Freitag, 11. August 2017

Partnerschaftsstabilitätsrückschlüsse


“Bei einer vor der Aids-Epidemie durchgeführten Untersuchung über Homosexuelle in San Francisco gaben 28% der Schwulen an, mehr als 1000 Sexualpartner gehabt zu haben. Von den Lesbierinnen hatte keine 1000 gehabt, und nur 2% sprachen von 100.” 
(Pinker, Denken (Originaltitel ist präziser: How the mind works), S. 587)

Das Sexualverhalten von Lesben und Schwulen unterscheidet sich also außerordentlich stark. Warum sie in einem Atemzug genannt werden, erschließt sich nicht. Auch im Hinblick auf die Stabilität von Partnerschaften sind lesbische Verbindungen als stabil zu betrachten, während schwule Partnerschaften durch das destabilisierende Sexualverhalten als sehr instabil zu erachten sind.

“Symons (Evolution of Human Sexuality, 1979) bemerkt, daß homosexuelle Beziehungen einen guten Einblick in die unterschiedlichen Wünsche der beiden Geschlechter geben. Jede heterosexuelle Beziehung ist ein Kompromiß zwischen den Bedürfnissen eines Mannes und den Bedürfnissen einer Frau, so daß die geschlechtsspezifischen Unterschiede möglichst verringert werden. Homosexuelle dagegen müssen keinen Kompromiß eingehen, und ihr Sexualleben zeichnet ein unverfälschteres Bild der männlichen Sexualität …” (Pinker, Denken, S. 586f.)

















Horowitz plays Scriabine - Étude in C-sharp minor (Op. 42, No. 5) ~Carne...

Donnerstag, 10. August 2017

Was so an der Wand hängt




Eine echte Karl-Marx-Schülerin war Martina van de Gey in Köln an der Kunstschule. Der war aber nicht aus Trier. Auf diesem Bild entfaltet sie viel Dynamik, die aber die ländliche Idylle auf dem einmontierten Foto nur am Rande erfaßt. Heimat als Ruheort? Heimat bedroht? Das beantwortet jeder nach dem individuellen Maßstab Glas halbvoll/halbleer.




DNS in Hexametern


Vergänglichkeit und Vererbung spricht Lukrez hier an. Den „Urstoff“ der Vererbung kennt man heute besser als die Vererbungssäure DNS. Diese Art des Denkens forscht nach Ursache und Wirkung; auch wenn viele Ungenauigkeiten und Fehler auftreten, so liegt doch ihr Vorteil gegenüber der Erfindung von Geistern und Göttern auf der Hand.

"Dazu kommt noch das Neue, daß, ob auch die Körper des Urstoffs
Völlige Dichte besitzen, trotzdem die entstehenden Dinge
Luft, Feu'r, Erde und Wasser von lockrer Beschaffenheit werden.
All dies läßt sich verstehn durch das Leere, das allem sich beimischt.
Wären dagegen schon locker die Grundelemente der Dinge,
Woher stammten dann Eisen und härtlicher Kiesel, wie wären
Diese geworden, wo bliebe die Kraft, dies alles zu schaffen?
Niemand könnte das sagen. Es würde die ganze Natur dann
Völlig und ganz ermangeln des grundsteinlegenden Anfangs.
Also die Grundelemente sind einfach zwar und solide,
Aber durch ihren Verband, wenn sie fest aneinander sich schließen,
Können die vielen zusammen gewaltige Kräfte entfalten.
Wäre sodann kein Ende gesetzt der Vernichtung der Körper,
Müßten doch einige Körper zum mindesten übrig geblieben
Sein, die aus ewiger Zeit sich bis jetzt in den Dingen erhielten
Und entronnen zu sein aus allen Gefahren sich rühmten.
Aber da längst feststeht, sie seien zerbrechlichen Wesens,
Ist es ein Widerspruch, daß jene die ewige Zeit durch
Trotz unzähliger Stöße sich könnten am Leben erhalten.[45]
Endlich ist festgestellt, daß jedem Geschlechte das Ende
Seines Wachsens und Lebens von vornherein ist gegeben,
Und was jedes vermag den Naturgesetzen zu Folge
Oder was nicht, steht längst schon fest nach ewiger Satzung.
Daran ändert sich nichts, vielmehr bleibt alles beständig,
So, daß stets nach der Reihe die buntgefiederten Vögel
Je nach ihrem Geschlecht dieselbigen Tupfen vererben;
Also müssen sie wohl den nimmer sich ändernden Urstoff
Schon in dem Körper besitzen. Denn könnten die Urelemente
Irgendwie in den Dingen beliebig Veränderung leiden,
Dann wär' auch nicht klar, was eigentlich könnte entstehen
Oder was füglich auch nicht; und wie jedwedem umzirkt sei
Seine wirkende Kraft und der grundtief ruhende Markstein.
Nie auch könnten ererben nach Sippen getrennt die Geschöpfe
Bildung, Bewegung, Gesittung und Lebensführung der Eltern.
Quelle:
Lukrez: Über die Natur der Dinge. Berlin 1957, S. 45-46.
Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20009208887
Lizenz:
Gemeinfrei
Kategorien:


Epikureismus