Dienstag, 17. März 2015

Draghi Drachenzahn und die SA



Geht das schon wieder los? fragte Hilde Domin, als der Heidelberger SDS unter ihrem Fenster SA spielte. Jetzt droht „Blockupy“ der EZB anläßlich der Eröffnung des neuen Gebäudes. Sie kommen mit Bus und Bahn. Macht das etwas besser? Nein, die Straße verhandelt stets auf dem blödesten Niveau. Weil die Straße das Gesindel anzieht. Die Krawallos und Brutalos. Die Demonstration ist stets die primitivste Performance. Andererseits ist sie als Notsignal auch unerläßlich. Die Sache ist heikel. Aber im Zeitalter des Internets und der Direktübertragung und des YOUTUBE-Films reicht es, die Demo hinter den Güterbahnhof zu verlegen und bei Verdacht auf die SA der Vermummten jede Demo zu verbieten. 





















Montag, 16. März 2015

Nullen, diese Bertelsmänner








Sprache und Sprechfähigkeit sind nicht ätherischer Natur, und sie unterliegen auch dem Erbgang, und Veränderungen im Gen FOXP2 auf Chromosom 7 können die Sprechfähigkeit von Menschen extrem stören - bei ansonsten normalen kognitiven Eigenschaften (Vgl. "Schenkte uns ein Gen die Sprache?", FAZ 15.8.02)


Sie sprechen also „schlechter Deutsch“, die „armen Kinder“ der Bertelsmann-Schuleingangsforscher (s.u.).

Das ist zunächst in keiner Weise überraschend, denn die Politik der Einwanderung besonders unqualifizierter Hilfsarbeiter aus dem Nahen Osten läßt ja genau das erwarten. Necla Kelek hat das Thema in ihrem Buch „Die fremde Braut“ mitbehandelt:
„Von ihren Familien verschachert wie ein Stück Vieh, werden sie als junge Frauen mit in Deutschland lebenden Türken verheiratet – oft haben sie ihren Mann vor der Hochzeit nur ein einziges Mal gesehen, und um ihr Einverständnis werden sie nur selten gefragt. Per Familienzusammenführung nach Deutschland geholt, werden sie fortan – allermeist unserer Sprache nicht mächtig – vom Familienclan systematisch von der Außenwelt abgeschottet, zu Gebärmaschinen degradiert. Wenn Sie das Haus überhaupt verlassen dürfen, dann oft nur zum Gang in die Moschee. Das alles geschieht tausendfach, Tag für Tag, mitten in Deutschland – bisher noch immer mit staatlicher Duldung. … So wie die heute 28 jährige Zeynep, die seit 12 Jahren in Hamburg lebt und noch immer kein Wort Deutsch spricht.“ (Rez. Deutschlandfunk, 14.2.05)

Daß dieses Milieu extrem bildungsfeindlich ist und im Hause türkisch spricht, was sich dann in schlechter Deutschbeherrschung zeigt - das kann nur die Spezialforscher aus dem Hause Bertelsmann überraschen. Daß sie das niedrige Einkommen des Hilfsarbeitermilieus damit in Zusammenhang bringen, läßt sie als bloße Ideologen erscheinen.
Sie sind aber offenbar auch methodisch Stümper, denn sonst hätten sie präzisere Ergebnisse zum Sprachverstehen erhoben und vorgelegt. Die sind nämlich wichtig, um beurteilen zu können, inwieweit Schüler dem Unterricht folgen können. Wenn Kinder aktiv nur das Sprachniveau ‚Ich geh Bahnhof‘ beherrschen, so ist das nicht weiter bedeutsam, wenn sie beim Verstehen von elaborierterem Deutsch besser sind. Kein Schüler muß weibische Nacherzählungen schreiben können. Wichtiger ist die Frage, wie seine allgemeinen kognitiven Fähigkeiten aussehen. Um die zu erfassen, gibt es Intelligenztests, die die ganze Bandbreite der kognitiven Leistungen ansprechen - auch sprach- und kulturunabhängig.
Den weit aussagefähigeren IQ zu erheben haben die Bochumer Untersucher jedoch unterlassen. Das ist unverzeihlich, denn daraus hätte man Anforderungen an den Unterricht erschließen können. Etwa so: das praktische Potential der Probanden läßt es geraten erscheinen, den Deutschunterricht auf das Wichtigste zu beschränken - weg mit den Nacherzählungen etwa - und den praktisch orientierten Unterricht drastisch zu verstärken.
Nullen, diese Bertelsmänner  

