Mittwoch, 27. August 2014

Axt und Wahlrecht


„John Hirst brachte den Stein ins Rollen. Der Brite hatte mit einer Axt seine Vermieterin brutal erschlagen, wurde wegen Mordes verurteilt und klagte vor 13 Jahren dagegen, dass er im Knast nicht wählen dürfe. Schon 2005 urteilten die Straßburger Richter, dass die uneingeschränkte Aberkennung des Wahlrechts für alle Häftlinge gegen die Menschenrechte verstoße. Der längst aus der Haft entlassene John Hirst ließ in einem Video die Sektkorken knallen:
"Ich habe einen Joint, ich habe eine Flasche Champagner und ich werde nun feiern für die 75.000 Häftlinge, die wählen dürfen - auch Mörder, Vergewaltiger und Pädophile - alle werden wählen können, weil es ihr Menschenrecht ist."“ (DLF, Streit um Wahlrecht für Häftlinge, 12.8.14)
Wenn die Demokratie das Wahlrecht nachträgt, dann verändert sie Staat und Gesellschaft. Leider nicht zum Besseren.













Dienstag, 26. August 2014

Lecker kalt - aber zu warm für heiße Propaganda


Antarktis-Schmelz-Alarm vom AWI - bei minus 93 Grad !
von Klaus-Eckart Puls
Am 10. August 2010 wurde in der Antarktis ein neuer Kälterekord gemessen [1] : Minus 93.2°C. Damit wurde der nahezu 30 Jahrzehnte gültige Tiefstwert von minus 89,2 Grad vom 21. Juli 1983 an der Vostok-Forschungsstation um 4 Grad unterboten. Die Jahresmittel-Temperaturen der Antarktis mit Höhenlagen des Eisschildes von 2000 bis über 4000 m liegen ganzjährig zwischen -30 und -50 Grad, Tendenz fallend [2]. Nun verbreitet das AWI in einer Presse-Mitteilung [3] "Rekordrückgang der Eisschilde". Können Eisschilde in so extremer Kälte schmelzen? Hat das AWI diesbezüglich einen neuen physikalischen Effekt entdeckt ?

Montag, 25. August 2014

Novalis


Mit 27 Philosoph, Jurist, Schriftsteller und Bergbauingenieur! So heißt es.

Das mache mal einer nach! Andere Leute brauchen dafür 50 Jahre. Allerdings haben sie dann die Chance, etwas Interessantes mitzuteilen. Mit 27 kann man ein guter Jurist, und auch ein guter Bergbauingenieur sein, aber nicht beides zusammen. Das Bergbauwissen des 18. Jahrhunderts war zwar sehr gering, gemessen am heutigen Stand, aber die Rechte waren ein bereits entwickeltes Gebiet. Und als Philosoph kann man ohne Lebenserfahrung natürlich nur ein Lehrling sein.

Bleibt der Dichter, dafür braucht man nicht viel Verstand:
"Getrost das Leben schreitet
zum ewgen Leben hin;
Von innrer Glut geweitet
Verklärt sich unser Sinn.
Die Sternwelt wird zerfließen
Zum goldnen Lebenswein,
Wir werden sie genießen
und lichte Sterne seyn
Die Lieb' ist frei gegeben.
Und keine Trennung mehr
Es wogt das volle Leben
wie ein unendlich Meer
Nur eine Nacht der Wonne -
ein ewiges Gedicht
Und unser aller Sonne
ist Gottes Angesicht."  (Novalis)
Das klingt schön, ist aber auch schön blöd, sozusagen romantisch. Und in der Romantik fängt der Gesamthumbug an:
"Die Welt romantisieren heißt, sie als Kontinuum wahrzunehmen, in dem alles mit allem zusammenhängt. Erst durch diesen poetischen Akt der Romantisierung wird die ursprüngliche Totalität der Welt als ihr eigentlicher Sinn im Kunstwerk ahnbar und mitteilbar." (Novalis)
Wenn man so denkt, kommt man nicht einmal zu einem besseren Zahnrad für eine Bergbaumaschine. Novalis hat sich da wohl mit dem Spaten begnügt und die anderen arbeiten lassen. Wie hieß der Buchtitel bei Schelsky? “Die Arbeit tun die anderen.”





















Sonntag, 24. August 2014

Flexibel ohne staatliche Förderung! Sie bekamen sogar Kinder ohne Sozialtanten!













Ziemlich lang her, aber über die Einlagerung von Kohlenstoff 13 ermittelt, daß die Vorfahren des Menschen sich anders ernährten als wir heute. Sie wechselten vor ca. 3,5 Millionen Jahren offenbar von Früchten und Kräutern zu Gräsern und Saftpflanzen (Sukkulenten), wobei allerdings auch der Verzehr von Tieren in Frage kommt, die Gräser fraßen. Dabei ist es ja geblieben. Aber die Jungs von damals fingen irgendwann auch an, Wildgräser zu züchten, also genetisch zu manipulieren, und heute gibt es ertragreichen Roggen, Weizen und Reis. Gut gemacht!







Samstag, 23. August 2014

Aus dem Orient kommt kein Licht













Der Bürgerkrieg in Ruanda 1994 zeigte zuletzt das Brutalste, was Menschen Menschen antun können: das massenhafte blutige Zerhacken selbst von Säuglingen mit Macheten von Angesicht zu Angesicht. 

Jetzt wurde erneut ein Fotoreporter von Islamisten mit einem Messer vor laufender Kamera enthauptet - eine Grausamkeit, die kaum noch gesteigert werden kann. Während man bei Pol Pots Schlächtereien und den Massakern in Ruanda es mit Ländern zu tun hatte, in denen es kaum einen Prozeß der Zivilisation gegeben hat, so sind bei den jüngsten Morden auch Täter im Spiel, die in Europa, nämlich in England aufgewachsen sind. Es sind allerdings afrikanische oder orientalische Mörder, wie im Falle des Zerhackens des Militärmusikers Lee Rigby auf der Straße in Lewisham letztes Jahr. 
Dies gilt auch für die Islamistin Khadijah Dare aus London, die in Syrien dem islamistischen Verbrechen nachgeht und als erste Frau einen Soldaten enthaupten will. 

Bei diesen noch wenigen Tätern aus Europa könnte die brutale orientalische Erziehung eine Rolle spielen, die sie zu dieser hohen Grausamkeit befähigt. Doch gilt es Goldings These aus seinem Buch “Herr der Fliegen” zu bedenken, daß Verrohungsprozesse das stammesgeschichtliche Grausamkeitspotential schnell reaktivieren können.