Donnerstag, 11. Dezember 2014

Welt und Kosmos sind ethisch irrational, daran hat selbst Chomeini nichts geändert






Die feine Gesinnungsethikerin und US-Senatorin Feinstein, verantwortlich für unverantwortliche Veröffentlichungen, stirbt nicht selbst, sie läßt lieber andere sterben als zukünftige Racheopfer von Partisanen






»Gesinnungsethik« versus »Verantwortungsethik«
„Da liegt der entscheidende Punkt. Wir müssen uns klarmachen, dass alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann »gesinnungsethisch« oder »verantwortungsethisch« orientiert sein. Nicht dass Gesinnungsethik mit Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsethik mit Gesinnungslosigkeit identisch wäre. Davon ist natürlich keine Rede. Aber es ist ein abgrundtiefer Gegensatz, ob man unter der gesinnungsethischen Maxime handelt – religiös geredet: »Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim« –, oder unter der verantwortungsethischen: dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat. …
Hier, an diesem Problem der Heiligung der Mittel durch den Zweck, scheint nun auch die Gesinnungsethik überhaupt scheitern zu müssen. ... Es ist nicht möglich, Gesinnungsethik und Verantwortungsethik unter einen Hut zu bringen …”

Max Weber, Politik als Beruf, Reclamausgabe S. 73ff.
Zu was fanatisierte Partisanen fähig sind, das demonstriert der sog. Islamische Staat. Das zeigten aber schon Bin Laden und Mohamed Atta. Sie agieren verdeckt, weswegen sie nach dem Kriegsrecht nicht den Schutz von Kriegsgefangenen genießen. Man muß mit ihnen nach dem Maßstab verfahren, sie unschädlich zu machen und weitere Opfer zu verhindern – ob Flugzeugentführungen in Hochhäuser, Bomben in Zügen und Bahnhöfen etc. Davon wird in Tschetschenien exzessiv Gebrauch gemacht. Wer darüber berichtet, wird leicht im Hausflur erschossen, wie das Beispiel Politkowskaja zeigt.

PS: "On May 26, 2002, Feinstein was quoted in the New York Times saying that the attacks of 9/11 were a real awakening and that it would no longer be “business as usual.” The attacks, she said, let us know “that the threat is profound” and “that we have to do some things that historically we have not wanted to do to protect ourselves.”"
Ob Senatorin Feinstein vielleicht nur eine politische Heuchlerin und Parteitaktiererin ist?





Mittwoch, 10. Dezember 2014

Seescheiden, Bewegung, Alzheimer und Peter Thier


10.12.2014NATUR UND WISSENSCHAFT N2

Die Vortragsreihe Prof. Dr. Peter Thier
Eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Die Erwartungen an die Neurowissenschaften, aber auch die Versprechungen der Hirnforschung selbst sind hoch. Aber was kann sie wirklich? In dieser Artikelserie stellen wir die Frage nach Erfolgen und Möglichkeiten, aber auch nach Rückschlägen und Grenzen der modernen Neurowissenschaften in gesellschaftlich interessierenden Bereichen. Basierend auf einer Vortragsreihe, die in Frankfurt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung als größtem privaten Förderer der Hirnforschung organisiert wird, publizieren wir in losen Abständen Beiträge führender Hirnforscher zu den Themen Sprache, Technik, Wirtschaft, Krankheit, Kunst, Denken, Musik, Bewusstsein, Gefühle, Schule, Gedächtnis und Psyche.
Der Autor studierte Biologie, Physik und Medizin in Essen, Hohenheim und Tübingen. Als Facharzt für Neurologie wurde er wissenschaftlich besonders am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und am Massachusetts Institute of Technology geprägt. Seit 2001 ist er Direktor der Abteilung für Kognitive Neurologie am Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung in Tübingen. Er forscht vor allem zur Interaktion von Bewegung und Sehen und zu den Mechanismen des motorischen Lernens und ihrer Störungen.
Der Vortrag von Peter Thier wurde am Nikolaustag in der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Tübingen aufgezeichnet. Das Video dazu können Sie sehen unter: www.faz.net/wissen.



Vielleicht und falls und wenn es nicht regnet



Müller bekommt eine Lohnerhöhung, freut sich, und stellt dann fest, daß er weniger auf dem Konto hat – wie kann das sein? 
Nun, es handelt sich um einen staatlichen Steuertrick. Müller wurde in eine höhere Steuerklasse gezwungen, deswegen muß er noch mehr Steuern zahlen, und hat daher weniger Geld in der Tasche als zuvor. Dieser Trick nennt sich „kalte Progression“ und soll vielleicht vor der nächsten Wahl, vielleicht 2017, falls genug Geld da ist, abgeschafft werden. So ein ‚Beschluß’ der lächerlichen Merkel-Party in Köln.

Merkel und Steinbrück (SPD) stehen bereits für die größte Steuererhöhung der deutschen Geschichte: die Erhöhung der Mehrwertsteuer  2006 auf 19%. 
Übel, übel, übel.
























