Spalt-Material
Der Streit um die Altlast Plutonium
Von Andrea Rehmsmeier
Plutonium - hochradioaktiv, extrem toxisch und waffenfähig. Nach über 60 Jahren militärischen Wettrüstens und ziviler Kernkraftnutzung lagern heute riesige Bestände in weitenTeilen der Welt. In Deutschland gilt das Schwermetall als der problematischste Bestandteil im Atommüll, Kernforscher wollen das Sicherheitsrisiko durch Transmutation entschärfen. Doch die hohe Energiedichte des Plutoniums, die die atomkritischen Deutschen als unbeherrschbar fürchten, weckt in anderen Staaten Begehrlichkeiten: Russland, Indien und China wollen die Altlast durch Wiederaufbereitung in einen Standardkernbrennstoff für eine neue Generation von Schnellen Reaktoren verwandeln. Die alte Diskussion über Fluch und Segen von Kernenergie hat sich am Plutonium neu entzündet - und lähmt die Suche nach kurzfristigen Lösungen.
wolfdoleys.blogspot.com/ :Dienstag, 1. Mai 2012
Pu, nein, nicht der Bär
Eingeschlossen in einem Stahlbehälter oder selbst in eine Plastiktüte ist ein kleines Stückchen Plutonium relativ ungefährlich (aber auch hier gilt: nicht essen; mehr als zehn Kilo sind für die Plastiktüte außerdem ungeeignet).
Hält man das Plutonium an die Wange, oder nimmt man es mit ins kalte Bett, dann fühlt man die angenehme Wärme dieses Stoffes, der viel länger wärmt als ein Kirschkernkissen (dafür kann man das Kirschkernkissen getrost essen, wenn es kalt ist; Vorsicht aber bei empfindlichem Magen).
Die wohlige Wärme des Plutoniums entsteht durch den radioaktiven Zerfall, und diese Wärme läßt sich wunderbar in Energie umsetzen. Schöne, kleine Plutoniumbatterien wurden zB bei Apollo-Missionen eingesetzt, bei Tiefseetaucheranzügen und bei Herzschrittmachern, wo große Blockbatterien einfach unpraktisch wären, schon wegen des großen Knubbels in der Brust, zumindest der männlichen, und weil man sie immer wieder austauschen muß.
Ziemlich prima also, was man mit dem Plutonium anfangen kann, man könnte damit zu Hause auch viel Heizöl sparen. Also, vielleicht kriege ich ein paar Castoren, wenigstens einen. (Blogeintrag 6. November 2010)
(Vgl. John Emsley, Chemie im Alltag II, S. 264ff. sowie Blog-Eintrag v. 23.4.10)
Montag, 30. April 2012
Singdrossel ahoi
Der erste Singdrosselnachwuchs ist unterwegs - er sonnt sich, den Hartriegel als Fluchtort im Rücken
- Zeichen der Demokratieentwicklung: Sie wählten ihren Namen nach einer Verbrechersparte, die sie von einem Hollywoodschinken kannten: Piraten. Die Unzufriedenheit mit den Altparteien ist so groß, daß sie auch ohne Programm gewählt werden.
Vermutlich von jungen Leuten, die “Somalia” für den Namen der Yacht Johnny Depps halten.
- Zeichen der Demokratieentwicklung: Alle Kinder ab einem Jahr müssen in die KITA, fordert die noch amtierende NRW-Ministerpräsidentin Hannel. Kraft.
Da hat sie sicher Platons POLITEIA gelesen. Platon wollte allerdings die Säuglinge sofort nach der Geburt verstaatlichen: “ Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird, nehmen es die hierzu bestellten Behörden in Empfang. “ (POLITEIA, Buch 5, Gesetz d. Eugenik)
Sonntag, 29. April 2012
Da ist er, der erste Maikäfer des Jahres, war ihm wohl nach Mai zumute vor dem Termin.
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) läßt nicht nach mit ihrem Mitteleinwerbungs-Temperaturprogramm. 2011 sei das elftwärmste Jahr seit Meßbeginn gewesen, also seit 1850. Ganze 0,46°C, nicht einmal ein halbes Grad also, habe das Jahr über dem jährlichen Durchschnitt von 14°C gelegen, der zwischen 1961 und 1990 gemessen wurde.
