Montag, 13. Dezember 2021

Götz Ruprecht - Kernenergie des 21. Jahrhunderts – Die Dual Fluid Techno...

Die Energiedichte macht's! Unschlagbar. Und der großartige Erntefaktor dieses neuen Konzepts. Und die Ampelmännchen fördern Windmühlen.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Augen auf und rational reicht nicht

 Nach Agrippa und Pyrrhon

Das Erkennen ist nicht einfach. Man sieht nur, was man weiß, formulierte Goethe dazu. Popper teilte die Erkenntnisgegenstände 3 Welten zu, was einen großen Fortschritt darstellt.
In der Welt 1 herrschen relativ einfache Erkenntnisbedingungen, zwar ist “das Ding an sich” nicht erkennbar (Kant), aber man kann experimentieren und auf diese Weise systematisch Eigenschaften, etwa von Wasserstoff, in Erfahrung bringen. Beweisen kann man nichts , aber widerlegen. Solange etwas nicht widerlegt ist, kann man damit arbeiten und es als richtig betrachten (Fallibilismus). In Welt 2 wird der Blick und das Erkennen gelenkt von den vielen Gedächtnisinhalten, die ein Mensch im Laufe vieler Jahre abgespeichert hat. Daher sehen die Menschen sehr unterschiedlich. Experimente zur Klärung von Sachverhalten sind nicht möglich. Welt 3 schließlich beinhaltet Abstraktionen und Theorien. In dieser Welt der Bildung herrscht besondere Unübersichtlichkeit und Verwirrung. Alles ist dort möglich an blühendem Unsinn, ob jetzt die Sklaven-und-Herrenmenschen-Anschauung des Aristoteles, die Offenbarungs-Religion oder der Marxismus. Und wer von solch einer Theorie besessen ist, der sieht alles aus einem bestimmten Blickwinkel, aus dem beobachtet vieles eben nicht sichtbar ist. Die Blickwinkelproblematik hat Niklas Luhmann (auch Maturana) besonders intensiv untersucht mit beachtlichen Ergebnissen.
Erkennen ist problematisch, unsicher und vorläufig. Siehe die Linksintellektuellen auf den Killing Fields. Auf den Begriff der “Wahrheit” sollte man deswegen besser verzichten, oder ihn auf mathematische Beweise beschränken, weil er leicht suggeriert, daß nur eine Meinung, nur ein Standpunkt, nur eine Theorie “wahr” sein könnte. Es herrschen aber immer nur die Perspektive und die Vorläufigkeit.



Abb.: Poppers drei Welten
(aus: Eberhard Döring, Karl Popper, Einführung in Leben und Werk, S. 137)

Samstag, 11. Dezember 2021

Vom Mythos zum Logos - und zurück?

Ungewissheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften - auch wie selbige dem menschlichen Geschlecht mehr schädlich als nützlich sind. 

von Nettesheim, Agrippa. Ungewissheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften. Jazzybee Verlag. Kindle-Version. 


Agrippa unterstellt in seinem bekannten Buche "Von der Ungewißheit und Eitelkeit des menschlichen Wissens" der seinerzeitigen, weitgehend abergläubischen und scholastischen Wissenschaft, daß alles Wissen eitel sei, und daß die Gelehrsamkeit leicht zur Narrheit führe und daß es nichts Verderblicheres gebe, als einen eitlen Gelehrten.


Die Wissenschaften haben eine lange, krude Geschichte, stets neigten Wissenschaftler dazu, sich zu überschätzen. Kritik an der Erkenntnisgewißheit übten seit der Antike helle Köpfe immer wieder, was die wissenschaftliche Entwicklung auf vielfältige Weise befruchtete. 

Agrippa, der eigentlich Heinrich Cornelius hieß und 1486 in Köln geboren wurde, entlieh seinen Gelehrtennamen möglicherweise bei dem antiken Skeptiker Agrippa, der um die Zeit Senecas lebte (1. Jh.). Von ihm ist nicht viel bekannt, Sextus Empiricus (160-210) berichtet von ihm; Sextus selbst bezieht sich auf den Skeptiker Pyrrhon von Elis (ca. 360-270).

Mit dem Beginn von systematischer Wissenschaft  - charakterisiert als Entwicklung vom Mythos zum Logos - entsteht auch die grundsätzliche Frage nach der Gültigkeit von Wissenschaft. 

Eine ewige Frage, die allein vor neuem Aberglauben und Überschätzung von Expertentum bewahren kann. 


Donnerstag, 9. Dezember 2021

Tichys Ausblick Talk: „Inflation kommt plötzlich“ – Hans-Werner Sinn im ...

Ein sehr wichtiges Gespräch über die gegenwärtige deutsche und europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik. Erstaunlich, daß Sinn dabei eine positive Ausstrahlung bewahrt. 

Sonntag, 5. Dezember 2021

Klimaschau #84: Spielt die Sonne beim Klimawandel doch eine größere Roll...

Die Svensmark-Shaviv-Hypothese bleibt sehr interessant, mal sehen, was da noch kommt.