Sonntag, 28. März 2010

Wer ist es?





Wer ist denn das?
Der Förster vom Silberwald? Der Erfinder des Nationalismus? Der Prophet des Weltuntergangs?

Er flog vor dem Abitur von der Schule in Utrecht, aus nichtigem Anlaß, machte dann aber an der ETH Zürich die Aufnahmeprüfung, studierte erfolgreich und bekam später einen angesehenen Preis. Ziemlich introvertiert war er, schätzte jedoch den Rotwein.
Wer ist's?
Er erbrachte beeindruckend den Nachweis, daß eine Aufnahmeprüfung für das Studienfach allein entscheiden muß, ob jemand studierfähig ist oder nicht. Das Abitur irgendeiner Schule hat wenig Aussagekraft, es ist eher Ausdruck des Glaubens an das Stempelwesen in einer Laufbahngesellschaft. Das gilt für Zeugnisse insgesamt, die wenig vergleichbar sind.
Er war studierfähig, und mehr als das. Er war ein genialer Experimentator, der nicht dachte, sondern untersuchte, wie er sich selbst ausdrückte. So etwas lernt man kaum in der Schule, wo eher das Schwafeln gut benotet wird, das für eine Beamten- und Politikerlaufbahn prädestiniert. Universitäre Beamtenesel in Würzburg verweigerten unserem Mann die Habilitation, weil er keinen Abitursstempel besaß.
Er übernachtete im Labor, wenn ihn die Arbeit fesselte. So fand er die Röntgenstrahlen.


- Im islamischen Sudan hätte der Rotweintrinker Wilhelm Conrad Röntgen (27.3.1845 Remscheid-1923 München) nichts zu lachen gehabt:

" Baschir: Wer trinkt, wird ausgepeitscht - Zwei Wochen vor den Wahlen in Sudan hat Präsident Baschir Alkoholtrinkern mit harten Strafen gedroht. ' Jeder, der Alkohol trinkt, wird ausgepeitscht ', sagte er in einer Wahlkampfrede. ..." FAZ

/// Merke: Islam heißt 'Frieden'. Prost!

Samstag, 27. März 2010

Es eif're jeder seiner auch frivolen, doch selbstbezahlten Liebe nach ...



Friederike Kempner
Beim Anblick eines prachtvoll gewesenen Buketts

So sieht es aus das Irdische
Nach kurzer Zeit!
Das sind die blendenden Irrwische
Der Zeitlichkeit!

Nein, nein, Frau Kempner, das ist der Blüten schön Beruf!
Die Blume, die muß schnell verblühen
Damit was Rundes aus ihr wird.


5-11°C - Der Frühling legt eine Pause ein


- Gumbrecht empfiehlt Sternes neu übersetzte "Empfindsame Reise"; ich habe seinerzeit den witzigen "Tristram Shandy" abgebrochen (nach 100 Seiten), weil zu verschwätzt (700 Seiten!). Man hatte als Pfarrer offenbar viel Zeit damals - nicht die Bauern, nicht die Handwerker - und ein großes Bedürfnis nach Unterhaltung. Die Wissensanforderungen sind jedenfalls heute so groß, daß ich nicht viele Stunden für einen Roman übrig habe. Auch wenn er als Motto ein schönes Epiktet-Zitat voranstellt: Nicht die Dinge verwirren die Menschen, sondern die Meinungen darüber.

- Chemie muß man lesen, Atmosphärenchemie, Klimatologie - es sind immer mehr Scharlatane mit Weltwirkungsabsichten unterwegs wie Michael Mann, Phil Jones, Pachauri, Latif und Schellnhuber, denen man nicht auf den Leim kriechen sollte. Obwohl der Weltklimarat und seine Lieferanten inzwischen im Zwielicht stehen und vier Untersuchungskommissionen tätig sind, ebbt der Demonstrationsklamauk nicht ab - heute nacht sollen für eine Stunde global die Lichter ausgehen.

- Sterne ist immerhin ein geistreicher Autor, so etwas kommt im Theater nicht mehr vor. Im Zweifelsfall dreht der Regisseur einen geistreichen Autor bis zur Unkenntlichkeit durch seine Regiemühle. Es ist daher wärmstens zu begrüßen, daß Wuppertal sein steuerfinanziertes Theater schließen will - das ist landauf, landab seit Jahrzehnten überfällig. Das Theater finanziere sich und seine Blödigkeiten selbst - ohne den Griff in die Tasche anderer Leute.

