwesen der Herdentrieb (Congregatio) sei (De re publica ) . Allerdings kommen die Führergestalten noch dazu, die es, aus vielerlei Gründen, zur Macht und zur Machtübernahme drängt und die der Art des Gemeinwesens und des Staates ihren Stempel aufdrücken. Da spielen die Zahlen natürlich eine Rolle: wie viel Fläche, wie viele Bürger, wie viele Kommunikationsmedien mit welcher Reichweite? Gemeindeformate lassen sich schlecht mit Gesellschaftsformaten vergleichen. Wie änderte sich Athen 478/77 vuZ mit dem Attischen Seebund alias Attisches Imperium? Aristoteles spricht von den Hellenen, so wie Hugo Capet von den Franzosen sprach, aber das hellenische, frühkommunistische und frühnationalsozialistische Sparta besiegte Athen und beendete das ath. "Wunder".
Zur Geschichte der Staatsgewalt hat der Historiker Wolfgang Reinhard sein imposantes, gleichnamiges Buch vorgelegt, man kann sagen, nicht in Verlängerung der Hegelschen Staatsvergötterung, die die Deutschen zur Staatsgläubigkeit ermunterte und die ihnen schlecht bekam. Reinhard resümiert: „Wer weiß, wie der Staat funktioniert, hört auf, an ihn zu glauben.“ Komm. auf faz.net ("Nichts geht mehr")

- Südafrika: " Hoffnung am Kap. Von Thomas Scheen, Johannesburg
Mit der Weltmeisterschaft verknüpft Südafrika große Hoffnungen. Eine WM ohne Rendite wäre für das Land mit einer Arbeitslosenquote von inoffiziell 43 Prozent eine Katastrophe. In den Townships gärt es landauf, landab. Seit fünfzehn Jahren warten die Menschen dort auf bessere Häuser und menschenwürdigeArbeit. ..." FAZ 5.12.09
/// Wenn die sozialistische Mißwirtschaft Mandelas und Mbekis fortgesetzt wird, werden die Menschen dort weitere 15 Jahre so schlecht weiterleben wie unter Mandela.