Dienstag, 9. Dezember 2014

Ein Immigrant spricht


"als Immigrant kann ich natuerlich in dieser Angelegenheit mitreden. Selbstverstaendlich sprechen meine Frau und ich zu Hause noch deutsch, damit wir die Sprache nicht verlernen. Waehrend der Arbeitszeit oder bei irgend welchen Veranstaltungen sprechen wir selten deutsch. Da hier viele Deutsche leben, kann es durchaus passieren, dass bei irgend welchen Gespraechen die Deutschen die Mehrheit haben. Trotzdem unterhaelt man sich in Englisch, weil das eine Frage des Anstands ist. Es waere geradezu absurd, von den Kollegen und Freunden zu fordern, dass sie deutsch lernen, damit wir es einfacher haben. Bei der Beantragung der Staatsbuergerschaft war der Sprachtest ein Bestandteil des Verfahrens. Ich frage mich also, warum Deutschland sich nicht den ueblichen Gepflogenheiten eines Einwanderungsland anpasst, d.h. die Richtlinien so festlegt, wie sie der Kultur, der Gesellschaft und der Wirtschaft der Nation entsprechen. Nur so laesst sich der Fortbestand einer Nation garantieren.
Kurz nach unserer Einbuergerung sagte uns ein amerikalischer Kollege, dass viele gebuertige Amerikaner in Schwierigkeiten geraten wuerden, die Kriterien zur Erlangung der Staatsbuergerschaft zu erfuellen, denn diese koennten die 100 typischen Fragen zu den Vereinigten Staaten oft nicht korrekt beantworten. Das mag stimmen. Aber deswegen die Kriterien zu vereinfachen, waere aus meiner Sicht fatal. Eine Immigration sollte fuer die Nation einen Gewinn darstellen, aber keine zusaetzliche Belastung.  
Die Aufgabe der Mitgliedschaft in einer Partei ist kein Beinbruch. Kurz vor der Auswanderung im Jahr 2001 trat ich aus der SPD aus, der ich 30 Jahre angehoert hatte. Das hing nicht nur mit der Auswanderung zusammen, sondern auch mit dem Erscheinungsbild der Partei. ..."
















Montag, 8. Dezember 2014

Immer die alte Geschichte!








Ist das nicht Max Weber da oben?








Wie der Leuchtturm von Pharos ragt Max Weber aus dem Meer des geistes- und sozialwissenschaftlichen Unsinns.

Das gilt auch für seinen legendären Vortrag POLITIK ALS BERUF von 1919. Hier das immerwährende Problem der politischen Handlungsmöglichkeiten in der ethischen Irrationalität der Welt:

“Mit der Bergpredigt – gemeint ist: die absolute Ethik des Evangeliums – ist es eine ernstere Sache, als die glauben, die diese Gebote heute gern zitieren. Mit ihr ist nicht zu spaßen. Von ihr gilt, was man von der Kausalität in der Wissenschaft gesagt hat: sie ist kein Fiaker, den man beliebig halten lassen kann, um nach Befinden ein- und auszusteigen. Sondern: ganz oder gar nicht, das gerade ist ihr Sinn, wenn etwas anderes als Trivialitäten herauskommen soll. Also z.B. der reiche Jüngling: »Er aber ging traurig davon, denn er hatte viele Güter.« Das evangelische Gebot ist unbedingt und eindeutig: gib her, was du hast – alles, schlechthin. Der Politiker wird sagen: eine sozial sinnlose Zumutung, solange es nicht für alle durchgesetzt wird. Also: Besteuerung, Wegsteuerung, Konfiskation, – mit einem Wort: Zwang und Ordnung gegen alle. Das ethische Gebot aber fragt danach gar nicht, das ist sein Wesen. Oder: »Halte den anderen Backen hin!« Unbedingt, ohne zu fragen, wieso es dem anderen zukommt, zu schlagen. Eine Ethik der Würdelosigkeit – außer: für einen Heiligen. Das ist es: man muss ein Heiliger sein in allem, zum mindesten dem Wollen nach, muss leben wie JESUS, die Apostel, der heilige FRANZ und seinesgleichen, dann ist diese Ethik sinnvoll und Ausdruck einer Würde. Sonst nicht. Denn wenn es in Konsequenz der akosmistischen Liebesethik heißt: »dem Übel nicht widerstehen mit Gewalt«, – so gilt für den Politiker umgekehrt der Satz: du sollst dem Übel gewaltsam widerstehen, sonst – bist du für seine Überhandnahme verantwortlich. …

»Gesinnungsethik« versus »Verantwortungsethik«
Da liegt der entscheidende Punkt. Wir müssen uns klarmachen, dass alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann »gesinnungsethisch« oder »verantwortungsethisch« orientiert sein. Nicht dass Gesinnungsethik mit Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsethik mit Gesinnungslosigkeit identisch wäre. Davon ist natürlich keine Rede. Aber es ist ein abgrundtiefer Gegensatz, ob man unter der gesinnungsethischen Maxime handelt – religiös geredet: »Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim« –, oder unter der verantwortungsethischen: dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat. …
Hier, an diesem Problem der Heiligung der Mittel durch den Zweck, scheint nun auch die Gesinnungsethik überhaupt scheitern zu müssen. Und in der Tat hat sie logischerweise nur die Möglichkeit: jedes Handeln, welches sittlich gefährliche Mittel anwendet, zu verwerfen. Logischerweise. In der Welt der Realitäten machen wir freilich stets erneut die Erfahrung, dass der Gesinnungsethiker plötzlich umschlägt in den chiliastischen Propheten, dass z.B. diejenigen, die soeben »Liebe gegen Gewalt« gepredigt haben, im nächsten Augenblick zur Gewalt aufrufen, – zur letzten Gewalt, die dann den Zustand der Vernichtung aller Gewaltsamkeit bringen würde, – [ebenso] wie unsere Militärs den Soldaten bei jeder Offensive sagten: es sei die letzte, sie werde den Sieg und dann den Frieden bringen. Der Gesinnungsethiker erträgt die ethische Irrationalität der Welt nicht. Er ist kosmischethischer »Rationalist«. Sie erinnern sich, jeder von Ihnen, der DOSTOJEWSKIJ kennt, der Szene mit dem Großinquisitor, wo das Problem treffend auseinandergelegt ist. Es ist nicht möglich, Gesinnungsethik und Verantwortungsethik unter einen Hut zu bringen …”

Max Weber, Politik als Beruf, Reclamausgabe S. 73ff.