Montag, 10. Mai 2010

"Wo soll das enden?", fragt Kali + Salz






Es ist kühl, 13°C, aber die Sonne scheint, und es blüht hübsch.


Nicht alles blüht gleich schön im Mai - die FDP hat nur leicht zugelegt, 0,5%, aber die SPD hat 2,6% verloren etc.





Viele Betriebe fragen mit KALI & SALZ :
"Und natürlich haben wir daran gearbeitet, unser 360.000.000-€-Maßnahmenpaket zur Reduzierung der salzhaltigen Abwässer des Werks Werra voranzubringen. ... hat sich der RUNDE TISCH (mit Hessen und Thüringen) mehrheitlich kategorisch dafür ausgesprochen, daß KALI & SALZ die Einleitung der Salzwässer in die Werra vollständig einstellen soll. ... Wo soll das enden?" K + S, Norber Steiner, Mitteilungen des Vorstands

Deswegen kann nur eine große Koalition in NRW weiterhelfen.

Sonntag, 9. Mai 2010

"Wir bleiben erfolgreich, solange die Politiker uns nicht mit unerfüllbaren Forderungen das Licht ausmachen." Heinz-Peter Schlüter








Die TRIMET ALUMINIUM AG ist mit fünf Produktionsstandorten in Deutschland (Essen, Gelsenkirchen, Hamburg, Harzgerode, Sömmerda) sowie mit Handels- und Vertriebsbüros in Essen und Berlin vertreten.
Bilder: www.trimet.de/

- Nordrheinwestfälisches Aluminium aus Gelsenkirchen und Essen: 1985 begann die "Tellerwäscher-Karriere" Schlüters mit der Gründung der Trimet-Alu in Essen, rund 1700 Beschäftigte zählt das Unternehmen heute. Die Gruppe verbraucht im Jahr über 5 Terawattstunden Strom, soviel wie etwa 1.000.000 Haushalte. Die künstliche Verteuerung der Energie durch die Politik bedroht die Standorte wie bereits Alu Stade (6000 Arbeitsplätze gingen verloren) und Alu Norf (750). (Vgl. Unternehmergespräch FAZ 24.11.08)

- Rosen verteilte die SPD-Kandidatin Kraft am letzten Wahlkampftag: damit bringt sie ihre wirtschaftspolitische Kompetenz auf einen bündigen Nenner.

Samstag, 8. Mai 2010

Ernst von Weizsäcker, Norwegen




Kein Platitüdenlieferant - Golo Mann (1909-94; folgte im Mai 1933 seinen Eltern ins Exil)






- Ernst von Weizsäcker, Vater von Richard, wurde 1938 Hitlers Staatssekretär im Außenamt, schon ein recht seltsames Datum, da hatte Hitler schon zahlreiche politische Morde durch die Terrorbanden von SA und SS verüben lassen, diese griffen seit Jahren brutal jede Opposition und Juden an - ja, da kann man Staatssekretär bei Ribbentrop werden, wenn man es tut, um tatsächlich gegen Hitler vorzugehen, man konnte ihn zB aus der Nähe mehrmals in den Kopf schießen, das hätte den Führer-Mythos nachhaltig zerstört, das hätte rechtzeitig Entscheidendes geändert, denn der große Krieg und der Judenmassenmord waren ganz speziell das Projekt dieses einen Individuums - Golo Mann hat das in seiner DEUTSCHEN GESCHICHTE sehr anschaulich dargelegt - der Tod Hitlers hätte nicht automatisch die Befreiung von der Nazidiktatur herbeigeführt, aber die charismatische, bannende Figur an der Spitze der Staatsmaschine im staatsgläubigen Deutschland wäre beseitigt worden, das wäre ein guter Grund gewesen, 1938 Hitlers Außen-Staatssekretär zu werden, das hätte Weizsäcker entschuldet, aber dazu war er zu staatsgläubig und zu feige, zu opportunistisch und zu staatsdienerisch, und so wurde er mit sieben Jahren Haft im Nürnberger Prozeß 1949, verteidigt von seinem Sohn Richard, wohl angemessen bestraft.-
Interessant zu sehen ist, wie es Vater und Sohn stets in die Nähe der Macht zog.

