Mittwoch, 17. Februar 2016

Meinen Sie Hinduismus vielleicht …?






NZZ 17.11. 2012

“Doch drängt es hindu-nationalistische Kritiker, mehr und mehr öffentlichen Einfluss auszuüben. Offen fordern sie, dass nur noch Hindus den Hinduismus lehren dürften. Aber wem gehört eigentlich der Hinduismus? Die rechten Hindus sollten sich klarmachen, dass der Hinduismus-Begriff aus dem Westen stammt. Wenn sie dann, wie bei manchen Städtenamen, auf alte indische Bezeichnungen zurückgreifen wollen, sind sie in großer Verlegenheit.
Was wäre denn der indische Begriff für "Hinduismus"? Sie werden nicht anders können und wie Wendy Doniger gerade die transkulturelle Vielseitigkeit des Hinduismus darstellen müssen. Diese Fähigkeit, vieles zu ertragen und nicht nur das eine zu wollen, kann durchaus als ein Modell für das unvermeidliche Zusammenwachsen der Religionen und Kulturen dienen.” So Axel Michaels in seiner Rezension von Wendy Donigers Buch “The Hindus” (FAZ 20.5.10) 
“Das unvermeidliche Zusammenwachsen der Religionen und Kulturen” ist vielleicht nur so eine westliche Feuilleton-Idee. Das Buch der Religionswissenschaftlerin Doniger wurde nach langem Rechtsstreit 2014 in Indien verboten. So ist das mit den luftigen Gedanken. Im Raume wird hart zugeschlagen. Vor allem wird auch bei den Frauen in Indien hart zugeschlagen: “Jede Stunde stirbt in Indien eine Frau, in Brand gesteckt von gierigen Ehemännern. Sie verlangen als Mitgift Fernseher, Motorrad, iPad. …” (Mitgift-Morde, Brautverbrennung, WELT 10.10.13) 
Wenn man dann einen Blick auf das Pro-Kopf-Einkommen (BIP Kaufkraftparitäten) wirft, sieht es ebenso finster aus. In der Reihe der Schwellenländer Rußland, Brasilien, Südafrika, China und Indonesien rangiert Indien weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Vor ihrem eventuell frühen Tod heißt das für die Frauen, daß sie sehr hart arbeiten müssen und schon als Mädchen hemmungslos von den Eltern ausgebeutet werden. 

Verzeichnete Indien 2013 kaufkraftbereinigt ein Pro-Kopf-Einkommen von 4.077 USD (Platz 132), so lag es beim kleinen Nachbarn Bhutan bei 6.370  USD (Platz 113). Ein so niedriges Einkommen bedeutet stets ein karges Leben und doppelte Arbeit, für die Frauen dreifache Arbeit. Daher steht Bhutan auf Platz 136 (von 187) des Human Development Index (HDI,deutsch Index für humane Entwicklung). In diesen Index findet auch die Lebenserwartung und die Beschulung Eingang. Den schlechten Rangplatz finden Bhutans Oberpriester und Politiker nicht schön. Sie haben daher ein großes Gehirnwäscheprogramm gestartet, das sie “Bruttoinlandsglück” nennen. Es soll auch die vielen Arbeitslosen ablenken von den Schweinereien der regierenden Eliten. 









Dienstag, 16. Februar 2016

Ein Text ist viel zu wenig


Mal ne Frage:
Ist die Bergpredigt dekadent?
Geb’ ich mal selbst die Antwort. Alle Texte sind Kontexte. Und Antworten. Die Bergpredigt antwortet auf die Umstände der Zeit, auf die tägliche Gewalt, die tägliche Heuchelei der Priester und Eliten, die tägliche Grausamkeit in der Antike. Da ist die Bergpredigt ein sinnvoller Zuruf, innezuhalten und die Gewalt zurückzudrängen. Dann aber kam die arabische Eroberung nach Galiläa. Dort, wo die Predigt nach der Legende gehalten wurde, dominiert noch immer die Gewalt. Man kann die Predigt der HAMAS und der PLO weiterhin berechtigt halten. Aber sie werden nicht zuhören. Im Gegenteil. Sie wollen ihre Gewaltideologie weltweit verbreiten, und in Europa sind sie bereits angekommen. Dort jedoch besitzt die Bergpredigt einen anderen Kontext. Der Pazifismus und der Sozialstaat haben namentlich in Deutschland für Sorglosigkeit und Verantwortungslosigkeit gesorgt. Hier wird die Bergpredigt nicht metaphorisch, sondern wörtlich genommen. Dies kann man als völlige Verblendung, aber auch als ‘dekadent’ bezeichnen. In dem Sinne, daß die Orientierung verfällt und die Realitätswahrnehmung verlorengeht.
Deswegen bezeichnet man die Bergpredigt in der Gegenwart besser als “Pippi-Langstrumpf-Text”: ‘Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt.’  Gut, daß das Christen, anders als andere Religionen, eine Vielzahl von Texten anbietet, die sich gegenseitig beleuchten und aussteuern.