- Das Gleiche gilt natürlich für die Opernhäuser. Wer in die Oper gehen will, soll das tun und auch selbst bezahlen. Er soll nicht andere dafür bezahlen lassen, die nicht hingehen.

- Das wäre überhaupt das Elfte Gebot: DU SOLLST DEINE HOBBIES SELBST BEZAHLEN.

- „Trösten wir uns, das Geld ist nicht weg – es hat nur ein anderer!“
Das energiepolitische Dilemma in unserem Land besteht zu einem Gutteil darin, daß wesentliche naturwissenschaftliche und wirtschaftliche Grundtatbestände, nicht genutzt sondern ignoriert werden. Solarstrom beispielsweise gilt regelrecht als substraktive Energie, weil er die Gesamtbilanz verschlechtert und demzufolge nur in besonderen Nischen berechtigt ist. Es ist doch der Entropie-Tod, wenn heute für die Herstellung einer Solaranlage fast die Energiemenge aufgebracht werden muß, die über die Lebensdauer der Anlage erzeugt werden kann. Die starke Förderung der Solarstromanlagen ist daher kaum verständlich. Wir zahlen zuviel und erreichen zuwenig.
Die Einspeisung von 1% Solarstrom verteuert die Stromrechnung um 15%. Energiestandort Deutschland – quo vadis?
In technologischer und volkswirtschaftlicher Hinsicht wandelt sich Deutschland immer mehr zum Experimentierfeld für eine ideologisch motivierte einseitige Technologieförderung, ohne sich im geringsten Gedanken über deren Effizienz und Auswirkungen zu machen. Diese Belastungen der Stromkunden fehlen der Kaufkraft und damit der Konjunktur." Hans-Ulrich Pietz , Komm. auf faz.net

- Kann da Ovids Wort gelten: Wer gut verborgen blieb, hat gut gelebt?

Freitag, 26. März 2010

Elisabeth Noelle-Neumann verstorben, "Die Schweigespirale", Kernenergie






Elisabeth Noelle-Neumann und Otto Schlecht im Gespräch im Hotel Königshof Bonn am 12.4.1991, Tagung der Ludwig-Erhard-Stiftung - Verabschiedung des alten Vorsitzenden Karl Hohmann, Begrüßung des neuen Vorsitzenden Otto Schlecht (Amtswechsel am 1.3.1991, Foto: Engelbert Reineke / Bundesarchiv / Wiki.)







- Elisabeth Noelle-Neumann verstorben: "Schickt die Domestiken raus!" sagte angeblich bei einer Sitzung mehrmals Helmut Schmidt, Verteidigungs- und danach Finanzminister unter Brandt, und meinte damit die ranghohen Ministerialbeamten, so Reinhard Wilke in seinem Buch "Meine Jahre mit Willy Brandt - Die ganz persönlichen Erinnerungen seines engsten Mitarbeiters" (Rez. Blasius FAZ 15. März 2010). Hefty erwähnt in seinem lesenswerten Nachrufartikel heute in der FAZ "ihre Überheblichkeit". Was immer er damit meinen mag, Helmut Schmidts "Schickt die Domestiken raus!" wäre ihr nie über die Lippen gekommen. Sie war selbstbewußt, wie sollte sie nicht, und das nicht nur in der Wahl ihrer Garderobe, die recht farbig durch die grauen Einreiher blinken konnte, sie trug ihr Selbstbewußtsein aber nicht vor sich her wie Helmut Schmidt. Vor allem war sie aber die erste Dame der Demoskopie in Deutschland, ihr Allensbacher Archiv spiegelt die Befindlichkeit der Deutschen seit Bestehen der Bundesrepublik wider. Ihre Beiträge in der FAZ waren stets gewichtig, läppische Meinungsforschung interessierte sie nicht. In ihrem Buch "Die Schweigespirale" von 1980 gelingt ihr meisterlich die Verschränkung von praktischer Sozialpsychologie, die Literaturbefragung des Motivs der "Sozialen Haut" seit Platons "Politeia" und von demoskopischem Handwerk.
Sie stieß noch vor dem Verbot 1943 zur Frankfurter Zeitung, die 1949 zur FAZ wurde. Geboren 1916 gelang ihr ein beachtliches Lebenswerk, auf das sich positiv verweisen läßt. Jedes Gemeinwesen ist auf solche Figuren angewiesen. Von ihr bleiben Bücher und ihr Institut in Allensbach, das die Zeitgeschichte Deutschland weiter begleiten und dokumentieren wird.