Man muß sich die Jahre und Zeiträume passend zum gewünschten Ergebnis heraussuchen. Daß dann aber immer noch nur mickrige 0,46° herauskommen, macht die Sache albern. Aber auch ärgerlich, denn es geht ihnen um mehr Stellen und mehr Steuer-Geld dafür.
Die grün-rot-schwarz gestreiften Medien tragen den Statistik-Blödsinn weiter.
Joseph Kowatsch schreibt dann oft einen Leserbrief dazu, von der Art des folgenden:
“... Behauptet wird von Ihnen am Anfang des Artikels, dass seit 1987 im Heilbronner Raum die Temperaturen besonders stark gestiegen wären. Dazu drei Anmerkungen:
Ich verfüge über das Archiv des Deutschen Wetterdienstes. Auch für Gesamtdeutschland ist zwischen 1987 bis 2011 ein starker Anstieg zu verzeichnen, was aber daran liegt, dass 1987 ein besonders kaltes Jahr war. Hier sind alle Jahreswerte seit 1987 bis 2011 für Deutschland als Ganzes.
| 7,4°C 1987 |
| 9,1° 1988 |
| 9,5° 1989 |
| 9,5° 1990 |
| 8,4° 1991 |
| 9,4° 1992 |
| 8,5° 1993 |
| 9,7° 1994 |
| 8,9° 1995 |
| 7,2° 1996 |
| 8,9° 1997 |
| 9,1° 1998 |
| 9,5° 1999 |
| 9,9° 2000 |
| 9,0° 2001 |
| 9,6° 2002 |
| 9,4° 2003 |
| 9,0° 2004 |
| 9,0° 2005 |
| 9,5° 2006 |
| 9,9° 2007 |
| 9,5° 2008 |
| 9,2° 2009 |
| 7,8° 2010 |
| 9,6° 2011 |
Hätte man also 1988 als Bezugsjahr genommen und dieses mit 2010 verglichen, dann hätte das einen Temperaturrückgang ergeben.
Die letzten 13 Jahresmittelwerte in Deutschland seit 1999 waren laut DWD: 9,5 / 9,9 / 9,0/ 9,6/ 9,4 / 9,0 / 9,0/ 9,5 / 9,8/ 9,5/ 9,2/ 7,8/ 9,6C. An der blauen
Trendkurve sieht man deutlich: Wir haben in Deutschland einen leichten Temperaturrückgang seit 1999.
Das relativ warme Jahr 2011 mit 9,6C ändert nichts an der leichten Abwärtslinie des linearen Trends. Die Abkühlung wäre in Wirklichkeit stärker, da viele Wetterstationen in ausgesprochenen Wärmeinseln stehen, die dem Temperaturrückgang entgegenwirken, zB die Messstation am Frankfurter Flughafen. "
Wir wollen aber positiv vermerken, daß es nach Auskunft der deutschen Winzer und Stuart Pigotts seit 1987 keine schlechten deutschen Weinjahrgänge mehr gegeben hat!
So kann's doch bleiben!
Vgl. Wärmeinseleffekt:
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-waermeinseleffekt-wi-als-massgeblicher-treiber-der-temperaturen/
http://www.wahrheiten.org/blog/2011/08/11/gefuehlte-intensitaet-der-klima-luege-es-wird-immer-enger/
Vgl. Wärmeinseleffekt:
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-waermeinseleffekt-wi-als-massgeblicher-treiber-der-temperaturen/
http://www.wahrheiten.org/blog/2011/08/11/gefuehlte-intensitaet-der-klima-luege-es-wird-immer-enger/
Samstag, 28. April 2012
Authentisch und liebevoll
Der authentische Richard Arkwright mit seiner großen Liebe, der WATERFRAME, hier ein bißchen klein auf dem Tisch, die er 1769 als Patent anmeldete.
(Bild: Wiki.)
“ … und irgendwelche Dinge zu erzählen, von denen man nicht so viel Ahnung hat. ”
Das könnte heute die Stellenbeschreibung des Lehrers an den meisten Schulen sein, die Philosophische Fakultät eingeschlossen. In den Grund-, Haupt- und Realschulen trifft man fast nur noch solche Lehrer, in den Gymnasien bilden sie die übergroße Mehrheit.
So ungebildet wie heute war der Studienrat noch nie seit Wilhelm v. Humboldt 1809 den “Königsberger Schulplan”verfaßte, in dem er seine Vorstellungen zur Schulreform umriß. Und wo der Lehrer Unterricht im Pop-Format hält, dort wird viel geschwafelt und wenig gearbeitet. Das obige Zitat stammt von Lisa Becker, die heute den FAZ-Leser mit einem größeren Artikel beglückt, betitelt “Mädchen lernen besser, Jungen steigen auf”, Untertitel “Mädchen sind in der Schule deutlich besser als Jungen.”
