Samstag, 18. Dezember 2010

Tiefer Fall





Ohne Solarbretter - im Schnee versunken - einmal hatte Münchhausen sein Pferd dort an der Windfahne angebunden




- Vom Dache, ach:
Was deckt der Schnee nicht alles zu - Wiesen, Felder, Straßen, Dächer. Das kann einiges durcheinander bringen. Den Verkehr, die Post und auch die Zeitungszustellung. Dann kann man statt der Zeitung ein Trostrestexemplar des linken Idiotenblättchens EXPRESS im Briefkasten haben. Mit einem großen Pin-up-Girl auf der ersten Seite unten. Die 68er haben es möglich gemacht. Die obere Hälfte nimmt vollständig ein Riesenbild der Klimaerwärmung ein: "Schneewalze legt Köln lahm". Dann ein buntes Sammelsurium von Politikhäppchen, Katastrophennachrichten rund um die Welt, Unglücksmeldungen, Sport, Anzeigen - allein zwei ganze Seiten Prostituiertenangebote - zuletzt ein Weihnachtsmarktbericht. Man hat nichts anderes erwartet. Da fällt der Blick noch auf einen kleineren Artikel neben einem großen Bild der schneeblockierten A3:
"Rentner erfriert beim Schnee-Schippen. Er wollte Hausdach freikehren, stürzte dabei ab."
Dach freikehren? Der Schulhausmeister kehrt nicht einmal vor der Schultür. Seltsam. Aber in der Mitte des Artikels, nach den Einzelheiten des Kältetodes des armen Mannes, erfährt man endlich, daß das Kehren keineswegs dem Hausdach galt, sondern - den verschneiten und vereisten Solarbrettern auf dem Dach. Dieses extrem teure Zeug liefert nicht nur nachts keinen Strom, derzeit wird es 16.30 h dunkel - mit Schnee und Eis bedeckt erzeugt das Gelumpe auch wintertags bei Sonnenschein keine Energie.
Es wird nicht nur diesen alleinlebenden Rentner erwischt haben, bei den anderen wird es aber glimpflicher abgegangen sein, weil sie weniger unglücklich stürzten und sie Hilfe bekamen.
Aber der schlimme Sturz zeigt, daß die Fotovoltaik in unseren Breiten nicht nur teurer Unsinn ist, sondern zusätzlich auch noch unfallträchtig. Man erfährt es nur meist nicht, nur in solchen entsetzlichen Fällen.
Der EXPRESS versteckte den Fotovoltaikunfall auch zunächst unter dem unspezifisch klingenden "Hausdach kehren". In der FAZ allerdings wäre der Rentnersturz wohl gar nicht erwähnt worden. Dank also dem Schnee und dem Zusteller, der zwar nicht die Zeitung brachte, die irgendwo im Schnee hängengeblieben war, aber der noch ein Blättchen übrig hatte mit dem aufschlußreichen Artikel über die verschneiten Solarbretter.

Freitag, 17. Dezember 2010

Wanderlust






Schöne Bescherung - Schneeschaufeln ist angesagt





- Zweifellos gehört sie zur Achse des Guten im Lande
, wenn nicht gar zu den ganz Guten global und universal: Die Thomas-Morus-Akademie. Die Gutheit schaut ihr aus allen Knopflöchern, ihre Sorge gilt vielen Dingen von der Christianisierung Europas bis zum Grundeinkommen als Transfermodell.
Weniger Beachtung schenkt sie den Parkplätzen, die zwar geräumt, aber nicht gestreut sind. Nicht mit Salz, nicht mit Granulat. Die verbliebene Schneedecke bildet nach dem Befahren sehr glatte Stellen aus, die auch den trainierten Sportler blitzschnell zu Boden schicken können. Ob sich schon jemand die Knochen gebrochen hat?
Aber das wäre nicht so schlimm, Hauptsache kein Salz, das der Umwelt, wenn auch nur eingebildet, schaden könnte. Menschliche Knochen zählen nun einmal nicht zur Umweltsorge. Amen.