- Kernenergie: Allensbach verzeichnet eine Zunahme derjenigen Bundesbürger auf 68%, die glauben, daß man nicht auf die Kernkraftnutzung verzichten kann, auf 15% fallen diejenigen die eine Umsetzung des Ausstiegs erwarten. Insgesamt verzeichnet Allensbach für die Kernenergie 44% Befürworter und 37% Gegner. ("Die Kernenergie regt nicht alle Bürger auf", FAZ 24.3.10)

- Bill Gates will sich bei der Entwicklung von kompakten Kernkraftwerken engagieren.

Donnerstag, 25. März 2010

Rätsel: Adolph Wagner, Derrida, Ramos und die Solinger Erzieherin




Zeichen zu Zeichen - das Beste im Feuilleton sind meist die Überschriften - die machen nicht die Artikelschreiber (hier ein schöner Titel v. 24.3.10 FAZ)



- Was verbindet den Nationalökonomen Adolph Wagner
(geb. 25. März 1835) mit Mel Ramos (geb. 1935), Derrida und der Solinger Erzieherin X ?
Das fällt nicht direkt ins Auge. Wagner ist schon tot, Derrida ebenfalls, Ramos malt immer noch nackte Frauen mit Reifen und Flaschen, und die Erzieherin schlägt vor, für die Gemeinde zu spenden. Zum Beispiel für die Gemeinde Tübingen? Dort zeigt die Kunsthalle gerade die größte Retrospektive des kalifornischen Malers Ramos, der so appetitliche Unbekleidete malt. Das zahlt er natürlich nicht selbst, das zahlt vor allem der Tübinger Steuerzahler. Weil die Betrachtung der netten Nackten das Gemeinwohl fördert? Weil das Gehirn der Betrachter in schöne Schwingungen versetzt wird, die direkt das Wahre, Gute und Schöne in der Gemeinde Tübingen, ja im ganzen Schwabenland fördern? Weil auf farbige und großformatige Weise der betrachtenden Jugend der sittliche Weg zum Gemeinwohl gewiesen wird?
Man müßte Wagner mal fragen, den Katheder-Sozialisten, der die Staatsquote erhöhen wollte zur Erbauung der Bürger. Jetzt haben wir eine Staatsquote, die den Bürger steuerlich ausplündert und das Geld in Pop-Plakate steckt. Und Herr Derrida, Denkbeamter mit Ausstrahlung nach Deutschland, trägt vielleicht etwas zum Nackten-Katalog bei, über Tübinger Kunsthistoriker, die aus Steuermitteln bezahlt werden, etwa dergestalt, daß Ramos die Idee der nackten Blonden mit der Catsup-Flasche dekonstruiere, und dadurch die Zeichenhaftigkeit der Kultur erweise, die alle Sujets zusammenspannen könne zur poststrukturellen Erleuchtung. Da würde es der Erzieherin aus Solingen, Motto "Gemeinsam sind wir stark", wie Schuppen von den Augen fallen, ja vielleicht fielen sogar ihre Hüllen, und sie stände da, im Gemeinwohlraum, eine Solinger Wonder Woman, ein Produkt des Kunst-Diskurses, wie es schöner nicht gedacht werden könnte.
Da spenden wir doch gerne noch ein paar Euros, für Ramos und die Transzendenz der Kunst!
(Außerdem hörte ich, daß Ramos gerne noch einen neuen Bentley hätte.)

- Finanzkrise : Greenspan meint, daß die Finanzkrise nicht zu verhindern gewesen sei, weil die FED nur die kurzfristigen Zinsen beeinflussen könne, die langfristigen Zinsen seien durch das Sparangebot aus den Schwellenländern gedrückt worden. Er warnt vor einem systemischen Regulierer. FAZ 22.3.10
/// Das hat seine Logik. Die Anlageströme sind weltweit unüberschaubar und können durch eine Zentralbank nur geringfügig gesteuert werden. Eine Abspaltung der Investmentbanken könnte die Haftung stärken, indem man sie für "systemunwichtig" erklärt. Allerdings sind die reinen Investmentbanken am besten durch die Krise gekommen, die Staatsbanken (Landesbanken, KfW) am schlechtesten. Höhere Eigenkapitalanforderungen sind vielleicht das wirksamste Mittel. Das hilft aber alles nichts, wenn ganze Märkte illiquide werden und eine Zeitlang keine Preise ermittelt werden können.
Man wird mit einer gewissen Unsicherheit leben müssen, wenn man nicht auf die Vorteile verzichten will. Wie überall.

