Freitag, 16. Dezember 2011

Kurz vor 1984





Noch ein schönes Weihnachtsbuch? Eine hinreißende Tiergeschichte?

Orwell hat nicht nur 1984, eine Vorausschau auf die Brüsselkratie geschrieben - der Verleger hat allerdings die Handschrift falsch gelesen und zwei Zahlen vertauscht - es muß 2084 heißen, nein, Orwell hat auch die legendäre ANIMAL FARM, die FARM DER TIERE verfaßt.



- > ‚ Deutsche Hilfspakete für Polen

Die Doku "Pakete der Solidarität" erinnert an Hilfsaktionen der Deutschen. Von Henryk Jarczyk.
Im Dezember 1981 wurde über Polen das Kriegsrecht verhängt, um den Arbeiteraufstand der Gewerkschaft Solidarnosc zu bändigen. ... Der Dokumentarfilm "Pakete der Solidarität" erinnert daran. ... "Pakete der Solidarität" ist einer davon. Erzählt wird hier die Geschichte einer Hilfsaktion vor mittlerweile 30 Jahren. ... den Anfang machten Privatpersonen in ihrem kleinen Umfeld. Menschen, die es einfach nicht hinnehmen wollten, dass mitten in Europa rein aus politischen Gründen Hunger und Verzweiflung herrschen.

"Die Bedürftigsten waren kinderreiche Familien, Familien mit kleinen Kindern und alte Leute, die nicht in Schlangen stehen konnten, um etwas zu kriegen."

Andrzej Lesinski, Seelsorger im nordpolnischen Allenstein, versuchte wie so viele andere katholische Pfarrer, seinen Landsleuten zu helfen. Viel ausrichten konnte er jedoch auch nicht. Und wäre da nicht Hilfe von Außen gekommen, davon ist er fest überzeugt, dann hätten es viele Menschen vermutlich nicht geschafft, die immer weiter um sich greifende Krise zu überstehen. Besonders dramatisch, erzählt die aus Polen stammende deutsche Kinderärztin Christina Gräf, war die Lage in den Krankenhäusern. Als sie eines Tages einen verzweifelten Hilferuf einer ihrer Kolleginnen aus Lodz erhielt, da zögerte sie nicht lange und ergriff die Initiative. Ohne zu ahnen, dass sie damit eine gigantische Welle der Hilfsbereitschaft auslösen würde. ...
Hilfsgüter, ohne die, meint der damalige Direktor des Kinderkrankenhauses von Lodz, es schlicht unmöglich gewesen wäre, viele der kleinen Patienten am Leben zu erhalten.

"Der erste Transport hat uns schier umgehauen. Es waren riesige Autos. Große LKW mit Verbandsmaterial, Lebensmitteln, vor allem mit Milchpulver, was für die Säuglinge sehr wichtig war." < DLF, Europa heute, 16.12.11 / Filmpremiere in Warschau, www.warschau.diplo.de/Vertretung/warschau/de/AKTUELLES/Pakete/Pakete__bg.html

Wenn Linksextremisten im Bundestag sitzen und wie Gysi, Lafontaine, Wagenknecht u.a. insgeheim den Zusammenbruch der stalinistischen Diktaturen bedauern und den freiheitsverzehrenden und wirtschaftliche Not hervorbringenden Sozialismus neu starten wollen, dann ist eine solche Erinnerung an die entsetzliche Armut der sozialistischen Verwaltungswirtschaft sehr wertvoll. Sie wurde nämlich von den sozialdemokratisierten Massenmedien praktisch verschwiegen.
Mir selbst war das Ausmaß des wirtschaftlichen Elends 1981 in den sozialistischen Diktaturen völlig unbekannt, ebenso diese Hilfsaktion. Ich las damals DIE ZEIT, die RHEINISCHE POST, den SPIEGEL, hörte WDR und sah ARD.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

10 Grad mehr im Eozän




Alles schön grün und blau! Keine vereisten Pole im Eozän vor rund 50 Mio. Jahren.
Die Kontinentbildung ist noch nicht abgeschlossen.



10°C mehr als derzeit - das war schon schön warm, die Grube Messel nördlich von Darmstadt lag in einem tropischen Regenwald. Ein Vulkanausbruch warf Gestein aus und es bildete sich ein großer See mit etwa 1,5 km Durchmesser und 300 m Tiefe. Dahinein fielen zahlreiche Tiere, die sich in der sauerstofflosen Tiefe sehr gut erhielten. Die Fossilien sind in drei Museen der Region zu besichtigen.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Hat Kumpel Schröder aus Hannover nicht noch eine Stelle bei Gasprom frei? Vielleicht mit einem Kredit, der über den Hund läuft?





Ein schönes Parteiengewächs
(Foto: Chr. Wulff/Wiki.)