So ungebildet wie heute war der Studienrat noch nie seit Wilhelm v. Humboldt 1809 den “Königsberger Schulplan”verfaßte, in dem er seine Vorstellungen zur Schulreform umriß. Und wo der Lehrer Unterricht im Pop-Format hält, dort wird viel geschwafelt und wenig gearbeitet. Das obige Zitat stammt von Lisa Becker, die heute den FAZ-Leser mit einem größeren Artikel beglückt, betitelt “Mädchen lernen besser, Jungen steigen auf”, Untertitel “Mädchen sind in der Schule deutlich besser als Jungen.”
Das ist so, denn das Schullernen kommt den fleißigeren und praktisch meist wenig begabten Mädchen entgegen. Sie steigen allerdings auch überall dort auf, wo es auf Rederei ankommt, man werfe nur einen Blick auf das Berliner Kabinett, dem eine zweitklassige, aber fleißige Physikerin vorsitzt. (Erstklassige Physiker beschließen nicht, Politiker zu werden. Man vergleiche das einmal mit einem Industrie-Pionier wie Richard Arkwright, der, 13. Kind eines Schneiders, nie eine Schule besuchte, eine Lehre als Friseur und Perückenmacher absolvierte und dann die Spinnmaschinen verbesserte und industriell einsetzte. Oder Abraham Darby I. Nach kurzem Grundschulbesuch wurde der Quäkersohn angelernter Metallarbeiter, wie der Autor dieser Zeilen, und revolutionierte dann die Metallverhüttung; Coalbrookdale machte Darby zum Weltzentrum des industriellen Hüttenwesens, so daß dieser Ort zum Inbegriff der beginnenden industriellen Revolution wurde.
Und auch heute noch trifft man am Hochofen keine Mädels. Ich habe nie eines getroffen. In den Schulen kommen sie fast nur noch vor. Ob Lisa Becker tatsächlich glaubt, daß die Männer, wie sie in ihrem Artikelchen behauptet, die Frauen am Aufstieg hinderten? Der Platz am Ofen ist sehr verantwortungsvoll und entsprechend gut bezahlt. Friseusen sind besonders schlecht bezahlt, weil es ein großes Überangebot gibt. Trotzdem zählt die Friseuse immer noch zu den bevorzugten Berufswünschen der Mädchen. Blasen ihnen das ihre vielen Lehrerinnen ein?
Auch Lisa Becker ergriff einen typischen Frauenberuf, sie wurde Journalistin. Sie wird vermutlich nicht FAZ-Herausgeberin werden. Sie neigt zum Schwafeln, da muß sie entweder an die Uni gehen oder ins Feuilleton wechseln. Sie schließt ihre Friede-Frauen-Eierkuchen-Epistel mit einer Prof.-Gerald-Hüther-Schwiemelei: " ' Und authentische Männer sind liebende Männer ', … als Chefs könnten sie andere inspirieren und ermutigen. "
Genau. So hat Darby den Sandformguß gefunden und die Liebe führte ihn zur Kokskohle. Richard Arkwright konnte zwar nicht richtig schreiben, aber sein Herz floß über vor Gefühl für seine wassergetriebene Spinnmaschine WATERFRAME, während Crick und Watson so verliebt waren in die Doppel-Helix, daß sie sie fanden wie weiland der Prinz das Dornröschen. Durch und durch authentisch und große Liebende waren auch Steve Wozniak und Bill Gates, die schon in jungen Jahren immer an den Transistörchen herumfummelten und einen offenen Sinn für authentische Software besaßen.
Lisa Becker hätte auf die Schwiemel-Hütherei noch eins draufsetzen können von unser aller Wolfgang:
"Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan."
Wer wollte daran zweifeln!
Freitag, 27. April 2012
Weiter so!
Das Blaue Band des Frühlings flattert noch nicht so recht, aber bei 16°C krabbelt es jetzt an allen Ecken und Enden.
Die Hummel brummt
Die Biene summt
Der Star pickt emsig und nervös
Die Luft wird warm
Den Autoschwarm
Treibt’s hektisch in die Ferne
Abonnieren
Posts (Atom)