- Ganz übel sollen ja 'Wandernde' sein, deutsch für IONEN, elektrisch geladene Atome oder Molekülteile, die sich zB in Batterien auf den Weg von + nach - machen, oder die es als ionisierende Strahlen touristisch in die Ferne treibt.
Die werden in den Unsinnsmedien stets beschimpft, aber ach, alles hat viele Seiten:

" In folgendem Aufsatz von T.D. Luckey werden die wichtigsten Belege für die positiven gesundheitlichen Wirkungen geringer Strahlungsdosen dargestellt, ein Vorgang, der sich nach dem griechischen Wort hormaein (erregen) Hormesis nennt. Luckey, einer der Pioniere der Hormesis-Forschung aus den USA, beschreibt außerdem die möglichen zellulären Mechanismen, die den Hormesis-Effekt erklären könnten. Für viele vielleicht überraschend fordert er auch zu prüfen, welche möglichen schädlichen Folgen ein Strahlungsmangel beim Menschen hat und Maßnahmen zu ergreifen, diesen zu beheben. " (solidaritaet.com/fusion/1997/2/luckey.htm)
(s. auch Ludwig E. Feinendegen, Uni D'dorf: "Biologische Wirkungen kleiner Dosen ionisierender Strahlen. Mythos und Realität." Vortrag vor der Akademie d. Wiss. NRW am 13.2.08, dort publiziert.
In der Inhaltsangabe formuliert Feinendegen: "... sogar eine durch niedrige Dosen bewirkte Reduktion beobachtbarer Krebserkrankungen unter die spontane Krebshäufigkeit ... kommen auch kleine Dosen in das Blickfeld ärztlicher Therapie." )

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Hinter Bullerbü






Wasser reicht: "anderthalb Meter Wasser wären als Strahlenschutz genug"






- Schweden plant eine Deponie für abgebrannte Brennelemente, mehrere Gemeinden haben sich beworben !!!

Derzeit wird im Wasser zwischengelagert, das kann man mit Frau Freudenthal besichtigen:
' Sie trägt einen gelben Helm und einen blauen Arbeitskittel, ihre Augen sind wach, ihr Humor ist rauh. Während die neue Lieferung durch Prüf- und Kühlbecken geleitet wird, steigt sie über Wendeltreppen hinab zu der schweren roten Metalltür, hinter der alle Brennstäbe lagern, die in den Reaktoren von Forsmark, Ringhals, Oskarshamn, Barsebäck und Ågesta seit ihrer Inbetriebnahme zur Stromerzeugung gebraucht worden sind. Sie stecken in fünf Meter hohen Kassetten in blau schimmernden Wasserbassins, der gekachelte Raum wirkt wie ein unterirdisches Schwimmbad.

"Man könnte getrost reinspringen", sagt Freudenthal am Beckenrand und verkneift sich das Lächeln dabei. "36 Grad, angenehme Temperatur." Die Wasserschicht über den Brennstäben sei acht Meter tief, anderthalb Meter wären als Strahlenschutz genug." '
Endlager Bullerbü, Sebastian Balzter, FAZ 5.2.10

Mehrere Gemeinden wollen die Deponie haben! Glückliches Schweden! Dort gibt es offenbar noch Physik-Kenntnisse.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Voodoo Chant To Overcome A Special Problem - kann man kaufen






Welle-Teilchen-Dualismus - was das Licht so macht





Gibt es DIE WISSENSCHAFT?