- Glück: "
Michael Hampe: Das vollkommene Leben
. Lob der standpunktlosen Weltteilhabe.
Von Michael Pawlik, FAZ
02. Dezember 2009 Hier haben wir es mit einem Exemplar der Massenware „Glücksbuch“ zu tun, das die Aufmerksamkeit verdient. Seine Protagonisten, der Philosoph Stanley Low und der Gärtner Gabriel Kolk, sind ebenso wie die von Low versammelten vier Meditationen über das Glück Geschöpfe des Zürcher Philosophen Michael Hampe. In seinem Nachwort bekennt sich Hampe zu einer „deskriptiven Philosophie der Verschiedenheiten“, die sich auf ein „anerkennendes Zeigen von Unterschieden“ beschränkt und sich von den Verlockungen einer „vereindeutigenden Philosophie, die immer, auch zwischen grundlegenden Standpunkten oder verschiedenen Registern des Lebens, zu entscheiden versucht“, fernhält.
Nur solange man glaube, eine bestimmte theoretische Erkenntnis erreichen zu müssen, um glücklich zu werden oder einen Lebenssinn zu finden, könne man auch meinen, man könne mit Behauptungen darüber Auskunft geben, worin das Glück oder der Sinn bestehe. Aber nicht irgendwelche Überzeugungen machten glücklich, „sondern nur die Fähigkeit, in der Welt neben den anderen, fremden Wesen vorzukommen, so dass man die Welt nicht lediglich von außen betrachtet oder das Fremde in ihr wegerklärt und wegbewertet, indem man sich mit einer Beurteilungsskala von ihr distanziert und zum Richter ihrer Individuen aufspielt“.
Wer empfindet nicht eine spontane Sympathie für so viel Takt und Bescheidenheit? Dennoch steht Hampes neoromantische Feier der standpunktlosen Weltteilhabe philosophisch auf einigermaßen schwachen Füßen. Wir Menschen kommen nicht einfach in der Welt vor, sondern wir sehen uns in ihr vorkommen, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, mit einem begrenzten Sehfeld. Deshalb sind wir, Segen und Fluch des Bewusstseins, zur Einsicht in die Unhintergehbarkeit des Perspektivismus verurteilt. Mögen wir glücklich oder unglücklich sein, wir sind es stets als Wesen, die einerseits nicht nur standpunktgebunden sind, sondern prinzipiell auch um ihre Standpunktgebundenheit wissen, denen es aber andererseits verwehrt ist, den von ihnen eingenommenen Standpunkt lediglich als Ausdruck einer ästhetisch interessanten Möglichkeit zu behandeln.
Die Endlichkeit des Lebens
Dem steht schon die Endlichkeit des Lebens entgegen. Sie gibt allem, was wir tun, einen Ernst, der sich zwar zeitweilig verdrängen, aber nicht dauerhaft abschütteln lässt. Gegen die gläubige Inhalation irgendwelcher Ratgeberformeln ist leicht polemisieren, desgleichen gegen die selbstgefällige Überhöhung des eigenen Lebensentwurfs zum Inbegriff der Weltvernunft. Bei der Bewältigung der Aufgabe, die genealogische Kontingenz unserer Standpunkte mit deren Anspruch auf existentielle Verbindlichkeit zu versöhnen, hilft uns Hampes Rat, das blasse Theoretisieren über das Glück gegen ein theorieloses Vorkommen in der Welt einzutauschen, nicht weiter. Dass Hampe, nachdem er das Personal seines philosophischen Romans zuvor viel Kluges über Voraussetzungen und Grenzen menschlichen Glücks hat sagen lassen, am Ende sein Heil in einem begrifflich unterkomplexen Eskapismus sucht, ist ebenso überraschend wie enttäuschend. Aber vielleicht wäre ein perfektes Buch über das Glück ja auch einfach zu viel des Glücks.
Michael Hampe: „Das vollkommene Leben“. Vier Meditationen über das Glück. Carl Hanser Verlag, München 2009. 303 S., geb., 21,50 €.
/// Man kann bezweifeln, ob zu diesem Thema noch etwas Neues gesagt werden kann - nach dem, was von Epikur bis Schopenhauer dazu bereits geschrieben wurde - vielleicht darf ich noch anmerken: Wörter wie GLÜCK und VOLLKOMMEN wecken falsche Erwartungen. Stets geht es um Zufriedenheit und Klugheit und um die gewissen Albernheiten, die Horaz anspricht:

Vita brevis
Fluchtpunkte zur flexiblen Lebensorientierung
Prinzipien sind zu starr für die vielen verschiedenen, oft überraschenden Situationen des Lebens
Fluchtpunkte sind nötig, um kostbare Lebenszeit nicht mit Unsinn zu verschwenden (aber: Mische kleine Torheiten in dein kluges Planen:
Eine Wonne ist es, unvernünftig zu sein, wo es am Platze ist. Horaz, 4. Ode)

Wie kommt der Einzelne in Gemeinschaft und Gesellschaft zu einem angemessenen Platz, auf dem er zufrieden ist, auf dem er sich wohlfühlt?

1. Selbstfindung (Worin unterscheide ich mich wie stark von den anderen? Stärken? Schwächen?)

2. Weltkenntnis (Ökonomie, Biologie, dreitausend Jahre europäische Geschichte vom Klima bis zur Politik, Berufsfertigkeiten; Kunst, Kino, Literatur, Oper und Theater sind weitgehend Zeitverschwendung und bergen durch exotische Perspektiven ein großes Verwirrpotential (ganz wenige bedeutende Ausnahmen gibt es: Goethes Faust I u. II, Seneca, Epiktet); die bildende Kunst taugt immerhin für Begabte zur Geschmacksbildung und ein bißchen Unterhaltung). Schulen sollte man ganz schnell durchlaufen, um zur Lebenserfahrung zu kommen.

3. Selbstformung und Entspannung durch täglichen leichten Sport (Gymnastik, Dauersportarten), Yoga, Tai-Chi, Musik (möglichst aktiv).

4. Lebensplanung (Wo will ich hin? Wo ist es einigermaßen komfortabel? Mit welchem Beruf und welchen Hobbies kann ich es lange aushalten? Will ich mich vermehren? Welche Eigenschaften muß ein eventueller Partner haben? Vor einer Partnerwahl an die Scheidung denken.)