- Evonik erklärt die Krise für beendet, zahlt Leistungsvergütungen für alle Mitarbeiter; Hochtief hat die Krise ignoriert (durch das Asiengeschäft) und erzielt besseres Ergebnis als 2008 .

Mittwoch, 24. März 2010

CO2-Steuer in Frankreich vom Tisch, Immer dicker: Eisdicken Arktis und Antarktis



Das Amselhähnchen wieder oben auf bei 4-18°C



- CO2-Steuer in Frankreich vom Tisch; ein weiterer Schritt zur Entsorgung der Klimaphantasien.

- Immer dicker: Eisdicken Arktis und Antarktis: Goddard-Institute-Temperaturen (IPCC) und die Eisdicken widersprechen einander. Der amerikanische Meteorologe Bastardi zeigt in einem Video (s.u.), daß die arktische Eismasse wie letztes und vorletztes Jahr auch diesen Winter wieder zugenommen hat und fast wieder bei dem Stand zu Beginn der Satellitenmessungen 1978 angelangt ist. (Vorherige Messungen sind nicht verwertbar und vergleichbar, weil sie meist auf unregelmäßigen und zufälligen U-Boot-Messungen beruhen, s. Chr. Haas, AWI-Report 2000+01, S.24.) Die Eismassen der mehr als doppelt so großen Antarktis liegen sogar darüber. Bastardi stellt daher fest, daß sich die Goddard-IPCC-Erwärmungsdaten und die Zunahme der Eismassen widersprechen:
Goddard Data and Global Sea Ice Doesn't Fit
Mar 22, 2010; Joe Bastardi Channel: If it is darn warm, how come there is so much sea ice? (accuweather.com/video/73159138001/goddard-data-and-global-sea-ice-doesnt-fit.asp?channel=vblog_bastardi) Siehe auch Kommentar des Meteorologen Anthony Watts auf wattsupwiththat.com/ : "Why Joe Bastardi sees red: A look at Sea Ice and GISTEMP and starting choices"

- Klimadatenmanipulation: In England wird von der Royal Society eine zweite Kommission unter Leitung des Geologen Lord Oxburgh zur Untersuchung der Datenqualität und der Aussagekraft des Phil Jones und seiner Kumpane eingerichtet ("Climategate"). Die bereits arbeitende inneruniversitäre Kommission von Sir Muir Russell beschäftigt sich mit dem Umgang mit dem Material und den kritischen Kollegen.

- " Nuklearmüll ist deutlich leichter zu entsorgen als der "Kommentarmüll" mancher Autoren. Sorry, aber 30 Jahre grüne Gehirnwäsche haben im Lande sichtbar Spuren hinterlassen. Mir kann niemand plausibel erklären, warum 25 t Atommüll (der nach 1000 Jahren "ausgestrahlt" ist) gefährlicher sein soll, als 400.000 t giftiger Asche aus den Steinkohlekraftwerken, die auch nach 1 Mio Jahren giftig sein wird. Von giftigen Sondermüll der Solarherstellung mal ganz zu schweigen. Ebenso ist es völlig irrsinnig, daß 65fache an Baumaterial eines KKW in die Windkraftanlagen zu stecken, um die gleiche Leistung desselben KKW zu erzeugen. Wenn man auch noch bedenkt, daß es sich hierbei um Peakleistung handelt, die in der Praxis nur zufällig und selten erreicht werden (Windstrom = Zufallstrom), dann sind solche Projekte nicht nur unwirtschaftlich sondern auch verantwortungslos und hirnrissig. Statt preiswerter Energieerzeugung verschwenden wir unser Geld in die Öko-Abenteuer grüner Salon-Sozialisten und wundern uns, wenn kein Geld für Bildung und Renovierungen der Schulen, Straßen etc. übrig bleibt. ES ist ein Skandal, der aus politisch korrekten Gründen nicht zum Thema gemacht wird. Da ist es doch viel leichter gegen die "armen" katholischen Priester zu wettern. Armseliges Deutschland. " Harry Hain 11.3.10 faz.net
/// Viele Kernphysiker gehen davon aus, daß es große Fortschritte in der Aufbereitung abgebrannter Kernstäbe geben wird, so daß der jetzige Abfall wieder gebraucht werden wird und er nur zwischengelagert werden sollte.