- Norwegen, übrigens, versorgt Deutschland zu einem großen Teil von etwa 30% mit Erdgas und Erdöl, das große Ekofisk-Feld soll noch sehr lange fördern, ebenso wird das von dem Statoilfeld (Öl) und dem Trollfeld (Gas) erwartet, alle drei Meeresfelder. Gleiches wird von neuen Funden in der Barentsee erwartet. (Vortrag HDT 20.11.10)
Norwegen ist ein Gründungsmitglied der NATO, trat bisher aber weder der EU noch gar der Eurozone bei. Sind sie deshalb schlechte Europäer? Das wird niemand behaupten können.

Freitag, 7. Mai 2010

Wahlbrief an die Kandidaten zur Landtagswahl NRW 9.5.10




Kalte Kindheit der Kohlmeisen bei 4-6°C und Dauerregen - auch die Nacktschnecken jubeln bei diesen Temperaturen nicht




Wahlbrief an die Kandidaten zur Landtagswahl NRW 9.5.10

Noch Stimmen zu vergeben für eine Stärkung des Standorts NRW durch Senkung der Energiekosten für Opel in Bochum, Tischlerei Meier in Münster und Familie Müller in Köln.
Wie?
Durch Streichung der Subventionen für den umweltschädlichen und extrem teuren Sommertagszufallsstrom (40 Cent/kWh) aus Solarzellen, die zunehmend aus China kommen (Kabel aus der Tschechei).
Durch Streichung der Subventionen für den umwelt- und vogelschädlichen sowie teuren Zufallsstrom aus Windmühlen (12 Cent/kWh).

Deswegen kann sich NRW diese staatlich verteuerte Ernergieverschwendung und Umweltbelastung nicht mehr leisten:

- Hydro eröffnet Alu-Hütte in Katar - und will Werk in Neuss schließen ...
13. Apr. 2010 ... Während in Katar eine neue Aluminiumhütte offiziell eingeweiht wurde, droht dem Standort Neuss das Aus.
www.alu-scout.com/de/perl/enc/enc
(in Stade gingen bereits 6000 Alu-Arbeitsplätze verloren)

- WIWO Interview mit Martin Fuchs, Netzvorstand EON 04.11.09: " Jüngst schossen nachts am Wochenende, wenn der Strombedarf besonders niedrig ist, wegen des starken Winds im Norden gigantische Mengen Windstrom in unser Netz. Der Gesamtbedarf in unserem Gebiet betrug etwa 8000 Megawatt. Aber wir hatten allein 7500 Megawatt Windenergie. Da sich aus Gründen der Netzsicherheit nicht alle Kraftwerke einfach abschalten lassen, hatten wir enorme Überschussmengen. Das Überangebot hat an den Strombörsen zu negativen Preisen geführt. Das heißt, wir mussten je Kilowattstunde bis zu 1,50 Euro drauflegen, um Strom loszuwerden.... Die Windparks haben in dieser Zeit 400.000 Euro in der Stunde für ihren Strom erhalten. Wir haben an der Börse zwei Millionen Euro gezahlt, damit uns jemand den Strom abnimmt. " Interview WIWO EON 04.11.09
Diesen Strom hätte man für 100.000 Euro in einem KKW herstellen können.

- Täuschungsversuch der Solarlobby, der umweltschädliche Solarstrom werde billiger ("Netzparität"):
1. Es ist unseriös, den Preis für Haushaltsstrom (aus dem Netz), der zu 2/3 bis 3/4 aus Steuern, Abgaben, Netzentgelten usw. besteht, und deren Stromerzeugungskosten Regelkosten enthalten, mit den Erzeugungskosten von Solarstrom zu vergleichen.
2. Die Kosten installierter Solaranlagen sinken derzeit etwas durch die sich aktuell vollziehende Produktionsverlagerung von Solarzellen nach China. Da die Kosten der elektrischen Installation, den Dacheinbau, Service und Vertrieb sich mit der Kostenentwicklung der Bauwirtschaft ändern, muss der Einfluss dieser Entwicklung auf die Solarstrompreise begrenzt bleiben. Der Haushaltsstrompreis steigt durch die staatlichen Zwangs-CO2-Zertifikate für Kohlekraftwerke, die ab 2012 den Preis für Kohlestrom wesentlich erhöhen. Er steigt durch die Inbetriebnahme zusätzlicher Windkraftanlagen und anderer teurer und unzuverlässiger Energiequellen. Das heißt, die sogenannte "Netzparität" werde irgendwann dadurch erreicht, daß die dem Verstand geschuldete Stromerzeugung in Kohlekraftwerken verteuert und in umweltfreundlichen Kernkraftwerken eingestellt wird.

