Donnerstag, 28. März 2013

Was unser Professorchen Latif im Jahr 2000 zum Besten gab




Ob noch einer drinsitzt? März 2013 in Berlin.


"Winter ade: Nie wieder Schnee?

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

"Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen", meint Latif. Wegen dieses so genannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge. ..." 
> www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/winter-ade-nie-wieder-schnee-a-71456.html

Klimawissenschaft oder Schwatzwissenschaft?  

Mittwoch, 27. März 2013

Kultur live




Im Eingangsbereich steht immer ein Bodybuilder mit nacktem Oberkörper und die Musik erreicht fast Discolautstärke - alles ist möglich.




Aus den rotgrünen Ländern und ihren CDU-Hilfstruppen rund um das Arbeitsministerium herum kommen Berichte und Initiativen, um den Streß am Arbeitsplatz hochzureden, breitzutreten und daraus Wählerstimmen zu machen. So wie seinerzeit die sog. Hysterie von interessierten Kreisen im Dunst der Universitäten herbeigeredet wurde - heute gibt es diese Diagnose in der Medizin nicht mehr - so verfährt man derzeit mit dem Streß und die stets alarmistischen und schwafelbereiten Medien posaunen es in die Breite. So auch der DLF.

Sicher gilt, daß man sich in alles hineinsteigern kann, so in die Hysterie mit bühnenreifen Ohnmachtsanfällen im Hörsaal, und jederzeit auch in ein Streßbewußtsein, das sich selbst verstärkt. Hinzu treten anstrengende Sexgeschichten und strapaziöse Urlaube. Mein ehemaliger Friseur erzählte mir von 5 Urlauben in 4 Ländern in einem Jahr. So ein Friseur hat’s offenbar schwer. Und das Klagen war schon immer ein Volkssport.
Streß ist eine völlig subjektive Größe. Der eine genießt den Streß bei 300 km/h im dämlichen Kreisverkehr, der andere erträgt die Langeweile am Arbeitsplatz kaum und leidet, weil er arbeiten muß. Und Leute wie ich leiden unter der Beschallung durch Kleinemädchenmusik in immer mehr Restaurants und Läden. Und zunehmender Lautstärke. Streß pur.
Da ist es schön, wenn der neue Direktor des Goethemuseums schreibt:
“Mein Team und ich wollen weiter allerfördersamst wirken”. Bei der Verwendung von “allerfördersamst” droht wohl kein Hip-Hop-Streß im Museum.

Dienstag, 26. März 2013

Zaunkönig ahoi




Dieser kleine Zaunkönig hat diesen langen, harten Winter überlebt, ohne Zentralheizung!, und freut sich jetzt wie alle, daß sich die Sonne wieder sehen läßt!   

Montag, 25. März 2013

Aufgeflogen! Haltet den Dieb!




Wer erinnert sich noch an Island? An die Kaupthing Bank zum Beispiel? Sie sammelte überall in Europa Geld ein und bot hohe Zinsen. 
Aus der Schule wissen wir alle, die Lehrer ausgenommen, daß hohe Zinsen ein erhöhtes Risiko anzeigen. Das Geld legte Kaupthing dann in riskanten Geschäften an und 2008, mit der Schachtelprodukthypothekenkrise, wurde Kaupthing insolvent; wie andere isländische Banken auch, die es ebenso gemacht hatten. Kaupthing war aber in der Lage, die meisten deutschen Anleger nach einem Jahr auszuzahlen.  

Wie lernfähig ist der Mensch? Die Zyprer verfuhren nach einem ähnlichen Geschäftsmodell wie die isländischen Banken und warben mit 4 bis 6% Zinsen in Europa, wo eine Niedrigzinspolitik herrscht. Das Ganze wurde offenbar mit Rubel-Wäsche kombiniert. 
Die Zinshöhe zeigte an, daß in Zypern Risiken eingegangen wurden. Brüssel und die EZB sahen zu und drehten Däumchen. Bis Nikosia so zahlungsunfähig war wie Athen. Tüchtig, die Brüsselkraten! Sie bekommen ja auch sehr hohe EU-Gehaltszulagen. 
Und nun zahlen sie den zyprischen Politganoven, die für die riesenhafte Aufblähung des Bankensektors die politische Verantwortung tragen, Hilfsgelder. 10 Milliarden. Prima.

Sonntag, 24. März 2013

Der Marshmellow-Test



Es gab nicht einmal einen Marzipanlorbeerkranz !







Man könnte sie auch A-Schule, B-Schule und C-Schule nennen, ähnlich wie die Jugend A, B, C in der Leichtathletik. Das sind ähnlich leistungsstarke Alters-Gruppen. Bei den Männern gibt es dann die Kaderzugehörigkeiten und A- und B-Auswahlen, praktisch ermittelt nach der Leistung in den Wettkämpfen. Danach richten sich dann auch die Trainingsgruppen. 

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Hauptschule, dem Gymnasium und der Realschule. Man bildet nach der beobachteten Leistung ähnlich zusammengesetzte Trainingsgruppen. Das hat sich bewährt, obwohl natürlich die Schulklasse eine kollektivistische Veranstaltung bleibt und der einzelne Schüler sich stets nach der Mehrheit strecken muß. Ist er schwächer als die Mehrheit, ergeht es ihm wie dem jungen Sprinter, der bei den Männern mittrainiert, er ist in der Regel ständig überfordert und verliert die Lust. Trainiert er als leistungsstarker Mittelstreckler mit der Jugend B, dann sinkt seine Leistungsstärke und er wird unlustig wie der leistungsstarke Schüler in einer schwachen Klasse. 

Im Unterrichtsgeschehen spielen aber noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Nicht zuletzt die Fähigkeit des Schülers zur Selbstdisziplin und zum Bedürfnisaufschub. Vierjährige, die in dem berühmten Süßigkeitentest gut abschnitten, erreichten später in ihrer Schullaufbahn größere Erfolge als die, die die Marshmellows sofort aßen: 
"In the 1960s, a group of four year olds were given a marshmallow and promised another if they could wait 20 minutes before eating the first one. Some children could wait and others could not. The researchers then followed the progress of each child into adolescence, and demonstrated that those with the ability to wait were better adjusted and more dependable (determined via surveys of their parents and teachers), and scored an average of 210 points higher on the Scholastic Aptitude Test." (Mischel, Shoda and Peake (1988)

Lernen ist sehr viel komplexer als Sport. Und die persönliche Entwicklung ist wiederum komplexer als das Lernen. Wenn die persönlichen Voraussetzungen dies nahelegen, dann sollte der kleine Schostakowitsch eben mit 7 Jahren auf das Konservatorium gehen und der junge Alfred Krupp mit 14 Jahren in die Firmenleitung, bevor sie in der Schule jahrelang mit teilweise dümmlichen Lernvorgaben verdummt werden. 
Durch die Flutung des Gymnasiums mit wenig lernbereiten Schülern wurde es praktisch abgeschafft, nur das Schild blieb. Das hat bereits jetzt an den Hochschulen spürbare Folgen.