„BERTELSMANN-STUDIE
Arme Kinder sprechen schlechter Deutsch
Kinder, deren Familien von Hartz IV leben, hinken bereits im Vorschulalter in ihrer Entwicklung hinterher. Sie sprechen schlechter Deutsch, haben weniger soziale Kontakte und Schwierigkeiten mit der Körperkoordination. Das ergab eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung.
Mehr als 40 Prozent der armutsgefährdeten Kinder sprechen nur mangelhaft Deutsch - im Vergleich zu 14 Prozent in finanziell besser ausgestatteten Familien. Ähnlich sieht es bei Problemen mit der Körperkoordination aus (24,5 zu 14,6 Prozent), dem Umgang mit Zahlen (28 zu 12,4 Prozent) oder deutlichem Übergewicht (8,8 zu 3,7 Prozent).
Kinder, die in ärmeren Familien aufwachsen, kaum Zugriff auf soziale und kulturelle Angebote haben - nur zwölf Prozent lernen ein Instrument, weniger als halb so viele wie in finanziell unabhängigen Familien - in Sportvereinen sind 46 Prozent beziehungsweise 77 Prozent aktiv.
Kitas kein Allheilmittel
Ebenfalls weniger Kinder besuchen vor dem dritten Geburtstag eine Kindertagesstätte - 31 Prozent in der Gruppe ärmerer Kinder, 48 Prozent in der anderen Gruppe. Doch ein Kita-Besuch ist laut Studie kein Allheilmittel. Positive Effekte habe die Kita nur, wenn die Gruppen sozial gemischt sind. Bei Kitas in sozialen Brennpunkten funktioniere das nicht. "Kitas in sozialen Brennpunkten brauchen dann mehr Geld, mehr Personal und mehr Förderangebote", sagt Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann-Stiftung.
Für die Studie haben Forscher der Uni Bochum 5.000 Schuleingangsuntersuchungen an Fünf- und Sechsjährigen der Jahre 2010 bis 2013 in der Ruhrgebietsstadt Mülheim im Ruhrgebiet analysiert. Mehr als 17 Prozent der unter dreijährigen Kinder in Deutschland wachsen demnach in Familien auf, die von Hartz IV leben. Das Ergebnis lasse sich laut Studienleitern gut auf Deutschland übertragen, da die ganze Stadt mit seinen sehr unterschiedlichen Vierteln in den Blick genommen worden sei.“ DLF 13.3.15 #
Interessant. „Schlechter Deutsch“ sprechen sie also. Hat das etwas mit Armut zu tun? Leiden sie vielleicht so heftigen Hunger, daß das Gehirn zu wenig Glukose zur Verfügung hat, um das Sprachareal zu versorgen? Kaum denkbar. Denn wenn man in solchen Wohnlagen unterwegs ist, sieht man eine gute Ausstattung an Autos, Mountainbikes und Smartphones. An den Fenstern hängen TV-Schüsseln. Auch die Körperumfänge sind eher überdurchschnittlich groß. Von Armut, wie ein Großteil der Deutschen nach 1945 aufwuchs, kann also keine Rede sein. Und die große Nachkriegsarmut verhinderte nicht, daß die Hauptschüler von damals heute anspruchsvolleres, korrekteres Deutsch schreiben und sprechen, als es die meisten heutigen Gymnasiallehrer können. Armut, wir müssen sie eine relative Armut nennen, besser noch niedriges Einkommen, hat also nichts mit der Sprachbeherrschung zu tun. 
Womit dann? Es gibt da den Walter-Mischel-Keks-Test. Vierjährige Kinder bekommen in einem Raum isoliert einen Keks, wenn sie klingeln. Sie bekommen zwei Kekse, wenn sie das 15-Minuten-Klingeln des Untersuchungsleiters abwarten. Etwa die Hälfte der Kinder schafft es, sich im Angesicht der Kekse zu beherrschen. Und diese Gruppe, wen wundert es, erzielt bei späteren Tests bessere kognitive Leistungen. (Vgl. Daniel Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken, 3. Aufl. 2014, S. 65f.)
Natürlich spielen dabei die Gene eine Rolle, die Aufmerksamkeitslenkung und emotionale Kontrolle beeinflussen, aber natürlich auch das Elternverhalten. Beides nicht verwunderlich. Und hier liegt natürlich der Hase im Pfeffer, liebe Bochumer Forscher. 
Ihnen aber gebührt der Große Verkleisterungspreis für ihre Studie! Gratulation nach Bielefeld! Der Große Verkleisterungspreis, übrigens, hat nichts mit Kleist zu tun, er war früher der Margot-Honecker-Preis für Sozialistische Pädagogikforschung. 








Samstag, 14. März 2015

Auch die saudiarabische Ordnung ist eine Ordnung und kein Halsabschneiderchaos





Rasiert, nicht tätowiert - macht doch einen netten Eindruck, der Nicco (1469-1527) 

(Bild: Tito/Wiki.)






