Mittwoch, 17. Juli 2019

Bei der Geschichte verlangt Goethe mit gutem Grund einen Rückblick auf 3000 Jahre: Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu Tage leben. West-östlicher Divan, Rendsch Nameh: Buch des Unmuts Das gilt auch für die Klimageschichte. Dort verlängern sich allerdings die Zeiträume noch. /// Horst-Joachim Lüdecke - Jüngste Forschungsergebnisse zu Klimazyklen am 2...

Sanftes Ungeheuer


“However, no administration has generated more voluminous legislation and regulation than President Obama’s in his first term. The history of his presidency can be told concisely as a series of pledges to increase employment (‘the stimulus’),
reduce the risk of financial crisis and provide universal health insurance, each of which produced a major expansion of the administrative state. The Wall Street Reform and Consumer Protection Act (Dodd–Frank) ran to 848 pages and created two new agencies, the Financial Stability Oversight Council and the Consumer Financial Protection Bureau. The Patient Protection and Affordable Care Act (ACA, for short) totalled 961 pages (along with the Health Care and Education Reconciliation Act) and created the Independent Payment Advisory Board. Even more cumbersome was the legislation that was drafted to enact the Trans Pacific Partnership, a trade agreement between twelve Pacific-rim countries. This was over 5,554 pages long, contained more than two million words and, when printed out, stood nearly three feet high. Moreover, both Obamacare and Dodd–Frank spawned great shoals of regulation. After the ACA was passed, government agencies produced more than a hundred final regulations spelling out how the new laws were to be implemented. Dodd–Frank specifically instructed regulators to create more than 400 new rules. According to one estimate, the act could increase financial industry regulatory restrictions by nearly a third if this process is ever completed. To get some idea of the scale of the regulation epidemic, assume that each of the 10,535 pages of healthcare regulations in the Federal Register contains 1,100 words. That adds up to more than 11 million words. By way of comparison, Magna Carta was a single sheet of parchment with fewer than 4,000 words. The original draft of the US Constitution was only slightly longer (4,543 words, to be precise). And the Declaration of Independence consists of just 1,458 words.”

Ferguson, Niall. The Square and the Tower (S.348). Penguin Books Ltd. Kindle-Version. 

Regulierung reduziert Freiheit, mehr Regulierung reduziert noch mehr Freiheit. 

Hier wird klar, daß Obama der bisher schlimmste Präsident der USA war, gemessen am Freiheitsverzehr. Die Heimat der Regulierungsspirale ist Europa, speziell die EU, die mit immer neuen Regulierungen von der Gurke bis zum Diesel den Bürgern schadet.  



















Dienstag, 16. Juli 2019

Sozialdemokratismus zerstört die Freiheit


Der Dämon der liberalen Demokratie

von Daniel Pipes
Washington Times
14. Juli 2019
Englischer Originaltext: The Demon in Liberalism
Übersetzung: H.Eiteneier   siehe: https://tinyurl.com/yymqfexb
Kommentar: 
Vorneweg: gemeint ist der Sozialdemokratismus, der auch eine liberale Seite hat, aber insgesamt eine leichtflockige Erziehungsdiktatur anstrebt. In der Tat begegneten die Sozialdemokraten der polnischen Solidarnosz abweisend arrogant; Helmut Schmidt segelte lieber mit dem Kommunistenboß Gierek, als sich mit Walesa zu treffen, ihn gar zu unterstützen. Das taten die Amerikaner. In der Tat verbindet die Kommunisten die Zerstörung ihrer jeweiligen Gesellschaft durch alberne und häßliche Dinge wie die maßlose Besteuerung, die Gängelung durch grüne Schweinereien an jeder Ecke im Zeichen des Klimawahns und die unkontrollierte Einfuhr von Barbaren aus dem Süden. Merkel und die EU, Macron und von der Leyen stehen für den Niedergang Europas, letztere beschädigte gerade die Bundeswehr, was sie unbedingt für die EU empfiehlt. 
















Montag, 15. Juli 2019

Alfred-Wegener-Institut inzwischen auf Linie


Der vergessene Protest: Als sich vor 20 Jahren eine Gruppe AWI-Forscher gegen den Klimaalarm verwehrte

