Freitag, 26. April 2013

Bruder Kim Jong-Un läßt grüßen





Die Rheinische Marktwirtschaft betrachtet den Endkunden gern als lästige Laus, dem man seine Sachen schnell irgendwohin stopft - hier in den Briefkasten.




“FAZ 22.04.2013 ·  Sozialismus und Kapitalismus waren Brüder: Der eine wollte die Zukunft beherrschen, der andere mit ihr spielen. Was wird nach dem Tod des einen? Wir müssen die Ideologien vergessen.
Von HANS ULRICH GUMBRECHT”

Waren sie denn wirklich Brüder, Sozialismus und Kapitalismus? Auf der Seite des realen Sozialismus könnte man diese Behauptung gelten lassen, denn sowohl die Sowjetunion als auch Rotchina enteigneten das private Eigentum restlos und unterwarfen sämtliche Bürger ihrer Blutherrschaft. Selbst die eigenen Genossen erschossen sie nach Gutdünken, um Angst zu verbreiten und jede Opposition unmöglich zu machen. Aber die Marktwirtschaft, vulgo Kapitalismus, existierte und existiert in vielen Formen. Die Schweizer Bauern und ihre Genossenschaftszusammenschlüsse sind ein Modell, das historisch erfolgreich war und auch in der Industriegesellschaft gibt es noch die Genossenschaften in verschiedenen Formen. Es gab und gibt die stärker zentralistisch ausgerichtete französische Elyssee-Marktwirtschaft, während die angelsächsische Richtung stärker wettbewerblich ausgerichtet ist.  
Im letzten Quartal wuchs die US-Wirtschaft mit 2,6%, während der EU-Raum überwiegend schrumpfte. Darüber freuen sich besonders alle notorischen Staatsschuldenmacher, denn Washingston druckt hemmungslos Geld und treibt seine bereits hohen Staatsschulden weiter in der Höhe. Wie das der spanische Sozialist Zapatero auch machte und den Bauboom lostrat, dessen Folgen heute 6 Mio. spanische Arbeitslose ausbaden. Auch die Amerikaner hatten ihre Häusermarktkrise wesentlich durch lockere staatliche Geldpolitik verursacht. Und ähnlich in Japan, auch eine Marktwirtschaft, aber eine asiatische-kollektivistische, wo sich eine Immobilienblase bildete, deren Platzen bis heute eine forcierte Niedrigzinspolitik mit hohem Schuldenstand und niedrigem Wachstum mit Deflation zur Folge hat.  
Die Niedrigzinspolitik und das staatliche Schuldenmachen hat Keynes in die Welt gebracht, diese Mittel erleben eine neue Renaissance. Da die Wohlfahrtsstaaten nicht in der Lage sind, ihre Schulden wieder abzubauen, verbietet sich diese Politik. Hayek hat sich vielfach dazu geäußert. Die Niedrigzinspolitik enteignet überall die Sparer, besonders die ‘Einfachsparer’ ohne ökonomische Kenntnisse. Sie wirkt allerdings in den verschiedenen Marktwirtschaften unterschiedlich. In den Ländern mit hoher Regulierungsdichte und Hang zu Staatsprogrammen wie Frankreich und Spanien bauen sich durch die politische Dummheit wie Bauprogramme und 35-Stundenwoche hohe Risiken auf, die in platzende Blasen münden oder langfristig belasten. Auch die Art der Staatsverschuldung spielt eine Rolle: Japan ist großenteils bei den eigenen Bürgern verschuldet, was größere Stabilität bedeutet.  
All diese vielen Unterschiede sieht der Romanist Gumbrecht in seiner simplen Brüdermetaphorik “Kapitalismus-Kommunismus” nicht. Vor allem übersieht er den größten Unterschied: die Krisen der Marktwirtschaften sind geradezu niedlich im Vergleich mit der Armutssklaverei des Kommunismus und der ständigen Totschlagsbedrohung durch Stasi, Sekuritate und KGB.

Donnerstag, 25. April 2013

Eiweiß fürs Gedächtnis









Das Interesse für das Lesen folgt auch genetischen Vorgaben, insbesondere, wenn es um Sachbücher geht. Das Linksblättchen DIE ZEIT versucht es inzwischen als Bilderblatt mit übergroßen Fotos.
Das Abspeichern von Wissen im Gedächtnis ist ein physiologischer Vorgang, der stark genetisch beeinflußt ist - sowohl was die Geschwindigkeit der Aufnahme betrifft als auch die Dauerhaftigkeit im Langzeitgedächtnis; das trifft auch für den späteren Zugriff zu und die Zahl die Gegenstände, an die sich gleichzeitig erinnert werden kann.
Die Verbindung von Nervenzellen beim Abspeichern wird aus Eiweiß (Protein) aufgebaut - ohne Eiweißmoleküle tote Hose.