“Wir haben bereits gesagt, daß eine Herrschaft gute Grundlagen haben müsse, sonst bricht sie zusammen. Die Hauptstütze aller Staaten … sind gute Gesetze und gute Streitkräfte, und da gute Gesetze nicht ohne gute Streitkräfte bestehen können und da, wo gute Streitkräfte sind, auch gute Gesetze sein müssen, so übergehe ich die Gesetze und rede von den Streitkräften.” Machiavelli , Fürst, S. 64 Insel; S. 81 Reclam, Kap. 12 


Da Machiavelli den „Volksfürsten“ (s. 9. Kap.) hochschätzt, darf man annehmen, daß er in dieser Richtung auch die „guten Gesetze“ verortet, Gesetze also, die der Zufriedenheit des Volkes dienen, und das sind zuvörderst jene, die ein Leben ohne Not ermöglichen, die einen gewissen Wohlstand befördern. Dies geschieht am besten durch den Schutz des Bürgerbesitzes, dessen Bedeutung Machiavelli, anders als die Kommunisten Platon, Campanella und Morus, richtig erfaßt. Francis Bacon übernimmt das später, und Ludwig Erhard hat das dann perfektioniert. Gute, Wohlstand gewährende Gesetze sind heute so aktuell wie in der Renaissance, man blicke nur in den Orient und nach Afrika, das seine Bürger ‚armregiert‘.
Und vielfach auch nicht gegen kriegerische Überfälle schützt. „Gute Streitkräfte“ sind also in der Gegenwart ebenso nötig wie die Wohlstandsgesetze.
Aber auch in Europa? Man muß das bejahen. Hätte die Ukraine die Atomwaffen behalten, hätte Putin mutmaßlich nicht in die Ostukraine einmarschieren lassen. Und da dieser Neonazi überall auf das „Russentum“ pocht, beeilen sich die baltischen Staaten mit ihren russischen Minderheiten, nach- und aufzurüsten. Ihre Schwäche, und die militärische Schwäche der EU-Pappnasen, lädt Putin ein.






Freitag, 13. März 2015

Prima


Liebe Freunde, Mitglieder und Förderer der AfD,

wir alle feiern unseren Geburtstag. Darüber hinaus begehen manche von uns aber auch noch ihren Namenstag, und in diese anspruchsvolle Gruppe gehört unsere junge Partei. Gegründet am 6. Februar 2013, konnte sie schon bald darauf ihren Namenstag feiern. Denn am 11. März desselben Jahres trat sie als AfD zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit – mit einer Resonanz, die nicht nur uns selbst, sondern das ganze Land überraschte. Ich hatte Beatrix von Storch, Alexander Gauland und Joachim Starbatty zu einer öffentlichen Diskussion über die desaströsen Folgen der Euro-Rettungspolitik eingeladen. Frauke Petry und Bernd Lucke stießen dazu, und so wurde der Abend mit weit über tausend Teilnehmern, die aus der ganzen Republik angereist waren, zu einem denkwürdigen Ereignis.
Inzwischen sind wir zwei Jahre weiter und um etliche Erfolge, aber auch die eine oder andere Enttäuschung reicher. Die Bundestagswahl kam zu früh für uns. Zu den Erfolgen zähle ich das gute Abschneiden in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, zuvor auch schon bei den Wahlen zum Europäischen Parlament. In Hamburg sind wir in die Bürgerschaft eingezogen; die nächste Station heißt Bremen. Als unseren größten und eigentlichen Erfolg betrachte ich aber die nachhaltige Veränderung der politischen Tagesordnung. Seitdem es uns gibt, wird nicht nur über die Rettungspolitik, sondern auch über die unzureichende Familienförderung, den kommunalen Finanzausgleich, ein Einwanderungsgesetz und vieles mehr geredet. Wir haben den mit Recht so genannten Altparteien neue und wichtige  Themen aufgezwungen und damit dem ganzen Land einen Dienst erwiesen.
Zu den Enttäuschungen zähle ich die anhaltenden Differenzen und Rangeleien auf allen Ebenen der Partei; vor allem dann natürlich, wenn sie öffentlich ausgetragen werden. Meinungsverschiedenheiten gehören, sofern sie sachlich und mit Begründung ausgefochten werden, in einer lebendigen Partei wie der unseren dazu. Um keinen Schaden anzurichten, müssen sie aber Regeln folgen; und diese Regeln sind nicht nur der Satzung oder der Geschäftsordnung zu entnehmen, sondern dem, was die Juristen das allgemeine Sittengesetz nennen. Die Gebote des Anstands, der Rücksichtnahme und der Dankbarkeit verpflichten alle; eine Partei wie die unsere, die sich den Mut zur Wahrheit auf die Fahnen geschrieben hat, erst recht. Dieser Mut unterscheidet uns von den anderen; er macht uns glaubwürdig und ist unser größtes Kapital. Wir sollten ihn auch weiterhin beweisen.

Das wünscht uns und sich
Ihr Konrad Adam
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Die Gründung der AfD war ein positiv einschneidendes Ereignis, eine Alternative zu den Linksparteien ist seitdem vorhanden. 
Dem altphilologischen Bildungsbürger Adam kommt dabei ein besonderes Verdienst zu. Weil die Gründung einer Partei kein Vergnügen darstellt, sondern eine Tortur von Terminen, Debatten und Parteienprofilierung beinhaltet. Eine bittere Sache. Denn nicht umsonst heißt es: Unfreund, Feind, Parteifreund.