Montag, 15. Februar 2016

Das Organ der "roten Gräfin" Dönhoff


70 Jahre ZEIT, verkündet das Bilderblatt stolz und die Nachrichten übernehmen es brühwarm. Das erinnert mich an die Zeit, als ich während der Woche den SPIEGEL und am Wochenende die ZEIT las. Da dominierte noch der Text - lauter graue Buchstaben - die Bilder maßen nur einen Bruchteil der heutigen Größe. Auch darin spiegelt sich die Entwicklung des Journalismus: aufgeblasene bunte Bilder auf Kosten des Textanteils. Die ZEIT hat eifrig an dieser Tendenz mitgeschraubt. Als Parteiblatt der SPD hat sie alle Schulreformen mit herbeigeschrieben - sie war auch die Prawda des Großteils der Lehrerschaft - die das Gymnasium auf das heutige klägliche Niveau herabdrückten. 1970 habe ich sie abonniert, die ZEIT. 1990 gekündigt. So lange dauern manche Prozesse. Bedauerlich!
















Sonntag, 14. Februar 2016

Orient und Okzident, immerdar getrennt













“Die Migration, die wir zur Zeit erleben, hat unsere Gesellschaften in vielerlei Hinsicht nicht offener gemacht. Durch die traditionellen Ansichten, die viele Migranten mitbringen, werden wieder plötzlich alle Fragen hinsichtlich der Stellung der Frau diskutiert, und das Recht auf freie Meinungsäußerung ist wieder umstritten. Mit einem Mal reden wir wieder von Gotteslästerung und über das Verbot, vom Glauben abzufallen. Auch wenn es dabei um Überzeugungen geht, die wir aus unserer eigenen Geschichte kennen, ist es dennoch kein Fortschritt, die Emanzipation von vor fünfzig Jahren wiederholen zu müssen.” 
Paul Scheffer, Das multikulturelle Drama, 2000 (zit. bei Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, S. 266)   

1989 Mordaufruf gegen Salman Rushdie
2001 Massenmörderischer Anschlag auf das World Trade Center
2002 Mord an Pim Fortuyn
2004 Mord an Theo van Gogh
2015 Morde an 11 Journalisten und 30 Konzertbesuchern in Paris

Der Mordaufruf durch Khomeini gegen Rushdie besteht bis heute. Er wurde ermöglicht durch die europäische Asylpolitik. Khomeini bekam in Frankreich Sozialhilfe und betrieb von Neauphle-le-Château aus den totalitären Umsturz im Iran. Anfang Januar 1979 beschlossen völlig benebelt-kurzsichtige westliche Politiker, nämlich Jimmy Carter, Helmut Schmidt, Giscard d’Estaing und James Callaghan, dem totalitären Khomeini die Rückkehr nach Persien zu ermöglichen. Mit den bekannten mörderischen Folgen.
Was damals den benebelten Köpfen entsprang, hat sich heute, mit dem massenhaften, unkontrollierten Eindringen von Mohammedanern aller Kampfgrade nach Europa, zum Irrsinn gesteigert.




Samstag, 13. Februar 2016

Außer Edathy interessiert sich niemand für unsere Kinder, meinte Lucke.




Unsere tapferen Sexbefreiungskämpfer von 1968 mit BAT II +





Nota bene, höchste Zeit:

“Die Ehepartner sollen für die Fortpflanzung die Jahreszeit bevorzugen, die auch jetzt die meisten zu Recht nutzen, wenn sie den Winter für diese Vereinigung wählen. … sie geben den Nordwinden klar den Vorzug vor den Südwinden.”
So Aristoteles in Buch VII seiner POLITIK (Kap. 16)

Das mit den Winden muß man vielleicht nicht zu ernst nehmen, die griechische Medizin bestand überwiegend aus Hokuspokus. Interessant ist hier die Betonung der Ehepartner bzw. der Familie, die sich nicht nur völlig von der orientalischen Barbarei unterscheidet, sondern auch von den Vorstellungen seines Lehrers Platon, der in seiner POLITEIA für Weiber- und Kinderkommunismus plädierte. Wenn Frauen Gemeinbesitz seien, sei der Staat in Gefahr, meint aber Aristoteles.

“Aufhebung der Familie!” heißt es dagegen bei Marx im Kommunistischen Manifest (Abschn. II), und weiter: “Die Familie der Bourgeois fällt natürlich weg … wir (setzen) an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche. … Die Kommunisten brauchen die Weibergemeinschaft nicht einzuführen, sie hat fast immer existiert.”
Bei so geringen Geschichtskenntnissen das Maul so weit aufzureißen, da war Marx wirklich Spitze. Und daß er bei Platon anknüpft, ist bemerkenswert. Immerhin hatte Aristoteles schon darauf hingewiesen, daß ein Inzestproblem bei Weibergemeinschaft entstünde sowie defekte Bindungen und Verantwortungslosigkeit. Die Neomarxianer von 1968 nannten die Chose dann “freie Liebe” und wedelten mit dem Geschreibsel von Wilhelm Reich.
Auch unser Kinderpornofreund Edathy bezieht sich auf Platon und die “sexuelle Befreiung”. Die SPD hat ihn dieser Tage wieder nicht ausgeschlossen, sondern ihm nur eine Ruhezeit verordnet. Wer im SPD-Vorstand den Edathy frühzeitig gewarnt hat, so daß er Zeit bekam, das schlimmste Beweismaterial zu beseitigen, das bleibt leider völlig ungeklärt.