“Die Oberschicht fördert die Oberschicht
Seit Jahren wird über Chancengleichheit im Bildungssystem diskutiert. Doch trotz intensiver Bemühungen kann davon noch keine Rede sein. Von Lisa Becker
FAZ, 22. April 13.”
Lisa Becker faßt mit dieser Feststellung die Aussagen mehrerer einschlägiger Damen und Herren zusammen. Die Chancengleichheit gibt es aber bereits seit Jahrzehnten durch immer mehr Möglichkeiten, den Weg zum Abitur zu beschreiten oder das Abitur nachzuholen. So wurde schon 1950 das Oberhausen-Kolleg eingerichtet, um jungen Berufstätigen die Erlangung der Hochschulreife zu ermöglichen. In den letzten dreißig Jahren wurde aber heftig daran gearbeitet, das Reifeniveau abzusenken.
Daß die sog. Bildungs- und Schulforscher zu den immer gleichen Klagen neigen, liegt an ihrem Eigeninteresse: höchstes Anliegen ist ihnen die Eigenförderung. Sie wollen mehr Geld für ihr Hobby und mehr Stellen für ihre Institute. Sie fragen nicht danach, was an dem gymnasialen Lehrstoff sinnvoll ist und was überflüssig. Was den Schülern dienen könnte und was nicht. Und leider plappern Journalisten nach, was ihnen in die eigene Weltsicht paßt, haben sie doch auch Abitur gemacht und dann Germanistik und Pädagogik studiert. Ihren Werdegang halten sie für besonders wertvoll. Von Genetik haben sie dabei wenig gehört und von Lernbedingungen noch weniger. Dafür umsomehr von Klassendichotomie im Soziologieseminar, wie der Larifari-Ausdruck “Oberschicht” andeutet. Etwas mehr soziologische Differenzierung wäre seit Talcott Parsons angesagt. Und mehr Berücksichtigung genetischer und hirnphysiologischer Information. Und auch eine kritische Befragung der ganzen Bildungspropaganda, ob dahinter nicht die altdumme Annahme steckt, daß der Mensch erst ab Abitur richtig zähle.

Mittwoch, 24. April 2013

Verfassungsrichter spielt Politiker



Die Bestialität von Bombenlegern sollte sich Voßkuhle einmal durch den Kopf gehen lassen, auch wenn er selbst mit Personenschutz im gepanzerten Dienstwagen fährt. Foto: Boston Bombing Imgur (http://imgur.com/a/IuEDd)




Nicht nur die Straßenschäden nehmen zu. 
Auch die Attentäter von Bonn, die versuchten, im Bahnhof eine Bombe zu zünden, sind nach einem halben Jahr immer noch nicht gefaßt, weil der Bahnhof nur schlampig überwacht wird. Aufnahmen eines Verdächtigen gibt es nur von McDonald’s. Die schnelle Identifizierung der Bostoner Bombenleger führt jedermann vor Augen, welche überragende Bedeutung eine flächendeckende Videoüberwachung besitzt. Schnelle Identifizierungen sorgen für schnelle Festnahmen, die wiederum weitere Anschläge der gleichen Personen, wie im Falle der Tschetschenen, verhindern. Wenn sich Innenminister Friedrich deshalb für eine Verbesserung der Videoüberwachung einsetzt, handelt er zwar verspätet, aber doch völlig folgerichtig. Daß der Verfassungsrichter Voßkuhle aber gerade davor warnt, ist nicht nur eine Frechheit, weil er sich in die Tagespolitik einmischt, es ist, viel schlimmer, eine grobe Vergeßlichkeit gegenüber der wichtigste Aufgabe des Staates, nämlich dem Schutz der Bürger vor Angriffen auf Leib und Leben.  
Mediengeile Figuren wie Voßkuhle verspielen das Ansehen des Bundesverfassungsgerichts.

Dienstag, 23. April 2013

Up, up and away






Bestes Flugwetter heute! Habe den alten Starfighter mal wieder aus der Garage geholt und die Stummelflügel gespreizt. Ein Sensibelchen ist er immer noch, aber wo sitzt man sonst auf einer solchen Turbine.

Montag, 22. April 2013

Umgängliche, intelligente Asylanten mit Stipendium










Psychologe und Major: Nidal Malik Hasan ermordete 13 Menschen 

(Bild: Wiki.)






Die Brüder Dschochar und Tamerlan Zarnajew waren bereits etwa zehn Jahre als Asylanten in den USA und studierten in Boston, Dschochar sogar mit einem Stipendium der Stadt, als sie ihre Bomben neben Kindern und jungen Frauen deponierten. Sie sahen, wen sie töten und verstümmeln würden. Diese Bereitschaft zur äußersten Grausamkeit erinnert an die Abschlachtereien von Zivilisten des Tamerlan alias Timur Lenk im 14. Jahrhundert. Daß Zentralasien im Prozeß der Zivilisation noch nicht sehr weit fortgeschritten ist, darauf deuten auch die zahlreichen Denkmäler des brutalen Kriegsherren und die weitere Namensverwendung hin. 

Wie, so wird gefragt, können zwei junge Asylanten mit allen Chancen in einem freiheitlichen Land sich so grausam verhalten und junge, ihnen völlig unbekannte Menschen blutig überfallen und massakrieren? Ganz offenbar spielen hier, diese Antwort kann bereits pauschal gegeben werden, die Erziehung und die Traditionsweitergabe eine große Rolle. Beide verschärfen die stets vorhandene Jungmänneraggressivität (vgl. “West Side Story”, “Romeo und Julia” etc.).

Der Fall erinnert auch an die Morde des Militärpsychologen Majors Nidal Malik Hasan in Fort Hood, eines arabischen Einwanderers in zweiter Generation, der in Amerika geboren wurde, dort studierte und eine erfolgreiche Militärlaufbahn absolvierte.   

Siehe auch: Boston Bombing Imgur / http://imgur.com/a/IuEDd