Also Schluß mit den Subventionen für umweltschädlichen, unberechenbaren teuren Zufallsstrom! NRW braucht preisgünstige und zuverlässige Energie für Haushalt und Gewerbe. Mit der Braunkohle hat zudem gerade NRW einen großen Vorteil:
"Die heimische Braunkohle kann als eine relativ günstige Energiequelle nicht hoch genug eingeschätzt werden. ... Kohle wird mit einer sehr viel größeren Reserve und einer potentiellen Reichweite von mehreren hundert Jahren ..." Denkschrift der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, S. 12f. (www.awk.nrw.de/awk/publikationen/download/denkschrift_energieversorgung_sichern.pdf )
Die Energie für Nordrheinwestfalen sichern! Den Gewerbestandort NRW erhalten! Unseren Wohlstand nicht mutwillig gefährden!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Euro wohin? Abwrackprämie und Steuerentlastung, Keynes und Hayek




Friedrich August von Hayek, 1899-1992, Nobelpreisträger Ökonomie, lehrte in London, Chicago und Freiburg
(Bild Wikimedia)



- Abwrackprämie und Steuerentlastung, Keynes und Hayek: Das Ausstreuen von Steuergeld zur Stützung der Konjunktur hat wieder seine Befürworter und Täter gefunden. Es hat die zunehmende Staatsverschuldung, begründet durch Helmut Schmidt, in neue Höhen geführt. Was war der Erfolg? Es wurden von VW, Toyota, Opel, Hyundai, Kia etc. mehr Kleinautos verkauft. Dafür kamen die Altautos in die Schrottpresse und wurden nicht mehr als Gebrauchtwagen nach Osteuropa ausgeführt. Noch gebrauchsfähige Altautos wurden also mutwillig vernichtet und fehlen jetzt in Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Weißrußland etc. Wurden dadurch die Überkapazitäten auf dem weitgehend gesättigten deutschen Automarkt abgebaut? Wurde die schwierige Kostensituation der deutschen Autoproduzenten verbessert? Die Antworten liegen auf der Hand: es wurden Steuergelder für kurzfristige, einseitige Effekte verschwendet. Nach wie vor können Ausgabenprogramme nach dem Keynes-Rezept nicht überzeugen.

Eine Steuer- und Bürokratie-Entlastung wirkt dagegen flächendeckend bei allen Beteiligten, bei Großunternehmen und kleinen Werkstätten, beim Einzelhandel und sogar bei den sog. Schwarzarbeitern, die weniger in der Schattenwirtschaft arbeiten und dann mehr Steuern zahlen.

Ganz offenbar waren die Briten gut beraten, ihr Pfund zu behalten. In der Krise sank es auf Parität zum Euro, was wirtschaftlich sehr belebte. Inzwischen stieg es wieder und kostet ca. 1,16 € (Euro/USD heute 1,2710). Ganz offenbar ist die Flexibilität einer eigenständigen Länderwährung wichtiger, als Bundesbankpräsident Tietmeyer, Issing u.a. seinerzeit annahmen. Sie betonten die einfache Vergleichbarkeit der Preise in einem gemeinsamen Euro-Raum, was ja tatsächlich ein Vorteil ist, und sie gingen von einem Spardruck für die Politik und die Löhne aus, der dadurch aufgebaut würde. Sie wollten sich aber nicht vorstellen, daß der Maastricht-Vertrag unterminiert und gebrochen werden würde, und daß Statistiken gefälscht werden könnten. All das ist nunmehr eingetreten. Gibt es eine andere Folgerung daraus, als daß der Euro zurückgesetzt werden muß zu einer Parallelwährung bei Wiedereinführung der DM? Hankel, Nölling, Schachtschneider und Starbatty (u.a.) haben offenbar recht bekommen durch die Ereignisse der letzten 5 Jahre. Tietmeyer, Issing und Trichet (u.a.) unrecht. Es war ein politisches Projekt, dessen Gelingen man sich sehr gewünscht hätte. Es scheint gescheitert. Leider.

- EZB-Präsi. Trichet: " EZB weicht Beleihungsregeln auf
Biegsame Notenbank
Der Entschluss der EZB, griechische Ramschanleihen als Sicherheit für Finanzierungsgeschäfte zu akzeptieren, ist ihr politischer Beitrag zum Rettungspaket - und ein Schlag gegen die eigene Unabhängigkeit, der zu weiterer Einflussnahme der Regierungen einlädt. ..." FAZ 5.5.10
/// Wer hätte ihm das vor 5 Jahren zugetraut? Ich nicht. So täuscht man sich.