- Klaus Heinloth zum Beispiel, Physiker in Bonn und IPCC-Hauptautor. Warum will der Mann mit einer soliden Physiker-Karriere (s. akdw.nrw.de/) das Klima "schützen"? Er macht nicht den Eindruck eines Scharlatans, wie er sich leicht einstellt bei Schellnhuber, wenn der vorträgt. Höchstens neigt er zu vollmundigen Aussprüchen, wie viele Klimarealisten sie auch lieben. Er gehört ganz offensichtlich auch nicht zu den Schwindlern, die es in jeder Berufsgruppe gibt. Was also treibt ihn und viele seine Physikerkollegen in DPG und ASP zum Prophetentum?
Ich weiß es auch nicht. Ich vermute aber, im Blick auf die Nobelpreisträger im Club of Rome und ähnlichen Apokalypse-Vereinen, daß der Einzelne grundsätzlich nicht in der Lage ist, seine eigene Position verläßlich im Gesamt der Wissenschft einzuschätzen, mag er auch in seinem Fachgebiet ein guter Forscher sein.
Bei entsprechendem persönlichen Temperament neigt er dann dazu, seine beschränkte Fachkompetenz auf weitere Bereiche unausgewiesen auszudehnen. Die Begutachtung durch Fremdautoren soll dem entgegenwirken, doch Herdentrieb, Voreingenommenheit und Seilschaftsorientierung können jede ernsthafte Supervision aushebeln. Interessierte Trittbrettfahrer stellen sich ohnehin schnell ein, wenn es Gelder zu verteilen gibt, die Laienmedien verstärken alles und schon gibt es den "Weltklimarat" oder etwas Ähnliches.
Es ist zu einfach, von Wissenschaft hier und Scheinwissenschaft da zu sprechen. Im langen Streit um 'Welle' und 'Teilchen' beim Licht haben ungefähr alle Seiten recht bekommen. Die vielen Einzelwissenschaftler, die zu den IPCC-Berichten beitragen, arbeiten vermutlich ganz überwiegend solide.
Mehr Verantwortung tragen die Hauptautoren wie Klaus Heinloth. Sie dürften systematisch in der Gefahr stehen, die vielen Einzelergebnisse unsolide zusammenzuführen. Ganz einfach, weil sie wahrscheinlich von der Komplexität der Aufgabe überfordert sind, ohne daß sie es selbst richtig bemerken (Blinder-Fleck-Effekt). (Natürlich gibt es auch die dreisten Partisanen vom Schlage Michael Manns, Schellnhubers und Phil Jones', die mit dem Hammer Wissenschaft betreiben.)
Für viele Einzelwissenschaftler, die den ganzen Bericht nicht beurteilen können, mag Augusto Mangini stehen, der sich wie folgt zum zweiten Teil des Weltklimaberichts 2007 äußerte: " Ich halte den Teil des IPCC-Berichts, den ich als Experte wirklich beurteilen kann, nämlich die Rekonstruktion des Paläoklimas, für falsch. " ( Ihr kennt die wahren Gründe nicht, Warum ich Einspruch erhebe, FAZ 5.4.2007)

Gibt es DIE WISSENSCHAFT?
Ich sehe nur sehr viele und recht unterschiedliche Wissenschaftler.

Dienstag, 14. Dezember 2010

'wahre Wahrheit' und 'unwahre Wahrheit'









" Diese Sprachschwierigkeiten zeigen aber nur an, daß unsere Sprache durch eine Gesellschaft geformt worden ist, die nicht mehr die unsere ist. Wissen war für sie implizit wahres Wissen und Irrtum kein gleichrangiges Problem. ... Wir nennen die Einheit dieser Unterscheidung (wahr/unwahr, WD) 'Wahrheit', so daß es nach dieser Sprachregelung 'wahre Wahrheit' und 'unwahre Wahrheit' gibt. "
(Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft, S. 171f.)
Für Aristoteles und Thomas war die 'Wahrheit' ein Ergebnis persönlicher Wahrhaftigkeit unabhängig von dem Befund als solchem; entsprechend unsinnig sind ja viele Befunde dieser beiden (u.a.). Wissenschaft in der Moderne mißt sich an den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens unabhängig vom persönlichen Status. Auch ein Lump kann zu 'wahrem Wissen' gelangen, wenn er sauber arbeitet und seine Daten offenlegt. Letzteres haben Michael Mann und Phil Jones nicht getan, weswegen sie gegen die wissenschaftlichen Regeln verstoßen haben und ihre Regelverstöße geahndet werden müssen. Die CO2-Forscher John Tyndall, Joseph Fourier, Svante Arrhenius, Gilbert Plass und Dave Keeling haben, nach meinem bescheidenen Kenntnistand, transparent gearbeitet und das gilt auch für viele ihrer Nachfolger. Richard Lindzen, Gerhard Kramm, Gerlich & Tscheuschner u.a.m. haben das auch, wobei derzeit offenbar kein Beobachter 2. Ordnung, keine Institution dieser Art, entscheiden kann, welche Qualität das vorgelegte Wissen besitzt. Die Forscher selbst als Beobachter 1. Ordnung können das grundsätzlich nicht, weil sie ihren wissenschaftlichen 'blinden Fleck' nicht auf dieser Ebene kalkulieren können.
Man muß also abwarten, die Ruhe bewahren, Alarmismus ablehnen, sich des Dogmatismus und des theologischen Wahrheitsfanatismus aus der Frühzeit der unreifen Wissenschaft enthalten. Auf die geringen Ergebnisunterschiede verweisen. Die Regelverletzer wie Mann und Jones entlarven. Die Anmaßung von Wissen durch moderne Hexenmeister wie Schellnhuber zurückweisen. Ihren wissenschaftlich plumpen, aber werblich wirsamen Propagandazügen mit Sinn für die Prioritäten begegnen.