Ein Drei-Groschen-Junge ist Bundespräsident Wulff wahrlich nicht – es geht um zwei geschenkte Urlaube in Florida, um zunächst geschenkte, dann doch bezahlte Flugkosten und um einen Privatkredit von 500.000 €,
der für einen armen Ministerpräsidenten bei einer Bank viel zu teuer gewesen wäre. Bankübliche Kreditzinsen überläßt dieser Herr lieber seinen Bürgern.
Die fesche Schrotthändler-Gattin Geerkens gab Wulff den verbilligten Kredit, damit er bei der Befragung im Landtag in Hannover sagen konnte, er habe keine geschäftlichen Beziehungen zum Schrotthändler Geerkens.
Damals ließ Wulff durch sein Ministerpräsidentenbüro mitteilen, „daß er jeden auch noch so vagen Verdacht der Annahme eines Vorteils oder gar der Beeinflußbarkeit in seiner Amtsführung vermeiden muß.“ Sagt es und verschweigt bei der Befragung den Kredit der Gattin Geerkens.
Wer hat diesen feinen Herrn eigentlich gewählt? Die Bürger waren von der Wahl in dieser repräsentativen Parteiendemokratie ausgeschlossen.

- Eine alberne Bundestags-Opposition, der Rücktritt eines begabten Studenten ohne Berufs- und Lebenserfahrung als FDP-Generalsekretär, ein Merkelerwählter und Schrotthändlerfreund im Bundespräsidentenamt - Adenauer würde vielleicht wiederholen: "Mein Gott, was soll aus Deutschland werden."

Dienstag, 13. Dezember 2011

Kanada geht uns voran




Sitzt da faul auf dem Holz und wartet auf Speisung, für die er nicht gesät und geerntet hat!
Der weiße Bauch deutet hin auf Zugehörigkeit zur Ausbeuterklasse, denn ein proletarischer Mäusebussard trägt schlichtes Braun.






- Temelin, Prag: Die beiden Kernreaktoren zu je 1000 MW sollen 2 Brüderchen bekommen; Areva, Rosatom und Westinghouse würden sie gerne bauen; Siemens, die die sichersten KKW baute, ist leider nicht mehr dabei, dank Schröder, Fischer, Merkel und Westerwelle.

- Kanada hat sich heute von Kyoto verabschiedet.


- Griechenlands Arbeitslosenquote sank leicht auf 17,5% im September nach 18,4% im August 11. Wurde jetzt erst bekannt.

- Rote Rattenfänger werden im FAZ-Feuilleton warm bedacht. Nach Franz Josef Degenhardt, der neulich starb, nun Hans Heinz Holz, heute gerühmt von D. Dath. Anders als Degenhardt agierte Holz lange als U-Boot und trat erst 1994 in die DKP ein. Er schrieb in den Blättern für internationale Politik”, die im Pahl-Rugenstein-Verlag erschienen, beide finanziert von der SED.
Als Philosophieprofessor in Abendroths Marburg hatte er außerdem Gelegenheit, junge Studenten zu indoktrinieren. Ich las ihn in den “Blättern” und war beeindruckt, wie ein junger Student ohne breite Kenntnisse beeindruckt sein kann von einem intellektuellen Giftmischer.
Nun ist die Philosophie an der Universität ohnehin ein windelweiches Fach, was mache es da, mag man fragen, wenn dort auch Marxisten, Neomarxisten und Leninisten wie Abendroth und Holz ihr giftiges Denk-Süppchen präsentieren? Viel, würde ich meinen, denn von da gehen die einschlägig Examinierten in die Schulen und Redaktionen.
Daher sollte die Philosophie privat betrieben werden wie einst im antiken Athen. Nicht als Prüfungsfach für Staatsexamen.

Montag, 12. Dezember 2011

Mal den Kopf freimachen











“ Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge “, meinte Epiktet (DIE KUNST, VERNÜNFTIG ZU LEBEN).
Über Epikur, die Stoa und die “Französischen Moralisten” bleibt diese Einsicht durch die Jahrhunderte erhalten und wird durch den Konstruktivismus neu und umfangreich begründet. Der Biologe Humberto Maturana trug dazu bei im neurologischen Bereich, Niklas Luhmann in der Soziologie und besonders Paul Watzlawick in Psychologie und Psychotherapie.

“ Die ‘Existenz’ eines zugrundeliegenden Problems ist also nicht ein Aspekt der (objektiven) Natur des menschlichen Geistes, sondern eine notwendige Schlußfolgerung aus der Natur einer psychiatrischen Theorie (in diesem Fall der Psychodynamik), und die Theorie bestimmt, was getan werden kann und was nicht getan werden sollte. “
Watzlawick in:
Paul Watzlawick und Giorgio Nardone (Hrsg.): „Kurzzeittherapie und Wirklichkeit. Eine Einführung.“ Piper 2011 (wieder erhältlich, 10,- TB)