finden fast immer zwischen Menschen unterschiedlicher Religion statt, da die Religion das Hauptunterscheidungsmerkmal von Kulturen ist.”*
Kriege finden immer statt, aus den verschiedensten Gründen. Besonderer Kampfgeist kommt ins Spiel, wenn “höhere Gefühle” antreiben, zum Beispiel religiöse Gefühle, die immer seit Aufkommen des Monotheismus in der Geschichte eine große Rolle gespielt haben und dies in den “unaufgeklärten” Religionen immer noch tun.
Was aber ist Religion? “Unter Religion sei hier ein mehr oder weniger zusammenhängendes, auf ‘das Heilige’ sich beziehendes System gefühlsbetonter Überzeugungen und Handlungen verstanden, welches in der Regel durch bestimmte Einrichtungen überwacht oder vorgeschrieben wird: ein System, welches Einstellung und Tun seiner Anhänger maßgeblich bestimmt und welches sie, wenngleich in einer Vielfalt von Variationen, in ihrem persönlichen und öffentlichen Leben ernstnehmen. … Religiöse Vorstellungen sind aber ihrem Wesen nach nichtrational.” So das Wörterbuch der Soziologie (Hg. Wilhelm Bernsdorf, Joseph Maier)
Besonders eine “Rechtsreligion”, die in zahllosen Rechtsgutachten das gesamte zivile Leben ohne Ausnahme durchwirkt, entzieht sich weitgehend einer rationalen Intervention sowohl von innen wie von außen.
*Samuel P. Huntington: Kampf der Kulturen Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert S. 413
“Der Golfkrieg begann also als Krieg zwischen Irak und Kuweit, wurde dann zu einem Krieg zwischen dem Irak und dem Westen, dann zu einem zwischen dem Islam und dem Westen, um endlich von vielen Nichtwestlern als Krieg zwischen Ost und West angesehen zu werden, als ein ‘Krieg des weißen Mannes, ein neuer Ausbruch des altbekannten Imperialismus.’”*
Das ist die Interpretationsspirale, mit der jeder US-Politiker rechnen muß und deren Folgen einzukalkulieren sind. In Amerika wurde das inzwischen begriffen. In Afghanistan hat man sich noch lange eine Selbsttäuschung hingegeben. An anderen Orten wie Mali müssen sich die Europäer Gedanken machen, ob sie nicht lieber abziehen. Wie Afghanistan steckt Afrika voller junger Männer, die sich für jeden Krieg billig einkaufen lassen.
*Samuel P. Huntington: Kampf der Kulturen Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert S.408
Wetter-/Klimaprognosen bis 2100 sind reine Scharlatanerie. In den letzten 3 Wochen gab mehrere Male völlig falsche Tagesprognosen, sowohl bei Kachelmann als auch bei den anderen Anbietern. Es kam auch vor, daß sich die verschiedenen Prognosen diametral widersprachen. Die gültige Wettervorhersage bleibt ein Problem, für den Gärtner und für den Meteorologen.
Islamische Staaten und Stämme liegen stets in Krieg und Konflikt miteinander. Seit der Schlacht von Kerbela ca. 768. So kämpfte der Irak gegen den Iran acht Jahre lang seit 1980.
So besetzte der Irak Kuweit Ende 1990. Und löste damit den 1. Irakkrieg aus, in dessen Verlauf die islamischen Staaten ihre Konflikte zurückstellten und sich gegen die USA mit Saddam Hussein solidarisierten. Hätte diese Erfahrung nicht den 2. Irakkrieg verhindern müssen? Und ebenfalls das ausgedehnte Engagement in Afghanistan?
Man wundert sich, auf welch hohem Niveau in den Ministerien falscher Rat erteilt wurde. Hinterher sind alle überrascht.
Windkraft: Meteorologe und Atmosphärenphysiker Prof. Gerhard Kramm, Uni Fairbanks:
“Die Windturbine SWT-6.0-154 hat eine Nennleistung von 6 MW bei einer Windgeschwindigkeit in Nabenhoehe von etwa 13-14 m/s und einen Rotordurchmesser von 154 m. Wenn man davon hunderte in einer „offshore wind farm“ aufstellt, die erforderlich sind, um ein Kohlekraftwerke bzw. ein Kernkraftwerk zu ersetzen, dann erhoeht sich auf Grund des Entzugs von kinetischer Energie aus dem Windfeld die aerodynamische Rauhigkeit, was dazu fuehrt, dass sich die Stroemungsverhaeltnisse und folglich auch das Wettergeschehen merklich veraendert. Da Klima nichts anderes ist als die statistische Beschreibung des Wetters fuer eine Zeitspanne von mindestens 30 Jahre, liegt es nahe, dass solche sog. Windkraftanlagen (WKA) einen Einfluss auf das lokale bis regionale Klima ausueben. Aus Unwissenheit glaubt man, mit solchen WKA das Klima schuetzen zu koennen und bewirkt genau das Gegenteil davon.
Ziehen wird die Zahlen zur Hilfe, dann ergibt eine Nennleistung von 6 MW und einer vom Rotor ueberstrichener Flaeche von etwa 18600 m2 eine Energieflussdichte von etwa 323 W/m2 = 323 J/(m2 s). Das bedeutet, dass eine solche Windturbine, die den Dom meiner Heimatstadt Koeln wie eine Wallfahrtskapelle erscheinen laesst, dem Windfeld maximal nur eben diesen Wert von 323 J/(m2 s) entziehen kann. Mehr ist einfach nicht zu erreichen, auch wenn die Windgeschwindigkeit der Nennleistung von 13 – 14 m/s um mehrere m/s ueberschritten wird. Nahe der sog. cut-out-Windgeschwindigkeit bei 25 m/s betraegt die Effizienz dieser Windturbine nur noch wenige Prozent.
Um zu verdeutlichen, wie niedrig dieser Wert der Energieflussdichte von 323 J/(m2 s) ist, moechte ich auf eine Schicht frisch gefallenen Schnees der Temperatur von – 3 Grad C verweisen, dessen Emissionsvermoegen im Infrarotbereich nahezu dem Idealwert von eins entspricht. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz liefert einen Wert fuer die emittierte Strahlung von etwa 301 W/m2= 301 J/(m2 s). Man darf also feststellen, dass die dem Windfeld entzogene kinetische Energie selbst im Falle der Nennleistung nur in einer geringen Energieflussdichte einmuendet. Selbst wenn man nicht so mit den physikalischen Gesetzen bewandert ist, wie es heute in Deutschland ueblich zu sein scheint, so sollten diese Zahlen doch Anlass genug sein, das Vorhaben der Energiewende zu ueberdenken. Physikalische Gesetze lassen sich nicht durch auf einfaeltige Besserwisserei und organisierte Verantwortungslosigkeit beruhende Parteiprogramme aushebeln.
Was sich u.U. aendern wird, das ist die Windgeschwindigkeit. Seit mehreren Jahrzehnten wird naemlich in verschiedenen Regionen in der Welt eine Abnahme der Windgeschwindigkeit beobachtet. Das bedeutet, dass man noch mehr von diesen Windmuehlen aufstellen muss, um ueberhaupt die projektierte Leistungen erreichen zu koennen.
Meteorologe und Atmosphärenphysiker Prof. Gerhard Kramm, Uni Fairbanks, 12.3.16