Anfang Juli 2019 brachten wir an dieser Stelle die deutsche Übersetzung einer Petition von 90 italienischen Klimawissenschaftlern gegen den Klimaalarm. Michael Krüger erinnerte eine Woche später im ScienceSkepticalBlog an einen ähnlichen Appell vor 20 Jahren von führenden Klimaforschern am Alfred Wegener Institut in Bremerhaven:
Mit drei Sätzen lässt Prof. Ernst Augstein die Weltklimakonferenz, die am 1. Dezember 1997 im japanischen Kyoto eröffnet wird, als globale Farce erscheinen. „Es stimmt“, sagt er, „dass weltweit die Temperaturen steigen. Es stimmt auch, dass die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre zunimmt und dass der Mensch dazu beigetragen hat und weiter beiträgt. Es ist aber überhaupt nicht erwiesen, dass der gegenwärtige Temperaturanstieg etwas mit der aktuellen CO2-Zunahme zu tun hat.“ Seine Befürchtung: „Vielleicht drehen wir, was das Weltklima angeht, in Kyoto an den völlig falschen Knöpfen.“
Ernst Augstein ist nicht irgendjemand. Der Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven war zeitweise Vorsitzender des Klimabeirates der Bundesregierung.
Augstein bestreitet, dass man aus den Klimasimulationen der Großcomputer auf reale Abläufe in der Natur schließen darf. Es gebe selbst in der jüngeren Erdgeschichte Beispiele für schnelle und große Temperaturänderungen, bei denen das CO2 – der wichtigste Faktor in den Berechnungen – keine Rolle gespielt habe. Er verweist auf die „Kleine Eiszeit“: Zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert habe sich die Weltmitteltemperatur zunächst um knapp ein Grad verringert, um dann binnen 150 Jahren um den gleichen Wert rapide wieder anzusteigen. Erklären kann das bis heute keiner.
Augstein wird unterstützt von dem Geophysiker Heinz Miller (Ex Stellvertretender Direktor des AWI und Polarforscher mit über 30 Jahren Polarerfahrung), dem Klimamodellierer Dirk Olbers und dem Meeresphysiker Claus Böning. Alles Urgesteine der Klimaforschung.
Als Motiv dafür, warum so viele Fachleute anders handeln, kann Augstein sich vieles vorstellen: „Es geht um Millionen an Forschungsgeldern, es geht um Einfluß und um Eitelkeiten.“ Gegenüber dem Vorsitzenden der Weltklimaorganisation WMO in Genf, Prof. Hartmut Graßl, setzt er noch eines drauf: „Persönlich verstehen wir uns gut, sind praktisch Sandkastenfreunde. Aber Graßl ist ein Mann, der gern die Katastrophenorgel dreht, der notfalls auch versucht, Ziele, die er für richtig hält, mit zweifelhaften Argumenten durchzusetzen.“ Und so ist es noch heute.
Ganzen Beitrag im ScienceSkepticalBlog lesen
Einen längeren Bericht zum heute fast vergessenen AWI-Protest  gegen den Klimaalarm kann man in Bild der Wissenschaft in einem Artikel von 1998 nachlesen.
Den AWI-Forschern gebührt höchste Anerkennung. Damals haben Graßl, Hasselmann & Co. die Revolte offenbar schnell in den Griff bekommen. Kurzer Prozess wurde kurz darauf auch mit den Kollegen der BGR gemacht. Die Abteilung mit Klimadissidenten wurde kurzerhand geschlossen, den staatlichen Wissenschaftlern ein Maulkorb verpasst. Der Heidelberger Klimaforscher Augusto Mangini wurde öffentlich von Rahmstorf und Kollegen wegen Aussagen zur natürlichen Klimavariabilität geschmäht. Zu den Klimarealisten gehören und gehörten viele führende Geowissenschaftler, zum Beispiel der bekannte Meeresgeologe Kenneth Hsü. Die Berliner Mauer hatte knapp 30 Jahre Bestand, bevor sie wieder eingerissen wurde. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis der Klimaalarm in sich zusammenbricht?
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Kommentar des Politikwissenschaftlers Alexander Straßner (Universität Regensburg) in der Welt vom 11. Juli 2019:
Protest der Klimaschützer: Ein Hilfeschrei der Jugend? Eher ein Vorbote extremistischen Denkens
Aktivisten wie Luisa Neubauer und Greta Thunberg glauben, von vornherein im Recht zu sein – weil sie für das Gemeinwohl kämpfen. Andersdenkende dämonisieren sie, Kompromisse lehnen sie ab. Jede Diskussion wird so unmöglich. Die Vertreter der Klimaschutzbewegung nehmen für sich in Anspruch, aus Gemeinwohlgründen zu handeln. Das mag gut klingen und vielleicht sogar altruistisch motiviert sein. Befeuert von Klimageografen, die mitunter eine kritische Distanz zu ihrem Forschungsfeld vermissen lassen, werden Wissenschaftler als Heilige betrachtet, solange sie die eigenen Standpunkte teilen.
Andere Forschungsergebnisse werden in der gleichsam religiösen Logik als Häresie betrachtet. An die Stelle der Argumentation tritt die Dämonisierung. Die Abwertung des Gegenübers etwa als „alter, weißer Mann“, den man nicht brauche, so die „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer, ist mehr als ein Hilfeschrei der Jugend. Es ist ein Vorbote von extremistischen Denkformen. Denn die Bezeichnung „alter, weißer Mann“ ist keine nach Geschlecht oder Zugehörigkeit zu einer Alterskohorte festgelegte Variable, sondern schlicht ein synonym für abweichende Meinungen.
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